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Bewertung von Kunst allein aufgrund biografischer Materialfülle?

Eintragungen in Künstlerverzeichnisse versus Verkaufspreise



Frage: Ich besitze ein Gemälde eines kalifornischen Künstlers. Kürzlich suchte ich in einem Verzeichnis kalifornischer Künstler nach seinem Namen und fand einiges an Information. Daraufhin nahm ich das Gemälde zu einem Kunsthändler, der mir sagte, dass das Gemälde nur einige hundert Dollar wert sei.


Aufgrund der Eintragungen im Künstlerverzeichnis war ich davon ausgegangen, dass es weitaus mehr wert sein müsste. Warum ist dem nicht so?

Antwort: Man darf die Eintragungen in Verzeichnissen und Künstlerlistungen nicht als Garantie für hohe Verkaufspreise interpretieren. Viel Eintragungen und lange Artikel bedeuten nicht immer Spitzenpreise; wenig Eintragungen deuten nicht immer auf geringen Verkaufswert hin. Wirkliche Verkaufswerte ergeben sich aus Angebot und Nachfrage bei Händlern und Sammlern und aus dem aktuellen Stand des Kunstmarktes. Wie viel Information man über einen Künstler in biografischen Referenzwerken finden kann, spielt keine Rolle.

Es könnte verallgemeinernd zwar gesagt werden, dass je mehr über einen Künstler geschrieben wird, desto mehr seine Kunst auch an Wert hat. Aber die beiden Faktoren sind zu unabhängig voneinander und es gibt zu viele Ausnahmen von dieser Regel, als dass man dies wirklich so stehen lassen könnte. In Nachschlagewerken hängt die Länge der Eintragungen, die es über einen Künstler gibt, oft davon ab, wieviele Informationen über seine Karriere erhältlich sind. Falls die Nachkommen eines nicht so bekannten Künstlers einem Autor ein ausführliches Interview geben, ist dieser in der Lage, einen ausführlichen Bericht über den Künstler anzufertigen. Trotz seines geringen Bekanntheitsgrades und seiner unwesentlichen Stellung auf dem Markt, sind seine Errungenschaften detailgetreu dokumentiert.

Ähnlich verhält es sich wenn Galerien Bücher oder Ausstellungskataloge über einen Künstler zusammenstellen, den sie vertreten. Viel geschriebenes Material bedeutet nicht gezwungenermaßen hohe Marktpreise. Denn solche Publikationen entstehen nicht, weil der jeweilige Künstler so berühmt oder weil seine Kunst so bedeutsam ist, sondern eher weil sich mit ihnen bessere Verkäufe machen lassen. So mag die vorhandene Materialfülle beeindruckend sein, aber die Kunstwerke an sich mögen außerhalb des Einflussbereichs der Galerie, die den Künstler repräsentiert, nicht mehr viel Wert sein. Galerien publizieren regelmäßig Bücher und Kataloge, um für Sammler attraktiver zu erscheinen.

Was Ihre besondere Situation angeht, so muss gesagt werden, dass das Nachschlagewerk für kalifornische Künstler, dass Sie benutzten, von einem Wissenschaftler und nicht von einem Kunsthändler geschrieben wurde. Dem Autor waren beim Recherchieren und Schreiben seines Buches Marktstellung und Verkaufspreise nicht so wichtig. Seine Arbeit war es eher, bibliografische Informationen zusammenzustellen, Künstler zu beschreiben, Kunstrichtungen zu dokumentieren und eine zusammenhängende Kunstgeschichte für den Staat Kalifornien zu schreiben.

Benutzen Sie eher Nachschlagewerke für Auktionsresultate, Preisführer, Online-Datenbanken, oder wenden Sie sich an Kunsthändler und Gutachter, wenn sie Preise recherchieren wollen. Benutzen Sie akademische Referenzarbeiten dann, wenn Sie biografische Daten suchen, oder wenn Sie etwas darüber erfahren wollen, was ein Künstler in seiner Karriere alles erreicht hat. Rückschlüsse von dem einen Bereich auf den anderen zu ziehen, entspricht weitgehend einem Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

Der Text wurde geschrieben von Alan Bamberger.

www.ArtBusiness.com



27.02.2001

Quelle/Autor:Alan Bamberger (Aus dem Amerikanischen von Joachim Hübner)

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