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Der Fine Art Fund

Sicherer Hafen Kunst



Kunst als Investment mit hoher Renditeerwartung anzusehen, ist keine besonders neue Idee. Sie zog erstmals größere Beachtung – und Kritik – auf sich, als vor rund 30 Jahren bekannt wurde, dass der British Railway Pensions Fund in Kunst investiert hatte – rund 50 Millionen Dollar. Das Vorhaben erwies sich mit einer Rendite von vier Prozent über der Inflationsrate als erfolgreich, und da der Markt für Kunst und Antiquitäten zumindest in Teilen den Aktienmarkt überflügelte, war das Auftauchen von Fonds, die in den Kunstmarkt investierten, nur eine natürliche Entwicklung. Gleichwohl gehören sie nach wie vor in die Kategorie der "exotischen" Fonds wie Wein Fonds – etwa Vinum von Blue Capital – und andere.



Ein Fond, der in Kunst investiert, unterscheidet sich von dem, was man unter "Corporate Buying" als Investment oder als PR-Maßnahme verstand oder versteht. Firmen haben wenige bis keine ästhetischen Interessen, und aus Imagegründen kauften sie eher Landschaften und abstrakte Gemälde als Akte – aus Angst vor Sexismus-Vorwürfen. Als sie ihre Vermögenswerte realisieren wollten, führten sie dem Markt Volatilität zu und mussten durch ihre großen Verluste lernen, dass der Kunstmarkt nicht das ideale Umfeld für kurzfristige Gewinne ist. Vielmehr honoriert er langfristige Investments.

Private Investoren haben schon von jeher in diesem Sinne gehandelt – inklusive der Möglichkeit, sich zugleich an "ästhetischen Rendite" ihres Investments zu erfreuen – doch in den letzten Jahren hat die Zahl institutioneller Anleger deutlich zugenommen. Einer von ihnen ist der im Februar dieses Jahres von der britischen Fine Art Management Services aufgelegte Fine Art Fund. Ursprünglich gehörte er zur Dresdner Kleinwort Capital, einer Private Equity Tochter der Dresdner Bank Gruppe, die heute Teil der Allianz ist, und die immer noch Hausbank des Fonds ist. Investoren legen mindestens 250.000 US-Dollar auf zehn Jahre fest. Der Fond will 350 Millionen US-Dollar einsammeln und in 1.000 Kunstwerke von Museumsqualität investieren. Der Fond richtet sich nicht an Kunstsammler, die Zielgruppe sind vielmehr langfristig orientierte Anleger, die ihr Kapital vermehren wollen. Nach zehn Jahren will der Fonds die gesammelten Kunstwerke verkaufen und den Veräußerungsgewinn an die Investoren verteilen, die sich wahlweise in Kunstwerken auszahlen lassen können. Damit ist klar, dass der Sicherheitsaspekt Vorrang vor der Liquidität hat.

Für gewöhnlich erwirtschaftet ein solches Investment keine Dividende. Um dem abzuhelfen, wird der Fine Art Fund seine Kunstwerke verleihen, auch an die eigenen Investoren. Weiterhin sollen die Fondmanager mit Auktionshäusern und Versicherungen ausgesprochen vorteilhafte Konditionen ausgehandelt haben, die für Privatleute und sogar Händler für gewöhnlich nicht gewährt werden. Dadurch werden Kosten gesenkt und die Profitaussichten erhöht.

Kritiker, die zumeist aus dem konventionellen Aktiengeschäft kommen, haben eine Reihe von Risiken aufgeführt. Edgar Quadt, Herausgeber des Art Investors, spricht sich hingegen für das Investment in Kunst aus, hat jedoch in einem Interview mit dem Manager Magazin warnend darauf hingewiesen, dass es sich bei Kunst um eine sehr heterogene Materie handele. Tatsächlich sind zweitrangige Werke von erstrangigen Künstlern auf dem Markt, und Volumenverkäufe drücken die Preise, während bei größeren Aktienpaketen unter Umständen ein höherer Preis zu entrichten ist.

Im wesentlichen ist es richtig, dass Kunst nicht mit den traditionellen Finanzanalyse-Instrumenten erfasst werden kann. Allerdings existieren Indizes, wie sie von Art Sales Index erstellt werden, die Informationen darüber liefern, ob ein Künstler oder Stil am Markt eine auf- oder absteigende Tendenz aufweist und so den Fondsmanagern Entscheidungshilfen bei ihren Investments an die Hand geben. Sie werden diesen Rat brauchen, denn das Übertreffen des Aktienmarktes ist nicht allen Kunstsparten gegeben.

The Fine Art Fund
2 Deanery Street, Mayfair
UK-London W1K 1AU
Großbritannien

Telefon: +44 (0)20 – 764709-15
Telefax: +44 (0)20 – 764709-25

www.thefineartfund.com



10.11.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Wassim al Nukud

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