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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Jugendstil im Dorotheum Wien

Foxterrier mit Philosophenbart



Eduard Klablena, Vogelfantasie „Lüstling“, 1918

Eduard Klablena, Vogelfantasie „Lüstling“, 1918

Der grimmig dreinschauende Lüstling macht den Anfang. Eduard Klablenas Vogelfantasie in Keramik und naturweißem Scherben, die der in der Slowakei geborene Österreicher 1918 als Entwurf für die Wiener Werkstätte zur Verfügung stellte, erwartet den Besucher eingangs der großen Jugendstilauktion, die das Dorotheum am 30. Mai in seinem Wiener Palais abhält, und verlangt im Gegenzug 3.000 bis 4.000 Euro. Versammelt sind über 350 Objekte seit dem frühen 20ten Jahrhundert und unter dem Begriff „Jugendstil“ subsumiert, solange sie die kennzeichnenden Merkmale auch nur ansatzweise zeigen. So hat das Dorotheum auch keine Scheu, die Glasarbeiten der Italiener Anzolo Fuga, beispielsweise seine Henkelvase „Bandiera“ (Taxe 7.500 bis 8.000 EUR), Fulvio Bianconi mit seiner Vase „Pezzato“ (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR) und Dino Martens mit seiner Vase „Frammentato“ hier aufzuführen (Taxe bis zu 6.000 EUR), obwohl deren bunte Muraneser Glasarbeiten bekanntlich erst in die 1950er Jahre datieren.



Dekoratives

Klassischer geht es bei Michael Powolny zu. Um 1916 entwarf er für die Firma Wienerberger Keramik eine große, blauweiß glasierte Prunkvase aus rotem Ziegelscherben, aus der oben ein großer Blütenschwall herausquillt (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Auch drei seiner Jahreszeitenputti treten auf, der Herbst und der Frühling von etwa 1907 für jeweils 8.000 bis 10.000 und der seltenere, 1915 für die Vorbadhallen des Dianabades gedachte Sommer für 12.000 bis 15.000 Euro. Von Vally Wieselthier stammt ein buntfarbiger Mädchenkopf, der 1928 gestaltet und in der Wiener Werkstätte vervielfältigt wurde (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Der Münchner Mauritius Pfeiffer zeichnet für einen großen, auf der Flöte blasenden Putto von etwa 1922 verantwortlich (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR).

Größere Konvolute gibt es erwartungsgemäß von den großen französischen Glasfirmen. Emile Gallé beispielsweise schickt eine pilzförmige Tischlampe mit orangegelbem und rotbraunem Übergang ins Rennen, auf deren Schaft und Fuß wilder Wein wächst (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Die Vasen, darunter als eines der billigsten ein kleines Exemplar mit Blütenzweigen und Insekten auf fünfteilig gegliedertem Korpus von etwa 1900 (Taxe 1.400 bis 1.800 EUR), sollen bis zu 7.000 Euro kosten. Daum Frères zieht mit annähernd zwanzig Arbeiten nach, etwa einem unkonventionell gestalteten und mit Tabakspflanzen verzierten Aufsatz der Zeit um 1905/14 (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), Gabriel Argy-Rousseau mit der kraftvollen Vase „Chardons rouges“ aus dem Jahr 1920 (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR).

Bedeutender aus der Art Déco-Epoche ist allerdings René Laliques kugelrunde Vase „Poissons“ nach einem Entwurf von 1921, in deren rotes formgepresstes Glas Fische einreliefiert sind (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Auch seine regen- oder vielmehr sonnenschirmartige, bräunlich patinierte Deckenlampe „Stockholm“ von 1927 für geschätzte 2.500 bis 3.500 Euro verdient eine Erwähnung. Als Unikat ist der hohe Schätzpreis von 18.000 bis 22.000 Euro für Maurice Marinots 1926 geschaffenen Flakon mit Stöpsel aus dickwandigem, grau und rosa getöntem Glas in unsymmetrischer ovoider Form sicher gerechtfertigt.

Unter den Firmen im deutschsprachigen Raum ragt einmal mehr die Klostermühler Manufaktur Lötz Witwe heraus, die mehr als ein Dutzend Vasen im mehrheitlich niedrigen vierstelligen Preisbereich stellt, so ein keulenförmiges, hellblaues Exemplar um 1925, auf dem in orangerot Kastanienzweige und Schmetterlinge aufgebracht sind (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR). Die Manufaktur Lobmeyr in Wien schuf unter der Ägide Alfred Opitz’ und nach einer Idee Jaroslav Horejc um 1925 eine Bacchus-Vase „Tanz“ aus farblosem Glas mit geschnittenen Darstellungen (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Auch einige Skulpturen warten auf Abnehmer, so eine in Bozen um 1910 von dem Künstlerduo Kompatscher & Winder angefertigte Darstellung eines Ritters mit Dame aus Bronze, Marmor und Elfenbein (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Bekannt ist vor allem Demetre Chiparus wegen seiner ebenfalls aus Bronze und Elfenbein bestehenden Tänzer und Tänzerinnen, von denen „Étoile de mer“ aus der Zeit um 1930 für 7.000 bis 10.000 Euro zum Aufruf kommt. Lustig anzusehen sind die aus Messing bestechend einfach geformten Arbeiten Karl Hagenauers, etwa sein sitzender Foxterrier mit geradezu philosophenlangem Bart- und Haupthaar von etwa 1930/40 (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR).

Möbel und Einrichtungsgegenstände

Weiter geht es mit den Möbeln und Einrichtungsgegenständen. 3.000 bis 4.000 Euro reichen vielleicht für einen dreiteiligen Paravent aus Leder, das ein Meister aus dem Umkreis des Hamburgers Georg Hulbe um 1900 mit verschlungenen Pinien- und Eichenbäumen sowie darauf sitzenden Vögeln und einem Eichhörnchen schmückte. Dekorativ sind ferner eine Vitrine und ein Schreibsekretär, die um 1900 in der im südenglischen Devon ansässigen Firma Shapland & Petter in britisch gemäßigtem Jugendstil vom Band liefen (Taxe zwischen 4.000 bis 6.000 EUR).

Den reduzierten, funktionalen Jugendstil der großen deutschen und österreichischen Werkstätten zeigen unter anderem ein auf rund 270 Zentimeter ausziehbarer Tisch der Wiener Firma Thonet (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR), Otto Wagners Armsessel von 1904 für die Wiener Postsparkasse (Taxe 22.000 bis 30.000 EUR), Adolf Loos’ nach seinem ersten Aufstellungsort im Wohnzimmer der Familie Haberfeld genannter „Haberfeld-Tisch“ in seiner sechsbeinigen Version aus der Zeit um 1899, ausgeführt von der Firma Schmidt (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), sowie Koloman Mosers Paar Nachtkästchen für das Schlafzimmer des Ehepaars Jerome und Margarete Stonborough-Wittgenstein in Berlin von 1904 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR).

Bereits 1897 hatte der schottische Architekt Charles Rennie Mackintosh einen nur aus wenigen formschlichten Eichenhölzern bestehenden Sessel entworfen und mit seinen kunsthandwerklichen Produkten maßgeblichen Einfluss auf die gesamteuropäische Entwicklung des Jugendstils genommen (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Der Italiener Ulisse Stacchini kam 1931 im Entwurf für einen Tisch des Wartesaals der ersten und zweiten Klasse am Mailänder Hauptbahnhof auf diese Stilepoche zurück, gestaltete aber erheblich martialischer (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Etwas reicher arbeitet Marcel Kammerer um 1910 an seiner dreiteiligen Sitzgarnitur, deren dunkel gebeizte Holzkörper er sparsam mit Messingknöpfen verziert (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Silber

Koloman Moser taucht später wieder auf mit zwei einander ähnlichen Körbchen aus Silber für die Wiener Werkstätte, die ihren Schöpfer wegen der konkav einschwingenden, durchbrochenen Gitterwandung um 1904/05 als einen großen Innovativen auch auf dem Gebiet des Kunsthandwerks auswiesen (Taxe je 15.000 bis 20.000 EUR). Ein dreiteiliges Tee- und Kaffeeservice der Brüder Frank um 1910/15 mit schlichte vertikalen Faltenzügen soll dagegen nur 2.500 bis 3.000 Euro einfahren, wie auch Kay Fiskers um 1927 entworfene, aber erst 1956 durch Anton Michelsen in Kopenhagen ausgeführte Weinkanne aus Silber in einer einzigen, schwungvollen und völlig schmucklosen Form mit 5.000 bis 6.000 Euro im Mittelfeld rangiert.

Entgegen früherer Angaben des Auktionshauses findet die Versteigerung am 30. Mai um 14 Uhr statt. Die Vorbesichtung findet bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr, sonntags und am 28. Mai von 10 bis 17 Uhr statt. Der Katalog ist im Internet unter www.dorotheum.com einsehbar.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



23.05.2007

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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