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Basteleien mit Tiefgang: Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine umfangreiche Werkschau des ungarischen Künstlers Attila Csörgö

Versuchsanordnungen für die Wahrnehmung



Man fühlt sich fast wie in einem Science Museum. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt in einer umfangreichen Werkschau Arbeiten des 1965 in Budapest geborenen Attila Csörgö. Der überwiegend installativ arbeitende Ungar ist einer der bekanntesten Künstler der mittleren Generation seines Landes. Seine an Experimente, Versuchsanordnungen und Tüfteleien eines skurrilen Bastlers erinnernden Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen kinetischer Kunst und Naturwissenschaft.


Eingerichtet hat die Schau, die vorher in Budapest und Luxemburg zu sehen war, Sabrina van der Ley. Die Kuratorin an der Galerie der Gegenwart verabschiedet sich mit dieser Ausstellung aus Hamburg und wechselt an das Nationalmuseum in Oslo. Mit Attila Csörgö wird ein mehrfach preisgekrönter Künstler präsentiert, der Ungarn bereits 1999 auf der Biennale Venedig vertrat, in Deutschland jedoch erst allmählich in den Fokus der Aufmerksamkeit tritt. Die Ausstellung trägt den Titel „Der archimedische Punkt“.

Zum Auftakt sind mehrere Apparate der Werkgruppe „Platonische Körper“ zu sehen. In fortwährender Metamorphose formen an Fäden aufgehängte, schmale Holzstäbchen komplexe geometrische Figuren. Die Technik ist eher simpel. Csörgö benutzt kleine Elektromotoren, Miniflaschenzüge, Zahnräder, Schraubzwingen, Bretter, Muttern, Unterlegscheiben und Schrauben – alles Dinge, die man in jedem Baumarkt findet. Die Verwendung von einfachen Gegenständen durchzieht sein Werk ebenso wie die transparente Offenlegung der Technik. „Ich verberge keine Details. Das ist eine offene Struktur“, sagt er. Ob es aufgeschnittene, dekonstruierte Räume und Architekturmodelle nach dem Prinzip der in einem Zug geschälten Orange oder das Zusammenfügen von Lichtpunkten durch Drehbewegungen sind, bei Attila Csörgö geht es im scheinbaren Chaos immer auch um Momente der Ordnung und des Gleichgewichts. Sabrina van der Ley: „Das Prinzip der unterschiedlichen Formen, die in einem einzelnen Körper angelegt sind, wieder zusammenzufügen, ist etwas, das Attila Csörgö immer angetrieben hat.“

Es entstehen auch immer wieder fotografische Apparate, mit denen Csörgö ungewöhnliche Bilder erzeugt, die er dann zu neuen Formen wie Möbiusschleifen oder Polyedern zusammensetzt. Der Ausstellungsparcours, in dem sich helle und abgedunkelte Räume abwechseln, wartet mit vielen verblüffenden Elementen auf: Sanduhren, die durch Lichtprojektion dreidimensionale Formen an der Wand erzeugen; die Illusion eines Wasserglases, das in Wirklichkeit aus zwei rotierenden Schrauben besteht; eine überdimensionale Installation, die das Prinzip der Spiegelreflexkamera simuliert und sechs Seiten eines Würfels abbildet; oder im Windstrahl einfacher Ventilatoren tanzende Vielecke aus Papier. Durch optische Effekte und technische Raffinessen wird spielerisch ein zeitlos-elementarer Erkenntnisgewinn erzeugt, der vor allem auf der wahrnehmungsanalytischen Ebene funktioniert. Csörgös visueller Kosmos kommt dabei einem in sich geschlossenen, selbstreflexiven System gleich. Eine Ausstellung zwischen Naturwissenschaft, Sinnestäuschungen und Poesie.

Die Ausstellung „Attila Csörgö. Der archimedische Punkt“ ist bis zum 15. Mai zu sehen. Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der Katalog in englischer Sprache ist bei Gurgur Editions erschienen und kostet 30 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



25.04.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Attila Csörgö
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in der Ausstellung „Attila Csörgö. Der archimedische Punkt“
in der Ausstellung „Attila Csörgö. Der archimedische Punkt“

Künstler:

Attila Csörgö







Attila Csörgö

Attila Csörgö

in der Ausstellung „Attila Csörgö. Der archimedische Punkt“

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