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Weniger bombig: Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Verhaltene Stimmung



Edgar Degas, Danseuse, 1896

Edgar Degas, Danseuse, 1896

Anders als bei Sotheby’s erwies sich die Impressionisten- und Moderneauktion von Christie’s am 3. November eher als Ausdruck des derzeit etwas kränkelnden Marktes. Das New Yorker Gesamtergebnis von rund 65,7 Millionen Dollar, gerade einmal ein Drittel dessen, was der Erzrivale einen Tag später einspielte, lag unterhalb der Gesamttaxe. Nur 28 der 40 angebotenen Werke wurden verkauft. Wichtige Hauptwerke mussten an die Einlieferer zurück, darunter vor allem solche der Moderne: Pablo Picassos „Tête de femme“, ein in Paris 1943 gemaltes Portrait seiner Ehefrau Dora Maar, für geschätzte 7 bis 10 Millionen Dollar, Henri Matisses Glasfenstergouache „Rosace“, eines der letzten vollendeten Werke des 1954 gestorbenen Künstlers (Taxe 3 bis 4 Millionen USD), Amedeo Modiglianis „Portrait de photographe Dilewski“ von 1916 (Taxe 3 bis 5 Millionen USD), Piet Mondrians „Composition II, with Red“ von 1926 für 4,5 bis 6,5 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Zuschlagspreis, bei Sotheby’s mit rund 3,25 Millionen Dollar anzugeben, lag bei Christie’s fast 1 Million Dollar niedriger.


Die französischen Impressionisten und deren Nachfolger stießen auf mehr Gegenliebe. Edgar Degas’ souverän in Pastell hingeworfene Augenblicksaufnahme „Danseuses“ von 1896 schaffte mit 9,5 Millionen den Abendhöchstpreis und sogar eine leichte Steigerung über die Schätzung von 7 bis 9 Millionen Dollar hinaus. Auch Paul Signacs schillernder „Vieux port de Cannes“ von 1918 belegte mit 3,3 Millionen Dollar einen guten Platz (Taxe 2 bis 3 Millionen USD). Mit 4,8 Millionen Dollar blieb Claude Monets duftige Ansicht von „Vétheuil, effet de soleil“ aus dem Jahr 1901 nur leicht unterhalb der Schätzung. Mehr noch als die Malerei beeindruckte die Plastik in Gestalt einer der fünf Ausgaben von Auguste Rodins berühmter Bronze „Le Baiser“, die zwischen 1897 und 1901 hergestellt wurden. Auf lediglich 1,5 bis 2 Millionen Dollar angesetzt, konnte ein Händler das Werk erst durch einen Einsatz von 5,6 Millionen Dollar sein Eigen nennen.

Camille Pissarros „Le Quai Malaquais et l’Institut“ von 1903 – von den Nationalsozialisten 1938 dem Besitz des Berliner Verlagsgründers Samuel Fischer entrissen, 1940 im Wiener Dorotheum verkauft, erst im vergangenen Jahr wiedergefunden und den Fischer-Erben zurückgegeben – wurde für 1,85 Millionen Dollar zugeschlagen. Trotz der mit 1,5 bis 2,5 Millionen Dollar angegebenen Schätzung hatten die Erwartungen insgeheim wohl höher gelegen. Jedenfalls zeigte sich der Anwalt der Einliefererfamilie nach der Auktion enttäuscht. Gute 1,75 Millionen Dollar erreichte Pissarros sommerlicher „Le Cours-la-Reine à Rouen, temps gris“ von 1898 (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Henri Fantin-Latours fast fotografisches Stillleben „Fleurs et fruits“ aus dem Jahr 1865 wurde schon für 1,45 Millionen Dollar abgegeben. Pierre-Auguste Renoirs heitere Landschaft „Les hauteurs de Trouville“ von 1885 bestätigte dagegen ihre obere Schätzung von 1,2 Millionen Dollar.

Teuerstes Werk aus der deutschen Szene wurde wie bei Sotheby’s ein abstraktes Gemälde aus Wassily Kandinskys mittlerer bis später Schaffensphase, „Winkelschwung“, mit 2,3 Millionen Dollar allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau (Taxe 1,5 bis 2,5 Millionen USD). Christian Schad ergänzte als einziger Deutscher mit dem unterkühlten Profilbildnis „Freundinnen“ von 1930 bei schlappen 300.000 Dollar (Taxe 500.000 bis 700.000 USD). Die ähnliche Position der polnischstämmigen Künstlerin Tamara de Lempicka, die in diesem Jahr ohnehin sowohl bei Sotheby’s als auch bei Christie’s viel Aufmerksamkeit erregte, wurde indes noch einmal mit zwei guten Preisen honoriert: 3,8 Millionen erhielt ihr „Portrait du Marquis Sommi“ von 1925 (Taxe 2 bis 3 Millionen USD), von 600.000 bis 800.000 Dollar auf 1,15 Millionen Dollar verbesserte sich das „Portrait de le Duchesse de Valmy“ aus dem Jahr 1924.

Im Surrealismus konnten zwei wichtige Ölgemälde abgesetzt werden: René Magrittes Kanonengestalt „Le Cicérone“ von 1964/65 für 2,7 Millionen Dollar (Taxe 3 bis 4 Millionen USD), Salvador Dalís Rückenakt „Nu dans la plaine de Rosas“ in karger Ruinenlandschaft aus dem Jahr 1942 für 3,5 Millionen Dollar (Taxe 2 bis 3 Millionen USD). Andere hochgehandelte Arbeiten von Max Ernst und Joan Miró dagegen blieben auf der Strecke. Von letzterem verabschiedete sich wenigstens „L’oiseau déploie son beau plumage“ von 1952 über der Schätzung bei 650.000 Dollar (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). Teuerstes Werk bei Pablo Picasso wurde die „Visage féminin, profil“ auf grünem Grund von 1960 mit guten 1,1 Millionen Dollar (Taxe 600.000 bis 900.000 USD), gefolgt von dem klassizistischen Figurenbild „Mère et enfant“ von 1925 mit 900.000 Dollar (Taxe 600.000 bis 800.000 USD). Kees van Dongens eleganter „Thé dans mon atelier“ von 1922/23 schlug mit 2,4 Millionen Dollar zu Buche (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



11.11.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Taxe: 1.500.000 - 2.000.000 USD

Zuschlag: 5.600.000,- USD

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Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 3.300.000,- USD

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Taxe: 1.500.000 - 2.500.000 USD

Zuschlag: 1.850.000,- USD

Losnummer: 2




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