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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Resultate: Lampen und Leuchten bei Zezschwitz

Loïe Fuller tanzt wieder



François-Raoul Larche, Tischlampe „Loïe Fuller“, um 1900

François-Raoul Larche, Tischlampe „Loïe Fuller“, um 1900

Loïe Fuller begeisterte Paris und die Welt. Zur Zeit der Belle Epoque feierte sie als Tänzerin große Triumphe. Dabei war die 1862 in Illinois geborene Amerikanerin eigentlich nur Schauspielerin und Sängerin ohne geregelte Tanzausbildung und trat zunächst in den USA in zahlreichen Burlesken und Operetten auf. Auf Anraten des Dirigenten und Klavierbauers Hugo Sohmer ging Loïe Fuller nach Paris in die Hauptstadt der Künste. Am 5. Dezember 1892 gab sie hier ihr Debüt an den Folies Bergère und schaffte ihren Durchbruch mit den erotischen angehauchten Tänzen. Als Schlangen- und Schleiertänzerin mit ausgefallenen Kostümen und perfekt inszenierten Bühnendarbietungen wurde Loïe Fuller weltweit bekannt. Mit ihren Auftritten beeindruckte sie viele Künstler und inspirierte sie zu eigenen Werken, darunter Jules Chéret, Maurice Denis, Thomas Theodor Heine, James Abbott McNeill Whistler oder Henri de Toulouse-Lautrec. Auch François-Raoul Larche ließ sich von ihr bezaubern und verewigte sie als Tänzerin in wild flatterndem Schleiertuch in einer vergoldeten Bronze. Als Fuß für eine Tischlampe muss Fuller zwar nun ein bescheideneres Dasein fristen, doch hatte sie in dieser Funktion bei der Auktion „Lights – Ausgewählte Lampen und Leuchten“ des Münchner Versteigerers von Zezschwitz noch einmal ihren großen Auftritt. Mit marktüblichen 15.000 Euro angesetzt, tanzte sie erst bei 30.000 Euro vergnügt beschwingt aus dem Auktionssaal – ein neuer Rekordpreis für ein Exemplar dieses Modells.


Auch sonst konnte Zezschwitz am 19. September mit einigen schönen Preisen aufwarten. Allein die losbezogene Zuschlagsquote von knapp 28 Prozent ließ trotz des guten Angebots wieder etwas zu wünschen übrigen. Dafür entschädigten etwa die 40.000 Euro, die für das einzige bekannte Exemplar von Henry van de Veldes 1899 entworfener Petroleumwandlampe gezahlt wurden (Taxe 48.000 EUR). Die restlichen beiden fünfstelligen Preise gab es ebenfalls bei den Jugendstilobjekten und folgten gleich hinterher: Louis Majorelle und Daum Frères waren 17.000 Euro für eine Tischlampen mit drei Pralinenleuchten in strenger Ebenmäßigkeit von 1904 beschieden (Taxe 19.000 EUR), 23.000 Euro für ihre in heiterer Unsymmetrie aufstrebende Pflanzenadaption „Monnaie-du-pape“ von etwa 1903 (Taxe 25.000 EUR).

Sonst lagen die Zuschläge bei den rund 300 Objekten im drei- und vierstelligen Bereich. Dass der Orientalismus derzeit nicht nur in der Malerei Erfolge verbuchen kann, macht ein Wiener Lichtobjekt um 1900 deutlich. Gestaltet ist es aus bunt bemalter Bronze in Form eines arabischen Palastes mit einem ruhenden und rauchenden Herrscher, der sich von einer Haremsdame musikalisch unterhalten lässt. Rückwärtig gibt ein offenes Fenster den Blick auf eine nächtliche Moschee frei. Soviel pittoresken Orientalismus ließen die Bieter nicht unbeachtet und spendierten 7.500 Euro (Taxe 8.500 EUR). Mit einer weiteren, eher humorvollen Zutat konnte Wien nochmals aufwarten. Der Kerzenleuchter in Form eines Krokodils, das eben einen Reisenden mit Bädeker verschlingt, watschelte bei 1.100 Euro gut gesättigt davon (Taxe 450 EUR). Ein Paar Wiener Wandappliken um 1900 aus braunem Messingblech mit maskenhaften Fratzen verbesserten sich von 3.000 auf 4.500 Euro. Die Hängelampe aus der Klasse von Koloman Moser an der Wiener Kunstgewerbeschule gab es dann schon für 2.700 Euro (Taxe 3.000 EUR), die Tischlampe mit rundem, versilbertem Messingschirm und farbigem Glasschaft von Johann Lötz Witwe für 4.800 Euro (Taxe 5.600 EUR).

Richard Müllers floral inspirierter Kerzenleuchter kletterte dann leicht auf 1.400 Euro (Taxe 1.100 EUR). Die meisten Stücke wurden aber unter den anvisierten Schätzungen abgegeben: Sophie Burger-Hartmanns Tischlampe um 1900 in Gestalt eines Frauenakts mit überdimensionierter Mohnkapsel für 3.100 Euro (Taxe 3.500 EUR), Kate Harris’ Wandspiegel mit angearbeiteten Kerzenleuchterpaaren aus poliertem Zinn für 3.800 Euro (Taxe 4.500 EUR), Artur Helbigs Deckenkrone aus dem Jahr 1923 mit stilisierten Antilopen für 3.000 Euro (Taxe 3.600 EUR), der Kerzenleuchter mit Pferdemotiven aus der Werkstätte Hagenauer für 2.900 Euro (Taxe 3.400 EUR), Josef Lorenzls Steinguttischlampe „Haremstänzerin“ für 5.000 Euro (Taxe 6.000 EUR), oder der Kronleuchter von Georges Dunaime und Verreries Schneider aus der Mitte der 1920er Jahre für 7.500 Euro (Taxe 12.500 EUR).

Dem Design erging es selten anders. Poul Henningsens Tischlampe Modell „PH 2/2“ mit gestaffeltem weißem Glasschirm um 1931 ging ohne Gegenwehr bei 4.000 Euro weg, seine Deckenleuchte „PH Artischocke“ von 1957 bei 4.200 Euro (Taxen je 4.800 EUR), Franz Wests horizontale spartanische Eisengliederkette, an der lediglich zwei Glühbirnen herabhängen für 1.950 Euro (Taxe 2.500 EUR), seine vertikale Ausführung für 2.700 Euro (Taxe 4.800 EUR). Verbessern konnten sich Christian Dells schlichte wie elegante Stehlampe um 1928 auf 5.200 Euro (Taxe 4.500 EUR), Paolo Veninis Deckenlüster aus vielen kleinen rhombenartigen, farblosen Laternen auf 2.000 Euro (Taxe 1.800 EUR), Ettore Sottsass’ verspielte Tischlampe „Bay“ von 1983 auf 550 Euro (Taxe 380 EUR) und drei Exemplare der aus einem Fotostativ gebildeten Stehlampe „Paparazzo“ von Lars Erik Hofstetter um 2005 auf 1.700 Euro (Taxe 1.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Von Zezschwitz - Kunst und Design

Friedrichstraße 1a

DE-80801 München

Telefon:+49 (089) 330 366 46

Telefax:+49 (089) 330 366 47

E-Mail: info@von-zezschwitz.de



29.09.2008

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Münchens Lampenladen

Kunstwerk:

 Kerzenleuchter, Werkstätte Hagenauer, Wien um 1935
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Kunstwerk:

Josef Lorenzl, Tischlampe „Haremstänzerin“, um 1929
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Muller Frères, Deckenlampe, um 1925
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Pierre Le Faguays, Lichtobjekt, um 1925
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Poul Henningsen, Tischlampe Modell PH 2/2, um 1931
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Christian
 Dell, Stehlampe, um 1928
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Paolo
 Venini, Deckenlüster, 1958
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Pierre Le Faguays, Lichtobjekt, um 1925

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Taxe: 2.200,- EURO

Zuschlag: 1.800,- EURO

Losnummer: 135

Archibald Knox, Handleuchter, um 1903

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Taxe: 120,- EURO

Zuschlag: 140,- EURO

Losnummer: 59

Ettore Sottsass, Tischlampe „Bay“, 1983

Ettore Sottsass, Tischlampe „Bay“, 1983

Taxe: 380,- EURO

Zuschlag: 550,- EURO

Losnummer: 250

Sophie Burger-Hartmann, Tischlampe, um 1900

Sophie Burger-Hartmann, Tischlampe, um 1900

Taxe: 3.500,- EURO

Zuschlag: 3.100,- EURO

Losnummer: 43

Richard Müller, Kerzenleuchter, um 1900/01

Richard Müller, Kerzenleuchter, um 1900/01

Taxe: 1.100,- EURO

Zuschlag: 1.400,- EURO

Losnummer: 33

 Kerzenleuchter, Werkstätte Hagenauer, Wien um 1935

Kerzenleuchter, Werkstätte Hagenauer, Wien um 1935

Taxe: 3.400,- EURO

Zuschlag: 2.900,- EURO

Losnummer: 104

Peter Preller, Paar Kerzenleuchter, um 2000

Peter Preller, Paar Kerzenleuchter, um 2000

Taxe: 1.800,- EURO

Zuschlag: 1.900,- EURO

Losnummer: 289

Poul Henningsen, Tischlampe Modell PH 2/2, um 1931

Poul Henningsen, Tischlampe Modell PH 2/2, um 1931

Taxe: 4.800,- EURO

Zuschlag: 4.000,- EURO

Losnummer: 166

Hängelampe, Kunstgewerbeschule Wien, Klasse Koloman Moser, um 1900

Hängelampe, Kunstgewerbeschule Wien, Klasse Koloman Moser, um 1900

Taxe: 3.000,- EURO

Zuschlag: 2.700,- EURO

Losnummer: 20

Daum Frères und Louis Majorelle, Tischlampe, 1904

Daum Frères und Louis Majorelle, Tischlampe, 1904

Taxe: 19.000,- EURO

Zuschlag: 17.000,- EURO

Losnummer: 74

Josef Lorenzl, Tischlampe „Haremstänzerin“, um 1929

Josef Lorenzl, Tischlampe „Haremstänzerin“, um 1929

Taxe: 6.000,- EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 113

Kate Harris zugeschrieben, Wandspiegel, um 1900

Kate Harris zugeschrieben, Wandspiegel, um 1900

Taxe: 4.500,- EURO

Zuschlag: 3.800,- EURO

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Johann Lötz Witwe, Tischlampe, Wien, um 1900

Johann Lötz Witwe, Tischlampe, Wien, um 1900

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Zuschlag: 4.800,- EURO

Losnummer: 24




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