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AktuellAktuell:Museen

Neue Kunsthalle Weishaupt in Ulm eröffnet

Grandioses Kunstschaufenster


Das kleinteilige mittelalterliche Stadtgefüge Ulms ist nach großen Kriegsverwüstungen und verkehrsgerechtem Ausbau weitgehend Vergangenheit. Doch eine bedächtige wie innovative Baupolitik bewirkte in den zurückliegenden Jahren die attraktive Revitalisierung. Nicht Anbiederung an das Alte, sondern individuell schöpferische Akzente in der Sprache der Jetztzeit in Anbindung an vorgegebene Fluchtlinien und Proportionen sorgen mittlerweile dafür, dass Besucher die Stadt nicht nur wegen der gotischen Münsterkirche aufsuchen. Nach dem Stadthaus von Richard Meier (1987-93), der pyramidalen Stadtbibliothek von Gottfried Böhm (2004) wurde am 24. November die neue kantige Kunsthalle Weishaupt eröffnet. ...mehr

Richard Meiers neues Arp-Museum am Bahnhof Rolandseck

Moderne weiße Lustburg für Hans Arp


„Der Träumer vermag häusergroße Eier tanzen zu lassen“. Manchmal werden eben doch visionäre Träume Realität. Die Reihe mittelalterlicher Burgen im Rheintal hat eine moderne Fortsetzung erfahren. Nicht häusergroße Eier, wie Hans Arp es 1955 formulierte, sondern eine Trias aus Bahnhof, Bergwerk und Burg sollen künftig in attraktiver Lage mit einzigartiger musealer Atmosphäre das Werk des großen Dadaisten dauerhaft zur Geltung bringen. In Verlängerung der Bonner Museumsmeile knapp hinter die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz wartet nun eine neue Attraktion, die in Minuten mit dem Zug erreichbar ist. Er hält auf dem Weg nach Koblenz mitten im Museum. Ein sehr teurer Zug. Wird sich die fragwürdige Marketingarchitektur im Stil der gläsern-weißen Ewigkeitsmoderne dauerhaft rentieren? ...mehr

Vor fünfzig Jahren wurde das Museo di Capodimonte wieder eröffnet - Jubiläumsschau und Ausstellung zu Salvator Rosa

Eine Hommage an Neapel


Vor fünfzig Jahren, im Mai 1957, öffnete das Museo di Capodimonte in Neapel seine Pforten als staatliche Nationalgalerie. Aus diesem Anlass organisiert das Museum jetzt eine Ausstellung mit über fünfzig hochrangigen Gemälden. Die Werke aus bedeutenden Sammlungen weltweit sollen nicht ein Thema behandeln oder einen Künstler würdigen. Kurator Nicola Spinosa will die Leihgaben als Hommage an das Kunstinstitut, an Neapel und sein Umland, und als Zeugnis der engen internationalen Zusammenarbeit des Capodimonte mit Museen in aller Welt verstanden wissen. ...mehr

Ein Satellit in der Hauptstadt: Im Berliner Projektraum Cluster organisieren Absolventen der Kieler Muthesius Kunsthochschule spannende Ausstellungen und Veranstaltungen

Mit Volldampf von Kiel nach Berlin


Der seit einiger Zeit in Mode gekommene Begriff „Cluster“ wird in vielen Bereichen verwendet. Er steckt das Wortfeld „Bündel“, „Nest“ oder „Anhäufung“ ab und taucht unter anderem in der Astronomie, in der Computertechnik oder in der Biologie auf. Cluster ist auch der Name eines im Juni 2006 eröffneten Projektraums für Ausstellungen in Berlin. Ehemalige Studenten aus Kiel haben ihn angemietet und organisieren nun zusammen mit der Kunsthistorikerin Barbara Buchmaier Gruppen- und Einzelausstellungen im Zwei- bis Vierwochenrhythmus. Damit steht die Achse Kiel-Berlin. Das Gründungsteam hat überwiegend an der Muthesius Kunsthochschule studiert. Mittlerweile hat sich der Kreis der ausstellenden Künstler jedoch auch um einige Berliner erweitert. Im Schneeballsystem werden, wie in der Kunstszene üblich, neue Kontakte geknüpft und sinnvolle, produktive Kooperationen schnell unter Dach und Fach gebracht. ...mehr

Die „BallinStadt“ in Hamburg als überinszenierte Erlebniswelt für High-Tech-Junkies

Im festen Griff der Erlebnisindustrie


Die Hafenstadt Hamburg bezeichnet sich gerne als das Tor zur Welt. Heute, wo man nahezu jeden Ort auf dem Globus in wenigen Stunden mit dem Flugzeug erreichen kann, ist das natürlich ein etwas überholtes Etikett. Doch zu Zeiten der großen Auswanderungswellen von der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts bis in die Mitte der 1930er Jahre war die Hansestadt tatsächlich für rund fünf Millionen Menschen ein Ort des Abschieds von Europa und des Aufbruchs in die erhoffte bessere Zukunft. Hamburg war damit der zweitwichtigste Auswanderungshafen Deutschlands, nur noch übertroffen vom nicht weit entfernten Bremerhaven, von wo aus rund sieben Millionen Menschen Europa endgültig verließen. Und nachdem dort bereits im August 2005 das Deutsche Auswandererhaus seine Pforten geöffnet hat, zieht jetzt auch die Elbmetropole mit einem ähnlichen Konzept nach. Am historischen Ort der 1901 in Betrieb genommenen Auswandererhallen der HAPAG – Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft – hat jetzt mit der BallinStadt-Auswandererwelt Hamburg eine Dauerausstellung eröffnet, die Einblicke in die Geschichte der Auswanderung nach Amerika vermitteln will. ...mehr

Neuhängung des 19. Jahrhunderts im Kölner Wallraf-Richartz-Museum

Malerische Dialoge


Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln hat nicht zu viel versprochen: Seit einigen Wochen freut man sich dort über die Neuhängung der Gemälde des 19. Jahrhunderts und insbesondere über die neue technische Ausstattung – zu Recht. Die neue Lichtanlage und eine Abwechslung in der Farbgestaltung der Ausstellungsräume bringen die Gemälde optimal zur Geltung. Nicht nur qualitativ ist die neu konzipierte Sammlung damit auf dem besten Weg zu moderner Museumspräsentation – ermüdet doch der Besucher der Mittelalterabteilung nicht nur wegen der etwas angestaubten Darbietung der Tafeln, sondern auch wegen einer durchaus nicht immer begeisternden künstlerischen Güte. ...mehr

Berliner Museumsinsel erhält mit dem Bode-Museum ihr wilhelminisches Glanzstück zurück

Kurfürstendämmerung an der Spree


Er wurde der „Bismarck der Museen“ genannt. Und genau wie dem preußischen Reichskanzler eilte auch ihm der Ruf voraus, einerseits visionär und großen Ideen verpflichtet zu sein, diese aber andererseits auch ohne Rücksicht gegen andere durchzusetzen. Falls nötig, auch mit dem Mittel der Intrige. Die Rede ist von Wilhelm von Bode (1845-1929), dem legendären Kunsthistoriker und Generaldirektor der Königlichen Preußischen Museen in Berlin. Spätestens mit der Wiedereröffnung des Bode-Museums auf der Berliner Museumsinsel dürfte auch die Person seines Gründers wieder zum Gegenstand des öffentlichen Interesses werden. Nach fast siebenjähriger Renovierungszeit wird der vom Wiener Architekten Heinz Tesar unter Einhaltung des Kostenrahmens von 152 Millionen Euro umgebaute Prachtbau von 1904 jetzt der Öffentlichkeit übergeben. ...mehr

Das Musée des Arts décoratifs hat wieder eröffnet

Paris ist eine Reise mehr wert


Mit dem Musée des Arts décoratifs hat Paris sein neues altehrwürdiges Kunstinstitut im Louvre wieder, das seinesgleichen sucht. Der Marsan- und der Rohan-Flügel des prächtigen Stadtschlosses wurden einer fast zehnjährigen Renovierung und Erweiterung unterzogen und in ihrer ursprünglichen Architektur wieder hergestellt. Das Museum verfügt jetzt über eine Ausstellungsfläche von 9.000 Quadratmetern. 35 Millionen Euro hat die Generalüberholung gekostet. Die Fülle der Exponate ist überwältigend, nicht zuletzt aus dem Grund, weil die Besucherführung des zum Eröffnungstermin Mitte September nicht ganz rechtzeitig fertig gestellten Museums irritiert. Selbstverständlich sind sämtliche Beschriftungen und Hinweise ausschließlich in französischer Sprache gehalten. ...mehr

Das neue Designforum im Wiener Museumsquartier

Designing Desire


Das Wiener Museumsquartier ist seit diesem Monat um einen Ausstellungsort reicher. Im äußeren rechten Flügel des Quartier 21, dort, wo die Betreiber des legendären „Depot“ ein ambitioniertes Programm präsentierten, ist ein Designforum eingezogen. In nur einem halben Jahr wurde das Projekt realisiert. Auf vergleichsweise kleinen Raum, 300 Quadratmetern, entstand ein Ort, der zur Netzstelle von Österreichs Design-Lobby avancieren und damit eine eklatante Lücke schließen soll. Denn anders als in anderen europäischen Ländern existierte in Wien bisher kein Designzentrum, das die vielen designorientierten Institutionen und Initiativen in einer zentralen Einrichtung bündelte. ...mehr

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