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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museen

Europas Kulturhauptstadt „Metropole Ruhr“ startet mit der Neueröffnung ihres „Ruhr Museums“

Update in der Kohlenwäsche


Ruhr Museum

Wer kennt es nicht, das grandiose Ensemble der Essener Zeche Zollverein. Einen Tag bevor hier am vergangenen Samstag das Europäische Kulturhauptstadtjahr mit rund 100.000 Besuchern offiziell startete, öffnete an selber Stelle die neu konzipierte Dauerausstellung des Ruhrlandmuseums ihre Tore. Zehn Jahre hat es gedauert, das nunmehr unter dem Namen „Ruhr Museum“ firmierende Institut in neuer zeitgemäßer Stiftungsstruktur in einem adäquaten Domizil zu errichten. Nach 106 Jahren des Vagabundierens hat die 1904 als städtische Institution gründete Einrichtung nun ein kongeniales Domizil in der ehemaligen Kohlenwäsche auf Zollverein gefunden. Doch keine Angst: Von einer Romantisierung des Kohlenpotts kann keine Rede sein. ...mehr

Hagen setzt weiteren Impuls mit der Eröffnung eines neuen Museumsquartiers

Erster Prolog der Kulturhauptstadt Ruhr


Blick auf das Osthaus Museum mit dem neuen Foyer des Kunstquartiers Hagen

Glückliche Fügungen bilden oft die Grundlage probater Lösungen. So geschah es auch im westfälischen Hagen. Seit genau ein Dutzend Jahren war man bestrebt, dem Werkschaffen Emil Schumachers ein separates Museum zu widmen. Der 1912 ebendort geborene und 1999 auf Ibiza verstorbene Künstler gehört zu den maßgeblichen Vertretern abstrakter Malerei in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Sohn Ulrich Schumacher überführte seine große Kollektion väterlicher Werke in eine Stiftung. Dann endlich erklärte sich auch das Land Nordrhein-Westfalen bereit, den namhaften Betrag von 13,5 Millionen Euro aufzubringen, mehr als die Hälfte der gesamten Kosten von 26,2 Millionen Euro für einen Museumsneu- und umbau in Hagen. Am vergangenen Wochenende wurde er nun als erster neuer Leuchtturm der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eröffnet. ...mehr

Mit der Eröffnung seines spektakulären Privatmuseums Punta della Dogana in Venedig setzt sich der französische Milliardär und Luxusgüterproduzent François Pinault ein weiteres Denkmal zu Lebzeiten. Der japanische Sichtbeton-Minimalist Tadao Ando besorgte den Umbau

Schatzkammer eines Unersättlichen


Punta della Dogana – François Pinault Foundation

Der eine hat es vom Besitzer eines kleinen Sägewerks zum viertreichsten Mann Frankreichs gebracht, der andere vom Profiboxer zum berühmtesten Architekten Japans. Studiert hat keiner von beiden – doch vielleicht ist genau das ihr Geheimrezept. Die Rede ist von François Pinault, 72, und Tadao Ando, 68. In Venedig nun kreuzen sich die Wege dieser beiden erfolgreichen Aufsteiger aus zwei so unterschiedlichen Kulturen. Der Milliardär und Kunstsammler François Pinault hat sich dort für 20 Millionen Euro vom Stararchitekten Tadao Ando die Punta della Dogana, das im 16. Jahrhundert errichtete und zuletzt arg baufällige Zollamt der Republik Venedig, in ein modernes Museum umbauen lassen. Das Gebäude jedoch verbleibt im Besitz der Stadt. Pinault hat es für 30 Jahre geleast und dabei so mächtige Konkurrenten wie das Guggenheim-Museum ausgestochen. ...mehr

„Wer Stiefel trägt, sieht Kunst.“ Getreu diesem Motto lockt die Skulpturenlandschaft rund um das ehemalige Kloster Schönthal bei Basel zum Kunstbummel der herausfordernden Art. Wer es wagt, über Stock und Stein zu wandern, wird mit Skulpturen von Tony Cragg, Richard Long, Ian Hamilton Finlay, Ulrich Rückriem oder Roman Signer entschädigt - für gestresste Besucher der Art Basel eine willkommene Alternative zum hektischen Messerummel

Schatzsuche in Gummistiefeln


Hinter mancher Autobahnausfahrt verbergen sich wahre Schätze. Die meisten Kunstfreunde, die von Basel in Richtung Luzern oder weiter nach Italien reisen, ahnen wohl nicht, dass sich nur wenige Kilometer von der kleinen Autobahnausfahrt Diegten entfernt ein Skulpturenrefugium der ganz besonderen Art verbirgt. Verlässt man die Autobahn, dann führt sehr bald schon eine kleine und kurvige Straße über sanft gewellte, grüne Hügel zum Kloster Schönthal. Vorbei geht es an uralten Bauernhäusern, weidenden Kühen, saftig grünen Wiesen, dichten Laubwäldern und kleinen Heuschobern. Schweiz pur, aber ohne alles Schroffe. Wir befinden uns hier in den mittelgebirgsartigen Ausläufern des Jura. Die Hochalpen sind gedanklich weit entfernt. Nach einer rund zehnminütigen Kurvenfahrt erreicht man schließlich ganz unvermittelt das Kloster Schönthal, ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster mit einer erstaunlich gut erhaltenen romanischen Kirche. Es wurde 1187 geweiht und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. ...mehr

Die Königlichen Kunstmuseen zu Brüssel eröffnen heute in einem separaten Bau ein neues Magritte-Museum

Facetten eines Wolkenverschiebers


Musée Magritte, Brüssel

Wenn es dämmrig wird, leuchten ausgewählte Sprossenfenster des Altenloh-Palastes am Brüsseler Königsplatz hell auf. Installierte Lichtscreens suggerieren einen hellblauen Himmelskosmos im Innern, in dem weiße Wolken driften. Die in Anlehnung an Motive in René Magrittes Gemälden gestaltete Animation erweist sich jedoch als plumpe Täuschung. Eine fragwürdige Stimmung durchzieht sowohl die abgedunkelten Säle als auch die ausgestellten Gemälde im neuen Musée Magritte. Doch der Reihe nach: Als Michel Draguet im Jahr 2005 den Posten des Generaldirektors der Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel antrat, tat er dies im Bestreben, René Magritte, Belgiens bekanntestem Maler neben James Ensor und Paul Delvaux, ein eigenes Museum einzurichten. In dem riesigen Museumsensemble aus alten Palästen auf dem Kunstberg stand die Asbestsanierung des 1779 errichteten und 1983 für Ausstellungszwecke völlig entkernten klassizistischen Altenloh-Palastes an. Hier ist nun ab heute die mit rund 200 Werken weltweit größte Sammlung von Arbeiten Magrittes konzentriert der Öffentlichkeit zugänglich, nicht zuletzt auch deshalb, um die auf 450.000 Gäste geschrumpften Besucherzahlen auf eine halbe Million pro Jahr zu heben. Wie bescheiden! ...mehr

Ist das am Montag in München eröffnete Museum Brandhorst Konkurrenz oder Ergänzung zur Pinakothek der Moderne? Brandhorst-Direktor Armin Zweite urteilt salomonisch: Jedes Haus hat seine Stärken

Twombly und Warhol als Trumpfkarte


Saal mit dem „Lepanto“-Zyklus von Cy Twombly

Bei Eröffnungsfeiern badet man gerne in Superlativen. Das sei Weltniveau, urteilte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer am Montag über Bau und Sammlung des Museums Brandhorst. Während Direktor Armin Zweite die Sache relativierte. Kein zweites Museum in Europa könne einen derartigen Bestand an Arbeiten Andy Warhols und derartig wichtige Werkgruppen des großen amerikanischen Malers und Bildhauers Cy Twombly aufweisen. Und in der Tat: Twomblys erst 2007 und 2008 entstandener „Rosen-Zyklus“, der allein einen einzigen Saal ausfüllt, ist eine kraftvolle und zärtliche Hymne auf die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur, eine altersweise Stimme der Gegenwart, die sich einreiht in den zeitlosen Kanon dessen, was die Kunst und damit die Menschheit betrifft und bewegt. ...mehr

Erste Impressionen der Sammlung Brandhorst

Poppiger Kunstriegel


Münchens neues Kulturreich – das Museum Brandhorst

Es ist so weit. Was für eine Ehre! Mit einem Staatsakt weiht der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer am kommenden Montag das neueste Museum im Freistaat ein. Ein profilierter wie origineller Zugewinn inmitten des Kunstareals mit seinen drei Pinakotheken als Flagschiffe ist das Museum Brandhorst, das sich in Vielem anders gibt. Die private, von Udo und seiner zwischenzeitlich verstorbenen Gattin Anette Brandhorst seit Beginn der 1970er Jahre zusammengekaufte Auswahl an wegweisenden Kunstwerken des 20ten und 21ten Jahrhunderts umfasst mittlerweile rund 700 Arbeiten. Die Bayern schafften es im Jahr 1999, die Kölner Brandhorst vom Rhein an die Isar zu locken. Als Gegenleistung finanzierten sie einen 48 Millionen Euro teuren Museumsneubau und verpflichteten sich zum Unterhalt sowie Übernahme der Personalkosten. Künftige Ankäufe werden von den Erträgen des 120 Millionen Euro-Kapitals der 1993 gegründeten Udo und Anette Brandhorst Stiftung getätigt; man rechnet mit zwei Millionen Euro jährlich. Davon können die meisten Museen in öffentlicher Trägerschaft nur träumen. ...mehr

Abgelegen und faszinierend zugleich: Im argentinischen Colomé wurde jetzt das weltweit erste James Turrell Museum eröffnet

Das Museum am Ende der Welt


James Turrell, Unseen Blue, 2002

Kunstmuseen befinden sich normalerweise dort, wo mit vielen Besuchern zu rechnen ist: Im Zentrum großer Städte, in berühmten Schlössern oder an anderen gut erreichbaren Orten. Das erste Museum weltweit, das exklusiv dem Werk des amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell gewidmet ist, kann mit guter Erreichbarkeit überhaupt nicht punkten. Wer diesen faszinierenden neuen Kunstort live erleben möchte, muss hoch hinaus. Genauer gesagt: auf 2.300 Meter ins Hochland der argentinischen Anden. Fünf Stunden dauert die Fahrt von der Provinzhauptstadt Salta bis zur Estancia Colomé. Die abenteuerliche Anreise führt durch den Nationalpark „Los Cardones“ mit atemberaubenden Riesenkakteen, die den wüstenartigen Gebirgszügen der Sierra ein archaisches Gepräge geben. Der Himmel hier oben ist stahlblau. Die Sonne scheint 350 Tage im Jahr. ...mehr

Flotte Kiste mit begrenzter Haltbarkeit: Die Temporäre Kunsthalle Berlin öffnet pünktlich zum Kunstherbst 2008. In zwei Jahren jedoch soll sie bereits wieder abgebaut werden

Das Blaue Wunder von Berlin


Temporäre Kunsthalle Berlin im Oktober 2008

Etwas verloren steht sie in der immer noch von Baulücken und Brachflächen geprägten Mitte Berlins schon da. Die Temporäre Kunsthalle Berlin, die jetzt nach nur fünfmonatiger Bauzeit eröffnet wurde, soll für zwei Jahre all den Ausstellungen eine vorübergehende Plattform bieten, für die es bisher in der Hauptstadt keinen geeigneten Ort gegeben hat. Gezeigt werden soll ausschließlich Kunst, die in Berlin entsteht. Errichtet wurde das elf Meter hohe, kubusförmige Gebäude mit einer Gesamtfläche von knapp 1.700 Quadratmetern, davon 600 Quadratmeter reine Ausstellungsfläche, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Französischen Dom, der Staatsoper und der Museumsinsel. Direkt vis-à-vis beseitigen Abbruchunternehmen derzeit die letzten Reste des ehemaligen Palastes der Republik. Abbruch – ein Schicksal, das in zwei Jahren auch der Temporären Kunsthalle drohen soll, plant man doch genau an dieser Stelle, hinter der wiederaufgebauten Fassade des Berliner Stadtschlosses das so genannte Humboldt-Forum zu errichten. Aber bis dahin fließt natürlich noch viel Wasser die Spree hinunter. Und wer weiß, vielleicht ist dem weißblauen Kubus am Ende angesichts leerer Staatskassen ja doch ein längeres Leben beschieden als geplant. ...mehr

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News vom 25.09.2018

Kaiserring-Stipendiat Matt Copson in Goslar

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Berliner Kunstszene lädt zur Art Week

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Bogomir Ecker in Wuppertal

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