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Das Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt feiert mit einer großen Übersichtsausstellung sein 10jähriges Jubiläum. Ab März 2011 aber fallen alle städtischen Zuschüsse weg

Der Countdown läuft



Fünf Kuratoren, über 140 Künstler, zahlreiche Besucher aus ganz Norddeutschland: Das Palais für aktuelle Kunst (PaK) in Glückstadt feiert jetzt sein zehnjähriges Jubiläum. Aus einer Initiative engagierter Kunstfreunde hervorgegangen, hat sich der kleine, in einem Adelspalais aus dem 17. Jahrhundert am Hafen residierende Kunstverein weit über die Grenzen von Glückstadt hinaus einen guten Namen gemacht. Das Publikum und Künstler reisten aus Hamburg, Berlin und vielen anderen Orten im In- und Ausland an. Viele der Künstler bezogen sich auf die Stadtgeschichte, auf gesellschaftliche, architektonische oder historische Besonderheiten. Fotografische und zeichnerische Erkundungen fanden im Stadtraum statt. Der Strukturwandel und seine Spuren in Form verfallender Industriehallen etwa wurden fotografisch dokumentiert. Und sogar der Matjes, die kulinarische Spezialität der Stadt, wurde zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Arbeit. Kurzum: Die Künstler, die bisher im PaK ausgestellt haben, hinterließen in Glückstadt durchaus ihre Spuren. Dabei warfen sie immer wieder neue, auch kritische Blicke auf die im Alltag leicht zu übersehenden Bruchstellen innerhalb der Stadt. Um dekorative Hobbykunst ging es hier nie.


So betont auch Bürgermeister Gerhard Blasberg anlässlich des Jubiläums: „Für mich ist das PaK eine ständige Provokation – das meine ich positiv.“ Die künstlerische Leiterin Christiane Opitz hat für die Jubiläumsschau einen Kraftakt unternommen. Sie hat alle Künstler, die in den vergangenen zehn Jahren im PaK ausgestellt haben, um jeweils eine Arbeit gebeten. Fast alle sagten zu, und so sind jetzt mehr als 130 Arbeiten aus allen Medien und Generationen zu sehen. Hier zeigt sich auch die Qualität der kuratorischen Arbeit. Etliche der in Glückstadt ausgestellten Künstler sind mittlerweile im internationalen Ausstellungsbetrieb fest etabliert. Beispielsweise der britische Starfotograf Martin Parr, die türkische Performancekünstlerin Nezaket Ekici oder die japanische Fotokünstlerin Miwa Yanagi, die 2009 auf der Biennale Venedig sogar den japanischen Pavillon bespielte.

So besticht die Ausstellung „10 Jahre PaK“ weniger durch ihre Inhaltlichkeit als durch ihren Symbolcharakter. Hier wird noch einmal leidenschaftlich demonstriert, wie wichtig es in Zeiten drastischer Sparmaßnahmen im Kulturbereich ist, an gut etablierten Institutionen festzuhalten und für ihren Weiterbestand zu kämpfen. Denn laut Beschluss der Stadt Glückstadt soll der ohnehin geringe Zuschuss von 28.000 Euro, mit dem eine halbe Kuratorenstelle finanziert wird, zum März 2011 ersatzlos gestrichen werden. Da die Suche nach Sponsoren in Zeiten der Wirtschaftskrise nahezu aussichtslos ist, droht dem PaK also das baldige Aus.

Bürgermeister Blasberg, der sich für das PaK einen „Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und leichter Bekömmlichkeit“ wünscht, unterschätzt offenbar die Kraft und dauerhafte Wirkung, die von einer professionell und auf internationalem Niveau geführten Kunstinstitution ausgeht. Dass er während seiner Jubiläumsansprache gar von einer „hygienischen Maßnahme“ im Zusammenhang mit der kompletten Budgetkürzung sprach, ist ein unverzeihlicher Fehler.

Dennoch besteht noch ein wenig Hoffnung für das Palais für aktuelle Kunst. Nach dem gelungenen Festakt folgt jetzt bei den ehrenamtlichen Machern und der Kuratorin des PaK eine Zeit pragmatischer Zukunftsplanung. Eine eventuelle Neukonstituierung des Kunstvereins ist angedacht. Wirklich aufgeben will in Glückstadt noch keiner. Auch in der Stadtverwaltung ist vielleicht noch etwas Bewegung auszumachen. Bürgermeister Blasberg schloss am vergangenen Wochenende immerhin mit den Worten: „Für mich ist der Drops noch nicht gelutscht.“

Die Ausstellung „10 Jahre Kunstverein Glückstadt“ ist bis zum bis 25. Juli zu sehen. Das Palais für aktuelle Kunst ist donnerstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Der Katalog „10 Jahre PaK“ mit 128 Seiten kostet 10 Euro.

Kontakt:

Palais für aktuelle Kunst

Am Hafen 46

DE-25348 Glückstadt

Telefon:+49 (04124) 60 47 76

Telefax:+49 (04124) 60 47 78

E-Mail: info@pak-glueckstadt.de



20.05.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


09.05.2010, Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kunstverein Glückstadt

Bei:


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