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Am 05.11.2021 05.11.2021: Ostschweizer Kunst und ausgewählte Werke

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Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Die Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp wird zur Zeit mit einer großen Retrospektive im Kunstmuseum Basel und einer ungewöhnlichen Biografie geehrt

Ein Leben für die Kunst


Silvia Boadella: „Sophie Taeuber-Arp. Ein Leben für die Kunst

Sophie Taeuber-Arp (1889-1943) gilt als die wichtigste Schweizer Künstlerin in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Frau des erfolgreichen deutsch-französischen Künstlers Hans Arp (1886-1966) war ein Multitalent. Ihr breit gefächertes Werk ist geprägt durch einen interdisziplinären Ansatz. Ob Malerei, Skulptur, textiles Gestalten, Puppen- und ...mehr

Die Corona-Krise und der Kunstmarkt – das ist mehr als ein kurzes Kapitel. Der Christie’s-Manager Dirk Boll untersucht in seiner 260 Seiten starken Hatje Cantz-Publikation die Frage „Was ist diesmal anders. Wirtschaftskrisen und die neuen Kunstmärkte“. Aufschlussreich und lesenswert

Zeitenwende


Dirk Boll: „Was ist diesmal anders? Wirtschaftskrisen und die neuen Kunstmärkte“

Dem Kunsthandel stockte für einen kurzen Moment der Atem, als im März letzten Jahres ein Virus das Rad zum Stillstand brachte. Keine Kundenkontakte, keine Messen, geschlossene Galerien. Krisen haben auf dem Kunstmarkt stets zu neuen Strategien geführt, aber die tiefgreifende Wucht von Covid-19 ist mit nichts zu vergleichen, meint der Marktinsider Dirk Boll in seiner aufschlussreichen Analyse „Was ist diesmal anders. Wirtschaftskrisen und die neuen Kunstmärkte“. Bolls Fazit: „Die Pandemie führt zu einem fundamentalen Umbruch etablierter Verhältnisse.“ Das Internet wird über Nacht zur Alternative für Anbieter und Käufer. Das Virus pusht in nie geahnter Dringlichkeit die digitale Weiterentwicklung in der als konservativ geltenden Branche. Für Dirk Boll ist der Wandel epochal: „Dies ist eine neue Welt. Für alle, die sich mit Kunst befassen.“ Und er ist unumkehrbar. ...mehr

Der Kunstmarkt ist nicht mehr blind für die Werke von Frauen. 2020 setzte sich dieser Trend fort. Passend dazu erschien gerade die Anthologie „I Love Women In Art“ über Künstlerinnen, die in Deutschland wichtig sind, gerade von sich redenmachen oder wiederentdeckt werden

Sie kommen


Bianca Kennedy und Janine Mackenroth (Hrsg.): I Love Women In Art

Vor etwa dreißig Jahren fragte das New Yorker Kunst-Aktivistinnen-Team Guerrilla Girls, ob Frauen nackt sein müssten, um in einem amerikanischen Museum gezeigt zu werden. Das hat sich zum Glück etwas geändert. Selbst der Kunstmarkt hat in den letzten Jahren einige Künstlerinnen in den Olymp – sprich in den Millionenbereich – gehoben. Auch wenn der höchste Auktionspreis 2020 mit einem Zuschlag von 74 Millionen US-Dollar bei Sotheby’s für Francis Bacons Triptychon „Inspired by the Oresteia of Aeschylus“ von 1981 gewährt wurde, waren siebenstellige Preise für Kunstwerke von Frauen im vergangenen Jahr keine Zufallsereignisse mehr. Georgia O’Keeffe hat mit umgerechnet 5,2 Millionen Euro für „Nature Forms – Gaspé“ von 1932 im Frühjahr bei Sotheby’s ihren Status in der Kunstgeschichte und bei Sammlern untermauert. Die 1975 entstandene Abstraktion „Royal Fireworks“ von Helen Frankenthaler, US-Ikone der Farbfeldmalerei, hat im selben Haus 6,7 Millionen US-Dollar erzielt. Die berühmten gepunkteten, „Pumpkins“ genannten Leinwand-Kürbisse von Yayoi Kusama und ihre „Infinity-Nets“ haben 2020 gleich neun Mal siebenstellige Einsätze erfordert. ...mehr

Olaf und Anton Stüber haben jetzt das „Videoart at Midnight Künstlerkochbuch“ herausgegeben. Eine kulinarische Entdeckungsreise mit vielen persönlichen Geschichten

Tafeln, bis sich die Tische biegen


Olaf und Anton Stüber: Das Videoart at Midnight Künstlerkochbuch. 80 Künstler|80 Rezepte

Mit den Künstlern Sven Johne und Bjørn Melhus fing es 2008 an. Damals startete der erste Abend der Reihe „Videoart at Midnight“ im Kino Babylon in Berlin-Mitte. Mittlerweile ist diese von dem Videoexperten Olaf Stüber und dem Kunstsammler Ivo Wessel initiierte Reihe bei ihrer 114. Ausgabe angekommen und zu einer Kultveranstaltung für die Berliner Kunstszene avanciert. Einmal im Monat, immer an einem Freitag um Mitternacht, wird ins Kino Babylon eingeladen, und zwar bei freiem Eintritt. Die Fangemeinde ist rasch gewachsen, selbst die großen Player unter den Berliner Galeristen betrachten das Format wohlwollend und mit Respekt. Jeweils eine künstlerische Position wird bei Videoart at Midnight präsentiert. Die beiden Gastgeber konzentrieren sich auf Künstlerinnen und Künstler, die entweder dauerhaft in Berlin leben oder einen engen Bezug zu der Stadt haben, und stellen sie in einer kurzen Einführung vor. Auf eine anschließende Diskussion wird bewusst verzichtet, denn „nicht alles sei erklärbar“, findet Olaf Stüber. ...mehr

Zum 500. Todestag des Renaissance-Malers Raffael wirft der Kunsthistoriker Arnold Nesselrath einen Blick auf das Leben und Werk des jung verstorbenen Künstlers

Raffael, von dem die Natur fürchtete, besiegt zu werden


Arnold Nesselrath: Raffael!

Es war der Karfreitag des Jahres 1520, an dem Raffaello Sanzio in Rom starb. Auf eigenen Wunsch wurde der 1483 in Urbino geborene Maler und Architekt in einem antiken Sarkophag im Pantheon beigesetzt. Die Kunst der Antike und das Studium der Natur waren die beiden großen Wurzeln seiner Kreativität. Die Resultate seiner Schöpferkraft wurden zu Meilensteinen der Kulturgeschichte. Von den großen Freskenprojekten in den Stanzen des Vatikans und in der Villa Farnesina über die Leitung der Bauhütte des Petersdoms bis hin zu seinen schier zahllosen Madonnengemälden war seine Kunst mit all ihrer Grazie und Schönheit etwas Neues. Folglich trauerte nicht nur ganz Rom um den großen Künstler, sondern auch sein lebenslanges Modell, die Natur selbst, denn so liest man bis heute an seinem Grab: „Hier liegt Raffael, von dem die Natur fürchtete, solange er lebt, besiegt zu werden, aber jetzt da er tot ist, fürchtet sie, mit ihm zu sterben.“ ...mehr







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