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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Ein Triumph: Egger-Lienz’ „Totentanz“ wird bei Hassfurther das teuerste Gemälde moderner Kunst auf dem österreichischen Markt in diesem Frühjahr

An der Spitze



Albin Egger-Lienz, Totentanz, 1916

Albin Egger-Lienz, Totentanz, 1916

Der ganz große Triumphzug blieb dem „Totentanz“ rebellierender Bauern während der napoleonischen Tiroleraufstände auf Albin Egger-Lienz’ gleichnamigem Gemälde von 1916 versagt. Wolfdietrich Hassfurther in Wien hatte das 130 mal 165 Zentimeter große Kaseinbild am 21. Juni auf 500.000 bis 700.000 Euro angesetzt, in Anlehnung an die 760.000 Euro, die eine ganz ähnliche Fassung vor vier Jahren im Dorotheum errungen hatte. Doch bei 550.000 Euro musste er den Hammer bereits sinken lassen. Zugunsten des Auktionshauses aber fiel der Vergleich des Egger-Lienz-Bildes mit den Ergebnissen der modernen und zeitgenössischen Kunst in anderen Auktionshäusern des deutschsprachigen Marktes in diesem Frühjahr aus. In Dorotheum und Kinsky lagen die Höchstpreise nur bei 340.000 Euro und 225.000 Euro, und fast als Sensation kann gelten, dass Hassfurther auch die großen deutschen Häuser wie Grisebach in Berlin, Ketterer in München oder die beiden Platzhirsche Lempertz und van Ham in Köln übertraf. Lediglich die Millionenpreise der Schweizer Häuser Kornfeld, Koller und Sotheby’s, die mit erheblich internationalerem Angebot an den Start gegangen waren, erwiesen sich als unerreichbar.


Hassfurther bleibt also eine feste Größe im Auktionsgeschehen, trotz seines stets sehr konzentrierten Angebots von diesmal nur 63 Werken, aus denen 45 feste Zuschläge erwuchsen. Die Nummer zwei hieß Ferdinand Georg Waldmüllers „Zuflucht am Bildstock beim Nahen des Gewitters“, das 1832 ein junges, aber mutiges und verantwortungsvolles Mädchen mit ihren kleinen Geschwistern den unkontrollierbaren Naturgewalten aussetzt. Mit 150.000 bis 250.000 Euro angesetzt, bei 380.000 Euro zugeschlagen wurde dieser Waldmüller der teuerste des bisherigen Auktionsjahres. Von der älteren Kunst sind ferner Emil Jakob Schindlers landschaftliches Motiv an der ungarischen Grenze für 55.000 Euro (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), Jacob Waltmanns zum zweiten Mal angetretener „Blick auf Nussdorf vom Leopoldsberg“ für 3.300 Euro (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR), Ferdinand Lepies „Blick auf Pressburg“ für 4.600 Euro (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR) und Thomas Enders fast noch klassizistisches Aquarell des Frauenbades in Baden bei Wien für 1.600 Euro zu nennen.

Hassfurthers Angebot brillierte etwa zu gleichen Teilen im 19ten und im 20ten Jahrhundert. Bereits an der Schwelle zur Moderne stand Artur Nikodems duftige Spätimpression „Im Garten“ aus dem Jahr 1903. Sie kletterte auf 30.000 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Erstaunlich zurückhaltend war diesmal Alfons Waldes Werk: Über 45.000 Euro für seinen „Sommer in Tirol“ langte es nicht hinaus (Taxe 40.000 bis 50.000 EUR). Sein alpiner Malerfreund Oskar Mulley reüssierte mit einem großformatigen Bergbauernhof bei 32.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). 48.000 Euro für das „Mädchenportrait Grete Stadler“ aus dem Jahr 1937 bestätigten Hassfurthers Engagement für Franz Wiegele, mit dem der Auktionator in Österreich ziemlich allein dasteht (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR).

Ein stehender Bleistiftakt Gustav Klimts errang bei 115.000 Euro Platz drei der Preisliste (Taxe 40.000 bis 80.000 EUR). Die Preise für solche Artefakte sehen bei Rudolf Wacker ganz anders aus. Sein stehender weiblicher Akt mit erhobenen Armen hinter dem Kopf brachte es nur auf 2.800 Euro (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Herbert Boeckls sich vorbeugender Knabenakt, eine Kohlestudie aus den Jahren 1919/20, verdoppelte seinen Wert dagegen auf 10.000 Euro. Bei der zeitgenössischen Kunst setzte sich Max Weilers spätexpressionistischer Kirschblütenzweig in Öl auf Leinwand von 1949 für 38.000 Euro an die Spitze (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR), gefolgt von Franz Grabmayrs pastoser Neoexpression „Heumandl im Waldviertel“ aus dem Jahr 1998 für 20.000 Euro (Taxe 10.000 bis 16.000 EUR). Die Skulptur hatte nur kleine Preise zu bieten, so 9.000 Euro für das „Dreifigurige Relief“ aus Bronze von Joannis Avramidis (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR), 4.500 Euro für ein Kruzifix von Anton Hanak aus dem Jahr 1932 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR) oder 4.400 Euro für Andreas Urteils knorpelige Bronze „Gedrehte Figur“ von 1961 (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



01.07.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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