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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Der Schwerpunkt der Residenzmesse in Salzburg liegt in gewohnter Weise auf österreichischer Kunst: Schiele, Walde, Hundertwasser, Romako, Weiler und Möbel von Josef Hoffmann

Vielfalt, Eleganz und Qualität



Egon Schiele, Sitzender Halbakt, 1914

Egon Schiele, Sitzender Halbakt, 1914

Auch wenn Salzburg in Sachen Kunst und Antiquitäten noch nie der Nabel der Welt war, für viele Galerien scheint die elegante, aber gediegene „Messe für Kunst & Antiquitäten“ in der Salzburger Residenz Pflichtprogramm zu sein. Zum Beispiel die Galerie Thoman aus Innsbruck: Sie zeigte auf der Art Cologne bis Sonntagabend Jürgen Klaukes Serie „Maskulin/Feminin I“, war ab Freitag zuvor, zum Start der Residenzmesse, aber auch schon an der Salzach vertreten mit Max Weilers Gemälde „Figur und Schattenwesen“, mit Arbeiten von Arnulf Rainer und von dem „Jungen Wilden“ Siegfried Anzinger. Bei aller Vielfalt, österreichische Kunst ist erwartungsgemäß Trumpf auf dieser Messe. Und die Skala ist breit. Mit einem Preis von 1,7 Millionen Euro ist Egon Schieles Gouache „Sitzender Halbakt“ von 1914, die die Galerie Wienerroither & Kohlbacher anbietet, das teuerste Objekt der Verkaufsschau.


Auf Gemälde des 19ten und frühen 20ten Jahrhunderts setzt die Galerie Giese & Schweiger, die mit Tina Blaus rostigem „Spätherbst im Prater“ für 280.000 Euro ein Hauptwerk der österreichischen Stimmungsimpressionistin präsentiert. Als neuen „Aufsteiger“ der spätromantischen Genremalerei preist der Aussteller aus Wien beispielsweise Anton Romako an, dessen „Geierwally“ 75.000 Euro kosten soll, während das Aquarell „Der Graben in Wien“ des wohl bekanntesten österreichischen Vedutenmalers Rudolf von Alt, der mit seinen Aquarellen erst kürzlich im Wiener Auktionshaus Hassfurther immerhin die Grenze von 200.000 Euro überschritten hat, im sechsstelligen Bereich liegt. Mit zwei, die üblichen Rezeptionsgewohnheiten durchkreuzenden sommerlichen Gebirgsmotiven von Alfons Walde für jeweils 380.000 Euro warten Kunsthandel Runge und Kunsthandel Freller, beide aus Linz, auf. Aus dem Kreis österreichischer Künstler scheren nur zwei Galerien aus: Die international agierende Galerie Budja, die eines jener fleischig-saftigen Blumen- und Früchtestillleben von Marc Quinn mit dem Titel „The World’s Longest River“ von 2009 zum Preis von 220.000 Euro mitgebracht hat, und die Münchner Galerie Française, die eine „Composition abstraite multicolore“ von Serge Poliakoff für 390.000 Euro und den ersten Abzug von 50 von Pablo Picassos Lithografie „Tête de femme“ für 45.000 Euro bereit hält.

Wer Salzburg kennt, der weiß, dass die barocke Architektur der Stadt und die Alpen aufs engste verknüpft sind. Das spiegelt in gewisser Weise auch die Messe mit ihrem anspruchsvollen Angebot an Volkskunst wider. Bauernschränke, reich geschnitzte Pinzgauer Truhen, Hafnerware aus Gmunden und Tirol findet man beispielsweise bei Walter Moskat aus Bregenz, einen Fayencekrug von 1779, der ehemals zur Ausstattung der Salzburger Residenz gehörte, bei Kunsthandel Runge. Der rote Faden österreichischer Kunst reißt auch beim Kunsthandwerk nicht ab. Aus der berühmten Möbelfabrik Josef Danhausers stammt ein mit Karyatiden und Adlern verziertes Biedermeiersofa für 18.000 Euro bei Tazl Antiquitäten. Lilly’s Art, Nachfolgerin von D & S Antiques aus Wien, offeriert für 85.000 Euro das Meisterstück des Wiener Uhrmachers Isaak Niederleitner: eine schwarz lackierte und mit Bronzebeschlägen verzierte Laterndl-Uhr von 1810.

Auf barocke Gartenskulpturen hat sich der Kremser Kunsthändler Schauer spezialisiert. Schon im Treppenhaus der Residenz empfängt ein Paar monumentaler Herkulesatlanten aus der Zeit um 1600/1620 den Besucher, am Stand fällt ein niederösterreichischer Apollo aus dem 18ten Jahrhundert auf. Die Preise liegen bei 290.000 Euro und 58.000 Euro. Fast symptomatisch und wohl ein Zeichen dafür, dass das Interesse an Arbeiten der Wiener Werkstätte bis heute anhält, ist die Tatsache, dass ein kleiner Tisch nach einem Entwurf Josef Hoffmanns bei der Galerie bei der Albertina von Christa Zetter, die unter anderem mit einer Hoffmann-Sitzgruppe für 39.000 Euro und verschiedenen Keramiken von Vally Wieselthier und anderen WW-Künstlern vertreten ist, bereits während der Eröffnung verkauft wurde. Auch Patrick Kovacs, dessen Fokus auf Einrichtungen Wiener Architekten der frühen Moderne liegt, punktet mit Hoffmann. Bei ihm ist ein Paar Fauteuils der No. 421, 1906 bei J & J. Kohn produziert, für 18.000 Euro zu haben.

Aber wer glaubt, dass Salzburg nur für Österreicher ein attraktiver Messeplatz ist, der irrt. Aus Bamberg reisten Walter Senger mit Christoph von Urachs um 1520 entstandenen Relief einer Madonna im Kreise der heiligen Familie aus dem Neckargebiet für 225.000 Euro und Christian Eduard Franke mit einer Braunschweiger Kommode von 1730 mit Zinn und Elfenbeineinlagen zum Preis von über 100.000 Euro hierher. Einen stimmungsvollen Kontrast zu den zahlreichen Wiener Sezessionisten, zwischen Oskar Kokoschka, Friedensreich Hundertwasser und der österreichischen Neuen Sachlichkeit setzt der Ansbacher Kunsthändler Michael Nöth mit Gemälden von Leo Putz, Edward Cucuel und Lovis Corinth. Eines seiner wichtigsten Exponate in Salzburg ist bei Nöth Louis Valtats „Familie Bompart auf den roten Felsen bei Agay“ von 1898, das bereits die künstlerische Wende Valtats vom Punktualismus zu den Fauves andeutet und mit 650.000 Euro dotiert ist. Alles in allem: Nicht nur Österreichisches ist Trumpf, sondern auch Qualität.

Die „36. Residenz Salzburg – Messe für Kunst und Antiquitäten“ läuft noch bis zum 25. April. Geöffnet ist wochentags von 11 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und montags schon ab 10 Uhr. Der Eintritt beträgt 13 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Fürstbischöfliche Residenz Salzburg
Residenzplatz 1
A-5020 Salzburg



20.04.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Egon Schiele, Sitzender Halbakt, 1914
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Otto Wytrlik, Esstisch mit acht Stühlen, 1901
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Jakob Pisotti d.Ä. Werkstatt, Fayencekrug mit dem Wappen des
 Fürsterzbischof Hieronimus Joseph Graf Colloredo, 1779
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auf der „Residenz Salzburg – Messe für Kunst und Antiquitäten“
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auf der „Residenz Salzburg – Messe für Kunst und Antiquitäten“
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Maximilian Kurzweil, Weiblicher Akt vor Spiegel, um 1907
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Anatomisches Modell einer Kuh, 2. Hälfte 19. Jahrhundert
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Anton Kothgasser, Sockelbecher mit Stiefmütterchen, Wien um 1820/25
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Friedensreich Hundertwasser, Automobiliste, 1958
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Johann Meinrad Guggenbichler, Heiliger Florian, Mondsee/Salzburg 1720

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Lovis Corinth, Drei kleine Mädchen, 1902

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Otto Wytrlik, Esstisch mit acht Stühlen, 1901

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Heiliger Achatius, Tirol, um 1480

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Anton Kothgasser, Sockelbecher mit Stiefmütterchen, Wien um 1820/25

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Friedensreich Hundertwasser, Automobiliste, 1958

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Anatomisches Modell einer Kuh, 2. Hälfte 19. Jahrhundert

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auf der „Residenz Salzburg – Messe für Kunst und Antiquitäten“

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Maximilian Kurzweil, Weiblicher Akt vor Spiegel, um 1907

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Barockuhr mit Carillon, „Ioan Heiligers in Wienn“, erste Hälfte 18. Jahrhundert

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Jakob Pisotti d.Ä. Werkstatt, Fayencekrug mit dem Wappen des Fürsterzbischof Hieronimus Joseph Graf Colloredo, 1779

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