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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Kunsthalle zu Kiel widmet sich August Sander und der Kunstszene der 20er

Zeitgenossen und mehr



Mit seinem umfangreichen Porträtwerk "Menschen des 20. Jahrhunderts" lieferte der Kölner Fotograf August Sander einen gewichtigen Beitrag zur Geschichte der Fotografie und der Kunst des letzten Jahrhunderts. In einer großangelegten, vielschichtigen Schau unter dem Titel „Zeitgenossen“ widmet sich die Kunsthalle zu Kiel der Kunstszene der 20er Jahre im Rheinland aus dem Blickwinkel August Sanders.



Die über 600 Exponate zählende Ausstellung, die erstmals bisher unbekannte und noch nicht publizierte Dokumente zeigt, wurde von der SK Stiftung Kultur in Köln konzipiert und war im Sommer bereits in der Josef-Haubrich-Kunsthalle zu sehen. Anliegen der Ausstellung ist es, neben der Erinnerung an August Sander durch dessen Fokus eine teilweise in Vergessenheit geratene Künstlerszene wieder aufleben zu lassen.

Hierbei wurden alle kulturellen Ausdrucksformen der Zeit berücksichtigt: Fotografie, Malerei, Grafik, Plastik, Architektur, Literatur, Musik, Rundfunk, Theater und Film finden sich als eigenständige Bereiche der kulturellen Wirklichkeit jener Jahre wieder. „Bezüge zu verdeutlichen, Dialoge herzustellen zwischen den Exponaten wie auch zwischen Betrachter und Werk und gleichzeitig den Blick auf neue Zusammenhänge zu richten“, intendiert die interdisziplinäre Schau, die die Person August Sander und dessen künstlerisches Werk wie eine Halt gebende Klammer umspannt. So ist es dem Betrachter beispielsweise ebenso möglich, das Porträt des Philosophen Max Scheler in den Varianten von Otto Dix, Richard Seewald und August Sander zu vergleichen, wie beim Betrachten des Sander-Porträts von Paul Hindemith dessen Musik zu lauschen.

Am 17. November 1876 in Herdorf an der Heller geboren, verdingte sich Sander nach der Volksschule einige Jahre als Haldenjunge. In diese Zeit fällt der erste Kontakt mit der Fotografie. Nach dem Militärdienst in Trier begann Sander für den dort ansässigen Fotografen Georg Jung zu arbeiten. Von 1902 bis 1910 leitete Sander ein eigenes Atelier im österreichischen Linz. Nach seinem Umzug nach Köln 1910 eröffnete der begabte Fotograf in Köln-Lindenthal ein eigenes Atelier und bekam durch seine Arbeit bald Kontakt zu den Kölner Progressiven um Franz Wilhelm Seiwert und Heinrich Hoerle, deren Werke er oft ablichtete. Mit ihnen verband ihn unter anderem die Absicht, die Menschen und Sozialstrukturen seiner Zeit im Bild festzuhalten. In ihrer Zeitschrift „a bis z“ fanden sich regelmäßig Aufnahmen von Sander, der neben Alfred Renger-Patzsch als Mitbegründer der Fotografie der Neuen Sachlichkeit gewürdigt wird.

Seine Aufträge trugen August Sander zahlreiche Freundschaften und vielfältige Kontakte zu Kulturschaffenden jeglicher Couleur ein, die die Schau anhand von Briefen und Aufzeichnungen verdeutlicht. Sanders Fotografien - in der Ausstellung sind 250 von ihnen, vornehmlich aus dem Besitz der Photographischen Sammlung der Stiftung Kultur zu sehen – stellen nicht selten unersetzliche Quellen einiger seit den 30er Jahren verschollener und zerstörter Gemälde und Skulpturen dar. Im Austausch für seine Fotografien erhielt Sander Bilder und Skulpturen, wodurch im Laufe der Zeit eine für das Köln der 20er Jahre repräsentative Kunstsammlung heranwuchs.

In die unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen gesplittet, versteht es die mit viel Liebe zum Detail konzipierte Ausstellung auf der Basis neuester Forschungsergebnisse ein historisches Kulturpanorama zu schaffen, das nicht nur vielfältigste Bezüge und Rückschlüsse erlaubt, sondern auch das Ineinandergreifen der einzeln herausgestellten Sparten eindrucksvoll vor Augen führt.

Zur Ausstellung ist ein gediegen und aufwendig gestalteter sowie profund belegter Katalog (49 Mark/Museumskasse) im Steidl-Verlag erschienen, der dazu verführt, in eine Zeit einzutauchen, die in diesem Zusammenspiel der Kräfte noch nicht präsentiert wurde.

Öffnungszeiten: Bis 12. November 2000; Dienstag bis Sonntag von 10:30 Uhr bis 18 Uhr, Mittwoch von 10:30 Uhr bis 20 Uhr.

Kontakt:

Kunsthalle zu Kiel

Düsternbrooker Weg 1

DE-24105 Kiel

Telefax:+49 (0431) 880 57 54

Telefon:+49 (0431) 880 57 56

E-Mail: buero@kunsthalle-kiel.de



18.10.2000

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Petra Jendryssek

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Heinrich Hoerle, Zeitgenossen
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August Sander, Großstadtkinder, Köln um 1930
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August Sander, Blick von der Heribertuskirche Deutz, 1938
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Künstler:


August Sander







August Sander, Der Maler (Gottfried Brockmann), Köln 1924

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Heinrich Hoerle, Zeitgenossen

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August Sander, Großstadtkinder, Köln um 1930

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August Sander, Blick von der Heribertuskirche Deutz, 1938

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