Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 21.03.2020 Auktion 278 'Europäisches GLas & Studioglas'

© Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Anzeige

Enten am Wehr / Alexander Koester

Enten am Wehr / Alexander Koester
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Riesencola und Riesenspinne



Ausgeglichener als beim Kollegen Christie’s lässt sich die New Yorker Abendauktion mit Gegenwartskunst von Sotheby’s am 9. November nennen – und gemessen am deutlich schmaleren Angebot auch erfolgreicher: Denn mit über 222 Millionen Dollar oberhalb der Gesamttaxe spielten die 49 verkauften von 54 angebotenen Losnummern nur knapp 50 Millionen Dollar weniger ein als Christie’s mit seinen 75 Offerten. Zwar gab es keinen Spitzenpreis wie die 38 Millionen Dollar für Roy Lichtensteins junge Telefonistin „Ohhh … Alright …“, doch erwiesen sich die Werteinschätzungen des Teams um Tobias Meyer als erheblich solider: Sämtlich hoch gehandelten Stücke fanden einen Abnehmer, die meisten innerhalb der Schätzung, einige auch darüber. Allen voran das Hauptlos, Andy Warhols „Coca Cola (4) (Large Coca Cola)“ aus dem Jahr 1962, das, auf 20 bis 25 Millionen Dollar angesetzt, schließlich 31,5 Millionen Dollar an einen anonymen Bieter ging.


Diese Auktion war ohnehin ein Fest für Pop Art und den vorhergegangenen Meistern. Andy Warhol selbst war noch weitere fünf Mal vertreten, wobei sein abstrahiertes Spätwerk „Shadows“ von 1978 für 3,7 Millionen Dollar (Taxe 3 bis 4 Millionen USD) und das 1986 ein Jahr vor seinem Tod in Doppelausfertigung entstandene „Last Supper“ in Violett nach da Vinci zur oberen Grenze von 4 bis 6 Millionen Dollar besonders hervorstachen. Von Kollege Roy Lichtenstein gab es ein „Still Life with Lobster“ aus dem Jahr 1972, das 5,25 Millionen Dollar im unteren Bereich des Schätzpreises einfuhr, sowie den 1962 groß ins Bild projizierten Becher „Ice Cream Soda“, den sich ein europäischer Händler bei 12,5 Millionen Dollar schmecken ließ (Taxe 12 bis 18 Millionen USD). Den gleichen Preis erzielte, allerdings von der Basis 7 bis 10 Millionen Dollar aus, Francis Bacons „Figure in Movement“ aus dem Jahr 1985.

Spitzenreiter des abstrakten Expressionismus war erwartungsgemäß Mark Rothkos hellgelbes Farbfeld „Untitled“ von 1955, das indes an der unteren Grenze von 20 bis 30 Millionen Dollar bereits bei einem Asiaten hängen blieb. Willem de Koonings Farbschlacht „Montauk III“ von 1969 gehörte dagegen wieder zu den Gewinnern: 8,8 Millionen Dollar lautete der Hammerpreis. Bei Robert Rauschenbergs zitatereichem „Exile“ von 1962 waren es ebenfalls gute 7,1 Millionen Dollar (Taxen je 5 bis 7 Millionen USD). Unerwartet hoch kletterte auch Arshile Gorkys feine wie dichte, spielerische und abstrakte Zeichnung „Housatonic“, mit dem Entstehungsjahr 1943 eines der ältesten Stücke der Auktion: Statt bei 800.000 bis 1,2 Millionen Dollar schlug der Hammer erst bei 3,2 Millionen Dollar auf Pult – Rekord für eine Papierarbeit Gorkys. Ähnliche Preisentwicklungen, von 600.000 bis 800.000 Dollar bzw. 800.000 bis 1,2 Millionen Dollar auf jeweils 3,1 Millionen Dollar, legten Louise Bourgeois’ Riesen-„Spider III“ von 1996 und Isamu Noguchis surrealistischer „Avatar“ von 1968 als die beiden letztlich teuersten Skulpturen der Auktion hin.

Meister der deutschen Kunst war erwartungsgemäß Gerhard Richter. Allerdings übertrafen sowohl sein „Abstraktes Bild“ mit der Werknummer 780-4 für 10 Millionen Dollar als auch die vom Bremer Museum Weserburg eingelieferten fotorealistischen „Matrosen“ von 1966 für 11,75 Millionen Dollar ihre Schätzungen zwischen 5,5 und 8 Millionen Dollar deutlich. Vor allem bei ersterem Gemälde war das ein sagenhafter Wert, hatte der Einlieferer das Gemälde doch erst vor fünf Jahren um netto 1,1 Millionen Dollar bei Christie’s erstanden. Nur Richters wilderes „Abstraktes Bild“ mit der Nummer 584-1 von 1985 enttäuschte ein wenig bei 3,8 Millionen Dollar (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). Realitätsschöpfer Andreas Gursky sekundierte mit der Riesenaufnahme des Frankfurter Flughafenterminals von 2007 bei 1,8 Millionen Dollar, was der oberen Grenze des Schätzpreises entsprach.

Weniger anregend als bei Christie’s gaben sich die Werke im unteren Preissegment vor allem bei älteren Auktionsgästen. Manches musste unterm Schätzwert vergeben werden wie Ellsworth Kellys zu einer Bewegung kondensierter „Cowboy“ von 1958 für 1,5 Millionen Dollar (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD) oder Joan Mitchells vielleicht doch etwas farbloses „Untitled“ von 1973 für 1,9 Millionen Dollar (Taxe 2,2 bis 2,8 Millionen USD). Andere Arbeiten dieser Preisklasse blieben sogar ganz unveräußert wie Jean Dubuffets „Vue de Paris, Le Petit Commerce“ von 1944 für 3 bis 4 Millionen Dollar.

Bei den Jüngeren und etwas weniger Bekannten reüssierte der kometenhafte Aufsteiger Urs Fischer mit einem geschundenen Frauenakt in Wachs als „Untitled (Candle)“ von 2003 bei 900.000 Dollar, knapp über dem bisherigen Auktionsrekord (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). Auch Jim Hodges war bisher nicht teurer als mit seinem kitschverdächtigen Blumenvorhang „When We Stay“ von 1997, der erst bei 1,8 Millionen Dollar davonflatterte (Taxe 500.000 bis 700.000 USD). Weitere Auktionsrekorde waren Cady Nolands durchlöcherte Amerikaflagge „Gibbet“ von 1993/94 für 1,5 Millionen Dollar (Taxe 600.000 bis 800.000 USD), Larry Rivers’ Geldnotenadaption „French Money III“ von 1962 für 950.000 Dollar (Taxe 300.000 bis 400.000 USD) und Julie Mehretus beinahe bizarr große Tusche- und Acrylzeichnung „The Seven Acts of Mercy“ aus dem Jahr 2004 zur oberen Taxe von 2 Millionen Dollar.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



18.11.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


09.11.2010, Contemporary Art Evening Sale

Bei:


Sotheby's

Bericht:


New York – ganz die alte










Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce