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Das Knauf-Museum holt die Kultur und Religion Tibets nach Iphofen

Auf dem Dach der Welt



Werner Engelmann, Riesenthangka mit dem Mönch Padmasambhava, 1982

Werner Engelmann, Riesenthangka mit dem Mönch Padmasambhava, 1982

Ein Mönch in einer leuchtend roten Kutte sitzt im Schneidersitz, sein Kopf ist mit einem blauen Heiligenschein hervorgehoben, sein Körper umgeben von einer gelborangen Mandorla und einem Kranz aus weißen Lotusblüten. In seinen Händen hält er eine Schale, zu seinen Füßen stehen ein Rad und ein weißes Horn. Dass dieses Rad „Dharmarad“ heißt und jede Speiche für einen der Wege auf dem „Edlen achtfachen Pfad“ steht, muss genauso erklärt werden wie die Figuren, die sich um den Mönch scharen. Er heißt Padmasambhava, wurde aus einer Lotusblüte mitten auf einem See geboren, und brachte im 8ten Jahrhundert die Lehren des tantrischen Buddhismus nach Tibet. Dieses farbenprächtige Banner leuchtet dem Besucher der Tibetausstellung im Eingang und im Hof des Iphofener Knauf-Museums entgegen. Dass dieses Bild ein Tangka ist, also ein Rollbild aus Tibet, das zu Meditation anregen sollte, wird man dann in der Ausstellung erfahren.


Die Schau über das „Dach der Welt“ im Erweiterungsbau zeigt über 200 Statuen, Ritual- und Alltagsgegenstände und entführt den Besucher in eine faszinierende exotische Welt der Kunst und des Lebens in Tibet. Zahlreiche informative Texttafeln und der Audioguide beantworten die vielen Fragen, die sich der europäische Besucher über die fremde Kultur stellt. Denn mit den westlichen Sehgewohnheiten stößt man hier an seine Grenzen. Der Reiz der Ausstellung, deren Objekte aus verschiedenen Privatsammlungen und aus Museen wie dem Staatlichen Museum für Völkerkunde in München und dem Museum der Kulturen in Basel kommen, besteht darin, Neues kennen zu lernen, wie die Geschichten von Milarepa, einem wichtigen buddhistischen Schriftsteller, oder warum die Statue des Schutzgottes Mahakala sechs Arme hat.

Über drei Etagen hat das Knauf-Museum, das 1983 von dem Industriellen Alfons N. Knauf gegründet wurde, seine Objekte arrangiert. Im Erdgeschoss blickt der Besucher in ein großes Zelt, das die Nomaden Tibets genauso benutzen wie eine große Trage für Verletzte und die Kochtöpfe. In einem von ihnen wird das maultaschenähnliche Traditionsgericht „mo mo“ zubereitet. In einer Vitrine liegen Faden-Holz-Konstruktionen, die an Spindeln erinnern, doch in ihnen sollen sich die bösen Geister verfangen. Viele der prachtvollen goldenen Statuetten stammen aus dem Besitz Heinrich Harrers, der sich heute im gleichnamigen Museum in Hüttenberg befindet. Harrer war der letzte Europäer, der das alte Tibet erkundete und sich Freund des Dalai Lama nennen durfte. Seine Erlebnisse in Tibet schrieb er in seinem Buch „Sieben Jahre in Tibet“ nieder.

Im Gang werden mehrere Gebetsmühlen präsentiert. In kleiner Form bestehen sie aus einem Stab, an dem eine Rolle mit Gebeten befestigt ist. Sie dienen dazu, das Gebet auch in körperliche Aktivität beim Drehen der Mühle zu verwandeln und die Gebete öfter zu wiederholen, als es durch Sprechen möglich wäre. In größerer Form sind die Gebetsrollen auf Walzen geschrieben, die von dekorierten Häuschen überdacht werden.

Mit Hilfe des Audioguides kann man sich in die Welt des tantrischen Meisters Milarepa entführen lassen, dessen spirituelle Gesänge erst 350 Jahre nach seinem Tod im 15ten Jahrhundert von der mündlichen Überlieferung verschriftlicht wurden. Laut der Überlieferung musste Milarepa schon früh das harte entbehrungsreiche Leben erfahren und hat aus der Religion Kraft geschöpft. Diese religiösen Erfahrungen gibt er durch seine Gesänge weiter an andere Gläubige. Höhepunkt der Ausstellung ist der detailgetreue Nachbau eines Tempels. Aufwendig wurde hier versucht, die Szenerie mit Götterstatuen und Ritualgegenständen wie Butterlämpchen auf Altären stimmungsvoll nachzustellen.

Die Ausstellung „Tibet. Religion – Kunst – Mythos“ läuft bis zum 30. Oktober. Das Knauf-Museum in Iphofen hat Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr sowie Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro. Zu der Ausstellung ist ein Begleitbuch im Verlag J.H. Röll für 29,90 Euro erhältlich.

Kontakt:

Knauf-Museum Iphofen

Am Marktplatz

DE-97343 Iphofen

Telefon:+49 (09323) 31 528

Telefax:+49 (09323) 5022

E-Mail: knauf-museum@knauf.de



18.08.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Lisa Witte

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21.03.2010, Tibet, Religion – Kunst – Mythos

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Knauf-Museum

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Vorzeitbuddha, Dipankara, Nepal ca. 17. Jahrhundert
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Thangka, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert
Thangka, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert

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Tempeltrompete, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert
Tempeltrompete, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert

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Werner Engelmann, Riesenthangka mit dem Mönch Padmasambhava, 1982
Werner Engelmann, Riesenthangka mit dem Mönch Padmasambhava, 1982

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Pektorale, Ladakh, 19./20. Jahrhundert
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„mo mo“-Dämpfer, Tibet, 20. Jahrhundert
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Gebetsmühle, Tibet, ca. 18. Jahrhundert
Gebetsmühle, Tibet, ca. 18. Jahrhundert







Vorzeitbuddha, Dipankara, Nepal ca. 17. Jahrhundert

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Thangka, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert

Thangka, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert

Tempeltrompete, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert

Tempeltrompete, Sharmapa-Hierarch, Tibet, 18. Jahrhundert

Werner Engelmann, Riesenthangka mit dem Mönch Padmasambhava, 1982

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Pektorale, Ladakh, 19./20. Jahrhundert

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„mo mo“-Dämpfer, Tibet, 20. Jahrhundert

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Gebetsmühle, Tibet, ca. 18. Jahrhundert

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Arhat Kanakavatsa, Nordchina, sino-tibetisch, 15. Jh. (?)

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Weisheitshüter, Sadbhuja-Mahakala, China, lamaistischer Stil, ca. 18. Jahrhundert

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