Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Grisebach: Auch in Berlin spürt man die Zurückhaltung auf dem Kunstmarkt

Lass den Motor malen



Mit Villa Grisebachs „Ausgewählten Werken“ schreitet die Herbstsaison des deutschen Auktionswesens wieder einem ihrer Höhepunkte entgegen, obwohl auch der Berliner Versteigerer einige Federn lassen musste. Lediglich gut sechzig Losnummern listet der Katalog, zu einem Extrabuch, wie es sonst oft aufgelegt, hat es diesmal ebenfalls nicht gereicht. Die Einlieferer halten sich sichtlich zurück und warten auf bessere Zeiten, um ihre Objekte am Markt zu platzieren. Ein exzeptionelles Hauptwerk ist aber auch diesmal dabei: Max Beckmanns „Blick auf Vorstädte am Meer bei Marseille“ entstand 1937, kurz nachdem der Künstler aus Anlass von Hitlers schmähender Eröffnungsrede zur Ausstellung „Entartete Kunst“ Berlin in Richtung Amsterdam verlassen hatte. Mangels der Reisemöglichkeiten war er in Zukunft gezwungen, viele seiner Werke aus der Erinnerung oder gar nach Postkarten zu malen. Auch zum vorliegenden, mittelgroßen Gemälde fand sich im Nachlass seiner zweiten Ehefrau Mathilde eine bildliche Vorlage. Doch wirkt die Küstenpartie ganz authentisch und ist in ihrem kraftvollen Pinselstrich, zugleich aber auch der fast kargen Farbgestaltung ein „echter“ Beckmann der mittleren Schaffenszeit. 1,4 bis 1,8 Millionen Euro erwartet Grisebach für die Leinwand, die einst dem Freund und Förderer Ernst Morgenroth gehörte.


Die kurze Liste der Werke des 19ten Jahrhunderts verzeichnet am 27. November diesmal außer einer der fast obligatorischen Zeichnungen Adolph von Menzels, hier „Tochter des Justizministers Maercker“ von 1848 in Aquarell und Deckfarbe über Bleistift (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR), zwei kleine Landschaften des Dresdner Philosophen, Arztes und Künstlerautodidakten Carl Gustav Carus. Sie stammen aus dem Besitz der Familie des Bildhauers Ernst Rietschel und waren noch nie öffentlich ausgestellt (Taxen zwischen 15.000 und 30.000 EUR). Mit ziemlich großen Schritten geht es dann zum deutschen Impressionismus, an dessen Spitze, kaum überraschend, Max Liebermann steht. Aus seiner mittleren, noch vom romantischen Realismus des 19ten Jahrhunderts geprägten Schaffenszeit stammt eine „Schafherde“ von 1888 (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Zur Vollständigkeit des impressionistischen Dreigestirns tragen Max Slevogts „Landhaus in Godramstein mit Kindern“ aus dem Jahr 1910 (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR) und Lovis Corinth bei. Von Letzterem kommen aber bereits zwei späte Aquarelle in expressiven Formen wie ein Blumenstillleben (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR) oder in solchen, die die Auflösung von Gegenständlichkeit schon weit vorantreiben, wie dies in seinem „Hasen“ von 1921 der Fall ist (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR).

Ein seltener Gast überhaupt in deutschen Auktionen ist der belgische Symbolist Fernand Khnopff. Sein fein und atmosphärisch gezeichnetes Bildnis einer Dame im Profil aus der Zeit um 1900 erinnert an den fast gleichaltrigen Gustav Klimt, kann sich aber mit dessen Werken preislich noch nicht messen. Hier stehen 45.000 bis 55.000 Euro auf dem Etikett. Ganz ärmlich fügt dagegen Paula Modersohn-Becker 1903 einen „Sitzenden Mädchenakt nach rechts“ in den spartanischen Bildraum ein. Künstlerisch spiegelt sich die Reduktion in einer Zusammenziehung eigentlich heterogener Elemente wider, die sich um anatomische Korrektheit nur am Rande kümmert und der Farbfläche eine viel weiter reichende Bedeutung beimisst als bisher (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Derartige Tendenzen griff später Karl Hofer auf: Seine „Kartenspieler“ von 1936 sind zu flächigen, fast puppenartigen Wesen verringert, in deren Seele sich nur schwer hineinblicken lässt (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Und in der Skulptur fand sich durch Wilhelm Lehmbruck ein Pendant. Sein Entwurf zur „Kleinen Sinnenden“ entstand 1910/11, der vorliegende beige getönte, posthume Zementguss in den 1920er Jahren als eines von insgesamt acht Exemplaren (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR).

Emil Nolde, zunächst noch mit einem spätimpressionistischen „Waldbach“ des Jahres 1903 vertreten, beschickt die Auktion außerdem mit drei seiner beliebten und trotz ihrer Häufigkeit außerordentlich gesuchten Aquarelle, darunter zwei Blumenbilder, für die besonders der fragmentarische Bildausschnitt kennzeichnend ist (Taxen alle zwischen 100.000 und 150.000 EUR). Als Repräsentantin des Münchner Expressionismus kommt Gabriele Münter mit einem Blumenstrauß in hoher Vase vor tiefblauem Grund um 1930 nach Berlin (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR). Ihr zeitweiliger Lebensgefährte Wassily Kandinsky schickt die abstrakte Form „Unliebsam“, ein Tuschpinselaquarell mit Spritztechnik von 1931 für geschätzte 80.000 bis 120.000 Euro. Beispielhaft für das zwischen Symbolismus, Spätromantik und Neuer Sachlichkeit changierende Werk des Niedersachsen Franz Radziwill ist eine nächtliche Dangaster „Landschaft (Der zerbrochene Wintermond)“, 1924 als eines der frühen Werke nach einer kurzen expressionistischen Phase entstanden (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR).

Auch einige ungewöhnliche Positionen verzeichnet der Katalog. So komponierte Arthur Segal um 1921 aus eigentlich eigenwertigen Farbstreifen einen festlichen „Umzug“. Die Schule der „humanistischen Kunst der optischen Unmittelbarkeit“, die der rumänischstämmige Künstler seit den 1920er Jahren in Berlin etablierte und die auch über seinen Tod 1944 im Londoner Exil hinaus Bestand hatte, findet in diesem Werk eine ausdrucksvolle bildliche Erläuterung (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Ferner zu nennen ist Hans Grundig. In seinem Bildnis eines „Mädchens mit rosa Hut“ malte er seine damalige Lebensgefährtin Gerda Laube 1925 eigentlich nicht sehr vorteilhaft: schiefer Mund, gerötete Augen, Knollennase, für heutige Verhältnisse unmodischer Topfhut. Nicht viel einnehmender wirkt allerdings der junge Mann mit schwarzem Haar auf der Rückseite des Bildes. Otto Dix, wie Grundig Dresdner, scheint für dessen künstlerische Entwicklung eine große Rolle gespielt zu haben (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR).

In diese Reihe der überzeichneten Gesellschaftsportrait der 1920er und 1930er Jahre gesellen sich noch Georg Tapperts im Profil aufgenommene Halbweltdame in greller Schminke (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR) und Jeanne Mammens „Langweilige Puppen“ auf einer zart mit Aquarell übergangenen Bleistiftzeichnung. Mit einer Bewertung von 50.000 bis 70.000 Euro streben die drei desinteressierten Damen dennoch einem neuen Auktionsrekord zu. Auf Hans Poelzigs Wettbewerbsentwurf zum Messehaus Hamburg, einer Kohlezeichnung von 1925, türmt sich das gewaltige Gebäudeensemble kantig, kristallin und strahlend in den Himmel. Realisiert wurde es dennoch nicht (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

In der Nachkriegszeit gibt es bei Grisebach nur wenige Bindeglieder zur Gegenwartskunst. Die allesamt, wenn auch auf unterschiedliche Weise, abstrakten Kompositionen „Paradies am Abend des Sündenfalls“ Willi Baumeisters von 1951 (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), „Rouge, noir et blanc“ Serge Poliakoffs von 1957 (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR), das brauntonige, schrundige „Taras Bulba“ Emil Schumachers ebenfalls von 1957 (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR) und die klar strukturierte „Homage to the Square (with Variation)“ Josef Albers’ von 1958/60 sind hier vielleicht die wichtigsten (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR). Diese Linie setzt sich noch eine Weile fort bis hin zu „Nirim“ von 1972, einer ebenso rätselhaften wie lyrischen Arbeit des erst 1992 im Alter von 96 Jahren in Jerusalem gestorbenen Mordecai Ardon, der seit 1919 in Berlin lebte, aber rechtzeitig 1933 nach Palästina emigrierte (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR). Auch Gerhard Richter verstand sich auf Ungegenständliches, wie sein kleines Ölbild „Fuji“ von 1996, das die Werknummer 839-45 trägt, beweist (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR), ebenso wie Imi Knoebel, aus dessen „Grace Kelly“-Hommage von 1990 die Nummer IV-6 bei 70.000 bis 100.000 Euro zum Aufruf gelangt.

Besonders raffiniert ist Günther Ueckers Nagelbild „Diagonale Teilung“ von 1965: Zwei verschiedene Nagelflächen verschmelzen zu einem diagonalen Streifen in der Mitte und verdichten sich dort. Der Nagel also auch hier wieder das faszinierende, strukturgebende Elemente, das im Werk des ZERO-Künstlers den Malpinsel ersetzte. Nicht minder virtuos eine undurchdringliche „Spirale“, die sich seit 1983 in einem mitreißenden Strudel zum Zentrum hin bewegt, und ein „Geteiltes Bild“, dessen Holzträger 1986 auseinandergebrochen ist, doch optisch durch die furiosen Nagelwirbel zusammengehalten wird (Taxen je 150.000 bis 200.000 EUR). Für seinen ZERO-Kollege Heinz Mack ist das Licht der gestalterische Ausgangspunkt. In „Para Marisol“ von 1964 wird es durch Aluminiumgitter gebrochen und zur Vibration gebracht (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR).

Einigermaßen gegenständlich bleiben Karl Horst Hödicke mit seiner „Reflektion (Bus)“, die 1965 die Realität des Straßenverkehrs in eine flüchtige Sequenz verwischt (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR), und Markus Lüpertz in seinem „Baumstamm – dithyrambisch“ von 1966, zwischen 1997 und 2002 als Dauerleihgabe in der Kunsthalle Hamburg aufbewahrt (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). In Eberhard Havekost fand er einen künstlerischen Nachfahren, der sich ebenfalls Ausschnitten fassbarer natürlicher Gegebenheiten widmet, um sie unter veränderten Vorzeichen – etwa Lichtführung oder dem Gegensatz zwischen fotografischer und unwirklicher Darstellung – neu zu interpretieren. Dessen „Braune Palme“ ist so ein Werk und mit 50.000 bis 70.000 Euro veranschlagt.

Zur Gegenwartskunst hin werden die Werke ausländischer Künstler zahlreicher. Darunter befinden sich eine geheimnisvolle, unbetitelte Collage aus Mondsichelelementen Mario Merz’ des Jahres 1979 (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR), Cy Twomblys „Roman Notes“, eine Folge von sechs Farboffsetlithografien des Jahres 1970 für ebenfalls 80.000 bis 120.000 Euro, und Andy Warhols mit Tusche übergangene Farbserigrafie mit einem Doppelbildnis des Schriftsteller Tennessee Williams von 1982 (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR). Auch Alex Katz darf als Vertreter der Pop Art glänzen respektive sein Bildnis von „Yvonne smiling“, die den Betrachter mit breitem Lächeln, aber auch etwas unsicher angrinst (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR). Am aufwändigsten dürften Transport und Lagerung von Rebecca Horns „Painting Machine (Malmaschine)“ aus dem Jahr 1988 sein. Sie besteht aus fünf Halterungen für Leinwände, über denen sich auf Knopfdruck eine motorisierte Malmaschine in Bewegung setzen kann. Der künstlerische Akt wird ganz dem Zufall überlassen. 60.000 bis 80.000 Euro erscheinen angesichts der Effektivität dieser Arbeitshilfe fast zu günstig.

In der Tagesauktion am 28. November hat Grisebach mehr als dreihundert weitere Arbeiten versammelt. Die Schätzpreise liegen hier bei bis zu 70.000 Euro etwa für Erich Heckels späte Tempera „Am Neckar“ in Tübingen von 1959. Interessanter sind die Entdeckungen abseits der großen Namen. Eine effektvolle Momentaufnahme liefert Karl Hagemeister 1896 in seiner Uferpartie, aus deren Schilf gerade ein „Auffliegender Reiher“ aufgeschreckt wurde (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR). Passend zur aktuellen Stuttgarter Ausstellung über Edward Burne-Jones listet der Katalog drei Studienblätter des viktorianischen Malers. Zwei etwas zaghafte Engelsgestalten aus dem Jahr 1885 gehören zur Ausführung „Morning of the Resurrection“ und liegen je bei 4.000 bis 6.000 Euro. Aus einer süddeutschen Privatsammlung gelangen verschiedene Bildnisse Franz von Lenbachs für bis zu 20.000 Euro auf den Markt.

Für nachimpressionistische Tendenzen stehen Paul Signacs aquarellierte Zeichnung des Seine-Städtchens „Les Andelys“ (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR), Theo von Brockhusens kräftige Ansicht von Florenz, die er 1913 als Stipendiat der dortigen Villa Romana aufnahm (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR), und Bertha Schraders sommerlich heiter „Holländischer Kanal“ um 1900 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Eine eigene Variante des Expressionismus verfocht der Niederrheiner Heinrich Nauen etwa in seinem Bildpaar „Stillleben mit Musikinstrumenten“ und „Stillleben mit Geflügel“ aus dem Jahr 1927 (Taxen je 25.000 bis 35.000 EUR). Die Archaik der Freskotechnik imitiert Jankel Adler ebenfalls 1927 in einem Stillleben mit Lampe und Flöte. Unter anderem bediente er sich darin des bis dahin in der Malerei eher seltenen Materials Zement (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Klassischer geht es bei Oskar Molls Interieur „Katze mit Zimmerlinde“ aus dem Jahr 1924 zu (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Für Überraschungen sorgt gelegentlich der frühe Surrealist Richard Müller. Auch 4.000 bis 6.000 Euro für die ungewöhnliche Kombination von Vogel und nackter Frau auf „Tigerlilien“ 1917 könnte Anreize für einen heftigeren Preiswettbewerb bieten. Einige der besten abstrakten Arbeiten kommen in Form von Arnold Topps Farbsprenkeln in der „Komposition I“ von 1916 (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR), dem fantastischen Ölbild „Der Gipfel“ des „Novembergruppen“-Künstlers Hans Siebert von Heister aus dem Jahr 1922 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR), Fritz Stuckenbergs Farbflächenabgrenzung in der „Komposition mit gelber Kugel“ um 1928 und William Wauers dynamischerem Ölbild „Gaudeamus“ von 1919 (Taxen je 10.000 bis 15.000 EUR).

Die Freude am Gegenstand kennzeichnet das aus mehreren Einzelszenen komponierte Ölgemälde „Arène du Nord“. Der Belgier Marcel Stobbaerts hat darin 1925 das bunte Leben auf einem Rummelplatz treffend eingefangen (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Ähnlich übertreiben, mit vielleicht noch mehr kritischer Zuspitzung arbeitete Oskar Nerlinger 1931 seine farbige Tuschezeichnung „Karussell“ aus (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Sachlicher geht es auf Pol Cassels „Bildnis Paul Fechter“ von 1925 zu. Man meint, hinter der hohen Stirn den Kunst- und Literaturkritiker förmlich denken zu sehen (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Kubistisches lässt Thilo Maatsch 1928 in seine aus monochromen Farbflächen gebildete „Straße“ einfließen (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Nicht ganz so streng legte Rudolf Jacobi 1925 die südliche Dorfstraße „Sta. Margherita“ mit Blick auf das Meer an (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

Von Auguste Herbin stammen zwei hochrechteckige Kompositionen des Jahres 1925, die aus organischen Farbstrukturen gebildet sind (Taxen je 12.000 bis 15.000 EUR). Die weitgehende Abstraktion bestimmt auch in der Tagesauktion die Kunst der Nachkriegszeit, etwa mit zwei filigranen Ölzeichnungen Richard Oelzes namens „Vorabend“ und „Ländliche Kathedrale (Miltarere)“ von 1958 (Taxen je 25.000 bis 35.000 EUR), Georges Mathieus zackigem „Rhodon“ von 1965 (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR) oder Walter Stöhrers „Hetäre, Frau und Januskopf“ aus der Zeit um 1976. Aber hier hat der Maler schon einige Fotos hineingeschmuggelt (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Jüngere Arbeiten sind dem Gegenstand weniger abhold, allen voran Bernhard Heisig in seinem „Nächtlichen Trompetenkonzert am Gülper See“ von 1998 für geschätzte 25.000 bis 35.000 Euro oder Francesco Clemente in einer mit Tieren und Skeletten symbolgeladenen Malerei von 1984 für 15.000 bis 20.000 Euro. Bei zwei titellosen Gemälden Neo Rauchs von 1994 sieht man, wie Figürliches, vor allem in Form des Menschenbildes, wieder Einzug in seine Kunst hält (Taxen je 15.000 bis 20.000 EUR). Bei Daniel Richters Gemälde von 2002 bevölkern acht unheimliche Gestalten mit zwei Hunden den Nachtschwarzen Raum (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR), und der 1969 geborene Fotograf Yannick Demmerle wendet sich der Natur zu. Nur hat er einen Wald 2004 so ausschnitthaft aufgenommen, dass er fast wieder zur reinen Farbabstraktion verwischt (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Die Auktion „Ausgewählte Werke“ beginnt am 27. November um 17 Uhr, die „Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts“ am 28. November um 10 Uhr. Die Vorbesichtigung ist noch bis zum 24. November von 10 bis 18:30 Uhr, am 25. November von 10 bis 17 Uhr möglich.

Kontakt:

Grisebach

Fasanenstraße 25

DE-10719 Berlin

Telefon:+49 (030) 885 91 50

Telefax:+49 (030) 882 41 45

E-Mail: auktionen@grisebach.com



23.11.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 12

Seiten: 1  •  2

Events (2)Adressen (1)Berichte (1)Kunstwerke (8)

Veranstaltung vom:


28.11.2009, Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts

Veranstaltung vom:


27.11.2009, Ausgewählte Werke

Bei:


Grisebach

Bericht:


Weiter auf Erfolgskurs

Kunstwerk:

Bertha Schrader, Holländischer Kanal, um 1900
Bertha Schrader, Holländischer Kanal, um 1900

Kunstwerk:

Theo
 von Brockhusen, Florenz, 1913
Theo von Brockhusen, Florenz, 1913

Kunstwerk:

Franz von Lenbach, Gräfin Dönhoff
Franz von Lenbach, Gräfin Dönhoff

Kunstwerk:

Edward Burne-Jones, Study of an Angel, 1885
Edward Burne-Jones, Study of an Angel, 1885

Kunstwerk:

Max
 Liebermann, Schafherde, 1888
Max Liebermann, Schafherde, 1888







Theo von Brockhusen, Florenz, 1913

Theo von Brockhusen, Florenz, 1913

Taxe: 18.000 - 24.000 EURO

Zuschlag: 28.000,- EURO

Losnummer: 139

Edward Burne-Jones, Study of an Angel, 1885

Edward Burne-Jones, Study of an Angel, 1885

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 10.500,- EURO

Losnummer: 103

Hans Poelzig, Messehaus Hamburg – Wettbewerbsentwurf, Vorschlag B, 1925

Hans Poelzig, Messehaus Hamburg – Wettbewerbsentwurf, Vorschlag B, 1925

Taxe: 6.000 - 8.000 EURO

Zuschlag: 42.000,- EURO

Losnummer: 27

Bertha Schrader, Holländischer Kanal, um 1900

Bertha Schrader, Holländischer Kanal, um 1900

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

Losnummer: 140

Max Liebermann, Schafherde, 1888

Max Liebermann, Schafherde, 1888

Taxe: 200.000 - 300.000 EURO

Zuschlag: 330.000,- EURO

Losnummer: 6

Max Slevogt, Landhaus in Godramstein mit Kindern, 1910

Max Slevogt, Landhaus in Godramstein mit Kindern, 1910

Taxe: 100.000 - 150.000 EURO

Zuschlag: 105.000,- EURO

Losnummer: 8

Lovis Corinth, Blumenstillleben, um 1920/24

Lovis Corinth, Blumenstillleben, um 1920/24

Taxe: 80.000 - 120.000 EURO

Zuschlag: 102.000,- EURO

Losnummer: 14

Franz von Lenbach, Gräfin Dönhoff

Franz von Lenbach, Gräfin Dönhoff

Taxe: 12.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

Losnummer: 122




Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce