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Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Museen

Eine geballte Ladung Kunst: Der Hamburger Privatsammler Harald Falckenberg eröffnete jetzt neue, größere Räume in Hamburg-Harburg und verknüpft zum Auftakt Highlights seiner Sammlung mit den Arbeiten des Außenseiter-Künstlers Paul Thek

Die Kunst der Nicht-Anpassung


Rund um die Phoenix-Werke in Hamburg-Harburg herrschte am Freitagabend Verkehrschaos. Rund 1.000 Gäste kamen wenige Tage vor der Art Basel, dem Megakunstevent des Sommers, zur großen Eröffnung der 6.200 Quadratmeter großen neuen Räume des 64jährigen Hamburger Privatsammlers Harald Falckenberg: Sammlerkollegen, Galeristen, Künstler, Kuratoren, Journalisten, Wegbegleiter und Freunde. Zu sehen gab es reichlich. Zum Auftakt der Neupräsentation zeigt Falckenberg eine Ausstellung des 1988 an AIDS verstorbenen amerikanischen Außenseiterkünstlers Paul Thek. Die Werkschau wird flankiert von rund 30 zeitgenössischen Arbeiten, die direkt auf Theks Werk reagieren. Außerdem zu besichtigen ist das gewaltige Schaulager der Sammlung Falckenberg mit rund 1.900 Arbeiten. ...mehr

Die neue Kunsthalle Mainz im Zollhafen

Verschenkter Start


Die ehemalige Energiezentrale des Mainzer Zollhafens, das historische Kesselhaus, avancierte im Zuge einer Erschließungsmaßnahme des gesamten Geländes zur neuen Kunsthalle Mainz. Das Hafengebiet in der Neustadt ist sogar vielen Einheimischen nicht bekannt und präsentiert sich in der Tat als ein Gebiet, das außer Containerblöcken, die auf ihren Abtransport warten, wenig bietet. Nun hat die Stadt, wie viele Städte am Rhein, die einen Hafen besitzen, das Terrain erkannt und begonnen, die städtebauliche Entwicklung besonders hier voranzutreiben. Das Konzept des Umbaus ist gelungen. Dem neuen, alten Haus wurde nach Plänen des in Berlin und Düsseldorf ansässigen Architekturbüros Zamp Kelp ein um sieben Grad geneigter Turm einverleibt, der von seiner obersten Etage aus einen grandiosen Blick über den Hafen bis in den Taunus gewährt. ...mehr

Neues Kunst-Highlight in New York: Das spektakuläre New Museum of Contemporary Art in der Lower East Side ist ein Muss für Kunst- und Architekturfans

Wie ein Stapel Schuhkartons


New Yorks neuer Kunsttempel – das New Museum of Contemporary Art

Früher galt die Gegend im Süden Manhattans als schmuddelig und gefährlich. Die Bowery, das war bis weit in die 1990er Jahre hinein eine Straße, die geprägt von üblen Absteigen und billigen Hotels war, wo Gestrauchelte und Wohnungslose für 70 Dollar die Woche der Obdachlosigkeit ein letztes Schnippchen schlagen konnten. Auf ihren breiten Bürgersteigen wurden Passanten von Alkoholikern angebettelt und in der Nacht auch mit durchaus rabiateren Methoden zur Herausgabe ihrer Dollars aufgefordert. Das alles ist seit ein paar Jahren Geschichte. Die Bowery und die angrenzende Lower East Side werden von Projektentwicklern und Investoren entdeckt. Moderne Apartmentgebäude aus Stahl und Glas verdrängen die alten Backsteinfassaden. Längst gibt es hier ein 21stöckiges Deluxe-Hotel, schicke Boutiquen und auf alt getrimmte, französische Restaurants, deren komplette Einrichtung mit dem Container über den Atlantik geschippert kam. ...mehr

Das neue Diözesanmuseum von Peter Zumthor in Köln

Wahrhaftiger Kunstbau auf Glaubensfundamenten


Filtermauerwerk in Kolumba

Herausfordernd und verlockend zugleich schien die zu lösende Bauaufgabe. Vor 17 Jahren entschied sich die Kölner Erzdiözese, auf einem traditionsbehafteten Innenstadtgrundstück ein Haus für ihr Kunstmuseum zu errichten. Es galt dabei, zweitausendjährige Geschichtsfragmente mit zeitgenössischer Kunst zu verbinden. Denn das Trümmerfeld im Schatten des Domes ist eine archäologische Zone mit ausgegrabenen Fundamenten dreier Vorgängerbauten der Kirche St. Kolumba vom 9ten bis zum 13ten Jahrhundert inklusive älterer Spolien aus der spätrömischen Epoche und Kölner Gründungszeit ab dem 1ten Jahrhundert. Zu erhalten waren auch die kriegsversehrten Mauerreste der mittelalterlichen St. Kolumba-Kirche sowie die 1950 nach einem Entwurf Gottfried Böhms errichtete Kapelle „Madonna in den Trümmern“ zur Verehrung einer das Kriegsbombardement unversehrt überstandenen gotischen Marienfigur. ...mehr

Das neue Forum für die Kunst Adolf Frohners in Krems

Zufälle, die ich provoziere


Kein Museum, sondern ein lebendiges Kunstzentrum hatte Adolf Frohner im Sinn, als er sich gegen das Angebot von Niederösterreich, ihm schon zu Lebzeiten mit einem eigenen Ausstellungshaus zu würdigen, verwahrte. Dem Künstler, der als Autodidakt begonnen hatte und seit 1972 als Professor an der Wiener Universität für Angewandte Kunst lehrte, war solch eine Ehrung suspekt: Ein Museum sei etwas für Tote, meinte er und wünschte sich stattdessen ein lebendiges Forum. Auf dem Gelände des Minoritenklosters Krems-Stein, im ehemaligen Klostergarten, sollte das „forum frohner“ errichtet werden. Frohner hatte exakte Vorstellungen von dem Neubau. Ebenso wollte er das Ausstellungsprogramm selbst gestalten. Am 19. Januar 2007 erfolgte der erste Spatenstich. Fünf Tage später starb Adolf Frohner völlig unerwartet im Alter von 72 Jahren. ...mehr

Museum Abteiberg in Mönchengladbach ist wieder ein Publikumsmagnet

Ehrgeiziger Dialogpartner der Kunst


Kein Ausstellungshaus markiert so sehr den steilen Auftrieb der Bauaufgabe Museum wie das am 23. Juni 1982 eröffnete Städtische Museum Abteiberg in Mönchengladbach. Bis heute dauert der Museumsboom an. Alle paar Monate erreichen uns Berichte von glanzvollen Einweihungen neuer Bauten, zuletzt in Rolandseck, Köln oder Ulm. Ein Ende ist noch längst nicht absehbar. Eröffnungen wie die des neuen Emil Schumacher Museums in Hagen oder der Münchener Sammlung Brandhorst sind für die nächsten Monate avisiert. Doch heute, über ein Vierteljahrhundert nach dem Auftakt am Niederrhein, hat sich viel verändert. Der Mönchengladbacher Bau fällt noch in eine Zeit, in der Museen letztmalig vorrangig als Orte reiner Kunstsammlungen konzipiert wurden. Der Prozess hin zu einer multifunktionalen, unternehmens- und marketingorientierten Plakativarchitektur vollzog sich in der Folge schleichend. So dominieren in Mönchengladbach die 3.500 Quadratmeter großen Ausstellungsflächen. Servicebereiche wie Café wurden eher beiläufig platziert, einen „Shop“ sucht man vergebens. Jedwede ökonomische Aufrüstung abseits der Kunst fehlt. Bildung besitzt hier noch gewichtigen Stellenwert. ...mehr

Neue Kunsthalle Weishaupt in Ulm eröffnet

Grandioses Kunstschaufenster


Das kleinteilige mittelalterliche Stadtgefüge Ulms ist nach großen Kriegsverwüstungen und verkehrsgerechtem Ausbau weitgehend Vergangenheit. Doch eine bedächtige wie innovative Baupolitik bewirkte in den zurückliegenden Jahren die attraktive Revitalisierung. Nicht Anbiederung an das Alte, sondern individuell schöpferische Akzente in der Sprache der Jetztzeit in Anbindung an vorgegebene Fluchtlinien und Proportionen sorgen mittlerweile dafür, dass Besucher die Stadt nicht nur wegen der gotischen Münsterkirche aufsuchen. Nach dem Stadthaus von Richard Meier (1987-93), der pyramidalen Stadtbibliothek von Gottfried Böhm (2004) wurde am 24. November die neue kantige Kunsthalle Weishaupt eröffnet. ...mehr

Richard Meiers neues Arp-Museum am Bahnhof Rolandseck

Moderne weiße Lustburg für Hans Arp


„Der Träumer vermag häusergroße Eier tanzen zu lassen“. Manchmal werden eben doch visionäre Träume Realität. Die Reihe mittelalterlicher Burgen im Rheintal hat eine moderne Fortsetzung erfahren. Nicht häusergroße Eier, wie Hans Arp es 1955 formulierte, sondern eine Trias aus Bahnhof, Bergwerk und Burg sollen künftig in attraktiver Lage mit einzigartiger musealer Atmosphäre das Werk des großen Dadaisten dauerhaft zur Geltung bringen. In Verlängerung der Bonner Museumsmeile knapp hinter die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz wartet nun eine neue Attraktion, die in Minuten mit dem Zug erreichbar ist. Er hält auf dem Weg nach Koblenz mitten im Museum. Ein sehr teurer Zug. Wird sich die fragwürdige Marketingarchitektur im Stil der gläsern-weißen Ewigkeitsmoderne dauerhaft rentieren? ...mehr

Vor fünfzig Jahren wurde das Museo di Capodimonte wieder eröffnet - Jubiläumsschau und Ausstellung zu Salvator Rosa

Eine Hommage an Neapel


Vor fünfzig Jahren, im Mai 1957, öffnete das Museo di Capodimonte in Neapel seine Pforten als staatliche Nationalgalerie. Aus diesem Anlass organisiert das Museum jetzt eine Ausstellung mit über fünfzig hochrangigen Gemälden. Die Werke aus bedeutenden Sammlungen weltweit sollen nicht ein Thema behandeln oder einen Künstler würdigen. Kurator Nicola Spinosa will die Leihgaben als Hommage an das Kunstinstitut, an Neapel und sein Umland, und als Zeugnis der engen internationalen Zusammenarbeit des Capodimonte mit Museen in aller Welt verstanden wissen. ...mehr

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