Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 12.12.2017 Auktion 67: Alte Meister - Moderne

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

Anzeige

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Portraits

Aktuellzum Archiv:Galerieportrait

30 Jahre Galerie van der Koelen in Mainz

Konkret, Konzeptuell und Konstruktiv



Dorothea van der Koelen

Dorothea van der Koelen

Seit Mainz 05 erfolgreich in Sachen Fußball unterwegs ist, weiß zumindest der aufmerksame Fußballfan, wo Mainz liegt. Aber Mainz-Bretzenheim? Oder gar Mainz-Laubenheim? Das kennen nur die Kunstliebhaber der Konkreten Kunst. Und das seit 30 Jahren. Der Standort Mainz als Basis war Dorothea van der Koelen, die mit 19 Jahren, am 24. Oktober 1979, ihre Galerie im Elternhaus eröffnete immer wichtig. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass diese kleine Galerie mit Öffnungszeiten von 14 bis 19 Uhr – vormittags wurde studiert – einmal zur Weltspitze gehören würde. Außer vielleicht Dorothea van der Koelen selbst. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann gelingt es. 1989 eröffnete sie ihre Kunsthalle in Mainz-Laubenheim, wo sie große Installationen zeigen kann. Und wenn ein Traum Realität werden soll, dann wird er es. Schon während ihrer Anfänge als Galeristin liebäugelte sie mit einer Galerie in Venedig. Durch die Zusammenarbeit mit Fabrizio Plessi rückte der Traum in greifbare Nähe. Er half ihr maßgeblich geeignete Räume zu finden. Seit 2001 gibt es „La Galleria“ in der Serenissima und eine kleine Wohnung im selben Haus. Schaut sie aus dem Fenster sieht sie auf die Rückseite von La Fenice, des altehrwürdigen Opernhauses von Venedig. Und die Venezianer? Die Stadt hat sie eingebürgert. Sie ist Venezianerin. Man kennt sich.


Dies alles, auch der 1995 gegründete Chorus Verlag, den sie mit ihrem Bruder Martin van der Koelen führt, ist nur mit Fleiß und Disziplin zu bewältigen – eine Selbstverständlichkeit für sie. Sie arbeitet 16 Stunden und mehr pro Tag und findet, dass uns allen ein bisschen Askese gut tun würde. Frau Dr. van der Koelen, wie sie sich auch gerne ansprechen lässt, hat selbstverständlich promoviert, neben ihrer Galerietätigkeit und über einen Künstler ihrer Galerie. Dafür verzichtet sie beinahe komplett auf ein Privatleben. Mit ihrer Mutter, der Künstlerin Lore Bert, teilt sie sich wenige Räumlichkeiten des Hauses, der Rest ist Galerie, Verwaltung, Bibliothek und Atelier. Probleme dieser ungewöhnlichen Liaison hat es nie gegeben, auch nicht in der Zusammenarbeit. Das würde die Kunsthistorikerin niemals zulassen.

Mittlerweile schaut sie neben ihren Tätigkeiten als Autorin, Beraterin, Verlegerin, Jurorin und Vortragende auf 500 Ausstellungen auf allen Kontinenten dieser Erde zurück. Sie verbreitet den Gedanken des „konkret-konzeptuell-konstruktiven“ Kunstgenusses weltweit. Damit er auch definitiv für alle Zukunft gesichert ist, hat sie 2003 eine Stiftung in Mainz gegründet. Die „van der Koelen-Stiftung für Kunst und Wissenschaft“. Das Grundstück liegt neben den Sendern ZDF, Arte und 3Sat. Ein Architekt hat einen Plan gezeichnet, den die Galeristin sich lange ausgedacht hat. Das Modell des Ensembles kann man in ihrer Galerie bewundern. Ein Stiftungsrat unterstützt die Frau mit dem langen schwarzen Zopf und der großen Schleife an dessen Ende in ihrem Vorhaben. Es gibt auch schon einen sechsstelligen Betrag, der aus Spenden stammt. Außerdem haben befreundete Journalisten, Künstler und Kunstbegeisterte ihre Bücherregale gelehrt und seltene Kunstbücher der van der Koelen- Stiftung übermittelt. Die Bibliothek wird schon in den „alten“ Räumen genutzt.

Mittlerweile gibt es auch eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Mainz. Kunsthistoriker, Philosophen wie Bazon Brock, Ausstellungsmacher wie Jan Hoet und Fachjournalisten kommen und dozieren über ihre Arbeit, um anschließend mit Studenten und Fachpublikum zu diskutieren. Noch in diesem Jahr will Dorothea van der Koelen mit dem ersten Bauabschnitt des Stiftungsbaus beginnen, sowie genügend Geld zusammengekommen ist. Gesammelt wird so lange weiter bis Galerie, Museum, Bibliothek und Café fertig sind. Aber wie schon beschrieben: einmal in den Kopf gesetzt.

Ihr 30jähriges Dienstjubiläum, diese lange Zeit mit und für die Kunst, feierte sie opulent an drei Orten: in Mainz-Bretzenheim, Mainz-Laubenheim, und den Auftakt machte „La Galleria“ in Venedig. Das bot sich 2009 an. Die Biennale zog magisch die Kunstelite nach Venedig. Der Erfolg der Ausstellung war garantiert. 25 Künstler aus elf Ländern fertigen zum größten Teil Arbeiten für diese drei Ausstellungen an. Es gab für die Freunde der Galerie grandiose Abendessen an unvergesslichen Orten, wobei die Verbundenheit zur Galeristin und der Galerie immer im Vordergrund stand. Das alles hat Geld gekostet. Das alles investiert Dorothea van der Koelen in Menschen und das Geschäft. 2010 ist für sie ein Jahr in Askese angesagt ist. Keine Feiern, tolle Ausstellungen, das Projekt Stiftungsbau hat oberste Priorität. Wie immer stehen neue Projekte an, nur noch wenige Messen dürfen sich über ihre Beteiligung freuen.

Ihre erste Ausstellung vor dreißig Jahren galt dem Polen Andrzeij Pollo von dem danach niemand mehr gehört hat. Heute sind es Daniel Buren, François Morellet, Fabrizio Plessi, Jan van Munster oder Eduardo Chillida, mit dem sie zu Lebzeiten ein enges freundschaftliches Verhältnis pflegte, ebenso wie zu Raimund Girke, Günther Uecker, Lawrence Weiner, Joseph Kosuth, Bernar Venet, Michel Verjux oder zu den Deutschen Mario Reis, Lore Bert, Vera Röhm, Martin Willing oder Jens J. Meyer. Und damit sind noch nicht alle Künstler aufgeführt. Auch wenn sie sich nie um politische Dimensionen von Kunst stark gemacht hat, hat sie Ai Weiwei in ihr Galerienprogramm aufgenommen. Für sie bedeutet das, Kulturen zu verbinden und diese fremde Welt zu vermitteln. Ihre Ausstellungen zum Jubiläum in Mainz und Venedig trugen den Titel „When ideas become form“, eine Anlehnung an den Titel einer großen Ausstellung von Harald Szeemann. „Wenn Ideen Gestalt annehmen“ – ein besseres Leitmotiv für Vergangenheit und Zukunft hatte Dorothea van der Koelen nicht wählen können.

Kontakt:

Galerie Dorothea van der Koelen

Hinter der Kapelle 54

DE-55128 Mainz

Telefax:+49 (06131) 36 90 76

Telefon:+49 (06131) 34 664

E-Mail: galerie@vanderkoelen.de



20.04.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Bei:


Galerie Dorothea van der Koelen

Variabilder:

Dorothea van
 der Koelen
Dorothea van der Koelen










Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce