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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Selektives Käuferverhalten beim Design im Auktionshaus Quittenbaum

Gut und teuer



Ico Parisi, Luisa Parisi und Gio Ponti, Zwei Sofas und ein Sessel, wohl 1940er Jahre

Ico Parisi, Luisa Parisi und Gio Ponti, Zwei Sofas und ein Sessel, wohl 1940er Jahre

Über üppige Zuschlagsquoten konnte sich in dieser Frühjahrssaison kein auf Design spezialisiertes deutsches Auktionshaus so richtig freuen. Doch bei keinem war das selektive Käuferverhalten so extrem ausgeprägt wie bei Quittenbaum in München. Der nackten Anzahl der Lose nach nicht einmal 30 Prozent, mit dem Nachverkauf gut 33 Prozent des fast 680 Einzelposten umfassenden Angebots wurde von der Käuferschar übernommen, doch freut sich das Auktionshaus ganz zu Recht über einen großen Erfolg. Der schlug sich unter anderem in einer Steigerung um 20 Prozent gegenüber der Design-Versteigerung im vergangenen Herbst nieder, in einem Bruttoerlös von rund 575.000 Euro und in der zunehmenden Internationalität des Publikums. Und vor allem über hervorragende Einzelergebnisse: Während in den Preisniederungen der Drei- und niedrigen Vierstelligkeit Vieles stehen und liegen gelassen wurde, blieb so gut wie kein wirklich hoch gehandeltes Stück im Depot stehen. Und an qualitätvoller Ware hatte Quittenbaum einiges zu bieten.


Zu Beginn zeigte man sich gegenüber Marcel Breuers „Lattenstuhl ti 1a“ von 1924 in einer Ausführung wohl des Weimarer Bauhauses noch recht zurückhaltend: 16.000 Euro, die ein Deutscher bewilligte, blieben 4.000 Euro unterhalb der Erwartungen. Auch Alvar Aaltos Sessel „41“, der 1932 für das Sanatorium in Paimio entstand und zusammen mit der gesamten Inneneinrichtung des Hauses den internationalen Durchbruch des Architekten begründete, schaffte nur 9.000 Euro (Taxe 12.000 EUR). Klaus Grabes Liege mit der Nummer C5 von etwa 1948 erreichte moderate 8.000 Euro (Taxe 7.000 EUR), ein an der Wand zu befestigender Schreibtisch von Jean Prouvé und Jules Leleu von 1937 aus rot lackiertem Metall genau die anvisierten 7.500 Euro, ebenso wie Gerrit Rietvelds streng kubisch aufgebauter Armlehnsessel von 1936/37 die 4.000 Euro. Dann aber kamen die Italiener zum Zuge, und hier entstanden die heftigsten Bietgefechte. Eine Gemeinschaftsarbeit von Ico Parisi, Luisa Parisi und Gio Ponti waren zwei bräunlich-golden bezogenen Sofas und ein Sessel wohl der 1940er Jahre. Sie erzielten mit 35.000 Euro den Höchstpreis der Auktion. Durchgesetzt hat sich schließlich eine italienische Sammlerin (Taxe 30.000 EUR). Für taxgerechte 8.000 Euro wurde Pontis gut dazu passender Sofatisch zugeschlagen.

Von 1978 stammt Angelo Mangiarottis Konsoltisch „Incas“, der in fast monumentaler Schlichtheit lediglich aus fünf grauen Sandsteinelementen besteht. Für 10.000 Euro wanderte das Stück in internationalen Handel (Taxe 8.000 EUR). Ein Barschrank, eine Einzelanfertigung des Ehepaares Parisi aus der Zeit um 1960, fand später indes keinen Abnehmer (Taxe 20.000 EUR). Von 2.400 auf 5.800 Euro kletterte Piero Fornasettis in Trompe l’oeil-Malerei gehaltener Sofatisch der 1950er Jahre, auf dessen langgestreckter Holzplatte lithografisch Spielkarten, ein Korkenzieher, Schlüssel, ein halber Apfel, Blätter, Schmetterlinge und eine Schraube herumliegen. Gefragt war auch die schlichte Eleganz der Stehleuchte „1063“ von Gino Sarfatti aus den Jahren 1953/54, die sich in ununterbrochener Stetigkeit bis zur Höhe von 216 Zentimetern und preislich von 18.000 auf 26.000 Euro aus der Hand eines Schweizer Sammlers schwang. Eine weitere erfolgreiche Lampenposition waren Charlotte Perriands acht Wandappliken „CP-1“ von 1960 aus schwarz und weiß lackiertem Metallblech für 8.000 Euro (Taxe 5.500 EUR) oder Serge Mouilles auskragende Wandleuchte mit zwei beweglichen Armen für 4.400 Euro (Taxe 3.800 EUR). Unter den Teppichen erzielte ein abstrakter Wandteppich Hubert Berkes aus der Zeit um 1960 mit 8.200 Euro den höchsten Preis (Taxe 7.000 EUR).

Mit 8.200 Euro wurde das Werk eines Amerikaners honoriert, George Nelsons elegant mit Palisander furnierter „Jewelry Chest-Miniature case“ auf Aluminiumfuß aus der Zeit um 1954 (Taxe 7.500 EUR). Auch für Verner Pantons innovative Erfindungen konnte man sich erwärmen, so seinen hängematteartigen „Flying chair“ von 1963/64 für 7.500 Euro (Taxe 8.500 EUR) oder einen in den Umrissen zwei Meter im Quadrat messenden „Living Tower“ ganz in Orange von 1968/69, der 4.800 Euro kostete (Taxe 5.200 EUR). Noch ausgefallener wurde es mit Ettore Sottsass und seinem wellig geschwungenen Spiegel „Ultrafragola“ von 1970, der sich leicht von 6.000 auf 7.000 Euro verbesserte. Auch sein buntes Regal „Carlton“ von 1981, das 7.500 Euro einspielte, spielt mit der Magie des Unpraktischen (Taxe 8.000 EUR). Die nur 33 Zentimeter hohe Miniaturausführung gab’s für 800 Euro (Taxe 700 EUR). Auch seine vier Totems, die in bis zu zwei Metern Normalgröße beim Dorotheum für 55.000 bis 75.000 Euro verschmäht wurden, kamen auf Zwergenmaß geschrumpft bei Quittenbaum für 5.200 Euro gut an (Taxe 5.000 EUR).

Etwas schwach war der Absatz des zeitgenössischen Designs. Zu teuer waren etwa Mark Brazier-Jones’ Sofatisch „Dragon“ von etwa 1997 mit einem bronzenen Ungetüm unter der Glasplatte (Taxe 25.000 EUR) und ein reich dekorierte bunter Teppich von Tejo Remy und Rene Veenhuizen (Taxe 8.000 EUR). Für 7.000 Euro ging Patrick Norguets „Rainbow Chair“ von 2000 über die Bühne (Taxe 6.500 EUR), und für die erwarteten 4.000 Euro Job Smeets’ „Curved Chair“ aus tiefblau lackiertem, dickem Schichtholz, der 1998 in des Designers Antwerpener Studio einer auf 30 Exemplare limitierten Edition aufgelegt wurde.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



09.07.2008

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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10.06.2008, Design

Bei:


Quittenbaum Kunstauktionen

Bericht:


Mehr schön als praktisch

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Serge Mouille, Wandleuchte mit zwei beweglichen Armen, um 1953
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Charlotte Perriand, 8 Wandappliken „CP-1“, 1960
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 Panton, Flying Chair, 1963/64
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Ettore Sottsass, Regalmodell „Carlton“, 1981
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Patrick Norguet, Rainbow Chair, 2000

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Taxe: 6.500,- EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

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Hubert Berke, Wandteppich, um 1960

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Marcel Breuer, Lattenstuhl ti 1a, 1924

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Taxe: 20.000,- EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

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 Arredoluce, Gino Sarfatti, Stehleuchte 1063, 1953/54

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Taxe: 18.000,- EURO

Zuschlag: 26.000,- EURO

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Wolfgang Laubersheimer, Verspanntes Regal, 1984

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Taxe: 1.800,- EURO

Zuschlag: 1.500,- EURO

Losnummer: 571

Verner Panton, Living Tower, 1968/69

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Taxe: 5.200,- EURO

Zuschlag: 4.800,- EURO

Losnummer: 446

Ettore Sottsass, Regal „Carlton“, 1981

Ettore Sottsass, Regal „Carlton“, 1981

Taxe: 8.000,- EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

Losnummer: 570

Charlotte Perriand, 8 Wandappliken „CP-1“, 1960

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Taxe: 5.500,- EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

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George Nelson, Jewelry Chest – Miniature case, um 1954

George Nelson, Jewelry Chest – Miniature case, um 1954

Taxe: 7.500,- EURO

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Ettore Sottsass, Spiegel „Ultrafragola“, 1970

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Jean Prouvé und Jules Leleu, Schreibtisch zur Wandbefestigung, um 1937

Jean Prouvé und Jules Leleu, Schreibtisch zur Wandbefestigung, um 1937

Taxe: 7.500,- EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

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Gerrit Rietveld, Armlehnsessel, 1936/37

Gerrit Rietveld, Armlehnsessel, 1936/37

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