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Monet, Claude

Geboren am 14. November 1840 in Paris, gestorben am 6. Dezember 1926 in Giverny an der Seine
Französischer Maler, Hauptvertreter des Impressionismus

Oscar Claude Monet wurde am 14. November 1840 in Paris als Sohn eines Kolonialwarenhändlers geboren. 1845 zog Monets Vater mit seiner Familie nach Le Havre. Schon in jungen Jahren fertigte der Sohn Karikaturen, die er für wenig Geld verkaufte. Seine erste künstlerische Unterweisung erhielt Monet 1857 von Eugéne Boudin, einem Landschaftsmaler, der Monet zur Pleinair-Malerei (Freilichtmalerei) anregte. 1859 zog Monet nach Paris, wo er sich jedoch, gegen den Willen seiner Verwandtschaft, nicht der akademischen Malerei zuwandte, sondern an der viel liberaleren Académie Suisse studierte. Hier lernte er Gustave Courbet und Camille Pissarro kennen. 1860 meldete sich Monet zum Militärdienst in Algerien, den er jedoch nach knapp zwei Jahren wegen gesundheitlicher Probleme wieder aufgab. Er kehrte nach Frankreich zurück und malte dort erneut mit Boudin und mit Johan Barthold Jongkind.

1862 zog es ihn wieder nach Paris. Die Familie drohte ihm die Unterstützung zu entziehen, wenn er nicht endlich bei einem bekannten Meister studiere. Darauf begann er im Atelier Gleyeres, wo er Auguste Renoir, Alfred Sisley und Jean-Frédéric Bazille kennen lernte. 1865 machte er weitere Arbeiten zur Pleinair-Malerei im Wald von Fontainebleau. In diesem Jahr wurden auch seine Werke „Kap La Hève“ und „Mündung der Seine bei Honfleur“ in den Pariser Salon aufgenommen. 1867 gebar ihm seine Freundin Camille Doncieux seinen ersten Sohn. Mit dem Ausbruch des Krieges 1870 floh Monet nach London, wo er Pissarro wiedertraf und sich besonders mit den Werken William Turners und John Constables beschäftigte. In London begegnete er auch dem Kunsthändler Paul Durand-Ruel, der fortan einer seiner Sammler wurde.

Doch erst 1871, mit dem Tod seines Vaters, stellten sich für Monet und seine Frau Camille, die er 1870 geheiratet hatte, einige Jahre finanzieller Sicherheit ein. Mit Erbe und Mitgift mieteten sie ein kleines Haus in Argenteuil. 1874 kam es zur berühmten „Impressionisten“-Ausstellung bei Félix Nadar. Unfreiwillig hatte Monet zur Namensgebung der neuen Stilrichtung beigetragen. Auf Monets Bildtitel „Impression, soleil levant“ bezugnehmend schrieb Louis Leroy eine Persiflage über die sogenannten „Impressionisten“. Schulden zwangen Monet und seine Familie 1878 Argenteuil wieder zu verlassen. In den Zeiten dieser Krise zeigte sich die Familie Hoschedé als Gönner. Monet konnte sich und seine Familie unterbringen und auch einige Bilder verkaufen. Doch führte der plötzliche Bankrott seines Mäzens zu einer weiteren Verschlechterung. 1883 zog Monet nach Giverny an die Seine. Später kaufte er dort auch ein Haus, in welchem er bis zu seinem Tod am 6. Dezember 1926 lebte.

Man bezeichnet Monet als den Maler des Lichts. In den 1890er Jahren machte er ganze Bilderserien zu einem Objekt, bei unterschiedlichen Tageszeiten oder Wetterbedingungen, wie zum Beispiel „Die Kathedrale von Rouen“ von 1894. Er ist ein Mitbegründer, vielleicht sogar der Anführer, der Impressionismusbewegung, die mit ihrer Malerei versuchte, Momente einzufangen. 1874 war er mit Renoir und Sisley in Argenteuil, mit welchen er an der technischen, malerischen Umsetzung der neuen Pleinair-Malerei arbeitete. Sein Spätwerk wird zunehmend abstrakter und beschäftigt sich verstärkt mit Farbwirkungen.


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