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Rückblick: Jugendstil und angewandte Kunst des 20sten Jahrhunderts im Dorotheum

Amerikanische Seerosen



Maurice Bouval, Tischlampe „Le chardon“, um 1900

Maurice Bouval, Tischlampe „Le chardon“, um 1900

Eine Zuschlagsquote nach Losen von knapp 43 Prozent und einige gute Einzelergebnisse brachte die Versteigerung von Jugendstil und Kunsthandwerk des 20sten Jahrhunderts im Dorotheum. Höhepunkt am 13. Mai in Wien war mit einem Ergebnis von 28.000 Euro eine französische Tischlampe der Zeit um 1900, deren bronzenes Gestell einer Distel nachgestaltet ist und ihr daher den Namen „Le chardon“ gab. Als Blüte prangt ein grünlila getönter Lampenschirm mit strukturierter Oberfläche. Schöpfer war der Bildhauer Maurice Bouval (Taxe 22.000 bis 30.000 EUR). Das teuerste Stück der großen französischen Glasfirmen jener Zeit war Emile Gallés Vase mit ins farbige Glas geschnittener Orchideenblüte, die 1900 auf der Pariser Weltausstellung gezeigt und dort auch erworben wurde. 10.000 Euro blieben etwas unter den Erwartungen. Eine Fußvase der Daum Frères mit Narzissen um 1905/14 folgte bei taxgerechten 8.000 Euro.


Ein Stängelglas der Wiener Firma Lobmeyr nach Entwurf Ludwig Heinrich Jungnickels 1911 reüssierte bei 11.000 Euro (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Gleich darauf wechselte die zehnflammige „Lily“-Lampe der Tiffany Studios in New York von circa 1910 um 22.000 Euro den Besitzer (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR), um selbst wiederum von zwei Stängelgläsern Koloman Mosers für die Wiener Secessionsausstellung 1900 aus der Wiener Firma Bakalowits Söhne bei 10.000 Euro abgelöst zu werden (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Ein zweites Paar desselben Modells erreichte diesen Schätzpreis jedoch nicht und blieb liegen. Von 1.200 bis 1.500 Euro auf 5.500 Euro sprang eine mehrteilige silberne Schreibtischgarnitur mit Tintenfass, Federhalter, Schere, Brieföffner und Federablage des Mainzers Martin Mayer um 1900.

Recht guten Anklang fanden einige Tänzerinnenfiguren mit Schmetterlingskleidern, die Josef Lorenzl Ende der 1920er Jahre für die Firma Goldscheider entworfen hatte. Zum Teil über den Schätzpreisen wurden sie für bis zu 4.500 Euro zugeschlagen. Beim Porzellan glänzte außerdem Eduard Klablenas satirische Figur „Die Berühmtheit“ in Form eines aufgeblasenen, mit Orden geschmückten Vogels. Der Entwurf des Jahres 1909 wurde in der Folgezeit durch die Königlich Preußische Porzellanmanufaktur Berlin mit einer Bemalung von Heinrich Lang ausgeführt. Das Ergebnis lag bei 8.000 Euro (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Die Bronzeabteilung wurde durch Gerhard Schliepsteins Prinz und Prinzessin von 1925 in einer Ausführung der Berliner Gießerei Hermann Noack bei 15.000 Euro angeführt (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Das festlich-theatralische Arrangement Antoine Bouraine „Antinea – Reine de Hoggar“ in einer beleuchteten Bronzeskulptur mit Elfenbein auf Marmortreppe mit Schmiedeeisentür im Hintergrund aus dem Jahr 1925 blieb indes unveräußert (Taxe 45.000 bis 60.000 EUR). Dagegen verbesserte sich Franz Hagenauers archaische Gesichtsmaske aus Messingblech leicht auf 7.000 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), genauso sein „Tanzender Frauenakt“ um 1935 auf 6.000 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR).

In der nicht sehr umfangreichen Möbelabteilung kam Koloman Mosers Damenschreibtisch für die Firma J. & J. Kohn um 1900 auf die untere Schätzung von 15.000 Euro, überholt von Adolf Loos’ berühmtem Elefantenrüsseltisch mit grünem Fliesenquadrat um 1901 für 17.000 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Ein mit Perlmutbändern geschmückter Pfeilerkasten aus der Wiener Firma August Ungethüm um 1905 kletterte von 4.000 Euro auf 7.500 Euro. Komplett ohne Abnehmer blieben dagegen zwei größere Ensembles Otto Prutschers der 1910er und 1920er Jahre, bestehend aus Tisch, Stühlen, Sesseln und Schränken für bis zu 20.000 Euro. Aus Pariser Sicht ist eine vermutlich von Michel Dufet stammende Art Déco-Anrichte von circa 1925 mit floralen Intarsien zu nennen, die taxgerechte 5.000 Euro erreichte. Auch Schmuck gab es zu verschenken: Josef Hoffmanns Entwurf für eine quadratische Silberbrosche mit stilisiertem Blattwerk entstand 1914 für die Werkbundausstellung in Köln und wurde in der Wiener Werkstätte ausgeführt. Auch hier reichte es bequem zur unteren Schätzung von 10.000 Euro.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



13.07.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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13.05.2009, Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts

Bei:


Dorotheum

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Extravagante Posen

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Otto Prutscher, Karaffe mit Stöpsel und 5 Likörgläser, um 1910
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