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Albers, Josef

Geboren am 19. März 1888 in Bottrop, gestorben am 25. März 1976 in New Haven in Connecticut
Deutscher Maler der geometrischen Abstraktion und Theoretiker

Der Bauhausmeister Josef Albers gilt als einer der bedeutendsten deutschen Maler der geometrischen Abstraktion. Zunächst unterrichtete Albers als Volksschullehrer in Bottrop, erst später studierte er an der Königlichen Kunstschule in Berlin bei Philipp Franck, außerdem in Essen und in München bei Franz von Stuck. Anschließend ging er als Schüler an das Bauhaus in Weimar und wurde dort 1922 auf Wunsch von Walter Gropius Werklehrer. 1929 beteiligte er sich mit 20 Glasbildern an der Ausstellung der Bauhausmeister in Basel und Zürich („Gitterwerk“, 1926). Durch seine Tätigkeit am Bauhaus als Kunstpädagoge gelangte er zu Weltruhm.

Als 1933 das Bauhaus schließen musste, emigrierte Albers in die USA, wo er an das gerade eröffnete Black Mountain College in Ashville in North Carolina berufen wurde. Er wurde dort zum wichtigsten Kunstpädagogen und zog viele jüngere Künstler unterschiedlichster Stilrichtungen nach Ashville, z.B. Willem de Kooning, Robert Motherwell und Robert Rauschenberg, der ihn für seinen besten Lehrer hält. Die für ihn so charakteristische Verbindung von didaktischer und künstlerischer Aussage übte größten Einfluss auf die jüngere Künstlergeneration aus.

Höhepunkt in seinem Schaffen war die Folge "Homage to the Square", die ihn seit 1950 bis zu seinem Tod beschäftigte („Homage to the Square: Festive“, 1951). Allein mit Hilfe der Darstellung des Quadrats entwickelte Albers eine Reihe von Gemälden, Offsetdrucken und Serigrafien. Mit einem Höchstmaß an künstlerischer Sensibilität werden verschiedenfarbige und sorgfältig mit der Hand gemalte Quadrate symmetrisch ineinandergesetzt. Auf der Basis des Quadrates entwickelte er eine Theorie der Wahrnehmung, die das Entstehen der Op-Art aber auch andere moderne Kunstrichtungen stark beeinflusste. In seinem großen theoretischen Werk "Interaction of Color" (1963) befasste sich Albers mit dem Wesen der Farbe und ihrer Wirkung auf den Betrachter. Zentrales Thema war die Eigengesetzlichkeit der Farbe. Nach Abschluss seiner Lehrtätigkeit am Black Mountain College und der Yale University in New Haven veröffentlichte Albers diese Untersuchungen, die wegweisend für ganze Generationen amerikanischer Künstler waren. Das Museum „Quadrat“ in seiner Heimatstadt Bottrop zeigt einen großen Teil des Schaffens von Josef Albers in der ständigen Sammlung.


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