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Die Bahn feiert ihr 175jähriges Bestehen mit einer internationalen Ausstellung in Nürnberg

Im Rausch des Fortschritts



in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“

in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“

Am 7. Dezember 1835 fand in deutschen Landen ein historisches Ereignis statt. Erstmals zog die legendäre Lokomotive „Adler“ 200 Fahrgäste über den sechs Kilometer langen Stahlschienenstrang mit Tempo 35 von Nürnberg nach Fürth. Doch die erste Einsenbahnfahrt hierzulande war nichts anderes als das Ergebnis eines Technologietransfers. Der in England von Robert Stephenson gebaute Adler war bereits ein Exportartikel. Auf seiner deutschen Jungfernfahrt war der Schotte William Wilson der Lokomotivführer. Schon lange zuvor hatte im Mutterland der Industrialisierung das Bahnzeitalter begonnen, selbst in Frankreich, Belgien oder den USA rollten zu diesem Zeitpunkt schon öffentliche Züge. Bereits 1804 montierte der Waliser Richard Trevithick eine Dampfmaschine auf Räder, damit der Gleisverkehr einer Grubenbahn besser bewerkstelligt werden konnte. 1825 eröffneten dann George Stephenson und sein Sohn Robert zwischen Stockton und Darlington die erste öffentliche Bahnstrecke der Welt. Deutschland lag also deutlich zurück! Doch urplötzlich schleuderte die neue Technik das Land radikal und mit großem Enthusiasmus ins Industriezeitalter.


Die Geschichte der Eisenbahn stellt weniger eine deutsche, vielmehr eine einschneidende weltumspannende Begebenheit dar. Was lag näher, das Jubiläum im globalen Zeitalter auch aus ganzheitlicher Perspektive zu beleuchten. „Planet Eisenbahn“, so der Titel der Geburtstagsschau im Nürnberger DB Museum, fokussiert in zehn Kapiteln wichtige Aspekte aus 200 Jahren Eisenbahngeschichte. Der dunkle Eingangsbereich erinnert dabei an die Anfänge im Bergwerk. Um Bahnlinien zu errichten, benötigen die Betreiber Kapital. Wie Bahngesellschaften dies aufbrachten, Investorenpersönlichkeiten, etwa die Strousbergs, Rothschilds oder Vanderbilts ihr Vermögen durch Engagement im Bahnbau vermehrten, wird anschaulich vermittelt. Zu den kostbarsten Exponaten gehört hier die Zusammenstellung der ältesten existierenden Bahnaktien in einem alten Tresor, die in ihrer ausdrucksvollen grafischen Gestaltung heute auf Auktionen stattliche Beträge erzielen. In Europa gingen um die vorletzte Jahrhundertwende viele Eisenbahngesellschaften in Staatsbesitz über. Als wichtiges Transportmittel erschien den Regierenden die Staatskontrolle ebenso angebracht wie die Abschöpfung der Gewinne zur Verbesserung der Staatseinnahmen. Erst in der Konkurrenz mit weiteren Verkehrsmitteln sanken die Einnahmen.

Zu den interessantesten Themen gehört die „Zeit“. Vor dem Eisenbahnzeitalter gab es auf deutschem Gebiet viele unterschiedliche Zeitzonen, die sich nach dem lokalen Sonnenstand richteten. Mit der Ausweitung des Bahnnetzes und der überregionalen Fahrplangestaltung bewirkte der wachsende Bahnverkehr schlagartig die Etablierung der Mitteleuropäischen Zeit. Am 1. April 1893 gab es erstmals in Deutschland überall die selbe Uhrzeit. Abrupt veränderten sich auch die über Jahrhunderte konstant gebliebenen Reisezeiten. Dauerte die Fahrt von Berlin nach Köln im 18ten Jahrhundert mit der Postkutsche noch eine Woche, war die Strecke in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts schon als Tagesreise zu bewältigen.

Das breit aufgefächerte Tätigkeits- und Berufsspektrum bei einem so multilateralen Megaunternehmen wie der Bahn wird auch in der Zahl von momentan 239.382 Mitarbeitern deutlich; viele Berufsgruppen sind hier vertreten. Um die Anonymität zu brechen, werden im der „Arbeit“ gewidmeten Ausstellungssektor alle Mitarbeiter in einer ausstellungstechnisch gewieften Installation vorgestellt. Oft verdrängt wurde in der Vergangenheit das Thema „Gewalt“. Düstere Gänge, untermalt von martialischer Musik zeigen Dokumente, wie die Bahn zu Transporten von Material und Menschen auf perfideste Weise missbraucht wurde. Mit dem Zweiten Weltkrieg endete der Bahneinsatz bei bewaffneten Konflikten.

Der lange Weg zu standardisierten Metallcontainern im Jahr 1956 durch Malcolm McLean wird in der Abteilung „Güter“ angesprochen. Tempo gemacht wird bei der Vorstellung von Hochgeschwindigkeitszügen aus aller Welt. Schon vor über einhundert Jahren wurden Geschwindigkeiten von über zweihundert Stundenkilometer erzielt. Besondern in diesem Sektor finden sich die originellsten unter den insgesamt über 1.100 Modellen der Schau, vom Schienenzeppelin oder Raketenwagen bis hin zum gegenwärtigen ICE-Modell.

Die Bahn war schon immer weit mehr als nur ein Beförderungsmittel. Mit ihrer Verbreitung gingen auch Veränderungen vonstatten. Darüber hinaus wurde vieles Kult, man denke beispielsweise an den Orientexpress oder den Flying Scotsman. Vieles prägte die Alltagskultur, fand sich in Liedern oder Redensarten wieder, etwa „pünktlich wie die Bundesbahn!“. Unter der Vielzahl der zusammengetragenen Objekte gibt es neben Dokumenten, Fotografien, Filmen auch viele Sammlerstücke wie Postkarten, Souvenirs bis hin zu Mützen, Schienennägeln oder Fahrkarten, bei denen besonders die prägnanten grafischen Gestaltungen hervorzuheben sind.

Auch der „Umwelt“ ist ein eigener Block gewidmet. Die Bahn gilt mit Abstand als das umweltbewusste Fortbewegungsmittel; 90 Prozent des gesamten Schienenverkehrs werden elektrisch abgewickelt und bis 2020 sollen 30 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen strömen. Wie sieht die „Zukunft“ aus? Gibt es dann noch Fahrpläne oder Fahrkarten? Das letzte Segment gewährt einen Ausblick. Futuristische Zugstudien, Konzepte und Visionen zünden die faszinierende, zweisprachig in Deutsch und Englisch aufbereitete Schau ab. Sie bringt griffig auf den Punkt, dass die Eisenbahn weit mehr als ein Transportmittel, sondern auch trotz mancher Rückschläge ein nützlicher wie verbindender Innovations- und Kulturträger ist.

Die Sonderausstellung „Planet Eisenbahn“ ist bis zum 27. Februar 2011 im DB Museum in Nürnberg zu besichtigen. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Während der Ausstellung wird eine Begleitpublikation erscheinen.

Kontakt:

DB Museum Nürnberg

Lessingstraße 6

DE-90443 Nürnberg

Telefon:+49 (0180) 444 22 33

www.planet-eisenbahn.de



14.07.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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07.07.2010, Planet Eisenbahn - die Geschichte der mobilen Zukunft

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DB Museum Nürnberg

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Sektion „Umwelt“ in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“
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Sektion „Tempo“ in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“
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Schienennägel aus allen Zeiten
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aus der
 Fahrkartensammlung
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alte Bahnaktien
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in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“
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Sektion „Umwelt“ in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“

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Sektion „Tempo“ in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“

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Schienennägel aus allen Zeiten

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aus der Fahrkartensammlung

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alte Bahnaktien

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in der Ausstellung „Planet Eisenbahn“

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„Planet Eisenbahn“ im DB Museum Nürnberg

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