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Analyse

Die Art Basel, die am Donnerstag offiziell ihre Tore öffnet, hat allen Grund zu Optimismus. Das Geschäft mit der Kunst boomt. Er wird beherrscht vom Handel mit Klassischer Moderne und mit zeitgenössischen Werken. Das geht aus dem diesjährigen Art Market Report der TEFAF hervor, der auch manch bittere Pille verabreicht.

Preisanstieg im Top-Segment



Mit netto 1,5 Millionen Euro für Günther Ueckers „Hommage á Paul Scheerbart“ setzte Ketterer Kunst letzte Woche einen neuen Weltrekord für den Nagelkünstler. In Europa rangiert der deutsche Kunsthandel auf Platz drei.

Mit netto 1,5 Millionen Euro für Günther Ueckers „Hommage á Paul Scheerbart“ setzte Ketterer Kunst letzte Woche einen neuen Weltrekord für den Nagelkünstler. In Europa rangiert der deutsche Kunsthandel auf Platz drei.

Wir wissen nicht, wie viele Arbeiten von Gerhard Richter oder Andy Warhol, von Francis Bacon, Zhang Daqian oder Jeff Koons auf der diesjährigen Art Basel angeboten werden. Aber wenn sich vom 18. bis 21. Juni in Basel gut 300 weltweit führende Galerien präsentieren, da dürfen diese Namen eigentlich nicht fehlen. Sie gehören zu den teuersten und gefragtesten Künstlern. Und sie haben einen erheblichen Anteil daran, dass der globale Kunstmarkt im vergangenen Jahr gegenüber 2013 um sieben Prozent gewachsen ist. Weltweit wurde mit Kunst die Rekordsumme von 51 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dieser Betrag liegt sogar um 3 Milliarden höher als die Zahlen von 2007, dem Jahr vor der Finanzkrise, das bislang den Gipfelpunkt des Marktes darstellte.


Das hat das Team um Clare McAndrew für den Art Market Report der TEFAF recherchiert. Das Zahlenmaterial darin gilt als führender Gradmesser für globale Verschiebungen in der Branche und bestätigt mitunter manches Bauchgefühl von Marktbeobachtern mit sauberer Statistik. Denn gleich neben der Rekordsumme ist auch zu lesen, dass die Zahl der Transaktionen nur um sechs Prozent gestiegen ist. Was nichts anderes heißt, als dass das einzelne Kunstwerk teurer geworden ist. Und ganz bestimmt nicht im unteren Bereich. Denn ein paar Seiten weiter steht es Schwarz auf Weiß: Auf Auktionen haben im vergangenen Jahr 1530 Kunstwerke zu Erlösen von mehr als 1 Million Euro die Besitzer gewechselt. Nicht ganz 100 Werke davon erzielten sogar Preise über 10 Millionen Euro. Im siebenstelligen Preissegment erfolgte eine Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Und dieses relativ kleine Häufchen von Millionen-Zuschlägen macht allein 48 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Gemälden, Grafiken und Skulpturen auf Auktionen aus, aber nur 0,5 Prozent der Transaktionen. Im letzten Jahr lag der Anteil bei nur 46 Prozent.

Die Kunst nach 1945 boomt

Für die Galeristen in Basel aber dürfte eine andere Zahl Balsam für die kommerziell geschundenen Seelen sein. Es bleibt dabei: Sammler interessieren sich weltweit immer stärker für moderne und zeitgenössische Kunst. Der Anteil von Galerien für zeitgenössische Kunst ist im Art Market Report nicht dezidiert dem Antiquitätenhandel gegenübergestellt, aber die Auktionsergebnisse sprechen für sich. 5,9 Milliarden Euro wurden auf Auktionen allein mit Kunst nach 1945 erwirtschaftet, gegenüber 2013 ein Zuwachs von 19 Prozent. Wenn man alle versteigerten Gemälde, Grafiken, Videos und Fotografien als Scheibe darstellt, ist fast die Hälfte von der zeitgenössischen Kunst besetzt. 48 Prozent der in China, Europa, Lateinamerika und den USA versteigerten Arbeiten im Bereich Fine Arts – im Gegensatz zu Antiquitäten und Design – wurde mit Kunst nach 1945 und mit zeitgenössischer Kunst bestritten. 28 Prozent auf dieser Scheibe belegt die moderne Kunst, zu der die Impressionisten, Symbolisten und auch die Sezessionskünstler gezählt werden. Zusammen macht das 76 Prozent.

Auch wenn für Deutschland keine speziellen Zahlen aufgefächert werden. Allein die Umsatzzahlen der großen Versteigerer in Köln, Berlin oder München lassen keinen Zweifel, dass der Trend hierzulande in die gleiche Richtung geht. Ketterer in München hat gerade mit Klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst 25 Millionen Euro (alle Angaben inklusive Aufgeld) umgesetzt. Die Villa Grisebach in Berlin kam auf einen Erlös von 23 Millionen Euro, Lempertz und Van Ham in Köln auf 10 Millionen Euro beziehungsweise auf 6,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Ein klassischer Antiquitäten-Versteigerer wie Nagel in Stuttgart hämmert mit alter Kunst, wenn es gut geht 2 bis 3 Millionen Euro zusammen. Lempertz, in Deutschland das führende Haus für Altmeistergemälde und Gemälde des 19. Jahrhunderts jubelt, wenn eine Auktion in diesem Segment 9 Millionen Euro einspielt. Zahlen der Kunstgewerbeversteigerungen werden eher verschwiegen.

Auch in Deutschland geht es auf kleiner Flamme bergauf

Doch Deutschland spielt nicht in der Oberliga des internationalen Kunstmarktes. Die USA ist das Land der meisten Dollarmillionäre und das Land, das mit einem Anteil von 39 Prozent an der Spitze des globalen Kunstumsatzes steht, gefolgt von China und Großbritannien, die jeweils 22 Prozent zum Ganzen beitragen. Die britische Insel hat in diesem Ranking eine ganz besondere Position. Auf ihr wird 50 Prozent des weltweiten Handels mit Altmeistern abgewickelt. Am globalen Kuchen haben die Guardis, Turners und Achenbachs einen Anteil von acht Prozent. Ist es da ein Wunder, dass Deutschlands renommiertester Altmeisterspezialist, Konrad O. Bernheimer, seine Münchner Galerie demnächst schließt und als Chairman von Colnaghi dann nur noch von London aus im Altmeistergeschäft agiert?

Deutschlands Einnahmen aus Kunstgeschäften sind 2104 laut Art Market Report zwar um zehn Prozent gestiegen, aber der Anteil am globalen Kunstmarkt liegt bei mageren 1,6 Prozent. Innerhalb der EU rückt man mit einem Anteil von 5,1 Prozent immerhin auf Platz drei nach Frankreich mit 17,3 Prozent und Großbritannien mit einer Dominanz von fast 65 Prozent. Was die Kunst angeht, ist Deutschland ein Billigland. Nur 0,4 Prozent aller Kunstwerke, die teurer als 1 Million Euro sind, werden von deutschen Auktionshäusern vermittelt – 55 Prozent sind es hingegen in den USA. Dafür beanspruchen Berliner, Kölner oder Münchner Versteigerer 5 Prozent globalen Marktanteil bei der Ware unter 50.000 Euro, die USA hingegen nur 18 Prozent. Der Auktionsdurchschnittspreis für moderne und zeitgenössische Kunst liegt in Deutschland bei 9.300 Euro, in Großbritannien hingegen 111.500 Euro.

Seit der Begriff Art Investment nicht mehr erklärungsbedürftig ist, haben Rankings und Analysen des Kunstmarktes Konjunktur. Auch der Kunstinformationsdienst Artprice hat die ökonomische Seite des Handels analysiert und kommt zu ähnlichen Erkenntnissen: Die Kurve steigt. Die größte Sensation aber sieht Artprice in der expansiven Politik des Auktionsmarktes. 2014 war in vielerlei Hinsicht ein historisches Hoch. Umgerechnet 13,7 Milliarden Euro setzten Sotheby’s, Artcurial und Co weltweit um. Das ist eine Wachstumsrate von 26 Prozent. Die Krone aber hat allem Christie’s aufgesetzt, indem es an einem einzigen Abend 825,9 Millionen Dollar mit Nachkriegskunst und Zeitgenossen zusammengehämmert hat.

Kontakt:

The European Fine Art Foundation

Broekwal 64

NL-5268 HD Helvoirt

Telefon:+31 (0411) 64 50 90

Telefax:+31 (0411) 64 50 91



16.06.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Mit netto 1,5 Millionen Euro für Günther Ueckers
 „Hommage á Paul Scheerbart“ setzte Ketterer Kunst letzte Woche einen neuen Weltrekord für den Nagelkünstler. In Europa rangiert der deutsche Kunsthandel auf Platz
 drei.
Mit netto 1,5 Millionen Euro für Günther Ueckers „Hommage á Paul Scheerbart“ setzte Ketterer Kunst letzte Woche einen neuen Weltrekord für den Nagelkünstler. In Europa rangiert der deutsche Kunsthandel auf Platz drei.










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