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Vorsichtiger Optimismus beim Blick auf die Konjunkturaussichten

Der Kunstmarkt ist launisch



Weltkonjunktur und Preise am Kunstmarkt

Weltkonjunktur und Preise am Kunstmarkt

Der Außenstehende mag den Eindruck gewinnen, dass die Preisbildung für Kunst entweder dem Zufall oder gar der Manipulation einzelner Marktteilnehmer oder Gruppen unterworfen sei. So hält sich dieses Vorurteil auch hartnäckig. In der Realität vollzieht sich aber die Preisfestsetzung nach den gleichen Gesetzen, die auch in der übrigen Wirtschaft gelten, nämlich über Angebot und Nachfrage. Es handelt sich um einen relativ engen Markt. Seit Jahrhunderten steigen die Preise für Kunstobjekte aufgrund der stetig anziehenden Nachfrage. Sie ist die Folge einerseits der wachsenden Bevölkerung und andererseits der langfristig steigenden Einkommen. Dem steht ein knappes, eng umrissenes Angebot an Kunstwerken gegenüber, das nicht beliebig vermehrt werden kann, so dass der Basistrend für die Preise am Kunstmarkt zwangsläufig nach oben gerichtet bleibt.



Kunst besitzt zwar sowohl einen ideellen als auch materiellen Wert und ist deshalb eine besondere Ware, aber die Kunstwelt muss damit leben, dass sich die Preise für Kunstobjekte nicht allein auf die künstlerische Qualität zurückführen lassen. Vielmehr entziehen sich die Haupteinflussfaktoren für die Preistendenzen am Kunstmarkt pikanterweise der Manipulation durch Marktteilnehmer, denn diese Faktoren sind gesamtwirtschaftlicher Natur. Schließlich wird niemand behaupten wollen, die Gesamtwirtschaft ließe sich durch den bescheidenen Beitrag des Kunstmarktes beeinflussen.

Die nachstehende Grafik macht diesen Sachverhalt transparent. Sie zeigt den engen Zusammenhang zwischen den Wachstumsraten der Weltkonjunktur, gemessen am Weltbruttoinlandsprodukt (BIP), und den Änderungen der Preisentwicklung an den internationalen Kunstauktionsplätzen gegenüber den jeweiligen Vorjahren. Es wird deutlich, dass die Kunstmarktpreise der allgemeinen Konjunktur folgen, auch wenn gelegentliche Zeitverschiebungen zu beobachten sind. Dementsprechend führt der Kunstmarkt kein Eigenleben. Die Summe aller Preisentwicklungen in den einzelnen Sektoren wird ganz offensichtlich von der allgemeinen Wirtschaftskraft bestimmt. Glücklicherweise bewertet der Markt dennoch auch die künstlerische Qualität, denn diese äußert sich in der relativen Marktstellung innerhalb des Gesamtmarktes. So lässt sich analytisch nachweisen, dass kunsthistorisch erstrangige Künstler aus der Vergangenheit, die zu ihren Lebzeiten bereits die relativ höchsten Preise für ihre Werke erzielten, überwiegend auch in unserer Zeit vergleichsweise höher bewertet werden als ihre kunsthistorisch weniger bedeutsamen Kollegen. Das aktuell in der Regel deutlich höhere Preisniveau für diese Spitzenkünstler - absolut gesehen - erklärt sich allerdings ganz wesentlich aus der Steigerung der allgemeinen Wirtschaftskraft seit damals.

Neben der Qualität des Künstlers bestimmen den monetären Wert eines Kunstwerks außer wirtschaftlichen Faktoren selbstverständlich werkimmanente, wie Entstehungsperiode, Material, Seltenheit, Provenienz und Erhaltungsgrad.

Preise von Kunstgütern unterliegen innerhalb des aufwärtsgerichteten Basistrends im allgemeinen starken Schwankungen. Was die aktuelle Lage anbetrifft, so zeigt die Grafik, dass sich die Preisentwicklung an den internationalen Kunstmärkten konjunkturbedingt zuletzt etwas abschwächte. Der Markt befindet sich in einer Konsolidierungsphase, in der das erreichte Preisniveau verarbeitet werden muss. Betroffen sind davon vor allem die unteren und mittleren Marktsegmente. Im Spitzensektor und einigen Teilbereichen wie z. B. im Altmeister-Sektor ist die Konsolidierung weniger ausgeprägt.

Doch es gibt positive Zeichen für einen neuerlichen Aufschwung des Marktes. Eine Vielzahl von Indikatoren lässt inzwischen einen internationalen wirtschaftlichen Aufschwung im Jahresverlauf 2002 erwarten. Davon dürften die Preise in den meisten Kunstsektoren profitieren. Der aufmerksame Blick auf ein ausgewogenes Preis-/Qualitätsverhältnis dürfte sich also für den Sammler mittelfristig auszahlen.



Der Autor ist Kunstexperte bei der Dresdner Bank. Der Artikel ist Teil eines Vortrages, der anlässlich eines Pressegespräches des Deutschen Kunsthandelsverbandes (DK) gehalten wurde. Er erscheint parallel in KM aktuell 1/2002, dem Magazin zur Kunst-Messe München, die vom 30. November bis 8. Dezember 2002 stattfindet.



02.07.2002

Quelle/Autor:Wolfgang Wilke / Dresdner Bank

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