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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Rückblick: Möbel und Einrichtungsgegenstände bei Koller

Kleine Sternchen neben großen Stars



Nicolas Sageot, Schrank, Paris um 1715/20

Nicolas Sageot, Schrank, Paris um 1715/20

Kaum ein Luxusausstatter dürfte die internationale Finanzkrise so deutlich zu spüren bekommen wie ein international agierender Anbieter antiker Möbel und Einrichtungsgegenstände. So musste auch das Zürcher Auktionshaus Koller, das in der Mitte Europas wie eine Spinne im Netz die wertvollsten Preziösen, die das Kunsthandwerk im Verlaufe des 18ten und 19ten Jahrhunderts hervorzubringen hatte, an sich zieht, am 3. Dezember einen Rückgang der Kaufkraft hinnehmen, die sich in einer gegenüber vorigen Veranstaltungen deutlich niedrigeren Zuschlagsquote von 34,7 Prozent niederschlug. Dennoch: Für Spitzenstücke ist immer noch reichlich Geld vorhanden, so dass vor allem das Mittelfeld und allzu Hochpreisiges betroffen war. Auch altbekannte Kunden ohne Verlegenheitslächeln konnte das Haus zur großen Herbstauktion begrüßen.


So ging ein prächtiger Bibliotheksschrank mit feinster Boulle-Marketrerie von Nicolas Sageot aus der Zeit um 1715/20 für 550.000 Franken nach Qatar (Taxe 500.000 bis 900.000 SFR), die spendable Hand eines russischen Privatmannes gab 175.000 Franken für ein Bureau Mazarin in selber Technik, nur auf rotem Grund, aus einer unbekannten Pariser Werkstatt derselben Zeit (Taxe 170.000 bis 270.000 SFR). Aus Deutschland kamen 160.000 Franken für einen großen Rokoko-Schreibtisch mit Blumenschmuck wohl von Jacques Dubois um 1760 (Taxe 160.000 bis 260.000 SFR) und 100.000 Franken für ein bereits vom frühen Klassizismus angehauchtes Bonheur du Jour vermutlich von Charles Topino ebenfalls aus der Zeit um 1760, also noch bevor der aus Italien nach Paris eingewanderte Kunstschreiner 1773 endlich die Meisterwürde erhielt (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Auch ein kleines Zylinderbureau von Claude-Charles Saunier, das sich durch eine ausgesprochen flächig durchbildete Gliederung im Transition-Stil auszeichnet, sicherte sich ein deutsche Privatsammler für 86.000 Franken (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Unveräußert blieben dagegen sechs prächtige Fauteuils der Zeit um 1740/45 aus einer unbekannten Meisterwerkstatt (Taxe 500.000 bis 900.000 SFR), ein chinoises Lackdamenbureau von Mathieu Criaerd (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR) und zwei frühklassizistische Kanapees von Jean-Baptiste Lelarge III. um 1775 (Taxe 160.000 bis 260.000 SFR). Mit 300.000 bis 500.000 Franken hatte sich das Auktionshaus ferner bei einem runden, zerlegbaren Salontisch des aus der Roentgen-Werkstatt nach Frankreich eingewanderten Adam Weisweiler um 1780 gründlich verschätzt. Auch die Uhren schwächelten diesmal nicht unerheblich, worunter besonders eine große Louis XVI-Standuhr mit Gehäuse von Balthazar Lieutaud und einem Werk von Jean-Baptiste Lepaute wohl aus den frühen 1770er Jahren litt (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Die Kombination zweier Meißner Porzellanmöpse nach Modellen Johann Joachim Kändlers mit den Pariser Bronzekissen um 1780 war mit 320.000 bis 450.000 Franken zu anspruchsvoll bewertet.

Kleine Sternchen erleuchteten gelegentlich aber auch außerhalb der großen französischen Metropole. So durfte sich der Berner Meister Matthäus Funk über angemessene 25.000 Franken für seine feine, vom Furnierbild bestimmte Aufsatzkommode mit schönen Bronzebeschlägen aus der Zeit um 1740/50 freuen. Auf eine bemerkenswert schlichte und doch elegante Kommode des in Ansbach tätigen Meisters Martin Schuhmacher um 1730/40 entfielen ebenfalls im Rahmen der Taxe 16.000 Franken, auf Christophe Wolffs Transition-Stück mit Vasen und Instrumenten um 1770 die erwarteten 5.000 Franken.

Und auch der prächtige Rokoko-Mitteltisch, der einst das sogenannte Potsdam-Zimmer des Neuen Palais Friedrichs des Großen unweit seines Rückzugsdomizils Sanssouci zierte, dürfte um 1750 in Deutschland entstanden sein. Dieses vergoldete Prunkstück sicherte sich einmal mehr Qatar für 300.000 Franken (Taxe 280.000 bis 380.000 SFR). An Stühlen wurde etwa Etienne Meuniers über Eck gestelltes und hellblau gefasstes Fauteuil de Bureau um 1760 für die anvisierten 10.000 Franken mitgenommen, für den gleichen Betrag die Bergere in Gold und Weiß von Jean Avisse (Taxen je 10.000 bis 15.000 SFR). Doch dann mussten wieder vier große Fauteuils vermutlich des in Turin wirkenden Giuseppe Maria Bonzanigo von etwa 1780 ihre Heimreise antreten (Taxe 160.000 bis 260.000 SFR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



21.01.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


02.12.2008, Kunst und Antiquitäten

Bei:


Koller Auktionen AG

Bericht:


Meißner Möpse

Kunstwerk:

Jean-Jacques Pothier, Folge von 6 Stühlen „à la reine“, Frankreich um
 1755/60
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Kunstwerk:

wohl Manufacture d’Aubusson, Tapisserie „le printemps“, um 1720/40
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wohl Manufacture d’Aubusson, Tapisserie, um 1720/40
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in der Art von Christophe Wolff, Kommode, Paris um 1770
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Jacques Dubois zugeschrieben, Bureau-Plat „à double face“, Paris um
 1760
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Kunstwerk:

Fidelis Schey, Desserte, Paris um 1775/80
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Nicolas Heurtaut, Canape „Corbeille“, Paris um 1760

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Taxe: 6.000 - 10.000 SFR

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Georges Jacob, Stuhl „à la perruquière“, Paris um 1770

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in der Art von Christophe Wolff, Kommode, Paris um 1770

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Taxe: 5.000 - 7.000 SFR

Zuschlag: 5.000,- SFR

Losnummer: 1191

Georges Jacob zugeschrieben, Folge von 6 Stühlen „à la reine“, Paris um 1775/80

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Losnummer: 1218

Salontisch mit Plateau, Sizilien, 18./19. Jahrhundert

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Taxe: 24.000 - 32.000 SFR

Zuschlag: 30.000,- SFR

Losnummer: 1099

Pierre Philippe Thomire, Girandolen „aux victoires“, Paris um 1810

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Taxe: 20.000 - 30.000 SFR

Zuschlag: 20.000,- SFR

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Jacques Dubois zugeschrieben, Bureau-Plat „à double face“, Paris um 1760

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Taxe: 160.000 - 260.000 SFR

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Losnummer: 1193

Bureau Mazarin, Paris, um 1710

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Zuschlag: 175.000,- SFR

Losnummer: 1112

Jean-Simon Deverberie, Kaminpendule „l'amerique“, Paris um 1800

Jean-Simon Deverberie, Kaminpendule „l"amerique“, Paris um 1800

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Fidelis Schey, Desserte, Paris um 1775/80

Fidelis Schey, Desserte, Paris um 1775/80

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Matthäus Funk, Aufsatzkommode, Bern um 1740/50

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Blaker, Deutschland, 18. Jahrhundert

Blaker, Deutschland, 18. Jahrhundert

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Losnummer: 1082




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