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Das Bonner August Macke Haus entdeckt nach 80 Jahren Egon Wilden

Expressionist zwischen Atelier und Bühne



Egon Wilden, Tänzerin mit rotem Haar, o.J.

Egon Wilden, Tänzerin mit rotem Haar, o.J.

Neue Eigentumsverhältnisse von Vermächtnissen halten zuweilen erstaunliche Entdeckungen bereit. Vornehmlich früh verstorbene Künstler fallen im kurzatmigen Kunstbetrieb rasch dem Vergessen anheim. Auch der Düsseldorfer Künstler Egon Wilden gehört zu denen, dessen Werkschaffen sich qualitativ spielend mit den Großen der 1920er Jahre messen kann. Erst die Überführung seines Nachlasses in musealen Besitz und die damit einhergehende wissenschaftliche Forschungen rücken nun die erstaunlichen Leistungen des Bühnenbildners und Malers verdient in die öffentliche Wahrnehmung. Aus dem Fundus von etwa 500 freien künstlerischen Arbeiten und rund 800 Aquarellen und Pastellzeichnungen für 200 Inszenierungen stellt nun das Bonner August Macke Haus zirka 120 der vornehmlich kleinformatigen Bilder vor.


Egon Wilden wird am 8. Dezember 1894 in Düsseldorf geboren. Noch 1914 startet er das Studium an der heimischen Kunstakademie, bevor er bis 1918 in den Ersten Weltkrieg ziehen muss. Von 1919 bis 1921 setzt der Katholik das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie unter anderem bei Heinrich Nauen sowie in der Werkstatt für kirchliche Kunst und Malerei fort. Bereits während des Studiums beginnt er als Bühnenbildner am Düsseldorfer Schauspielhaus zu arbeiten, das sich unter Louise Dumont und Gustav Lindemann zu einem der fortschrittlichsten Theater in Deutschland entwickelt. Es folgen Verpflichtungen als Bühnenbildner, künstlerischer Beirat und Ausstattungschef an den Theaterbühnen in Recklinghausen, Herne, Gera, Hagen, Barmen-Elberfeld und Köln.

Der freundschaftliche Kontakt mit dem Architekten Thilo Schoder führt ihn in Gera mit Wassily Kandinsky, Otto Dix, Henry van de Velde und Walter Kaesbach zusammen. Immer wieder beseelt Egon Wilden der Wunsch, komplett als freier Künstler arbeiten zu können. Auf Reisen malt er Landschaften, nimmt an Ausstellungen teil, darunter an der Schau „Das Junge Rheinland“ des Jahres 1927 in der Düsseldorfer Kunsthalle. Im Januar 1931 endlich kann er ein Atelier im Düsseldorf-Stockumer Künstlerhaus beziehen, um frei zu arbeiten. Doch schon am 7. September 1931 verstirbt Wilden nach zwei fehlgeschlagenen Blinddarmoperationen in Ahlen im Alter von erst 36 Jahren.

Egon Wilden ist in den 1920er Jahren ein gefragter Bühnenbildner. Seine Entwürfe bewegen sich im Kontext moderner Theaterästhetik von einer expressionistisch-flächenhaften Stilisierung zu räumlich-architektonischen Bühnenelementen, die – ausgezeichnet durch stückübergreifende Variabilität – reale Orte zu geometrischen bunten Zeichen abstrahieren. Die Theaterreform nach dem Krieg leitet eine Abkehr vom überkommenen illusionistischen Bühnenbild hin zu einer spezifisch künstlerischen Ästhetik ein. Konsequent widmet sich Wilden im Sinne der künstlerischen Erneuerung des Theaters diesen avantgardistischen Ideen.

In engem Verhältnis zu seinem malerischen, von abstrahierenden Farbkontrasten im Bühnenraum geprägten Ausstattungsstil bewegen sich seine freien künstlerischen Arbeiten. Die überwiegend kleinformatigen Aquarelle und Pastellmalereien des freien Künstlers Wilden offenbaren eine markante künstlerische Gestaltungskraft. Landschaften, religiöse Motive und menschliche Figuren erscheinen in leuchtender Transparenz, expressiver Form- und Farbintensität nebst subtiler Lichtführung.

Mit der Zeit setzen sich weitere aktuelle Richtungen durch. Deutlich fließen Varianten des Art Déco, der Neuen Sachlichkeit ein in sein Schaffen ein; Korrespondenzen etwa zu den Kölner Progressiven sind unübersehbar. Kubofuturistische wie konstruktivistische Anklänge bestimmen den Duktus weiterer Arbeiten. Verblüffend geben sich abstrakte Strukturen, die zeitnahen Arbeiten Wassily Kandinskys oder Paul Klees zum verwechseln ähnlich scheinen. Doch der Gegenstandbezug und die Auseinandersetzung mit der Natur und dem Menschen lässt Egon Wilden bis zu seinem Ableben nicht los. So sind seine erhaltenen 15 großformatigen Ölgemälde ausschließlich dem Porträtschaffen gewidmet.

Die Ausstellung „Zwischen Atelier und Bühne: Egon Wilden 1894-1931“ ist bis zum 25. April zu sehen. Das August Macke Haus hat dienstags bis freitags von 14:30 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung ist das Werkverzeichnis erschienen, das an der Museumskasse 30 Euro kostet.

Kontakt:

August-Macke-Haus

Bornheimer Straße 96

DE-53119 Bonn

Telefon:+49 (0228) 65 55 31

Telefax:+49 (0228) 69 15 50



14.03.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


29.01.2010, Zwischen Atelier und Bühne: Egon Wilden 1894–1931

Bei:


August-Macke-Haus

Bericht:


Reiseimpressionen August Mackes in Bonn

Variabilder:

Egon Wilden
 und Hedwig Sparrer
Egon Wilden und Hedwig Sparrer

Variabilder:

Egon Wilden, Komposition mit Rechtecken und
 Parabel- und Spitzbogenformen, um 1923/24
Egon Wilden, Komposition mit Rechtecken und Parabel- und Spitzbogenformen, um 1923/24

Variabilder:

Egon Wilden, Unwetter am Rhein, o.J.
Egon Wilden, Unwetter am Rhein, o.J.

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Egon Wilden, Tänzerin mit rotem Haar, o.J.
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Egon Wilden, Porträt Hedwig Sparrer mit Geranie, o.J.
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Egon Wilden, Wassermühle, um 1930
Egon Wilden, Wassermühle, um 1930







Egon Wilden und Hedwig Sparrer

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Egon Wilden, Komposition mit Rechtecken und Parabel- und Spitzbogenformen, um 1923/24

Egon Wilden, Komposition mit Rechtecken und Parabel- und Spitzbogenformen, um 1923/24

Egon Wilden, Unwetter am Rhein, o.J.

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Egon Wilden, Porträt Hedwig Sparrer mit Geranie, o.J.

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Egon Wilden, Wassermühle, um 1930

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Egon Wilden, Tänzerin mit Pierrot und Harlekin I, o.J.

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