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Ausstellen in Zeiten des Sparzwangs: Das Jahresprogramm 2010 des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg

Die eigene Sammlung im Vordergrund



Der knallgelbe Farbfleck mitten im Grau der Hamburger Hauptbahnhofsgegend ist verschwunden. War das Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) bis vor kurzem noch an seiner freundlich gelb leuchtenden Fassade auszumachen, so passt es sich jetzt der eher grauen Tristesse seiner Umgebung an. Der Denkmalschutz wollte es so, schließlich wird das ganze Gebäude zur Zeit mit großem finanziellen Aufwand in seinen ursprünglichen Bauzustand zurückversetzt. Und dazu gehört eben auch die historisch korrekte beigegraue Fassadenfarbe. Doch die eigentliche Strahlkraft bezieht ein Museum dann doch aus seinen inneren Werten: der Qualität seiner Sammlung, der versammelten wissenschaftlichen Expertise und nicht zuletzt der Attraktivität seiner Sonderausstellungen.


MKG-Direktorin Sabine Schulze hat jetzt das Jahresprogramm 2010 vorgestellt und eine vorläufige Bilanz des Ausstellungsjahres gezogen. Fest steht: Wie alle anderen Hamburger Museen steht das MKG unter dem Zwang zu teils erheblichen Einsparungen. Wechselausstellungen müssen überwiegend aus der eigenen Sammlung bestückt werden. Bei Leihgaben wird kräftig gespart. Gar so schlimm wie an der chronisch defizitären Hamburger Kunsthalle sieht es zum Glück nicht aus. Der Haushalt ist ausgeglichen, was allerdings auch daran liegt, dass drei durch Verrentung frei gewordene Kustodenstellen nicht neu besetzt werden. Dennoch: „Uns geht es vergleichsweise gut. Wir wollen nicht jammern und nicht weinen“, sagt auch Michaela Hille, die Pressesprecherin des MKG.

Rund 200.000 Besucher haben das Haus im laufenden Jahr besucht. Das ist zwar weniger als im vergangenen Jahr, doch einen Publikumsrenner wie die Skythen-Ausstellung von 2008 gab es in diesem Jahr auch nicht. Den Auftakt des Ausstellungsprogramms 2010 bildet die umfangreiche Schau „Nude Visions – 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie“ ab Ende Januar. Zu sehen sind mehr als 250 Aktaufnahmen aus der gesamten Geschichte der Fotografie von den frühen Bewegungsstudien des unbekleideten Körpers bei Eadweard Muybridge über moderne Klassiker wie Herbert List, Helmut Newton oder André Kertész bis hin zu Thomas Ruffs digital bearbeiteten Pornobildern aus dem Internet.

Ab Februar wird das Werk des Modezeichners Gerd Grimm (1911-1998) in der Ausstellung „Die neue Eleganz“ vorgestellt. Grimm war der erfolgreichste deutsche Modezeichner nach dem Zweiten Weltkrieg. Er entwarf Titelbilder für etliche deutsche Modejournale ebenso wie für die amerikanische Vogue. Ab März zeigt dann Museumsleiterin Sabine Schulze ihre Einstandsausstellung „Body & Soul – Menschenbilder aus vier Jahrtausenden“. Versammelt sind dazu über 150 Skulpturen, Figuren und Menschendarstellungen aus allen in den Beständen des Museums vertretenen Kulturen der Welt. Die vier Jahrtausende umfassende Schau widmet sich existenziellen Themen der Menschheit wie Schöpfung, Tod, Eros und Glauben.

Zum einsamen Ausstellungshighlight 2010 dürfte die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung „Klimakapseln“ werden, die ab Ende Mai zu sehen ist. Kuratiert wird sie von Friedrich von Borries, seit kurzem Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Von Borries, Jahrgang 1974, war 2008 Generalkommissar für den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale Venedig. Sein Gehalt bezieht er von der Hochschule; ein Glücksfall für das klamme Museum. Sabine Schulze bezeichnet ihn daher gerne als „lebende Leihgabe von der HfbK“. Die Ausstellung zeigt rund 25 Wohnkapseln, Körperkapseln, urbane Kapseln, Naturkapseln und atmosphärische Kapseln. Anhand historischer, utopischer und avantgardistischer Modelle untersucht die Schau das Leben der Menschheit unter künstlichen Bedingungen. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Symposien, Lesungen, Performances und Filmvorführungen rund um den Fragekomplex „Wie wollen wir in Zukunft leben“ verortet die Schau im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs rund um den Klimawandel.

Den Abschluss des Ausstellungsjahres 2010 bildet die wiederum aus eigenen Beständen bestückte Schau „Schöner Sitzen. 150 Jahre Stuhldesign“ ab Ende August. Es muss leider gesagt werden: Ein unverwechselbares Profil und damit steigende Besucherzahlen kann man mit der x-ten Aktausstellung und dem eher routinierten als inspirierten Hin- und Herwälzen der eigenen Sammlung auf Dauer wohl kaum erzielen.

Ausstellungen des Museums für Kunst und Gewerbe 2010

Nude Visions. 150 Körperbilder in der Fotografie
29. Januar – 25. April 2010

Die neue Eleganz. Der Modezeichner Gerd Grimm
11. Februar - 5. April 2010

Body & Soul. Menschenbilder aus vier Jahrtausenden
21. März – 19. November 2010

Klimakapseln
28. Mai – 8. August 2010

Schöner Sitzen. 150 Jahre Stuhldesign
27. August - 7. November 2010

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg



25.12.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


29.01.2010, Nude Visions. 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie

Veranstaltung vom:


21.03.2010, Body & Soul. Menschenbilder aus vier Jahrtausenden

Veranstaltung vom:


23.04.2010, Eine Frage der Zeit. Vier Fotografinnen im Hamburg der Zwanziger Jahre

Veranstaltung vom:


28.05.2010, Klimakapseln. Überlebensbedingungen in der Katastrophe

Veranstaltung vom:


11.02.2010, Die neue Eleganz. Der Modezeichner Gerd Grimm

Veranstaltung vom:


29.09.2010, Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign

Bei:


Museum für Kunst und Gewerbe

Bericht:


Nur ein Sturm im Wasserglas?










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