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Resultate: Schweizer Kunst bei Sotheby’s

Nicht bis ganz oben



Ferdinand Hodler, Stockhornkette mit Thunersee, um 1913

Ferdinand Hodler, Stockhornkette mit Thunersee, um 1913

Félix Vallotton enttäuschte, Ernest Biéler, Max Buri und Ferdinand Hodler aber übertrafen fast alle Erwartungen auf der Auktion „Schweizer Kunst“ von Sotheby’s am 7. Dezember in Zürich. Mit einer Zuschlagsquote von 65 Prozent nach Losen und gut 83 Prozent nach Schätzpreisen hielt sich diese Veranstaltung, auf der brutto rund 5,86 Millionen Franken umgesetzt wurden, insgesamt auf solidem Niveau. Von den Toplosen ging Vallottons etwas gediegene „La Seine près les Andelys, matin soleil“ aus dem Jahr 1916 zurück. Eine farblich aufregendere Ansicht der „Dordogne à Beynac“ aus dem letzten Lebensjahr des Künstlers 1925 konnte mit einem Ergebnis von 420.000 Franken ebenfalls nicht ganz erfüllen, was auch für die 400.000 Franken gilt, die Augusto Giacomettis dichter roter Rosenstrauß von 1935 auf sich vereinigen konnte. Für alle drei Bilder hatte die Schätzung bei 500.000 bis 700.000 Franken gelegen.


So vermochte sich schließlich doch Ferdinand Hodler an die Spitze zu setzen. Auf seiner abstrahiert-reduktionistischen Ansicht der Stockhornkette mit Thunersee von circa 1913 hatten große Hoffnungen geruht. Der Zuschlagspreis von 490.000 Franken konnte diese sogar noch übererfüllen. Eigentlich waren nur 350.000 bis 450.000 Franken vorgesehen. Wie dieses Gemälde stammte auch die Studie eines Schwörenden im Linksprofil zu seinem berühmten Gemälde „Einmütigkeit“ für 61.000 Franken aus dem Nachlass von Jeanne Charles Cerani-Cisic, Modell und Geliebte des großen Symbolisten (Taxe 25.000 bis 30.000 SFR). 320.000 Franken schaffte ein weiterer Blick auf den Thunersee, diesmal mit Blüemlisalp und Niesen im Hintergrund, eine Arbeit aus der Jugendzeit des Künstlers um 1882 (Taxe 250.000 bis 300.000 SFR). Mit 80.000 Franken war auch sein „Segelschiff“, ein weiteres Frühwerk aus dem Jahr 1881, angemessen bezahlt (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Der heftigste Wettkampf entbrannte um Max Buris volkstümlicher Charakterstudie „Brienzer Bauern in Wirtsstube“, in der sich die Seele eines Volkes wiederfindet. Das entsprechend große Interesse schlug sich schließlich in einem Endgebot von 420.000 Franken nieder, dem Doppelten des Schätzpreises. 400.000 Franken erzielte Giovanni Giacomettis formal und inhaltlich nicht ganz weit davon entferntes Gemälde „Die Kartenspieler“ aus der Zeit um 1916/17 (Taxe 400.000 bis 500.000 SFR). Ernest Biéler fand schon viele Freunde mit seinem klaren, zugleich monumentalen und einfühlsamen Bildnis einer alten Frau mit Spitzenschleier aus dem Jahr 1910. Es verdreifachte seinen Wert auf 92.000 Franken. Vor allem aber seine „Paysage d’automne, Château de la Soie, Savièse“ aus den späten 1930er Jahren bestätigte bei 390.000 Franken den hohen Stellenwert, den der Künstler insbesondere bei seinen Landsleuten genießt (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR).

Unter der älteren Schweizer Kunst setzte sich François Bocions „Vue de Château de Glérolles“ von 1885 bei 100.000 Franken an die Spitze (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR). Ein rennendes Kalb Rudolf Kollers preschte auf unerwartete 52.000 Franken vor (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Überraschende 42.000 Franken erzielte Auguste Frédéric Dufaux mit seiner modischen „Jeune femme au bord du lac“, die vielleicht gerade ihrem in die Ferne davonrauschenden Geliebten nachtrauert (Taxe 6.000 bis 7.000 SFR). Für den verspäteten, sonnenglänzenden Neoimpressionismus Gottardo Segantinis in einer Ansicht der „Häuser von Catmaté mit Piz Lagrev“ aus dem Jahr 1947 konnte sich ein Schweizer Privatsammler zum Gebot von 140.000 Franken erwärmen (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Der Expressionismus hatte in Cuno Amiet den vielleicht bedeutendsten Vertreter. Seine große Ölstudie einer rosablauen Wolke um 1915 schwebte allerdings schon bei 150.000 Franken davon. Veranschlagt waren mindestens 200.000 Franken. Max Gublers Sommerlandschaft mit aufziehendem Gewitter aus dem Jahr 1941 verbesserte sich dagegen leicht auf 55.000 Franken.

Die Toplose der modernen und zeitgenössischen Kunst konnten ihre Schätzungen überwiegend bestätigen, in den niedrigeren Preisregionen auch übertreffen. Hans Arp schaffte mit seinem 1956/57 collagierten Kartonrelief „Weiße Form auf grauer Unterlage“ 40.000 Franken (Taxe 35.000 bis 45.000 SFR) und Camille Graeser mit seinem konkreten Ölbild „Zweimal Komplementär mit gleichen Farbquanten“ 50.000 Franken (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Jeweils 22.000 Franken verbuchten Olivier Mossets unbetiteltes Streifenbild in Weißgrün von 1975 sowie mit „Z. PL. 90. 1964“ und „Onota“ von 1959 zwei Reliefwerke in Rot der konkreten Kunst von Gottfried Honeggers (Taxen zwischen 8.000 und 18.000 SFR). Die Skulpturen übertrafen sie sogar manchmal: Hermann Hallers stehender weiblicher Akt von 1932 aus Zement schoss von 4.000 bis 6.000 Franken auf 28.000 Franken, und Jean Tinguely gab seinen mit Eva Aeppli 1991 entwickelten „Hexerich“ aus einem Elektromotor und einer Maske auf einer Kratervase erst bei 110.000 Franken frei (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR).

Die Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s Zürich

Talstrasse 83

CH-8001 Zürich

Telefax:+41 (044) 226 22 01

Telefon:+41 (044) 226 22 00



15.12.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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François Bocion, Vue de Château de Glérolles, 1885

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Taxe: 100.000 - 150.000 SFR

Zuschlag: 100.000,- SFR

Losnummer: 3

Max Buri, Brienzer Bauern in Wirtstube

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Taxe: 200.000 - 250.000 SFR

Zuschlag: 420.000,- SFR

Losnummer: 36

Félix Vallotton, La Dordogne à Beynac, 1925

Félix Vallotton, La Dordogne à Beynac, 1925

Taxe: 500.000 - 700.000 SFR

Zuschlag: 420.000,- SFR

Losnummer: 89

Giovanni Giacometti, Die Kartenspieler, um 1916/17

Giovanni Giacometti, Die Kartenspieler, um 1916/17

Taxe: 400.000 - 500.000 SFR

Zuschlag: 400.000,- SFR

Losnummer: 74

Ferdinand Hodler, Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen, um 1882

Ferdinand Hodler, Thunersee mit Blüemlisalp und Niesen, um 1882

Taxe: 250.000 - 300.000 SFR

Zuschlag: 320.000,- SFR

Losnummer: 22




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