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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die Käufer wollten bei der Auktion „Moderne Kunst und Künstlergraphik“ dem Berliner Auktionshaus Jeschke & Van Vliet nicht bei allen Preisvorstellungen folgen. Vieles wurde unter Vorbehalt zugeschlagen, doch letztendlich dann verkauft

Beliebter Blick aus dem Atelier



Nicolas Tarkhoff, Place du Maine (jour gris), um 1905

Nicolas Tarkhoff, Place du Maine (jour gris), um 1905

Aus seiner Wohnung am Boulevard Vaugirard in Paris schaute Nicolas Tarkhoff auf die Droschkenstation am „Place du Maine“. Dort herrschte zu Beginn des 20sten Jahrhunderts geschäftiges Treiben, hinterfangen von den Eisenbahngleisen auf einer Hochtrasse mit zwei schnaubenden Dampflokomotiven. Fünf Gemälde schuf Tarkhoff von dieser Ansicht und hielt wie seine impressionistischen Vorbilder Claude Monet und Camille Pissarro in dieser Suite veränderte Lichtstimmungen und Farbwerte fest. Das mit lockerem Pinsel gemalte, schwungvolle Werk von etwa 1905 gehörte wohl zu den 72 Bildern, die die berühmte Galerie Vollard 1906 in Paris ausstellte und somit dem gebürtigen Russen zum künstlerischen Durchbruch in Frankreich verhalf. Das Auktionshaus Jeschke & Van Vliet schätzte den Wert des Gemäldes auf 45.000 Euro, doch das Interesse war so groß, dass der Hammer auf der Versteigerung „Moderne Kunst und Künstlergraphik“ erst bei 62.000 Euro fiel. Es hat durch seine farbliche Varianz und seine gute Herkunft aus einer französischen Privatsammlung überzeugt.


Mehr erwartet hatte sich das Berliner Auktionshaus allerdings von Werner Tübkes „Selbstbildnis mit roter Baskenmütze“, auf dem sich der Künstler 1981 in Art eines Renaissanceportraits auf die Leinwand brachte. Denn das nachdenkliche Bildnis konnte am 20. November nur Vorbehalt zugeschlagen werden. In den Nachverhandlungen wurden die 25.000 Euro gegenüber der Schätzung von 35.000 Euro dann aber doch bestätigt. Dasselbe gilt auch für das leuchtende „Interieur mit Sonnenblumen und Kerze“ aus dem Jahr 1929 von Philipp Bauknecht, in dem er Ernst Ludwig Kirchners Expressionismus in saftigen Farben und verschobenen Perspektiven verarbeitete. Bei erwarteten 25.000 Euro wollte ein Käufer nur zu 15.000 Euro dafür springen lassen.

Gut fünfzig Prozent der Offerte konnten Jeschke & Van Vliet losbezogen an der Mann bringen, doch auffallend viele nur unter Vorbehalt, so auch Roy Lichtensteins „Pyramid“, ein Multiple aus gefaltetem Karton mit schwarzen Punkten auf gelbem Grund unter einer Glashaube. Die Skulptur von 1968 war ursprünglich auf 4.000 Euro angesetzt, ging aber schon bei 2.500 Euro weg. Besser schlug sich da Lichtensteins „Sunrise“ mit 3.000 Euro (Taxe 3.500 EUR). Die Sepiazeichnung, die Salvador Dalí selber als „Mon premier fantastique souvenir de Paris“ bezeichnete, sollte eigentlich 25.000 Euro einfahren, doch der Preis blieb ebenfalls bei 18.000 Euro hängen. Pierre Soulages konnte mit seiner abstrakten Balkenkomposition „Eau-forte XA“ von 1957 für 3.800 Euro ein erfreuliches Ergebnis erzielen (Taxe 2.200 EUR). Albert Wigands „Steinbruch (Godesberg)“ fand für 5.000 in einem Liebhaber des lyrischen Expressionismus einen neuen Besitzer (Taxe 4.000 EUR). Solide Verkäufe verzeichneten zudem Joan Miró mit der Farblithografie „Einweihung Fundació Joan Miró“ von 1975 für und Sergio de Castro mit dem stillen Diptychon einer abstrakten „Nature morte“ von 1962 bei jeweils 2.600 Euro (Taxen 1.800 und 2.000 EUR).

Teuerstes Stück in der Abteilung „Kunst und Künstlergraphik“ war der „Hockende Lesende“ von Max Uhlig aus dem Jahr 1980. Nach der Verdopplung des Schätzpreises wurde die Tuschezeichnung auf der Schwelle von Erkennen und Abstrahieren bei 1.900 Euro zugeschlagen. Groß war ebenfalls das Interesse an Christian Schads signierter Lithografie „Liebende Knaben“ von 1972. Angefangen bei einer Taxe von 240 Euro kletterte der Preis auf 1.200 Euro. Aus der Suite der acht Grafiken A.R. Pencks wurden sechs verkauft, das beste Ergebnis erzielten mit je 1.000 Euro zwei Bleistiftzeichnungen mit geometrisierenden Formen aus einer niederrheinischen Privatsammlung (Taxen je 800 EUR).

Kurt Pallmanns recht genau mit Bleistift gezeichnete Ansicht „Berlin. Parochialstraße, mit Blick auf Nicolai“ von 1924 für 1.600 Euro (Taxe 800 EUR) und Joan Mirós verspielte Farblithografie „L’Enfance d’Ubu“ von 1975 für 1.400 Euro können sich auch sehen lassen (Taxe 900 EUR). Auf die Titelseite eines Katalogs zu seinen Werken in der Sammlung der Deutschen Bank zeichnete Georg Baselitz um 1997 aus Gefälligkeit eine „Weibliche Figur“, natürlich auf dem Kopf. Bei einer Schätzung von 1.200 Euro war der Verkauf bei 1.600 Euro einträglich. Peter August Böckstiegels Kaltnadelradierung von „Hanna“, wohl behütet im Jahr 1924, erzielte 1.500 Euro (Taxe 900 EUR).

Bei den plastischen Arbeiten verdoppelte sich Imi Knoebels amüsantes Multiples „Pinguin“ aus zwei verschieden großen stereometrischen Holzkörpern in Schwarz und Weiß auf 1.600 Euro. Sol LeWitt schloss sich mit einer schon etwas in die Jahre gekommenen, streng geometrischen, weiß lackierten Stahlskulptur von 1971 bei 4.700 Euro an (Taxe 3.300 EUR). Auch die Installation von Annette Messager „Meine Wünsche (mit einem Ohr)“ erfreute sich einiger Beliebtheit. Das Konstrukt aus der Fotografie einer Ohrmuschel auf einer rot beschrifteten Texttafel und daran befestigten Bindfäden konnte bei 2.400 Euro landen (Taxe 900 EUR). Mit 9.000 Euro wurde die bunte „The Couple-Vase“ von Niki de Saint Phalle zwar das teuerste Stück dieses Auktionsteils, doch lag sie deutlich unter der Schätzung von 14.000 Euro.

Der Künstlerbewegung Fluxus widmeten Jeschke & Van Vliet einen eigenen Katalogabschnitt. Erfolgreich waren in dieser Kategorie vor allem der Stein mit der Aufschrift „Void“ von George Brecht für 1.400 Euro (Taxe 300 EUR), aber auch sein Stuhl- und Grafikobjekt „Chair Event – Nummer 6“ von 1967 bei 7.500 Euro (Taxe 6.000 EUR) sowie Bogomir Eckers vierteilige Installation „Sprechanlage und Rednerpult III“ aus Gebrauchsmaterialien für 1.300 Euro (Taxe 800 EUR). Mit einer Verfünffachung der Taxe auf 3.000 Euro glänzte die „Hommage à Georges Brecht“ von Ben Vautier. Die Installation von 1987 besteht aus einem Glas auf einer weißen Holzkonsole vor einer weiß beschrifteten weißen Wand. Den weißen Paravent mit der Aufschrift „Don’t go too far afield“ von Emmett Williams wollte für 2.500 Euro niemand ersteigern.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Jeschke van Vliet Auctions GmbH

Lehrter Straße 57

DE-10557 Berlin

Telefax:+49 (030) 22 66 77 01 99

Telefon:+49 (030) 22 66 77 00

E-Mail: info@jvv-berlin.de



23.12.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Lisa Witte

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20.11.2010, Moderne Kunst und Künstlergrafik

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Kurt Pallmann, Berlin. Parochialstraße, mit Blick auf Nicolai,
 1924
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Nicolas Tarkhoff, Place du Maine (jour gris), um 1905
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Philipp Bauknecht, Interieur mit Sonnenblume und Kerze, um 1929
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Nicolas Tarkhoff, Schlafendes Kind, 1905
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Nicolas Tarkhoff, Schlafendes Kind, 1905

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Zuschlag: 5.200,- EURO

Losnummer: 62

Philipp Bauknecht, Interieur mit Sonnenblume und Kerze, um 1929

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Taxe: 25.000,- EURO

Zuschlag: 15.000,- EURO

Losnummer: 3

Kurt Pallmann, Berlin. Parochialstraße, mit Blick auf Nicolai, 1924

Kurt Pallmann, Berlin. Parochialstraße, mit Blick auf Nicolai, 1924

Taxe: 800,- EURO

Zuschlag: 1.600,- EURO

Losnummer: 186




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