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Der Galerist Michael Zink verlässt München und konzentriert sich ganz auf Berlin und auf seine neuen Galerieräume in der Linienstraße. Das ist ohne Zweifel ein Verlust für die Kunstszene an der Isar

Chic in Berlin



Die neuen Räume der Galerie Zink an der Linienstraße in Berlin

Die neuen Räume der Galerie Zink an der Linienstraße in Berlin

Nicht ganz ein Jahrzehnt hat die Galerie Michael Zink in der Münchner Theresienstraße verbracht. Und so unscheinbar die Adresse im Hinterhof eines Karrees aus den 1960er Jahren gewesen sein mag, sie war ein Fenster in die junge internationale Kunstszene. Michael Zink hat als einer der ersten hier die entrückte Welt des manischen Zeichners Marcel van Eeden gezeigt, er hat das niedlich-böse Figurenarsenal Yoshitomo Naras präsentiert und die bizarren, doppelbödigen Kompositionen von Gregory Forstner, mit denen er Anfang März auch auf der New Yorker Armory Show vertreten war. Nun verlässt der Galerist, in dessen Repertoire man weniger die schrillen als die nachhaltigen Künstler findet, die Stadt an der Isar. Am 16. April wird Michael Zink, der seit 2008 bereist in der Hauptstadt eine Dependance betreibt, in Berlins Mitte, in der Linienstraße in einem gerade fertig gestellten Loft sein neues Domizil mit einer großen Schau des belgischen Zeichenkünstlers Rinus van de Velde eröffnen.


Zinks Weggang nach Berlin lehrt vor allem, dass das Galeriegeschäft heute auch eine Standortfrage ist. Denn wenn es in der Pressemeldung heißt, dass für Künstler wie Rinus van de Velde, Marcel van Eeden oder Reynold Reynolds die Sichtbarkeit in einem der Zentren des europäischen Kunstgeschehens von großer Bedeutung sei, heißt das im Klartext nichts anderes, als dass München als etablierte Kunst- und Galerienstadt gerade auf der Stelle tritt und eine Phase der Erstarrung erlebt, während in Berlin der sprichwörtliche „Bär tanzt“. Julia Klüser von der renommierten Galerie Bernd Klüser weiß um die dynamische Wirkung einer jungen Szene für die gesamte Galeriensituation einer Stadt und bedauert deswegen den Weggang, der zudem nicht der einzige der letzen Jahre ist. Erinnert sei nur an die Galerie DIN A4, die mit unkonventionellen Projekten auffiel und heute in Kreuzberg agiert. „Die Münchner Szene verliert an Attraktivität,“ so Julia Klüser, „denn Michael Zink war einer der wichtigen jungen Galeristen, der sich international orientiert hat und internationale Positionen zeigte, die anderweitig in München gar nicht zu sehen waren.“

Verlässt da einer ein sinkendes Schiff? „Nein, München hat seine Qualitäten, aber vielleicht nicht für mich“, entgegnet Michael Zink. „Berlin ist internationaler, es weht ein frischerer kreativer Wind durch die Stadt und man ist neuen Positionen gegenüber aufgeschlossener.“ Zink profitierte in den letzen Jahren durchaus von der Zusammenarbeit mit renommierten Münchner Sammlern. Es gebe hier interessiertes Publikum, aber letztlich sei ihm die Aufmerksamkeit für seine jungen brasilianischen und belgischen Künstler zu gering, mit denen er auf den großen Zeitgenossenmessen in Madrid, in Seoul und New York eine internationale Sammlerschaft anspricht. München ist schön, aber Berlin ist hip und somit der Magnet – auch für Zinks Sammler aus Spanien und USA. Und wie man weiß, kauft „old money“, das im Umland der Bayernmetropole gut aufgestellt ist, eher konservativ.

Vor zweieinhalb Jahren hatte Michael Zink versucht, sich in New York zu etablieren. Die Finanzkrise hat dem Projekt letztlich den Boden entzogen. Der Entscheidung jetzt scheint die Frage zugrunde zu liegen: je 50 Prozent München und Berlin oder 100 Prozent Berlin? Ein bisschen erinnert das Szenario an die Strategie der Galerie Sprüth Magers, die auch einmal in Köln, Berlin und München gleichzeitig aufgestellt war, ihre ziemlich experimentelle Galerie in München schloss, dann in Berlin durchstartete und letztlich noch einen Fuß in die Londoner Szene setzte. Londoner Pläne jedoch habe man nicht, wirft Michael Zink ein. Man will sich auf Berlin konzentrieren und hat hier, nur ein paar hundert Meter von den großen Museen und der legendären Auguststraße entfernt, viel in ein neues Galeriegebäude des Architektenduos Iris Busch-Wameling und Johannes Gotaut investiert. Aber kommt Michael Zink nicht schon zu spät? Die Berliner Galeristen jedenfalls fliehen gerade aus Mitte und wandern nach Schöneberg und nach Kreuzberg, dem neuen „Berlin Gallery District“ ab.

Die neuen Galerieräume und die Ausstellung „Rinus van de Velde – with nothing but myself“ werden am 16. April um 16 Uhr eröffnet. Die Schau ist bis zum 20. Mai zu sehen.

Galerie Zink
Linienstraße 23
D-10178 Berlin

Kontakt:

Galerie Michael Zink

Schlesische Straße 27

DE-10997 Berlin

Telefon:+49 (030) 69 81 43 20

Telefax:+49 (030) 69 81 43 40



29.03.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Rinus van de Velde beim Einrichten der Schau im Institut für Moderne Kunst, Nürnberg,
 2010
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Rinus van de Velde beim Einrichten der Schau im Institut für Moderne Kunst, Nürnberg,
 2010
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Rinus van de Velde, untitled, 2010
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Rinus van de Velde, untitled, 2010
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Die neuen Räume der Galerie Zink an der Linienstraße in Berlin
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Der Galerist
 Michael Zink
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Rinus van de Velde beim Einrichten der Schau im Institut für Moderne Kunst, Nürnberg, 2010

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Rinus van de Velde, untitled, 2010

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Rinus van de Velde beim Einrichten der Schau im Institut für Moderne Kunst, Nürnberg, 2010

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Rinus van de Velde, untitled, 2010

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Der Galerist Michael Zink

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Rinus van de Velde, untitled, 2010

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