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Aktuellzum Archiv:Preisbild

Der Künstler Joan Miró im Preisüberblick

Reale Preissteigerungen für Surreales



Der Spanier Joan Miró zählt neben Salvador Dalì und René Magritte zu den prominentesten und meistgehandelten Vetretern des Surrealismus, der zur Zeit eine Renaissance zu erleben scheint. In diesem Jahr zogen die großen Ausstellungen im „Surrealism: Desire Unbound“ New Yorker Metropolitan Museum of Art und „Die surrealistische Revolution“ im Centre Pompidou bereits Hunderttausende Bersucher an. In Düsseldorf setzt die Pariser Schau unter dem Titel „Surrealismus 1919-1944“ und auf über 500 Werke erweitert im K20, der ehemaligen Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, zum Rundumschlag an. Gleichzeitig ist mit „Schnecke Frau Blume Stern“ im Museum Kunst Palast, dem ehemaligen Kunstpalast in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, eine umfassende Miró-Retrospektive zu sehen.



Das gestiegene Interesse an den Surrealisten und an Joan Miró spiegelt sich am Kunstmarkt wider. Im November letzten Jahres brach Christie’s in New York den seit dem Boom-Jahr 1989 bestehenden Rekord gleich zweifach. Dabei ist der teuerste Miró aller Zeiten noch nicht einmal ein Ölgemälde. 1924 brachte Miró das „Portät der Madame K.“ mit Kohle, Crayon und Rötelstift auf die Leinwand. Das Bild stammte aus der hochkarätigen Sammlung des Belgiers René Gaffé, die zugunsten von UNICEF versteigert wurde. Damit vereinigt das Werk alle Kriterien auf sich, die einen Höchstpreis garantieren: Es stammt aus der begehrtesten Phase des Künstlers, stammt aus einer bekannten Sammlung und wurde an einem der beiden Top-Handelsplätze im Zuge publicitywirksamen Versteigerung in einer Zeit angeboten, da Spitzenwerke nur selten ihren Weg in den Handel finden. Die erzielten 11,5 Millionen Dollar scheinen daher nur folgerichtig, markieren aber gleichzeitig eine Preisliga, in der nur die wenigsten mitspielen können. Gemälde aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sind zumeist weniger gefragt und daher zumeist deutlich preiswerter. Jedoch sind hier die Motive entscheidend. Der alte Rekordhalter mit 8,5 Millionen Dolllar - „L’Oiseau au Plumage“ - war eine typische abstrakte Komposition aus dem Jahr 1953. Der späte „Tête“ von 1977 kostete letztes Jahr bei Christie’s in London hingegen nur 48.000 Pfund.

Für fortgeschrittene Sammler mit Blick auf Erhalt oder Vermehrung des eingesetzten Kapitals lohnen sich eher die unikaten Arbeiten auf Papier. Hier sind die abstrakten Werke ab den 1960er besonders interessant. Sie sind zwar kunsthistorisch weniger weniger bedeutend, doch sind sie dekorativ und damit marktgängig. Von dunklen Kompositionen sollte Abstand genommen werden, fröhliche Farben und deren harmonisches Zusammenspiel sichern die Rendite, tristes Schwarz treibt sie in den Keller. Ausgeführte typische Arbeiten kosten zwischen 50.000 und 200.000 Euro. Gelgenheitsarbeiten und Skizzen sind ab 10.000 Euro zu haben, sind aber schwerer verkäuflich. Die Gefahr, einer Fälschung aufzusitzen, ist recht groß. Daher sollte man auf einer Expertise des anerkannten Mirò-Experten Jacques Dupin bestehen, der auch eine umfangreiche Monografie und ein Werkverzeichnis verfasst hat.

Druckgrafik Mirós ist eine günstige und relativ risikolose Investition, wenn man einige Grundregeln beachtet. Der Erhaltungszustand ist wichtig. Beschädigte, stockfleckige oder lichtrandige Arbeiten sind mit hohen Preisabschlägen zu haben, jedoch nur mit Schwierigkeiten und unter Umständen mehreren Anläufen wieder zu veräußern. Nummerierte und signierte Drucke kosten ab 2.000 Euro - vor zwei Jahren hätte waren sie zuweilen für zwei Drittel dieser Summe auf dem Markt. Allerdings ist auch hier bei der Motivwahl Vorsicht geboten – einiges ist praktisch unverkäuflich, so zum Beispiel Blätter aus der Folge „Le Lézard au Plumes d’Or“ und die „Homenatge (sic!) à Joan Prats“.

Für eine eingehendere Beschäftigung mit Mirós Kunst lohnt sich der Erwerb eines Werkverzeichnisses. Bei Kaufabsichten im Bereich der Grafik ist der „Almanach der Graphik- und Fotopreise“ des Berliner Auktionshauses Bassenge eine gute Entscheidungshilfe, die ihre Kosten von 60 Euro sehr schnell amortisieren kann.



15.08.2002

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

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