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Private-Public-Partnership: Die Hamburger Deichtorhallen und die international bekannte Privatsammlung Falckenberg in den Harburger Phoenixhallen besiegeln ihre Kooperation. Mit der von lockerer Hand inszenierten Gruppenausstellung „Captain Pamphile“ wird die neue Ära eingeleitet

Brückenschlag über die Elbe



Nun ist es perfekt: Mit der am Freitag eröffneten Ausstellung „Captain Pamphile“ besiegeln die Hamburger Deichtorhallen und die Privatsammlung Falckenberg eine auf Dauer angelegte Kooperation. Beide Seiten zeigten sich überaus erfreut, dass die international renommierte und für ihre subversiv-provokante Ausrichtung bekannte Privatsammlung an ein wichtiges Ausstellungshaus andocken kann und damit in Hamburg bleibt. Ähnlich wie die auf Fotografie spezialisierte Sammlung Gundlach wird auch die Sammlung Falckenberg zunächst als Dauerleihgabe für mindestens 13 Jahre an die Deichtorhallen gehen. Dafür stellt die Stadt Hamburg den Deichtorhallen für den laufenden Ausstellungsbetrieb jährlich 500.000 Euro plus 70.000 Euro für eine neue Kuratoren- und eine Volontärsstelle zur Verfügung. Somit wachsen die Institutionen diesseits und jenseits der Elbe zusammen.


Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow, der in Zukunft in enger Abstimmung mit dem Sammler Harald Falckenberg für beide Spielstätten verantwortlich sein wird, zählt die Vorteile der Kooperation auf: „Wir verfügen jetzt insgesamt über eine Ausstellungsfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern und rücken damit näher an internationale Institutionen wie die Tate Modern in London oder das Palais de Tokyo in Paris heran. Außerdem wird der Leihverkehr für wichtige Ausstellungen an drei Spielstätten mit der Sammlung im Rücken deutlich erleichtert. Und nicht zuletzt hoffen wir, neue Sponsorenkreise erschließen zu können.“

Das Ziel sei es, das bisherige qualitätvolle Ausstellungsprogramm in den Phoenixhallen in Harburg weiterzuführen. „Wir möchten die eigenwillige subversive Handschrift, die die Sammlung und das Ausstellungsprofil von Harald Falckenberg prägt, gerne fortsetzen“, so Luckow. Dazu gehören Kooperationen mit anderen Privatsammlern wie noch in diesem Jahr mit dem Essener Thomas Olbricht. Aber auch die Neu- und Wiederentdeckung von lange übersehenen Außenseiterkünstlern, eine Spezialität Harald Falckenbergs, soll weiterhin im Fokus bleiben. Künstler, gerne auch aus Hamburg, sollen Freiräume erhalten, um, ausgehend von ihren eigenen Netzwerken, Ausstellungen zu kuratieren. Die Berliner Künstler-Kuratoren Gunter Reski und Marcus Weber machen jetzt den Anfang. Eine weitere Kooperation gehen die Deichtorhallen zudem mit der Hanne Darboven Stiftung ein. Ein 40 Quadratmeter großer Raum ist zukünftig der 2009 verstorbenen Konzeptkünstlerin Hanne Darboven gewidmet, die nur wenige Kilometer entfernt in Harburg gelebt hat. Zwei bis drei Wechselausstellungen im Jahr zum Werk Hanne Darbovens, durchaus auch im Dialog mit jungen Positionen, sind geplant.

Auch Harald Falckenberg, Jahrgang 1943, zeigt sich zufrieden mit der Übergabe seiner Sammlung. „Ich finde es wichtig, dass jetzt übergeleitet wird in ein neues Stadium“, sagt der Sammler, der weiter kaufen möchte und Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow bei Ausstellungsplanungen beratend zur Seite steht. Gerne würde man die Sammlung, die man in Harburg leider nur im Rahmen von Führungen besuchen kann, einem größeren Publikum vermitteln. Den Vergleich mit dem Boros-Bunker in Berlin-Mitte scheut Falckenberg nicht. Die vergleichsweise dezentrale Lage seiner Sammlung sieht er eher als Herausforderung denn als Nachteil: „Kunst muss man sich erkämpfen, die darf man nicht so serviert bekommen.“

Für Freunde der Literatur und der narrativen Malerei bietet die aktuelle Ausstellung „Captain Pamphile“ viel Stoff. Ausgehend von dem 1839 erschienenen, bildhaften Roman vom Alexandre Dumas, haben Gunter Reski und Marcus Weber über sechzig Künstler eingeladen, sich bestimmte Kapitel, Textpassagen oder Motive auszusuchen und diese künstlerisch zu verarbeiten. Herausgekommen ist ein moderner Bildroman zum Abschreiten. Die locker und spielerisch inszenierte Schau ist mit vielen Wandtexten, Zitaten und Kapitelüberschriften gespickt. Sie gliedert sich anhand des Erzählstrangs des metaphernreichen Abenteuerromans. Tiermotive, Eroberungen und die zwielichtige Figur des um die Welt reisenden Kapitäns inspirierten die Erzähllust der Künstler. „In erster Linie ging es uns auch darum, eine überraschende, vielfältige Malereiausstellung zu machen“, so Reski.

95 Prozent der über 100 Werke von 63 Künstlern entstanden als Auftragsarbeiten für die Ausstellung. Gleich zum Auftakt beschäftigen sich mehrere Teilnehmer, darunter der Berliner Peter Böhnisch auf einem großformatigen Pastell, mit dem abstrusen Appetit der Engländer auf koloniale Delikatessen wie Schildkrötensuppe. Der in London lebende Deutsche Markus Vater widmet sich in einem farbenfrohen Gemälde der Szene des Landerwerbs des Kapitäns in Mittelamerika. Und das Malerinnentrio „3 Hamburger Frauen“ hat gleich gegenüber in Gemeinschaftsarbeit ein opulentes Wandgemälde mit Segelschiffen, Totenschädeln und dem unbehosten Captain Pamphile produziert. Ein Schelm, der dabei an die jüngsten Vorgänge auf der Gorch Fock denkt.

Die Ausstellung „Captain Pamphile. Ein Bildroman in Stücken nach einem Roman von Alexandre Dumas“ ist bis zum 10. April zu sehen. Die Sammlung Falckenberg kann nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden. Öffentliche Führungen finden mittwochs um 18 Uhr, samstags um 15 Uhr sowie sonntags um 12 und 14 Uhr statt. Anmeldung unter 040 – 3250 6762 oder besuch@sammlung-falckenberg.de. Der Katalog ist im Verlag Philo Fine Arts erschienen und kostet 25 Euro.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg - Sammlung Falckenberg

Wilstorfer Straße 71

DE-21073 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 50 67 62

Telefax:+49 (040) 32 50 67 63

E-Mail: besuch@sammlung-falckenberg.de



21.02.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


18.02.2011, Captain Pamphile. Ein Bildroman in Stücken nach einem Roman von Alexandre Dumas

Bei:


Deichtorhallen Hamburg - Sammlung Falckenberg

Bericht:


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