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Koblenz richtet 60 Jahre nach dem Auftakt eine neue Ausgabe der Bundesgartenschau aus, die Kunst auf Schritt und Tritt bietet und das Weltkulturerbe des romantischen Mittelrheintales einbezieht

Kunst und Natur in enger Symbiose



Rekonstruierte rheinseitige Gärten des ehemaligen kurfürstlichen Residenzschlosses in Koblenz

Rekonstruierte rheinseitige Gärten des ehemaligen kurfürstlichen Residenzschlosses in Koblenz

Am 28. April 1951 beginnt in Hannover eine neue Ära. Hier soll die erste Bundesgartenschau die Begrünung von Kriegsbrachen voranbringen. Viele weitere Städte folgen im Zweijahresrhythmus. Immer stärker betonen die Verantwortlichen auch die bildende Kunst. So liegen die Wurzeln der Documenta in der Kasseler Bundesgartenschau des Jahres 1955. Seit Mitte April gastiert die 31ste Ausgabe der Gartenbauausstellung in Koblenz. Wiederum haben die Ausrichter auf allen Geländeteilen Schöpfungen vieler Künstler einbezogen. Komplett saniert zeigen sich die Feste Ehrenbreistein und das ehemalige kurfürstliche Residenzschloss von ihrer besten Seite. 49 Millionen Euro beträgt allein der Zuschuss des Rheinland-Pfalz für die erste Bundesgartenschau im Bundesland, auf 500 Millionen Euro werden die gesamten Investitionen geschätzt. Der Großteil floss in die Restaurierung und Erschließung historischer Gebäude samt ihrem Umfeld wie Plätze, Promenaden oder Anlagen. „Koblenz verwandelt“, unter diesem Slogan bietet die zum Gesamtkunstwerk verzauberte Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel bis zum 16. Oktober ein lohnendes Ziel.


Nukleus ist der historische Altstadtkern der geschichtsträchtigen alten Handels- und Beamtenstadt. In den letzten 2000 Jahren hinterließen hier viele ihre Spuren: Die Römer errichteten ein Kastell, die Franken unterhielten einen Königshof. Seit die Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten hier ihren Residenz- und Verwaltungsmittelpunkt etablierten, stieg die Bedeutung von Koblenz stetig. Zu den Kirchen und Schlössern kamen im 19ten Jahrhundert Kasernen, Verteidigungsanlagen und Verwaltungspaläste. Der Oberpräsident der preußischen Rheinprovinz residierte hier, regelmäßig nahm die Kaiserfamilie Quartier im Schloss. Auf den Hügeln rund um die Stadt entstand ein weit ausgreifender Festungsring. Das linksrheinische, 1832 vollendete Fort Konstantin oder die gegenüber aufragende Festung Ehrenbreitstein bilden bis heute gewaltige Stadtkronen über dem Talkessel. Im Zweiten Weltkrieg zu fast 90 Prozent zerstört und bis 1951 Landeshauptstadt, sind noch heute zahlreiche Bundes- und Landesbehörden in Koblenz beheimatet, darunter das dem Bundeskulturstaatsminister unterstellte Bundesarchiv.

In drei kunsthistorisch bedeutsame Bereiche gliedert sich das Areal der Gartenschau. Mitten in der Stadt sorgt das ab 1777 errichtete ehemalige kurfürstliche Residenzschloss für einen imposanten Auftakt. Der letzte große Schlossbau Deutschlands des 18ten Jahrhunderts und das wohl repräsentativste Beispiel frühklassizistischer Architektur gliederten die französischen Architekt Pierre Michel d’Ixnard und Antoine-François Peyre in einen lang gestreckten Hauptbau parallel zum Rhein. Stadtseitig umrahmen halbrunde Trakte den ausgedehnten Vorplatz. Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt und danach Sitz von Behörden, ist das Schloss nun erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Aufwendig rekonstruiert wurden die Repräsentationssäle, die vorder- und rückseitige Gärten verbinden. Von der in Pflanzen gefassten begehbaren Krone vor der Stadtfront führt der Weg durch das Vestibül vorbei an der Prachttreppe über den Gartensaal in den rheinseitigen, einst der kaiserlichen Familie vorbehaltenen Garten.

Man kann es kaum glauben: Ähnlich wie der Vorplatz war auch die rheinseitige Geländezone bis vor kurzem Brachland. Kein Geringerer als der bedeutende preußische Gartenbauer Peter Joseph Lenné hat das Areal ab 1842 in bestechend klarer Linienführung gestaltet. Die BUGA gab nun den Anstoß zur Rekonstruktion der Wegeführung im Raster diverser Ebenen. Die zentrale Achse mit Brunnen ist auf den sechssäuligen Portikus ausgerichtet, dessen Attika ein Relief des Bildhauers Sebastian Pfaff ziert. Neben dem Wappen des Kurfürsten vereint es Allegorien von Rhein und Mosel. Parallel zur alten Stadtmauer erheben sich hoch gelegene Wege mit Stahlpergolen, von denen sich ein grandioser Blick auf den Rhein bietet. Tiefer gelegene Blumenparterres überführen in eher malerische Seitenbereiche. Die Durchdringung von malerischen und architektonischen Komponenten ist charakteristisch für Lenné und die Gartenkunst des 19ten Jahrhunderts. Dies zeichnet auch die Augusta-Anlage am Rheinufer aus. Im Auftrag von Kaiserin Augusta brachte sich auch hier Lenné mit seinen Vorschlägen ein, als es ab 1855 um die Verschönerung des aus Kiesbänken und Weidenbüschen bestehenden Streifens ging.

Der Besucher schreitet dann rheinabwärts zum Deutschen Eck, vorbei an historischen Gebäuden wie dem Pegelhaus oder dem gewaltigen Regierungsgebäude aus dem Jahr 1902/03, das auf Intervention des Kaisers Formen staufischer Burgenarchitektur adaptiert. Die aufgeschüttete schmale Landzunge am Zusammenfluss von Rhein und Mosel bildet einen derart markanten Landschaftspunkt, der geradezu ein Machtsymbol herausfordert. Im Andenken an den 100sten Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. wurde durch seinen Nachfolger Wilhelm II. 1897 das Kaiser-Wilhelm-Denkmal eingeweiht. Der ausgewiesene Denkmalarchitekt Bruno Schmitz, auf dessen Pläne auch die Denkmale an der Porta Westfalica und auf dem Kyffhäuser zurückgehen, entwarf den wuchtigen, von Kolonnaden umrahmten Sockelbau, auf dem das von Emil Hundrieser entworfene Reiterstandbild Wilhelms I. samt begleitenden Siegesgenius steht. Das demonstrative Monument preußischer Stärke verlor im Zweiten Weltkrieg die Bronzeplastik, welche nach langen Diskussionen in einer nach historischen Vorlagen rekonstruierten Fassung des Düsseldorfer Kunstgießer Raimund Kittl als Spende des Koblenzer Verlegers Werner Theisen im Jahr 1993 wieder aufgestellt werden konnte.

Südlich des Monuments schließt sich der ehemalige Verwaltungstrakt des Deutschherrenordens an, in dem seit 1992 das Museum Ludwig residiert. Es ist eines von zwölf Museen weltweit, die das Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig initiiert haben. Augenblicklich mitten im BUGA-Gelände gelegen, steuert es im Innern die Sonderausstellung „Die letzte Freiheit – Von den Pionieren der Land Art der 1960er Jahre bis zur Natur im Cyber-Space“ zur Gartenschau bei. Positionen von 23 Künstlern aus nahezu 50 Jahren mit 120 Exponaten, darunter Skizzen, Zeichnungen, Dokumenten, Modellen und Fotografien, geben Überblick über Facetten bedeutender Vertreter der Land Art im weitesten Sinne. Ausgehend von der in Amerika in den 1960er Jahren initiierten Bewegung, die Natur als schöpferisches Material begreift und nutzt, schlägt die Schau einen Bogen von den anfänglich experimentell, zuweilen wissenschaftlich geprägten Varianten über die großflächigen, auch gesellschaftskritisch unterlegten Interventionen der 1970er Jahre, den sensiblen, vom Genius loci inspirierten Kompositionen der 1990er Jahre bis hin zu intermedialen kosmischen Installationen der Jetztzeit. Stars wie Ai Weiwei, Andy Goldsworthy, Dennis Oppenheim, Agnes Denes, Nancy Holt, Peter Hutchinson, Florian Dombois, Glenn Marshall, Robert Smithson, Hans Haacke, Richard Long, Hamish Fulton, James Turrell, Charles Ross bis hin zu Christo und Jeanne-Claude sind hier vertreten.

In den angrenzenden Gärten setzt sich die Kunst der BUGA in einer Skulpturenschau fort. Im Blumengarten hin zur romanischen St. Kastor-Basilika bildet ein riesiges, pixelartig gestaltetes Teppichbeet mit zwei Wasserspielen das Umfeld für die Plastik „Alchemie“ des Spaniers Jaume Plensa. Die Statue, eine Mischung aus Mensch und Pflanze, ist überzogen von Namen bekannter Schriftsteller. Das Verwobensein von Mensch und Natur, poetische Verdichtung und gedankliche Durchdringung des Raumes gehen hier eine Symbiose ein. Hoch in einem alten Baum hängt HD Schraders Soundinstallation „Batnestinghouses“. Aus der Gruppe schwarzer Fledermauskästen schallen die ansonsten für Menschen unhörbaren Töne der Tiere und wollen so Sensibilitäten für Zwischenwelten erzeugen.

In der kunsthistorisch wichtigen Basilika St. Kastor wird der Arte Povera-Künstler Jannis Kounellis in seiner reduzierten Formensprache künstlerisch intervenieren, um mit der Spiritualität des sakralen Raumes in Kommunikation zu treten. Ein Schmuckstück ist der neu angelegte Paradiesgarten an der Kirchensüdseite. Wo früher der Kreuzgang stand, ordnen sich Pflanzen mit religiöser Symbolik um einen mittig eingefassten Sitzbereich mit schmalem, lang gestrecktem Wasserbecken als Quell des Lebens. Der britische Künstler David Nash ließ sich von Gedanken des mittelalterlichen „hortus conclusus“ leiten. Nahebei in den Rheinanlagen steht die schlichte Bronze des Japaners Masayuki Koorida, deren Formen an Moleküle oder Amöben als Urformen des Lebens denken lassen.

Neben der Basilika wartet als Besucherattraktion und probate Ideallösung die neue Seilbahn auf, aus deren rundum verglasten Besucherkabinen sich Blicke auf die Stadt und ins Rheintal ergeben. In wenigen Minuten erreicht man so den 27 Hektar großen Festungspark Ehrenbreitstein, auch als „Gibraltar des Rheins“ bezeichnet. An der Stelle einer mittelalterlichen Burg errichteten Militäringenieure unter dem Kommando Gustav von Rauchs und Ernst Ludwig von Asters ab 1817 eine weitläufige Zitadelle. Sie gehört zu einem Ring Verteidigungsanlagen der Festungsstadt Koblenz, die Stadtkronen ähneln, und thront das Machtsymbol auf der Felsnase 118 Meter über der Stadt.

Das Festungsareal bietet eine attraktive Ausstellungsfläche. Über den weiten Rasen des ehemaligen „Schussfeldes“ führt ein gradliniges Wegnetz zu zahlreichen Mustergärten, Pavillons und Sonderschauen. Einer der Höhepunkte ist das aus 150 Kubikmeter Holz von den Rheinland-Pfälzischen Landesforsten als ein sich in die Höhe schraubender Wandelgang gestaltete Bauwerk, das einen exzellenten Rundblick über das gesamte Gartenschauareal bietet. Etwas weiter führt der Parcours vorbei am originellen Pavillon der Architekturstudenten der Fachhochschule Koblenz. Der igelförmige Doppelbuckel besteht aus Holzlatten, die zu offenen Dreieck- und Sechseckrastern montiert sind.

Vorbei an einer Freilichtausstellung zur Sepulkralskulptur oder am minimalistisch gestalteten Pavillon für Baukultur der Landesarchitektenkammer ist die Bodenplastik des britischen Künstlers Chris Drury hervorzuheben. „Moselle Rhine Whirpool“ besteht aus spiralförmig geschnittenen Schieferplatten, die dynamisch, aber mit „versteinerter Ruhe“ quirlendes Wasser in Stein verbildlichen. Chrysanne Stathacos, eine amerikanische Künstlerin, gestaltete die Installation „Three Wishing Trees“. Glitzernde Metallplättchen reflektieren spielerisch in drei hoch gewachsenen Bäumen das einfallende Licht. Auf dem Schlossplatz der Festung Ehrenbreitstein findet der Kunstliebhaber einen Höhepunkt in Hans Arps „Bewegtem Tanzgeschmeide“.

Zur engeren Bergspitze hin gerät der Besucher in das pompös-schwulstige Ensemble der 1828 vollendeten, als uneinnehmbar geltenden Festung. Die raffiniert geplante Gebäudegruppe ist ein Labyrinth aus gigantischen Gräben, gewaltigen Bruchsteinmauern, Tunneln, Toren und Verteidigungslinien. Überall entdeckt man Schießscharten und Öffnungen für die Geschütze. Da, wo einst Infanterie, Artillerie, Pionier- oder Trainingseinheiten Unterkunft fanden, findet der Besucher nun erstmals komplett für ihn erschlossen weitere Ausstellungsbereiche der BUGA.

Neben zahlreichen Präsentationen verschiedener Themengärten sowie zur Festungs-, Architektur- und Gartengeschichte dürfte für Kunstfreunde besonders die Schau „Peter Joseph Lenné – eine Gartenreise im Rheinland“ von Interesse sein. Der 1789 in Bonn geborene und 1866 hoch geehrt in Potsdam verstorbene Gartenkünstler absolvierte eine erfolgreiche Karriere. Er gehörte neben Hermann von Pückler-Muskau und Friedrich Ludwig von Sckell zu den einflussreichsten Befürwortern des Englischen Landschaftsgartens auf dem Kontinent. Sein Werkschaffen kennzeichnet die Abkehr von geometrischer Strenge hin zu Natürlichkeit mit Pleasuregrounds und geschwungenen Wegen. Lenné schuf etwa die Gärten von Sanssouci oder Babelsberg. Die Ausstellung hebt besonders seine Arbeiten im Rheinland hervor, darunter in Aachen, Koblenz, Bad Neuenahr, Schloss Augustusburg in Brühl und die Flora in Köln, sowie den Menschen und Künstler.

Um die Bundesgartenschau auf eine breitere Basis zu stellen, wurden 13 vorwiegend kunsthistorische Glanzpunkte in der unmittelbaren Umgebung zu „Meisterwerken“ erkoren. Die unverwechselbare Landschaft in Rheinland-Pfalz mit der weltweit größten Dichte von über 500 Burgen, Schlössern und Festungen umrahmt die Gartenschau. Die Porta Nigra in Trier, die versteckt in einem romantischen Seitental gelegene Ritterburg Eltz oder die Benediktinerabtei zu Maria Laach gehören dazu. Einige Objekte wurden aus diesem Anlass aufwendig restauriert. Burg Stolzenfels, um 1840 nach Plänen Karl Friedrich Schinkels und Friedrich August Stülers für den Preußenkönig als gotisches Traumschloss neu aufgebaut, leuchtet wieder sattgelb vom Felsen. Auch die gegenüber liegende Marksburg, die einzige unzerstörte Höhenburg mit authentischem mittelalterlichem Flair, erhält gerade einen neuen Putz.

Kunstliebhaber dürfte es auch zum Schloss Sayn ziehen. Das neugotische Anwesen aus den Jahren um 1850, traumhaft schön in einem englischen Landschaftspark unter der trutzigen mittelalterlichen Burg Sayn gelegen, wurde erst vor wenigen Jahren von der fürstlichen Familie wieder hergerichtet. Neben der sehenswerten Schlosskapelle mit dem um 1240 gefertigten Armreliquiar der heiligen Elisabeth und eindrucksvollen Farbglasfenstern Moritz von Schwinds lohnt der Besuch des Rheinischen Einsenkunstguss-Museums im Seitentrakt. Von 1769 bis 1926 war in unmittelbarer Nähe die Sayner Hütte in Betrieb. Begünstigt durch Eisenvorkommen, genügend Holzvorräten und reichlich vorhandener Wasserkraft konnten hier ohne besonderen Aufwand kunstvoll gestaltete Tische, Bänke, Reliefs, Altarkreuze, Plaketten, filigrane Schmuckgegenstände, Öfen, Leuchter, bis hin zu Tabakdosen oder Kanonen gefertigt werden. Schon 1822/24 auf den Berliner Akademieausstellungen sowie auf der Pariser Weltausstellung 1855 wurden die Erzeugnisse der Sayner Hütte prämiert. Zwischen 1826 und 1830 errichtete man hier mit der neuen Gießhalle den ersten Industriehallenbau der Welt in tragender Gusseisenkonstruktion. 2010 wurde sie in die Reihe der „Historischen Wahrzeichen der Industriebaukunst“ aufgenommen.

Zahlreiche Kunstausstellungen begleiten die BUGA. Das Arp Museum in Rolandseck lädt unter dem Titel „Horizonte. Landschaften von Fra Angelico bis Monet“ zu einem Spaziergang durch die Geschichte der Landschaftsmalerei ein. 46 Gemälde aus der Sammlung „Rau für Unicef“ zeigen blühende Landschaften in beeindruckender Schönheit und Vielfalt. Etwas weiter rheinabwärts wartet die Bonner Bundeskunsthalle mit einem weiteren Leckerbissen auf. Gleich zwei Präsentationen sind dem deutschen Impressionisten Max Liebermann gewidmet. Rund einhundert Gemälde und Papierarbeiten stellen den Wegbereiter der Moderne vor, dessen Ruhm sich auch auf die Freilichtmalerei gründet. Neben Sujets aus Alltag und Gesellschaft nehmen die vielfältigen malerischen Interpretationen seines Wannseegartens in über 200 Varianten einen gewichtigen Stellenwert in seinem Œuvre ein. Im Jahr 1910 bezog Liebermann sein Sommerhaus vor den Toren Berlins, dessen Garten er zusammen mit Alfred Lichtwark, dem Direktor der Hamburger Kunsthalle, minutiös durchplante. Heckengärten, Nutzflächen, Terrassen, Birkenhain und Pavillons inspirierten den Maler zu Motiven aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Auf dem Dach der Bundeskunsthalle werden in einem zweiten Teil Hauptelemente dieses Gartens nachgebaut, so dass sich wesentliche Blickachsen der Gemälde in natura nachvollziehen lassen.

Die Bundesgartenschau Koblenz ist bis zum 16. Oktober 2011 täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Der Eintritt beträgt 20 Euro, ermäßigt 18 Euro, für Kinder und Jugendliche 5 Euro. Der offizielle BUGA-Führer kostet 5,95 Euro. Zur Ausstellung „Peter Joseph Lenné – eine Gartenreise im Rheinland“ auf Ehrenbreitstein ist ein umgangreicher wissenschaftlicher Katalog erschienen. Die Ausstellungen „Die letzte Freiheit“ im Museum Ludwig sowie die Schau „Max Liebermann. Wegbereiter der Moderne“ in der Bundeskunsthalle werden gleichfalls von Katalogen begleitet.

Kontakt:

Ludwig Museum im Deutschherrenhaus

Danziger Freiheit 1

DE-56068 Koblenz

Telefax:+49 (0261) 30 40 413

Telefon:+49 (0261) 30 40 40

www.buga2011.de



25.04.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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