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Kunst zum Staunen, Anfassen und Benutzen: In Aarhus wird der dänische Künstler Jeppe Hein mit einer großen Retrospektive geehrt

Im Labyrinth des Unvorhersehbaren



Jeppe Hein, Smoking Bench, 2002

Jeppe Hein, Smoking Bench, 2002

Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer sich arglos auf Jeppe Heins „Smoking Bench“ setzt, um das eigene Spiegelbild auf dem großen Wandspiegel gleich gegenüber zu betrachten, wird unversehens von dichtem Nebel umhüllt. Der Betrachter wird zum Akteur, die Umstehenden zu Augenzeugen seiner Überraschung. Jeppe Heins bisher größte internationale Einzelausstellung im ARoS Kunstmuseum im dänischen Aarhus versammelt 22 interaktive Installationen aus den letzten neun Jahren. Wände, die sich fast unmerklich durch den Raum bewegen, ein rotierendes Spiegellabyrinth, skulpturale Neonlampen, die an- oder ausgehen, wenn man sich ihnen nähert, eine schwere Stahlkugel, die unablässig durch einen quadratischen Raum rollt und dabei eine zerstörerische Spur in die Wände des Ausstellungsraumes fräst.


„Sense City“ lautet der Titel der Schau, mit der der in Berlin arbeitende dänische Künstler, 35, jetzt erstmals auch in seiner Heimat in größerem Umfang gewürdigt wird. Heins „Stadt der Sinne“ im Untergeschoss des ARoS Kunstmuseums ist ein Parcours voller Überraschungsmomente, verblüffender Effekte und unerwarteter Pointen. Manche Arbeiten mögen zunächst an Jahrmarktattraktionen erinnern. Doch Entertainment und Tiefsinn sind bei Jeppe Hein fein austariert. Es geht ihm nicht um simple Gags und billige Effekte.

Hein benutzt die strenge Formensprache des Minimalismus, aber er erweitert sie um soziale und spielerische Komponenten. Jeppe Hein, der in Kopenhagen auch ein mit zeitgenössischer Kunst ausgestattetes Restaurant betreibt, ist nicht nur in seiner Generation bestens mit internationalen Künstlerkollegen vernetzt. Mit dem fast 30 Jahre älteren amerikanischen Konzeptkünstler Dan Graham zum Beispiel, der für seine begehbaren Glaspavillons bekannt ist, steht er seit Jahren in engem, freundschaftlichem Austausch. Bekannt geworden ist Jeppe Hein mit interaktiven Brunnenskulpturen, die bereits auf der Biennale Venedig, der Art Basel und vor dem Roten Rathaus in Berlin zu erleben waren. In Schleswig-Holstein ist ein Jeppe Hein-Brunnen als dauerhaftes Kunstwerk im öffentlichen Raum im Kieler Hiroshima-Park installiert. Auch in Aarhus bezieht der Däne den öffentlichen Raum mit ein. Schon im Juli vergangenen Jahres wurden im Stadtraum zehn seiner „Modified Social Benches“ aufgestellt. Das Grundmodul einer weiß lackierten Parkbank führt Hein ad absurdum, indem er etwa einen Loop in die Sitzfläche einbaut oder aber ebenso schlicht wie effektvoll die Beine wegfallen lässt.

Das Highlight der Ausstellung im ARoS Museum ist eine 400 Meter lange Kugelbahn mit dem Titel „Distance“. Weiße Kugeln rollen über ein ausgetüfteltes Schienensystem mit Überschlägen, Kurven und Spiralen. Ins offene Atrium des Museums hat Hein eine technisch ausgeklügelte Spirale gebaut, durch die alle paar Minuten eine neue Kugel saust. Per Bewegungsmelder löst der Besucher ihren Start aus und kann den Lauf „seiner“ Kugel kreuz und quer durch die Sammlungsräume des Museums verfolgen – unerwartete Begegnungen mit Werken des Goldenen Zeitalters oder der dänischen und internationalen Avantgarde nicht ausgeschlossen. So wird der Besucher ganz spielerisch auch in die ständige Sammlung des Hauses gelockt.

Jeppe Hein ist ein Künstler, dem der soziale Aspekt seiner künstlerischen Arbeit sehr wichtig ist. Wer seinen Installationen, und Skulpturen begegnet, egal ob im Außenraum oder im Museum, wird sich immer wieder aktiv mit ihnen auseinandersetzen. Der Besuch einer Jeppe-Hein-Ausstellung ist ein Gemeinschaftserlebnis, bei dem die oft komplexen Mechanismen der zeitgenössischen Kunst plötzlich für Besucher aller Altersgruppen begreifbar werden. Und das ganz ohne pädagogisch erhobenen Zeigefinger.

Die Ausstellung „Jeppe Hein – Sense City“ ist noch bis zum 21. Februar zu sehen. Das ARoS – Aarhus Kunstmuseum hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 90 Kronen, ermäßigt 75 Kronen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Zutritt. Der Katalog in dänischer und englischer Sprache kostet 198 Kronen.

Kontakt:

Aros Aarhus Kunstmuseum

Aros Allé 2

DK-8000 Århus C

Telefon:+45 () 8730 6600

Telefax:+45 () 8730 6601

E-Mail: info@aros.dk



21.01.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Jeppe Hein mit seiner Arbeit „Distance“
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Jeppe Hein,
 Smoking Bench, 2002
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Jeppe Hein, 360° Presence, 2002
Jeppe Hein, 360° Presence, 2002

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Jeppe Hein, 360° Presence, 2002
Jeppe Hein, 360° Presence, 2002







Jeppe Hein mit seiner Arbeit „Distance“

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Jeppe Hein, 360° Presence, 2002

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Jeppe Hein, Smoking Bench, 2002

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