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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Museen

Das neue Diözesanmuseum von Peter Zumthor in Köln

Wahrhaftiger Kunstbau auf Glaubensfundamenten


Filtermauerwerk in Kolumba

Herausfordernd und verlockend zugleich schien die zu lösende Bauaufgabe. Vor 17 Jahren entschied sich die Kölner Erzdiözese, auf einem traditionsbehafteten Innenstadtgrundstück ein Haus für ihr Kunstmuseum zu errichten. Es galt dabei, zweitausendjährige Geschichtsfragmente mit zeitgenössischer Kunst zu verbinden. Denn das Trümmerfeld im Schatten des Domes ist eine archäologische Zone mit ausgegrabenen Fundamenten dreier Vorgängerbauten der Kirche St. Kolumba vom 9ten bis zum 13ten Jahrhundert inklusive älterer Spolien aus der spätrömischen Epoche und Kölner Gründungszeit ab dem 1ten Jahrhundert. Zu erhalten waren auch die kriegsversehrten Mauerreste der mittelalterlichen St. Kolumba-Kirche sowie die 1950 nach einem Entwurf Gottfried Böhms errichtete Kapelle „Madonna in den Trümmern“ zur Verehrung einer das Kriegsbombardement unversehrt überstandenen gotischen Marienfigur. ...mehr

Das neue Forum für die Kunst Adolf Frohners in Krems

Zufälle, die ich provoziere


Kein Museum, sondern ein lebendiges Kunstzentrum hatte Adolf Frohner im Sinn, als er sich gegen das Angebot von Niederösterreich, ihm schon zu Lebzeiten mit einem eigenen Ausstellungshaus zu würdigen, verwahrte. Dem Künstler, der als Autodidakt begonnen hatte und seit 1972 als Professor an der Wiener Universität für Angewandte Kunst lehrte, war solch eine Ehrung suspekt: Ein Museum sei etwas für Tote, meinte er und wünschte sich stattdessen ein lebendiges Forum. Auf dem Gelände des Minoritenklosters Krems-Stein, im ehemaligen Klostergarten, sollte das „forum frohner“ errichtet werden. Frohner hatte exakte Vorstellungen von dem Neubau. Ebenso wollte er das Ausstellungsprogramm selbst gestalten. Am 19. Januar 2007 erfolgte der erste Spatenstich. Fünf Tage später starb Adolf Frohner völlig unerwartet im Alter von 72 Jahren. ...mehr

Museum Abteiberg in Mönchengladbach ist wieder ein Publikumsmagnet

Ehrgeiziger Dialogpartner der Kunst


Kein Ausstellungshaus markiert so sehr den steilen Auftrieb der Bauaufgabe Museum wie das am 23. Juni 1982 eröffnete Städtische Museum Abteiberg in Mönchengladbach. Bis heute dauert der Museumsboom an. Alle paar Monate erreichen uns Berichte von glanzvollen Einweihungen neuer Bauten, zuletzt in Rolandseck, Köln oder Ulm. Ein Ende ist noch längst nicht absehbar. Eröffnungen wie die des neuen Emil Schumacher Museums in Hagen oder der Münchener Sammlung Brandhorst sind für die nächsten Monate avisiert. Doch heute, über ein Vierteljahrhundert nach dem Auftakt am Niederrhein, hat sich viel verändert. Der Mönchengladbacher Bau fällt noch in eine Zeit, in der Museen letztmalig vorrangig als Orte reiner Kunstsammlungen konzipiert wurden. Der Prozess hin zu einer multifunktionalen, unternehmens- und marketingorientierten Plakativarchitektur vollzog sich in der Folge schleichend. So dominieren in Mönchengladbach die 3.500 Quadratmeter großen Ausstellungsflächen. Servicebereiche wie Café wurden eher beiläufig platziert, einen „Shop“ sucht man vergebens. Jedwede ökonomische Aufrüstung abseits der Kunst fehlt. Bildung besitzt hier noch gewichtigen Stellenwert. ...mehr

Neue Kunsthalle Weishaupt in Ulm eröffnet

Grandioses Kunstschaufenster


Das kleinteilige mittelalterliche Stadtgefüge Ulms ist nach großen Kriegsverwüstungen und verkehrsgerechtem Ausbau weitgehend Vergangenheit. Doch eine bedächtige wie innovative Baupolitik bewirkte in den zurückliegenden Jahren die attraktive Revitalisierung. Nicht Anbiederung an das Alte, sondern individuell schöpferische Akzente in der Sprache der Jetztzeit in Anbindung an vorgegebene Fluchtlinien und Proportionen sorgen mittlerweile dafür, dass Besucher die Stadt nicht nur wegen der gotischen Münsterkirche aufsuchen. Nach dem Stadthaus von Richard Meier (1987-93), der pyramidalen Stadtbibliothek von Gottfried Böhm (2004) wurde am 24. November die neue kantige Kunsthalle Weishaupt eröffnet. ...mehr

Richard Meiers neues Arp-Museum am Bahnhof Rolandseck

Moderne weiße Lustburg für Hans Arp


„Der Träumer vermag häusergroße Eier tanzen zu lassen“. Manchmal werden eben doch visionäre Träume Realität. Die Reihe mittelalterlicher Burgen im Rheintal hat eine moderne Fortsetzung erfahren. Nicht häusergroße Eier, wie Hans Arp es 1955 formulierte, sondern eine Trias aus Bahnhof, Bergwerk und Burg sollen künftig in attraktiver Lage mit einzigartiger musealer Atmosphäre das Werk des großen Dadaisten dauerhaft zur Geltung bringen. In Verlängerung der Bonner Museumsmeile knapp hinter die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz wartet nun eine neue Attraktion, die in Minuten mit dem Zug erreichbar ist. Er hält auf dem Weg nach Koblenz mitten im Museum. Ein sehr teurer Zug. Wird sich die fragwürdige Marketingarchitektur im Stil der gläsern-weißen Ewigkeitsmoderne dauerhaft rentieren? ...mehr

Vor fünfzig Jahren wurde das Museo di Capodimonte wieder eröffnet - Jubiläumsschau und Ausstellung zu Salvator Rosa

Eine Hommage an Neapel


Vor fünfzig Jahren, im Mai 1957, öffnete das Museo di Capodimonte in Neapel seine Pforten als staatliche Nationalgalerie. Aus diesem Anlass organisiert das Museum jetzt eine Ausstellung mit über fünfzig hochrangigen Gemälden. Die Werke aus bedeutenden Sammlungen weltweit sollen nicht ein Thema behandeln oder einen Künstler würdigen. Kurator Nicola Spinosa will die Leihgaben als Hommage an das Kunstinstitut, an Neapel und sein Umland, und als Zeugnis der engen internationalen Zusammenarbeit des Capodimonte mit Museen in aller Welt verstanden wissen. ...mehr

Ein Satellit in der Hauptstadt: Im Berliner Projektraum Cluster organisieren Absolventen der Kieler Muthesius Kunsthochschule spannende Ausstellungen und Veranstaltungen

Mit Volldampf von Kiel nach Berlin


Der seit einiger Zeit in Mode gekommene Begriff „Cluster“ wird in vielen Bereichen verwendet. Er steckt das Wortfeld „Bündel“, „Nest“ oder „Anhäufung“ ab und taucht unter anderem in der Astronomie, in der Computertechnik oder in der Biologie auf. Cluster ist auch der Name eines im Juni 2006 eröffneten Projektraums für Ausstellungen in Berlin. Ehemalige Studenten aus Kiel haben ihn angemietet und organisieren nun zusammen mit der Kunsthistorikerin Barbara Buchmaier Gruppen- und Einzelausstellungen im Zwei- bis Vierwochenrhythmus. Damit steht die Achse Kiel-Berlin. Das Gründungsteam hat überwiegend an der Muthesius Kunsthochschule studiert. Mittlerweile hat sich der Kreis der ausstellenden Künstler jedoch auch um einige Berliner erweitert. Im Schneeballsystem werden, wie in der Kunstszene üblich, neue Kontakte geknüpft und sinnvolle, produktive Kooperationen schnell unter Dach und Fach gebracht. ...mehr

Die „BallinStadt“ in Hamburg als überinszenierte Erlebniswelt für High-Tech-Junkies

Im festen Griff der Erlebnisindustrie


Die Hafenstadt Hamburg bezeichnet sich gerne als das Tor zur Welt. Heute, wo man nahezu jeden Ort auf dem Globus in wenigen Stunden mit dem Flugzeug erreichen kann, ist das natürlich ein etwas überholtes Etikett. Doch zu Zeiten der großen Auswanderungswellen von der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts bis in die Mitte der 1930er Jahre war die Hansestadt tatsächlich für rund fünf Millionen Menschen ein Ort des Abschieds von Europa und des Aufbruchs in die erhoffte bessere Zukunft. Hamburg war damit der zweitwichtigste Auswanderungshafen Deutschlands, nur noch übertroffen vom nicht weit entfernten Bremerhaven, von wo aus rund sieben Millionen Menschen Europa endgültig verließen. Und nachdem dort bereits im August 2005 das Deutsche Auswandererhaus seine Pforten geöffnet hat, zieht jetzt auch die Elbmetropole mit einem ähnlichen Konzept nach. Am historischen Ort der 1901 in Betrieb genommenen Auswandererhallen der HAPAG – Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft – hat jetzt mit der BallinStadt-Auswandererwelt Hamburg eine Dauerausstellung eröffnet, die Einblicke in die Geschichte der Auswanderung nach Amerika vermitteln will. ...mehr

Neuhängung des 19. Jahrhunderts im Kölner Wallraf-Richartz-Museum

Malerische Dialoge


Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln hat nicht zu viel versprochen: Seit einigen Wochen freut man sich dort über die Neuhängung der Gemälde des 19. Jahrhunderts und insbesondere über die neue technische Ausstattung – zu Recht. Die neue Lichtanlage und eine Abwechslung in der Farbgestaltung der Ausstellungsräume bringen die Gemälde optimal zur Geltung. Nicht nur qualitativ ist die neu konzipierte Sammlung damit auf dem besten Weg zu moderner Museumspräsentation – ermüdet doch der Besucher der Mittelalterabteilung nicht nur wegen der etwas angestaubten Darbietung der Tafeln, sondern auch wegen einer durchaus nicht immer begeisternden künstlerischen Güte. ...mehr

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