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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Zum Abschluss seines Stipendiatenaufenthaltes in der Wassermühle Trittau bei Hamburg öffnet der Hamburger Künstler Dirk Meinzer sein faszinierendes Kabinett der Wunder und Exotica

Im Kabinett des Doktor Meinzer



Schlangenschwänze, Kaimankörper, Schmetterlingspuppen, Schwaneneier oder Gürteltierpanzer. Die Materialliste der Arbeiten des Hamburger Künstlers Dirk Meinzer liest sich wie das Handbuch eines Zoologen oder die Bestandsliste eines Tierpräparators. Und tatsächlich stammen die Zutaten der leichthändig zu maskenartigen Fantasiewesen zusammengefügten Objekte und Assemblagen aus zunächst ganz kunstfernen Quellen: Dirk Meinzer bezieht Tierpräparate, Felle, Krokodilhandtaschen und andere illegale Reisemitbringsel aus den Asservatenkammern des Hamburger Zolls. Mit einigem Geschick hat er im Laufe der Jahre noch weitere Quellen aufgetan, um seinen Bedarf an bunt schimmernden Insekten, Fischpräparaten und anderem Getier zu decken. Diese exotischen Schätze halten bei Meinzer Einzug in die Kunst. Aluminiumdraht, Buchbindemittel, Stofftieraugen, phosphoreszierende Acrylfarbe, sorgsam vom Künstler aufbewahrte, getrocknete Pommes Frites, Spaghetti, Gurke und Kartoffel werden ergänzt und mitverarbeitet.


Die fertigen, in schicken Plexiglaskästen präsentierten Objekte tragen obskure Titel wie „Verdrängungsgeist (Witu)“, „Yamauba“, „Huhu“ oder schlicht „Nein I“. Oft erinnern sie an exotische Masken, Reliquien oder Schätze aus Wunderkammern und Naturalienkabinetten. Hier tut sich ein Kosmos an Assoziationen auf, die den Betrachter auf die unterschiedlichsten Fährten locken – nicht zuletzt auch ins Reich der Träume, der archetypischen Vorstellungen und verschütteten Urinstinkte. Ein arbeitsreiches und intensives Jahr hat Dirk Meinzer jetzt als Stipendiat der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn in der Wassermühle Trittau östlich von Hamburg verbracht. Zum Abschluss seines Aufenthalts zeigt er jetzt unter dem nicht unironischen Titel „Bin schon weg II“ eine Ausstellung mit überwiegend ganz neuen, vor Ort entstandenen Werken in der Galerie der Wassermühle. Neben Objekten und Assemblagen sind auch Papierarbeiten und Gemälde zu sehen, die teilweise in Gemeinschaftsarbeit mit der Künstlerin Anke Wenzel entstanden.

Geboren 1972 in Karlsruhe und aufgewachsen im Schwarzwald, liegt Dirk Meinzer die deutsche Märchen- und Sagenwelt ebenso nahe wie die Gedichte eines Georges Bataille oder die Philosophie eines Michel Foucault. Während des Kunststudiums in Hamburg zog es ihn aber auch immer wieder in ferne Weltgegenden, die er nicht bloß mit touristischen Ambitionen besuchte sondern in der Tradition der Forschungsreisenden früherer Jahrhunderte. In Tansania beschäftigte er sich mit dem Voodookult und der Erforschung der dort zahlreich vorhandenen Seekühe. In Papua-Neuguinea faszinierten ihn Stammesmusik und Maskenkultur. Dirk Meinzers Kunst bringt den Betrachter zum Staunen. Und sie zeigt uns: Unsere Welt ist universell, geheimnisvoll und vielfältig bis in die kleinsten Verästelungen hinein – auch im 21. Jahrhundert.

Die Ausstellung „Dirk Meinzer: Bin schon weg II“ ist bis zum 24. April zu sehen. Die Galerie der Wassermühle Trittau hat samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Als Publikation liegt Katalog der Kunsthalle Göppingen zur Ausstellung „Sirenenheime“ für 20 Euro vor.

Außerdem sind in Trittau zwei Künstlerbücher zu Preis auf Anfrage erhältlich:

7 verschiedene Druckeditionen
im Schuber plus 8-seitiges Heft mit Text von Dirk Meinzer
fluid editions, Karlsruhe, Auflage 66

Tagebuch – Künstlerische Feldforschung in Tansania
im Schuber eine Faksimileausgabe mit allen dort entstandenen Werken
und eine typografische Version des Tagebuchs ohne Bilder mit einem Text von Axel Heil
fluid editions, Karlsruhe, voraussichtliche Auflage 400

Kontakt:

Kulturzentrum Wassermühle Trittau

Am Mühlenteich 3

DE-22946 Trittau

Telefon:+49 (04154) 807 919

Telefax:+49 (04154) 80 79 75

E-Mail: wassermuehle@trittau.de



09.04.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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