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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Kreuz und quer geblättert: Einmal im Jahr präsentiert die Ausstellung „Visual Leader“ das Beste aus deutschen Zeitschriften und dem Internet in den Hamburger Deichtorhallen

Perlen aus dem Meer der Bilder



„Diese Ausstellung liefert Jahr für Jahr ein sensibles Spiegelbild unserer Gesellschaft“, beschreibt Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow den Stellenwert der Schau „Visual Leader“ im Haus der Photographie in Hamburg. Bereits zum siebten Mal in Folge ist die Leistungsschau der Deutschen Medienbranche, veranstaltet von der Hamburger Lead Academy, zu Gast im Haus der Photographie. Dazu vergibt die Akademie alljährlich die begehrten Lead Awards in 20 Kategorien in den Medaillenrängen Gold, Silber und Bronze. Eine Vorjury durchforstet die kompletten Jahrgänge von 420 Zeitschriften, bevor die aus Fotografen, Journalisten, Verlagsmanagern und Art Direktoren zusammengesetzte Endjury dann Ende März zur Halbzeit der Ausstellung die Preisträger bekannt gibt.


Die Ausstellung, in der prämierte Fotostrecken, Anzeigenkampagnen, Illustrationen und Einzelfotos meist lässig ohne Rahmen an die Wand genagelt werden, gibt nun einen komprimierten Überblick über den journalistischen und bildprägenden Blick auf die Gesellschaft. „Es ist die Ausstellung, die vom größten Kuratorenteam der Welt gemacht wird“, behauptet Markus Peichl, Vorsitzender der Lead Academy, TEMPO-Gründer und ausgewiesener Branchenkenner. „Wir haben mehr Beiträge ausgezeichnet als in den Jahren zuvor“, betont er die ungewöhnlich hohe Qualität. Gleichzeitig weist er aber auch auf die Medienkrise hin: „Wenn es schwerer wird am Markt, legen sich die letzten großen Haudegen des Bildjournalismus mehr ins Zeug.“

Eine aufwändige Illustrationsstrecke der Zeitschrift Architectural Digest, die das Pariser Apartment von Bryan Adams nicht als Hochglanzfotos, sondern als fotorealistische Malerei abbildet, ist ein schönes Beispiel für die künstlerische Gestaltung einer Publikumszeitschrift. Daneben hängt die Berlin-Ausgabe der Zeitschrift Dummy, die anstelle von Fotos zur Illustration ausschließlich die Gemälde des Berliner Künstlers Edward B. Gordon verwendet hat. Gordon ist bekannt dafür, jeden Tag ein Bild zu malen.

„Visual Leader ist die Ausstellung in Deutschland, in der die Kontextualisierung von Kunst und Medien aufgezeigt wird“, hat Markus Peichl festgestellt. „Genau um diese Verschmelzung geht es.“ Da verwundert es nicht, dass einige, teils namhafte Fotografen aus dem Bereich Kunst mit großen Bildstrecken in Magazinen auftauchen. Bruce Weber und Nan Goldin etwa fotografieren regelmäßig für Kid’s Wear. Der 1955 geborene Joachim Brohm, zur Zeit Professor für Fotografie in Leipzig, veröffentlichte eine Serie, die im Küstenort Culatra in Portugal entstand, im Kunstmagazin Monopol.

„Viele Zeitschriften greifen gern auf Künstler zurück und arbeiten mit bereits vorproduzierten Serien“, hat Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie und Mitglied der Jury, beobachtet. Und einen weiteren Trend macht Taubhorn in der Magazinfotografie aus: „Es gibt eine Rückbesinnung auf das inszenierte Foto. Viele Bilder knüpfen wieder an die Geschichte der Fotografie an.“ So ist es kein Wunder, dass auch die Fotoikone Lee Friedlander, dessen Bildstrecke „America by car“ ebenfalls in Monopol publiziert wurde, in der Ausstellung vertreten ist. Doch Peichl relativiert: „Es sind nicht die großen Namen, die die Qualität und Güte der Ausstellung ausmachen.“ Daher sollten die Besucher, die aufgefordert sind, online einen Publikumspreis zu vergeben, sich nicht nur von Namen wie William Eggleston oder Peter Lindbergh leiten lassen.

Der Fotograf Andreas Mühe, in der Ausstellung mit einem Großformat vertreten, das die räsonierende Angela Merkel in einem Botanischen Garten zeigt, hat in letzter Zeit beobachtet, dass Photoshop und andere manipulative Tricks in der digitalen Bildbearbeitung offenbar den Reiz des Neuen wieder verloren haben. Es werde wieder zunehmend analog gearbeitet, so Mühe: „In diesen schnelllebigen Zeiten konzentrieren wir uns wieder auf Langsamkeit und Qualität. Es geht wieder um die echte Fotografie.“

Die Ausstellung „Visual Leader 2010. Das Beste aus Zeitschriften und Internet“ ist bis zum 11. April zu sehen. Die Deichtorhallen Hamburg haben täglich außer montags zwischen 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der Katalog erscheint Ende März als Lead Awards Jahrbuch 2009 im Presse Fachverlag für 29,80 Euro.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 10 30

Telefax:+49 (040) 32 10 32 30

E-Mail: info@deichtorhallen.de

www.leadacademy.de



16.03.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


04.03.2010, Visual Leader 2010. Das Beste aus Zeitschriften und Internet

Bei:


Deichtorhallen Hamburg

Bericht:


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