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Heinz Mack wird 75

Licht, mehr Licht



Das Zero feiert sein Comeback und Heinz Mack heute seinen 75sten Geburtstag. Gleich mehrere Ausstellungen weisen in diesem Jahr auf die Bedeutung der 1957 etablierten Düsseldorfer Künstlergruppe hin, deren Mitbegründer der am 8. März 1931 im hessischen Lollar geborene Mack ist. Auch das Museum Abteiberg in seinem Wohnort Mönchengladbach ehrt den Licht- und Kinetikkünstler von heute an mit einer Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen Schwarzweiß-Fotografien und Fotogramme, ein bisher wenig beachtetes Medium im Schaffen Macks. Aber auch hier arbeitet er mit Licht, das für ihn zum bestimmenden Faktor seiner Kunst geworden ist und ihn berühmt gemacht hat.



Nach seinem Kunststudium an der Akademie in Düsseldorf von 1950 bis 1953 und der Philosophie an der Universität in Köln bis 1956 suchte Heinz Mack zusammen mit seinen Künstlerfreunden der Zero-Gruppe, Otto Piene und Günther Uecker, Ende der 1950er Jahre einen Neuanfang, die „Stunde Null“, in der Kunst, die von der Vergangenheit unbelastet sein sollte. Die expressiv geworfene und getropfte Nachkriegskunst empfanden sie als unerträglich. Informel und Tachismus waren ihrer Meinung nach „mit einem Übermaß an psychologischem Ballast befrachtet“, das klassische Tafelbild überholt. Benannt nach dem Moment Null beim Raketenstart, will Zero laut Mack eine „Zone des Schweigens vor dem Neubeginn“ schaffen und in der Kunst eine Entmaterialisierung des Kunstwerkes bewirken. Dies zeigten die Künstler in ihren legendär gewordenen Düsseldorfer „Abendausstellungen“.

Elementares war gefragt; Licht, Feuer, Wasser, Luft, Bewegung und serielle Strukturen wurden als zentrale Gestaltungsmittel erkoren. Licht und Raum bestimmen das Werk Macks. Ab 1960 entwickelte er Lichtreliefs und kubische Objekte aus strukturiertem Metall und Glas, welche auf raumdynamische Lichtbrechung zielten. Seine Arbeiten wurden zum Teil mit Motoren in Bewegung versetzt. Mit diesen technoiden Reliefs und Metallrastern wollte Mack das „Licht zum Vibrieren zu bringen“. Nach 1963 konzentrierte er sich auf lichtkinetische Skulpturen, so zum Beispiel das „Sahara-Projekt“ von 1968: Ein künstlicher Lichtgarten auf elf Meter hohen Stelen in der Wüste. Seiner Faszination für Licht gewinnt er die „Lichtkarussells“, die „Lichtkuben“ und schließlich ab Ende der 1960er Jahre komplette Lichträume ab.

Früh werden sein Werk und das der Zero-Gruppe auf Ausstellungen geehrt, darunter auf der Documenta in Kassel und der Biennale in Venedig. Auf über 200 Einzelausstellungen weltweit hat es Mack gebracht. 1966 trennen sich die Künstler und organisieren zum Abschluss das Zero-Fest im Bahnhof Rolandseck, wo 2.000 Menschen das Ende der Zero-Zeit feiern. 1970 arbeitet Mack am Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Osaka mit. Es entstehen die „Spiegelplantagen“, die „Wasserskulptur“ und der „Feuerwald“ sowie die Realisation einer zwölf Meter hohen Lichtstele im Expo Park vor dem dortigen National Museum of Art. Im selben Jahr wird er auch zum Professor ist Osaka berufen. Sein Schaffen erweitert Mack um Bühnenbilder, Gedichte, Vorträge und filmische Dokumentationen, wie zum Beispiel im „Tele-Mack“ von 1968. Ende der 1970er Jahre inszeniert er mehrere Lichtfeste, so für eine Nacht vor den Museum Abteiberg und in Stuttgart.

Auch Utopisches ist in Macks Kunst angelegt. „Ich wollte das Paradies auf Erden schon zu Lebzeiten betreten – zumindest den Vorgarten. Warum sollte das nicht möglich sein? Schließlich gibt es auch die Vorhölle auf Erden. Der Weg, welcher vom Licht erfüllt ist, führt nicht – so darf man hoffen – in die Finsternis; diesen Weg gehe ich.“ Mit diesem Satz formuliert Mack, dass es ihm über kunstimmanente Fragen hinaus auch an einer Bewusstseinsänderung durch sein Schaffen gelegen ist. Zero war angetreten, mit der Kunst auch die Welt zu verbessern. Dabei sieht Mack auch seine technisierten Arbeiten im Einklang mit der Natur: „Alles, was ich in der Wüste und in der Arktis getan habe, hat die Unberührtheit der Natur nicht verletzt, sondern bestätigt.“ Die Kunst unters Volk zu bringen, gelingt ihm mit Großaufträgen für Platzgestaltungen, Kircheneinrichtungen oder mit Arbeiten in öffentlichen Gebäuden.

Inspiriert durch die Sonnenfarben seines Ateliers auf Ibiza, seines zweiten Standortes neben dem Niederrhein, malt Mack seit 1991 wieder im klassischen Sinn - auf Leinwand mit Farben. Aber auch hier sieht er sich seiner Konstante Licht treu. Sind doch die Farben Erscheinungen des Lichts: „In der Chromatik der Farben ist die Emanation des Lichts sinnlich gegenwärtig. Die Reinheit der Farben ist eine Reinheit des Lichts, das sich unaufhörlich ausstrahlt.“ Dabei folgt er seinem „Prinzip der farbigen Chromatik“, Farben „unmerklich“, also nuancenreich ineinander übergehen zu lassen, ohne dabei eine weitere wesentliche Eigenschaft zu verlieren, nämlich von Stufe zu Stufe ganz deutlich Farbkontraste zu zeigen. Bei all diesen „Lichtfarben“ benutzt er das Weiß als Malfläche, als Untergrund, als Reflexionsfläche für sein Medium Licht.

www.heinz-mack.de



08.03.2006

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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