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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Alte und Neuere Meister bei Karl & Faber: Gute Einzelresultate, schwaches Gesamtergebnis

Riberas Heimspiel



Jusepe de Ribera zugeschrieben, Die letzte Fahrt

Jusepe de Ribera zugeschrieben, Die letzte Fahrt

Jusepe de Ribera oder nicht? Die braun lavierte Federzeichnung, auf der ein armer Totengräber „Die letzte Fahrt“ eines Verstorbenen ausführt, während ein lustiger Putto mit Windrad dem Karren munter vorausstolpert, wurde bereits 1978 bei Karl & Faber dem Spanier zugeschrieben, damals mit einem Zuschlag bei 950 Mark. Dreißig Jahre später, am 4. Dezember des letzten Jahres, hatte der Münchner Versteigerer das sauber und spritzig gezeichnete Blatt erneut im Angebot, auf 1.800 Euro ebenfalls recht vorsichtig taxiert, ebenfalls mit dem Etikett Jusepe der Ribera „zugeschrieben“. Diesmal fiel die Entscheidung pro oder contra jedoch weniger eindeutig aus. 105.000 Euro lautete schließlich das Ergebnis, um das Pariser und Londoner Handel rangen, bis letzterer die Oberhand behielt.


Damit gelang dem Auktionshaus ein Coup in seiner ureigensten Domäne, den Arbeiten auf Papier. Nicht so erfreulich fiel bei dieser Jubiläumsauktion zum 85jährigen Firmenbestehen die losbezogene Verkaufsquote aus. Sie lag für die Alten und Neueren Meister nur bei 38,3 Prozent, mit dem Nachverkauf bei 41,2 Prozent. Schon bei den Grafiken war ein ausgesprochen selektives Kaufverhalten zu beobachten, das sich oft auf ganze Konvolute wie etwa von Heinrich Aldegrever oder Hans Sebald Beham konzentrierte oder fast ausschließlich die Spitzenwerke der ganz großen Künstler bedachte. So wurden unter einem guten Dutzend Blätter Albrecht Dürers lediglich drei erworben, darunter für 38.000 Euro sein Kupferstich der „Heiligen Familie mit der Libelle (mit der Heuschrecke)“ aus der Zeit um 1495 (Taxe 45.000 bis 50.000 EUR) und für 42.000 Euro der ein bis zwei Jahre jüngere Holzschnitt „Das Tier mit den Lammhörnern“ aus der berühmten Apokalypse (Taxe 40.000 bis 45.000 EUR). Im Nachverkauf ging dann noch „Die Beschneidung Christi“ um 1504 für 12.500 Euro weg (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR).

Dürers wohl bedeutendster Vorläufer auf dem Gebiet der Grafik, Martin Schongauer, erhielt 8.300 Euro für seinen Kupferstich „Die Geburt Christi“ um 1490 (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Von Lucas Cranach d.Ä. wurde nur der Holzschnitt „Adam und Eva im Paradies“ von 1509 bei 4.400 Euro übernommen (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Daniel Nikolaus Chodowiecki reüssierte mit dem Studienblatt von achtzehn Figuren aus dem Jahr 1758 bei 3.500 Euro (Taxe 2.800 bis 3.000 EUR), Giovanni Battista Piranesi mit seiner Radierung der „Veduta della Piazza di Monte Cavallo“ von 1773 bei 1.350 Euro (Taxe 1.200 EUR).

Von den Zeichnungen des 15ten bis 18ten Jahrhunderts wurde dagegen oft gekauft, was gefiel. Hier kam man abgesehen von Ribera über 20.000 Euro für eine minutiös erdachte Ideallandschaft mit aufziehendem Gewitter Franz Kobells (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR) und 10.500 Euro für eine wunderbare Brot- und Fischvermehrung aus der Hand des Genuesen Paolo Gerolamo Piola nicht hinaus (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR). Von 1.800 auf 3.800 Euro steigerte sich Anton Balzers Aquarell einer Felsenburg, die effektvoll im Sinne der Frühromantik von einem niedersausenden Blitz erleuchtet, allerdings nicht getroffen wird. Auf 6.800 Euro erhöhte sich der Wert einer Tuschpinselstudie Jakob Philipp Hackerts von 1777 mit Pflanzen an einem Felsen im Wiesengrund (Taxe 2.000 EUR). In ähnlichem Geist sind Adrian Zinggs Ansicht der Festung Hohentwiel am Bodensee für 7.000 Euro (Taxe 2.500 EUR), Friedrich Christian Klaß’ Aquarell einer Parklandschaft mit Kaskade für 2.200 Euro (Taxe 2.000 EUR) und drei Landschaften gehalten, die der Wiener Jakob Matthias Schmutzer 1796 in der felsigen Gegend bei Mödling zeichnete. 6.000 Euro kostete die Mappe (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR).

Mit 88.000 Euro wurde Carl Rottmanns um 1847 entstandenes Landschaftsgemälde mit Blick auf die griechische Insel Aulis erwartungsgemäß die Nummer eins der Neueren Meister, wenngleich um 2.000 Euro unterhalb der unteren Taxe. Dahinter platzierte sich bei 33.000 Euro das Münchner Urgestein Johann Georg von Dillis mit der aquarellierten Bleistiftzeichnung einer weißen Mühle bei Lausanne in wilder Landschaft, 1797 während einer Reise mit Lord Ossulton entstanden (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Auch eine stattliche Anzahl kleinerer Skizzen des bedeutenden Künstlers wurden insgesamt gut aufgenommen. Alpenländischen Geschmack bedienten auch Albert Emil Kirchner mit seiner Ansicht von „Brannenburg“ in Öl auf Leinwand 1861 für 3.600 Euro (Taxe 2.000 EUR), Johann Jakob Dorner d.J. mit einem Aquarell eines Gehöfts am Gebirgsbach von 1833 bei 2.200 Euro (Taxe 900 EUR) und Wilhelm Scheuchzer mit einer Landschaft bei Mals im Vinschgau ebenfalls für 3.600 Euro (Taxe 1.000 EUR).

Als besonders gefragt erwies sich der Biedermeiermaler Simon Warnberger. Seine bei Karl & Faber komplett mit allen zwölf Blättern vorliegende kolorierte Radierungsfolge „Ansichten von Bayern“ nach Zeichnungen von Dillis brillierte bei 26.000 Euro (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Auch zwei Aquarelle, „Blick von einer Anhöhe auf eine südliche Stadt“ aus dem Jahr 1842 und „Ein bayerischer Landsitz an einem Kanal“, wurden auf 12.000 und 2.600 Euro hoch gesteigert (Taxen 1.600 und 800 EUR). Wilhelm von Kobells unprätentiöse Öllandschaft Weideauen bei Dietramszell aus dem Jahr 1823 und sein Aquarell einer Rinderherde am seichen Isarufer mit Oberföhring im Hintergrund wurden jeweils zu 8.500 Euro zugeschlagen (Taxen je 10.000 bis 12.000 EUR).

Schon zum zweiten Mal seit Dezember 2006 ging bei Karl & Faber Johann Christian Klengels braune Tuschezeichnung einer bewaldeten Flusslandschaft mit Figurenstaffage und einem kleinen Dorf für taxgerechte 1.800 Euro über das Auktionspult. In Rom gehörte Franz Ludwig Catel zu den angesehensten Malern des Kreises um Joseph Anton Koch. Sein Ölbild mit Blick aus einer Bauernküche auf den Golf von Neapel zeigt ein beliebtes Motiv, die verheißungsvoll in der Ferne blitzende Natur mit dem Dämmerlicht des Innenraumes in Kontrast zu setzen. Ein Sammler griff hier mit 20.000 Euro zur unteren Taxe zu. Andreas Geist legte mit einer ländlichen Szene „Aus den Pontinischen Sümpfen“ von 1841 bei 3.800 Euro nach (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld. Der Nachverkauf läuft noch bis zum 16. Januar.

Kontakt:

Karl & Faber Auktionen

Amiraplatz 3

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 24 22 870

Telefon:+49 (089) 221865

Telefax:+49 (089) 22 83 350

E-Mail: info@karlundfaber.de



08.01.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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