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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Beckmann, Max

Geboren am 12. Februar 1884 in Leipzig, gestorben am 27. Dezember 1950 in New York
Deutscher, expressionistischer Maler

Max Beckmann kam am 12. Februar 1884 in Leipzig zur Welt. Von 1900 bis 1903 studierte er in der Klasse des Norwegers Frithjof Smiths an der Weimarer Kunstschule. Es folgten Studienreisen nach Paris und Genf. Ab 1904 lebte Beckmann in Berlin und nach der Verleihung des Villa-Romana-Preises in Florenz. Zurück in Deutschland schloss er sich der Berliner Sezession an, wurde 1910 deren jüngstes Vorstandsmitglied und trat 1911 wieder aus. In seinem Frühwerk folgt Beckmann hauptsächlich dem deutschen Impressionismus. In seinen Bildern zeigt sich der Einfluss von Liebermann und Corinth. Seine Themenwahl liegt häufig bei Landschaften und dramatischen Ereignissen der Vergangenheit und Gegenwart („Amazonenschlacht“, 1909; „Untergang der Titanik“, 1912).

Bis zu seinen psychischen und körperlichen Zusammenbruch erlebte Beckmann den ersten Weltkrieg als freiwilliger Sanitätssoldat an der Westfront. Die Eindrücke des Krieges veränderten seine Malerei grundlegend. Die Gegenstände seiner Bilder werden expressiv und kantig wiedergegeben. Der Raum wird oft kubistisch zergliedert. Häufig wird die Brutalität des alltäglichen menschlichen Umgangs dargestellt. Ein herausragendes Hauptwerk dieser Zeit ist das Bild „Die Nacht“ von 1918 /19. 1915 siedelt er nach Frankfurt wo er zehn Jahre später Professor an der Städelschule wird. Beckmann feierte in diesen Jahren zunehmend größere Erfolge, die in Retrospektiven in Mannheim, Zürich, Basel und Paris gipfelten. Die Farbigkeit seiner Malerei wird in den zwanziger Jahren kräftiger. Der Zeitgeist der Neuen Sachlichkeit zeigt sich in der Reduzierung der Bildgegenstände. Beckmann war in diesen Jahren wieder verstärkt an mythologischen Inhalten interessiert.

Nach der Machtergreifung Hitlers wurde er offiziell zum „entarteten“ Künstler abgewertet und verlor seine Professur. Einem längeren Aufenthalt in Berlin folgte von 1937 bis 1947 das Exil Beckmanns in Amsterdam. Von dort siedelte er nach New York um, wo er am 27. Dezember 1950 starb. In seinen letzten Jahren in Amerika erhielt er erneut offizielle Anerkennungen und nahm eine Professur in St. Louis und in New York an. Ab 1932 entstanden die zehn dreiteiligen Arbeiten, von denen eine unvollendet ist. Die Triptycha zählen zu den Hauptwerken des 20. Jahrhunderts („Abfahrt-Triptychon“, 1932-33). Neben den Malereien schuf Max Beckmann ein umfangreiches druckgrafisches Werk.

L.B.


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