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Die Corona-Krise und der Kunstmarkt – das ist mehr als ein kurzes Kapitel. Der Christie’s-Manager Dirk Boll untersucht in seiner 260 Seiten starken Hatje Cantz-Publikation die Frage „Was ist diesmal anders. Wirtschaftskrisen und die neuen Kunstmärkte“. Aufschlussreich und lesenswert

Zeitenwende


Dirk Boll: „Was ist diesmal anders? Wirtschaftskrisen und die neuen Kunstmärkte“

Dem Kunsthandel stockte für einen kurzen Moment der Atem, als im März letzten Jahres ein Virus das Rad zum Stillstand brachte. Keine Kundenkontakte, keine Messen, geschlossene Galerien. Krisen haben auf dem Kunstmarkt stets zu neuen Strategien geführt, aber die tiefgreifende Wucht von Covid-19 ist mit ...mehr

Der Kunstmarkt ist nicht mehr blind für die Werke von Frauen. 2020 setzte sich dieser Trend fort. Passend dazu erschien gerade die Anthologie „I Love Women In Art“ über Künstlerinnen, die in Deutschland wichtig sind, gerade von sich redenmachen oder wiederentdeckt werden

Sie kommen


Bianca Kennedy und Janine Mackenroth (Hrsg.): I Love Women In Art

Vor etwa dreißig Jahren fragte das New Yorker Kunst-Aktivistinnen-Team Guerrilla Girls, ob Frauen nackt sein müssten, um in einem amerikanischen Museum gezeigt zu werden. Das hat sich zum Glück etwas geändert. Selbst der Kunstmarkt hat in den letzten Jahren einige Künstlerinnen in den Olymp – sprich in den Millionenbereich – gehoben. Auch wenn der höchste Auktionspreis 2020 mit einem Zuschlag von 74 Millionen US-Dollar bei Sotheby’s für Francis Bacons Triptychon „Inspired by the Oresteia of Aeschylus“ von 1981 gewährt wurde, waren siebenstellige Preise für Kunstwerke von Frauen im vergangenen Jahr keine Zufallsereignisse mehr. Georgia O’Keeffe hat mit umgerechnet 5,2 Millionen Euro für „Nature Forms – Gaspé“ von 1932 im Frühjahr bei Sotheby’s ihren Status in der Kunstgeschichte und bei Sammlern untermauert. Die 1975 entstandene Abstraktion „Royal Fireworks“ von Helen Frankenthaler, US-Ikone der Farbfeldmalerei, hat im selben Haus 6,7 Millionen US-Dollar erzielt. Die berühmten gepunkteten, „Pumpkins“ genannten Leinwand-Kürbisse von Yayoi Kusama und ihre „Infinity-Nets“ haben 2020 gleich neun Mal siebenstellige Einsätze erfordert. ...mehr

Olaf und Anton Stüber haben jetzt das „Videoart at Midnight Künstlerkochbuch“ herausgegeben. Eine kulinarische Entdeckungsreise mit vielen persönlichen Geschichten

Tafeln, bis sich die Tische biegen


Olaf und Anton Stüber: Das Videoart at Midnight Künstlerkochbuch. 80 Künstler|80 Rezepte

Mit den Künstlern Sven Johne und Bjørn Melhus fing es 2008 an. Damals startete der erste Abend der Reihe „Videoart at Midnight“ im Kino Babylon in Berlin-Mitte. Mittlerweile ist diese von dem Videoexperten Olaf Stüber und dem Kunstsammler Ivo Wessel initiierte Reihe bei ihrer 114. Ausgabe angekommen und zu einer Kultveranstaltung für die Berliner Kunstszene avanciert. Einmal im Monat, immer an einem Freitag um Mitternacht, wird ins Kino Babylon eingeladen, und zwar bei freiem Eintritt. Die Fangemeinde ist rasch gewachsen, selbst die großen Player unter den Berliner Galeristen betrachten das Format wohlwollend und mit Respekt. Jeweils eine künstlerische Position wird bei Videoart at Midnight präsentiert. Die beiden Gastgeber konzentrieren sich auf Künstlerinnen und Künstler, die entweder dauerhaft in Berlin leben oder einen engen Bezug zu der Stadt haben, und stellen sie in einer kurzen Einführung vor. Auf eine anschließende Diskussion wird bewusst verzichtet, denn „nicht alles sei erklärbar“, findet Olaf Stüber. ...mehr

Zum 500. Todestag des Renaissance-Malers Raffael wirft der Kunsthistoriker Arnold Nesselrath einen Blick auf das Leben und Werk des jung verstorbenen Künstlers

Raffael, von dem die Natur fürchtete, besiegt zu werden


Arnold Nesselrath: Raffael!

Es war der Karfreitag des Jahres 1520, an dem Raffaello Sanzio in Rom starb. Auf eigenen Wunsch wurde der 1483 in Urbino geborene Maler und Architekt in einem antiken Sarkophag im Pantheon beigesetzt. Die Kunst der Antike und das Studium der Natur waren die beiden großen Wurzeln seiner Kreativität. Die Resultate seiner Schöpferkraft wurden zu Meilensteinen der Kulturgeschichte. Von den großen Freskenprojekten in den Stanzen des Vatikans und in der Villa Farnesina über die Leitung der Bauhütte des Petersdoms bis hin zu seinen schier zahllosen Madonnengemälden war seine Kunst mit all ihrer Grazie und Schönheit etwas Neues. Folglich trauerte nicht nur ganz Rom um den großen Künstler, sondern auch sein lebenslanges Modell, die Natur selbst, denn so liest man bis heute an seinem Grab: „Hier liegt Raffael, von dem die Natur fürchtete, solange er lebt, besiegt zu werden, aber jetzt da er tot ist, fürchtet sie, mit ihm zu sterben.“ ...mehr

Das Vitra Design Museum hat einen enzyklopädischen Atlas zum Möbeldesign editiert

Ein Grundlagenwerk des kulturellen Wohnerbes


Atlas des Möbeldesigns

Es ist eine Buchausgabe der Superlative, die das Vitra Design Museum initiiert hat. Mehrere Kilo schwer und 1030 Seiten stark enthält die Übersicht über das Möbeldesign der letzten zweieinhalb Jahrhunderte nahezu alles, was auf diesem breiten Gestaltungsfeld von Belang ist. Gemäß dem selbst gestellten Anspruch, das umfassendste Buch herauszugeben, was je zu diesem Thema publiziert wurde, haben die Herausgeber keine Mühen gescheut. Seit rund 20 Jahren forscht und arbeitet das vor 31 Jahren in Weil am Rhein gegründete Museum an diesem Vorhaben. Nun kann man das kürzlich vorgestellte gewichtige Werk samt den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit nach Hause nehmen und nutzen. ...mehr







News vom 09.04.2021

Prix Meret Oppenheim vergeben

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Karin Sander in Tübingen

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Kunst am Bau in Chemnitz

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Wiener Otto-Wagner-Spital wird neu gestaltet

Wiener Otto-Wagner-Spital wird neu gestaltet

Julia Bünnagel in Bonn

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