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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Das Heilbronner Auktionshaus Dr. Fischer versteigert Kunst und Kunsthandwerk, bereichert durch die Glas- und Fayencesammlung Lohr

Pracht auf Bestellung



 Kaiserliche Porzellanmanufaktur Wien, Paar Krater-Vasen, Porzellanmanufaktur Wien, 1800

Kaiserliche Porzellanmanufaktur Wien, Paar Krater-Vasen, Porzellanmanufaktur Wien, 1800

Im antiken Griechenland wurden sie zum Mischen von Wasser und Wein verwendet und trugen ornamentales Dekor oder mythologische Szenen. Das Paar Krater-Vasen, das die Kaiserliche Porzellanmanufaktur in Wien unter der Direktion Conrad Sörgel von Sorgenthals um 1800 hergestellt hat, ist nur zur Dekoration gedacht. Dafür entfalten die beiden Stücke aber eine solche Pracht und Monumentalität, die bisher in der kunsthistorischen Forschung und Publikation unbekannt war. Mit diesen Glanzstücken kann sich das Heilbronner Auktionshaus Dr. Fischer bei seiner kommenden Versteigerung schmücken. Die weiße Wandung der beiden Vasen ziert eine umlaufende feine Bemalung bunter Arabesken, Blattzweigen und Blütenstauden. Das Postament suggeriert eine Marmorverkleidung, und die Henkelappliken sind in Form von vollplastischen Delphinen aus feuervergoldeter Bronze gearbeitet. Der Aufwand der Herstellung und die Einzigartigkeit lassen vermuten, dass es sich bei dieser Pracht um eine Einzelanfertigung auf Bestellung handelt. Mit einem Schätzpreis von 60.000 Euro ist das Vasenpaar Spitzenlos der Auktion.


Da kann die Münchner Manufaktur Nymphenburg diesmal nicht mithalten. Sie stellt ebenfalls eine Krater-Vase und hat sich als Bildmotiv eine Ansicht des bayerischen Königsschlosses Hohenschwangau gewählt. Trotz des prominenten Sujets stehen nur 4.500 Euro auf dem Etikett. Auch die anderen Klassiker des Porzellans wie eine Deckelterrine mit Unterteller, indianischem Blumendekor und figürlichem Knauf der Manufaktur Meißen aus dem späten 18ten Jahrhundert für 2.200 Euro, eine ovale Platte mit anregendem Brühlschem Allerlei um 1745 für 750 Euro oder eine Prunkdeckelvase von Fürstenberg um 1765/70 mit bunten Manierblumen für 950 Euro sind am 27. November im Programm. Als anderes, seltenes Highlight listet der Katalog das miniaturhafte Bauernhaus von Johann Gottlieb Ehder und Peter Reinicke, das sich Heinrich Graf von Brühl mit weiteren rund 40 Ausformungen ländlicher Architektur für seine Tafel wünschte und in Meißen bestellte (Taxe 22.000 EUR).

Reich bestückt ist die Abteilung mit kunstgewerblichen Arbeiten aus dem frühen 20sten Jahrhunderts. Um 1900 schuf der Ungar Vilmós Zsolnay in Pécs eine schlanke Vase mit stilisiertem Dekor aus Nelken und Blattwerk in Rot, Orange und Ocker (Taxe 3.900 EUR). Von der seltenen Rosenthal-Porzellanfigur „Tarantella“ nach einem Entwurf von Ferdinand Liebermann 1913 erwartet sich Fischer einen Preis von 2.800 Euro. Die stolze Frau lässt in wildem Tanz ihren blauen Rock mit Goldrand wirbeln. Eine dreiteilige Jugendstilgarnitur aus Silber wurde um 1900 in Pforzheim geschaffen. Die Badische Silberwarenfabrik Baer & Deibele applizierte die Kuppa der Schale mit reliefierten Blütenblättern, die beiden Leuchter schmiedete sie in Form einer Tulpe (Taxe 2.500 EUR).

Die beiden schlanken, braunen Doppelvasen des Künstlerpaares Ingeborg und Bruno Asshoff aus dem Jahr 1970 eröffnen die Steinzeugabteilung (Taxe 400 EUR). Auf einem Proskauer Musikantenkrug mit Zinnmontierung um 1780 tanzt ein Trompetenspieler. Laut Signatur war der Künstler Georg Andras Kamm, und die Bezeichnung sowie das Reliefbildnis auf dem Deckel weisen auf die britische Königin Anne Stuart hin (Taxe 2.400 EUR). Die Schrezheimer Fayencemanufaktur produzierte auch christliche Devotionalien, so um 1800 etwa ein Kruzifix (Taxe 1.300 EUR). Für die bedeutende Waldenburger Tüllenkanne mit Reliefauflagen aus der Mitte des 17ten Jahrhunderts muss bei einer Schätzung von 3.800 Euro schon mehr auf den Tisch gelegt werden. Alles toppt allerdings der bauchige Weinkrug mit Malhorndekoration in Grün aus Hermannstadt in Siebenbürgen. Der um 1755 gefertigte Krug mit musealem Wert soll 11.500 Euro einfahren.

Ebenfalls aus Siebenbürgen stammt eine schlanke Zinnkanne. In Schäßburg wurde die Kanne mit umlaufenden Bordüren und floralem Flechtbanddekor gegossen und ziseliert, jetzt soll sie 9.500 Euro bringen. Ein seltenes Stück ist der silberne Diamantpokal aus Augsburg. Der Meister Jeremias Flicker II. verzierte um 1610 die Kuppa mit getriebenen Diamantbuckeln und den Schaft mit Spangen und Drachenköpfen (Taxe 12.000 EUR). Schöne Rokokoleuchter von Johann Georg Eckhardt aus Hannover um 1773 bestechen durch ihren mehrfach profilierten Schaft mit zarten Andeutungen von Blattwerk (Taxe 6.000 EUR). Ein staatstragenden Geschenk machten die Anwälte Pommers „Ihrem verehrten Vorsitzenden und Collegen Reinhold Leistikow“. Dafür musste es 1899 in besten historistischen Formen ein hoher Pokal mit drei Profilbildnissen preußischer Kaiser aus der Berliner Silberschmiede Sy & Wagner sein (Taxe 7.500 EUR).

Ergänzt wird das Angebot durch die Sammlung von Hans Georg Lohr. Nun kommen die 279 Gläser und Fayencen unter den Hammer. Das Glanzstück, ein Nürnberger Allianzpokal um 1680, wird Hermann Schwinger zugeschrieben. Über dem Hohlbalusterschaft mit Nodus und Ringscheiben erhebt sich die Kuppa mit zwei mattgeschliffenen Wappen (Taxe 2.000 EUR). Eine alpenländische Nabelfalsche mit Zinnschraubverschluss und schrägoptisch geblasenem Dekor des 18ten Jahrhunderts strahlt in Kobaltblau (Taxe 600 EUR). Liebhaber von Milchglas kommen bei dem Walzenkrug mit Pandur, einem bewaffneten osteuropäischen Leibwächter, aus Thüringen oder Böhmen für 500 Euro auf ihre Kosten. Einen Hanauer Enghalskrug mit Zinndeckel aus der ersten Hälfte des 18ten Jahrhunderts zeichnet eine blaue Architekturzeichnung aus. Auch der Ansbacher Walzenkrug weist eine in Muschel- und Rollwerk eingefasste Architekturszene in Scharffeuerfarben auf. Pikantes Detail ist die erotische Reliefplatte auf dem Zinndeckel. Beide Krüge sind jeweils mit 450 Euro angesetzt.

Die Auktion beginnt am 27. November um 9:30 Uhr. Die Objekte können noch bis zum 25. November von 11 bis 17 Uhr, am 26. November von 9 bis 16 Uhr besichtigt werden. Der Katalog ist unter www.auctions-fischer.de abrufbar.

Kontakt:

Kunstauktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Trappensee-Schlösschen

DE-74074 Heilbronn

Telefax:+49 (07131) 15 55 720

Telefon:+49 (07131) 15 55 70

E-Mail: info@auctions-fischer.de



25.11.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Lisa Witte

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 Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Deckelvase, Fürstenberg, um 1765/70

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