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Josef Albers und László Moholy-Nagy in Bielefeld

Kunst und Leben am Bauhaus



Josef Albers, To Mitla, 1940

Josef Albers, To Mitla, 1940

Nichts weniger als Kunst und Leben in Einklang zu bringen, war das Ziel vieler Künstler seit dem späten 19. Jahrhundert. Den praktischen Versuch einer Umsetzung dieses Ideals unternahm das Bauhaus in Weimar ab 1919 und später in Dessau. Ästhetisch hochwertige Massenproduktion von Alltagsgegenständen war das erwählte Mittel zum Zweck. In den 1920er Jahren gehörten Josef Albers und László Moholy-Nagy zu den bedeutendsten Meistern des Instituts, dessen wichtige "Vorkurse" sie leiteten. Eine mehr als zweihundert Werke umfassende Ausstellung in der Bielefelder Kunsthalle präsentiert jetzt den Dialog beider Künstler und Lehrer sowohl in Deutschland als auch in den USA. Die Schau ist auch bemerkenswert, weil Bielefeld die einzige Station im deutschsprachigen Raum ist. Vorher war sie in der Londoner Tate Gallery zu sehen, danach geht sie ins Whitney Museum nach New York.



Das Verhältnis von Josef Albers und László Moholy-Nagy war vor allem von Rivalität geprägt. Beide wurden 1923 Lehrer am Bauhaus, doch der um sieben Jahre jüngere Ungar war Leiter der Metallwerkstatt und dem Älteren, der die Glaswerkstatt führte, übergeordnet. Beide hielten die Arbeit des jeweils anderen für unorginell. Als Moholy-Nagy 1928 nach London ging, trat Albers aus dessen Schatten heraus und bezog auch dessen Meisterhaus. Später gingen beide nach Amerika und prägten dort wesentlich das Ästhetikverständnis der Kriegs- und frühen Nachkriegszeit.

In chronologischer Abfolge verdeutlichen Gemälde, Skulpturen, Installationen und Fotografien die gesamte Entwurfsarbeit beider Künstler von 1922 bis 1946, dem Todesjahr von Moholy-Nagy. Als Nachfolger von Johannes Itten vertrat Letzterer vor allem das Ziel der Verbindung von „Kunst und Technik“. Als Leiter des „Vorkurses“ hatten beide maßgeblichen Anteil an der Umsetzung des von Walter Gropius formulierten Programms, Kunst und Handwerk in einem „Einheitskunstwerk“ zu verbinden. Albers, der für seine “Huldigungen an das Quadrat” bekannt ist, und Moholy-Nagy, dessen Fotogramme die avantgardistische Fotokunst geprägt haben, entwickelten zudem ein sich bei aller Gegensätzlichkeit der Charaktere ergänzendes geometrisch-abstraktes Werk.

Moholy-Nagy ist der Prototyp des Künstler-Ingenieurs, dessen Werk vom russischen Konstruktivismus beeinflusst war und utopische Elemente enthielt. Charakteristisch ist das Interesse an angewandtem Grafikdesign und die Kombination neuartiger Materialien wie Acrylglas und Aluminium. Josef Albers leitete die Glaswerkstatt des Bauhauses und schuf neben typografischen Arbeiten und Möbelentwürfen klare Kompositionen in verschiedenen Techniken. Albers emigrierte als erster Bauhaus-Meister 1933 in die USA und bildete am neu gegründeten Black Mountain College in den 1940er und 1950er Jahren wegweisende Künstler wie Robert Rauschenberg, John Cage, Jasper Johns und Merce Cunningham aus. Moholy-Nagy wurde nach Aufenthalten in Amsterdam und London auf Empfehlung von Walter Gropius 1937 Gründungsdirektor des „New Bauhaus“ in Chicago, aus dem 1939 die “School of Design” und 1944 das „Institute of Design“ hervorgingen.

Die Ausstellung "Vom Bauhaus zur Neuen Welt. Josef Albers und László Moholy-Nagy" ist bis zum 1. Oktober dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs bis 21 Uhr, samstags ab 10 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 2 bis 4 Euro. Der Katalog ist für 25 Euro zu haben.

Kontakt:

Kunsthalle Bielefeld

Artur-Ladebeck-Straße 5

DE-33602 Bielefeld

Telefax:+49 (0521) 329 99 50 50

Telefon:+49 (0521) 329 99 500

www.kunsthalle-bielefeld.de



26.07.2006

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

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László Moholy-Nagy, Licht-Raum-Modulator, Lichtrequisit für eine elektrische Bühne, 1928-30 (Nachbau 1970)

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László Moholy-Nagy, A19, 1927

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