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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Joan Miró verzaubert das Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Die Heiterkeit des Südens



Fast möchte man meinen, der weiße, helle Bau von Richard Meier sei speziell für diese Ausstellung geschaffen. Vor dem Hintergrund der weiten, von Licht durchfluteten Architektur erzeugt Joan Mirós formale Schöpferkraft aus knappen Zeichen und satten Farben ein inspirierendes Universum von spielerischen Bahnen und Verwandlungen. Nichts scheint besser mit der entspannenden, duftigen Atmosphäre des mondänen Kurbades zu harmonieren, als die ungemein fantasievollen Arbeiten des großen Katalanen. Sinnlich, entkrampft und voller anmutiger Unbeschwertheit hat das Museum Frieder Burda in Baden-Baden seine Bilder arrangiert, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren. Bis heute bestechen sie durch Präsenz und Aktualität, die die Menschen ansprechen, begeistern und zum Träumen einladen.


Den Auftakt der 96 Plastiken, Gemälde, Papierarbeiten und Keramiken vereinenden Schau mit Leihgaben aus renommierten öffentlichen wie privaten Kollektionen bilden die beiden Skulpturen „Femme, monument“ von 1970 und „Femme“ von 1981. Seit der Eröffnung des Museums im Jahr 2004 begrüßen sie die Besucher am Eingang. Die Auswahl setzt den Schwerpunkt auf wichtige Perioden im Werkschaffen Joan Mirós. Beginnend mit der „detaillistischen Periode“ lässt sich anhand kleiner Formate der frühen Schaffensjahre der künstlerische Start nachvollziehen. Zwischen 1916 und 1923 entstehen rein gegenständliche, teils kubistisch motivierte Sujets. Ihnen folgen die surrealistischen Werke, die kühler und reduzierter in eine völlig neue, bis dato unbekannte Welt vorstoßen. In dieser fruchtbaren Periode greift Miró auf eine umfangreiche Palette von Farben zurück, die er in den Dienst neuer Formen stellt. Sie verleihen seiner Ausdrucksweise eine beeindruckende Kraft.

Um 1933 fließen die teils stark dunkel und erdfarben abgetönten Farbfelder in auffallend organischen Strukturen aus. Der „Tête d’homme“ aus dem Jahr 1935 versinnbildlicht als grausam monströses Portrait in lodernden Farben die Schmerzen der Zeit. Der Erdgeschosssaal hält dann großformatige Gemälde aus den 1960er und 1970er Jahren bereit. Miró entfaltet hier mit Farben und Formen, die von einer ungebrochen lebendigen Kreativität zeugen, völlig neue Energien. Ironisch, absurd, immer wieder überraschend sind auch seine skulpturalen Arbeiten, in denen er Objekte und Formen, die sich ansonsten nie begegnen, zu plastischen Werken zusammenfügt und mit klaren Farben bemalt.

Bezugspunkte seiner Kunst sind nicht nur romanische Bauten und insbesondere die Architektur Antoni Gaudís. Fremde Kulturen finden sich in malerischen Reminiszenzen ebenso wieder wie Anklänge an die mediterrane Landschaft und die Kultur seiner katalanischen Heimat. Miró selbst merkte dazu an: „Ich benötige einen Ausgangspunkt, und sei es nur ein Staubkorn oder einen Lichtblitz. Diese Form führt in mir zu einer ganzen Abfolge von Dingen, bei der sich eine Sache aus der anderen ergibt. So kann für mich ein Stück Bindfaden der Auslöser einer ganzen Welt sei.“

Die Ausstellung „Miró. Die Farben der Poesie“ ist noch bis zum 14. November zu besichtigen. Das Museum Frieder Burda hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der an der Museumskasse 24,80 Euro kostet.

Kontakt:

Museum Frieder Burda

Lichtentaler Allee 8b

DE-76530 Baden-Baden

Telefon:+49 (07221) 398 980

Telefax:+49 (07221) 398 98 30

E-Mail: office@museum-frieder-burda.de



02.11.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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