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Die Eurantica in Brüssel gibt sich zuversichtlich

Kerzenleuchter zum Falten



auf der Eurantica

auf der Eurantica

Schon nach dem ersten Wochenende in Brüssel schaute man in strahlende Gesichter. Im vergangenen Jahr sah das auf der Eurantica noch ganz anders aus. Das Wort Rezession schien in jede Händlerstirn eintätowiert zu sein. Verkäufe ließen auf sich warten, die Kunden ebenso. Dass nicht gekauft wurde, lag nicht an der mangelnden Qualität der angebotenen Raritäten und Kleinodien. Es fehlte der Mut, größere Geldausgaben zu tätigen. Doch in diesem Jahr glimmt neue Hoffnung auf. Die Kunst- und Antiquitätenmesse zeigt wieder ihr feines Gesicht. Wohltuende Ruhe, gedämpfte Atmosphäre, dem Bierstand des letzten Jahres wurde kein Raum mehr gegeben. Der Champagner fließt wieder, die Restaurants sind gut besetzt, die Brieftaschen gut gefüllt, die Kreditkarte schnell gezückt.


Lag in den vergangenen Jahren der Fokus auf der Malerei, findet sich in diesem Jahr eine feine Auswahl an Möbeln aller Epochen, Kunsthandwerk von höchster Qualität, Asiatika und Skurriles mit Seltenheitswert, wie man es von der Kunstkammer Peter Wachholz aus München gewohnt ist. Er verkaufte seine wertvollsten Objekte, einen antiken Globus und eine edle Malerpuppe, an internationale Händler und hofft jetzt auf private Kunden, die sich sicherlich für eine filigrane Elfenbeinmikroschnitzerei vom Ende des 18ten Jahrhunderts für 3.900 Euro begeistern können.

Beim Kunsthandel Braun aus Wuppertal findet man ausgewählte Lithografien von Marc Chagall wie ein Selbstportrait des Künstlers für 17.500 Euro oder „Le Paysage de Coq“ für 24.000 Euro. Schwerpunkt bei Hanns-Gert Braun sind allerdings seltene Landkarten. Ein seltener Kupferstich mit einer Ansicht Japans aus dem Jahr 1745 fällt ins Auge, der auf internationale Käufer wartet. Da muss man schon mal bis zu 30.000 Euro hinblättern. Die 100 angereisten Galerien aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Luxemburg und natürlich das „gros“ aus Belgien haben über Jahre ihre Kundschaft herangezogen, und diese hält ihnen die Treue. Da kann selbst die soeben zu Ende gegangene TEFAF nichts ändern. Denn einen Vergleich braucht die Eurantica nicht zu fürchten.

Wie in jedem Jahr kommt Jörg Schuhmacher aus Frankfurt nach Brüssel und wie in jedem Jahr versammelt er die Heroen des 20sten Jahrhunderts an seinem Stand. Drei stehende Figuren von Oskar Schlemmer, ein Aquarell von 1942, und eine farbige Zeichnung Jean Cocteaus von 1939. Daneben finden sich Max Ernst, Jean Dubuffet, Max Liebermann oder ein Blatt des verpackten Reichstags von Christo aus dem Jahr 1994 mit Materialbeigabe für 49.000 Euro. Die Qualität der meist musealen Werke überzeugt selbst verwöhnte Kunstkenner. Im Gemeinschaftsstand mit Schumacher zeigt Marc G. Stabernack, ebenfalls Frankfurt, der dort gerade das renommierte Juweliergeschäft Friedrich übernommen hat, seltene Schmuckstücke, außergewöhnliche und aufwendig gearbeitete Broschen der 1960er Jahre für 11.500 Euro.

Ungewöhnlich und sicherlich im eigenen Reihenhaus schwer anzubringen, sind sechs sogenannte „oeil de boeuf“ aus dem ehemaligen Gebäude der Banque de France aus Lille. Darunter hat man sich kunstvoll aus Zinkblech geformte und reich verzierte Oberlichter des ehemaligen Bankhauses vorzustellen. Für 3.300 Euro sicherlich ein Schnäppchen. Ein Käufer jedenfalls wird sein Badezimmer damit zieren. Doch damit nicht genug. Wer den Hirsch an der Wand satt hat, der sollte sich vielleicht für einen Hasenkopf entscheiden, der einen kokett mit angespitzten Löffeln im grauen Fell ansieht. Wer davon nicht genug bekommen kann, kann sich alle 15 für 1.500 Euro über den Kamin hängen oder ein Einzelstück für 150 Euro erwerben. Wer dieser skurrilen Vorliebe gefrönt hat, wird nicht verraten, hört man aus der Galerie Yannick David aus Brüssel.

Dass Nachwuchs aus dem Adel mit dem goldenen Löffel aufwächst, mag ja ein Gerücht sein, dass aber silberne Beißringe im 19ten Jahrhundert zur Standardausrüstung eines Säuglings aus besseren Kreisen gehörte, beweisen die 390 Euro teuren Alltagsutensilien des Nachwuchses, den man bei The Old Treasury aus Heeze in den Niederlanden erwerben kann. Bruno Aneca vom Atelier An-Hor aus Brüssel hat sogar seine Werkstatt mitgebracht, um vor Ort zu zeigen, wie man mit alten Uhren sorgsam umgeht und diese für alle Zukunft bewahrt. Im exklusiven Geschenkkarton bietet Louis-Pierre Denil aus Leuven einen faltbaren Kerzenlüster aus kunstvoll verwobenen Plastikkristallen an, den man überall dort aufhängen kann, wo einem der Sinn nach der besonderen Stimmung steht. 1.690 Euro kostet der Spaß. Er ist in allen erdenklichen Farben erhältlich, Kerzen inklusive. Sich auf die Eurantica einzulassen fällt leicht, besonders wenn die Liebe zu den schönen Dingen aus vergangenen Zeiten wieder im Vordergrund steht.

Die Eurantica hat noch bis zum 28. März werktags von 14 bis 19 Uhr, am Wochenende schon ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 15 Euro, mit Katalog 20 Euro. Brussels Expo Palais 5 Place de Belgique 1 BE-1020 Brüssel



25.03.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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