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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Museen

Artistische Höhenflüge: In Tirol entsteht gerade auf 1.800 Meter Höhe eine neue Kunsthalle als Teil eines Luxushotels. Eröffnet wird sie im Sommer 2016. Die Kunst spielt im Hotel Arlberg Hospiz allerdings schon jetzt eine große Rolle

Kaktus vor Schneelandschaft


André Wagner, gehoben, 2014

Es gibt Männer mit Visionen. Florian Werner, Jahrgang 1966, ist so einer. Er stammt aus einer Hoteliersfamilie. Sein Vater, Adolf Werner, machte das traditionsreiche Arlberg Hospiz in St. Christoph an einer der wichtigsten Passstraßen zwischen Tirol und Vorarlberg zu einem der führenden Fünfsterne-Hotels des Alpenraums. Nicht nur Wintersportler zieht es in das gemütliche Haus mitten in den angesagten Skigebieten. Prominente, Industriebosse, Staatschefs und gekrönte Häupter lieben diesen Rückzugsort auf 1.800 Metern Höhe seit Jahrzehnten und kommen immer wieder gern: von Papst Benedikt über Felipe von Spanien bis zu Tina Turner. Florian Werner und seine Frau führen das Haus mit diskretem Charme. Sein Vater, Seniorchef Adolf Werner, baute den legendären Weinkeller mit Großflaschen der besten Châteaux im Bordeaux-Gebiet auf. Dieser gilt als einer der bestsortiertesten Weinkeller der Welt und bildet damit für viele Gäste einen exklusiven Anziehungspunkt. ...mehr

In Basel hat jetzt das Haus der elektronischen Künste eröffnet

Neues Kompetenzzentrum für Medienkunst


Das Haus der elektronischen Künste Basel

Es tut sich was auf dem einst rauen Dreispitz-Areal im Basler Süden. Ein großer Teil des von Lagerhallen und Industriebetrieben geprägten Geländes wird nach und nach einer kulturellen Umnutzung zugeführt. Im Sommer erst hat die Hochschule für Gestaltung und Kunst ihren silbrig glänzenden, achtstöckigen Neubau bezogen. Das international renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron hat für sein umfangreiches Archiv und die firmeneigene Kunstsammlung einen markanten Neubau errichtet, der zudem noch luxuriöse Loftwohnungen beherbergt. Und Ende November ist auch noch ein spannender Ausstellungsort hinzugekommen: Das Haus der elektronischen Künste versteht sich als ein Ort für Ausstellungen, Performances, Konzerte, Workshops, Symposien und vieles mehr. Eines will es aber ganz dezidiert nicht sein: ein weiteres Museum. Davon hat Basel nämlich bereits eine ganze Menge. Auf knapp 180.000 Einwohner kommen fast 40 Museen. Das ist selbst in der Schweiz, dem Land mit der weltweit größten Museumsdichte, rekordverdächtig. ...mehr

Völkerkunde neu interpretiert: In Genf eröffnete jetzt das Musée d’ethnographie de Genève in einem gelungenen Neubau im zentral gelegenen Stadtteil La Jonction. Geplant wurde das Haus von den Zürcher Architekten Marco Graber und Thomas Pulver. Die Szenographie der Dauerausstellung hat das Stuttgarter Atelier Bruckner realisiert

Die Individualität des Anderen


Musée d’Ethnographie de Genève

Völkerkunde einmal anders. Auf dem Weg zur unterirdisch gelegenen Black Box des jetzt nach vier Jahren Bauzeit neu eröffneten Musée d’ethnographie de Genève (MEG) beeindruckt zunächst einmal die lange Liste der über 2.000 Spender und Gönner, die auf einer Wand aufgebracht ist. Genfer Bürger, Missionare, Politiker und Botschafter, aber auch Staaten haben dem 1901 gegründeten Museum über die Jahrzehnte mehr als 80.000 Exponate aus aller Herren Länder geschenkt, gestiftet oder vermacht. Das Museum besitzt somit die größte völkerkundliche Sammlung der Schweiz. Bisher war es in der alten Villa Mon Repos im Stadtteil La Jonction untergebracht, am Zusammenfluss von Rhône und Arve, in unmittelbarer Nähe zum quirligen Quartier des Bains mit seinen Galerien, Museen, Cafés und Buchläden. Jetzt konnte für 68 Millionen Schweizer Franken direkt nebenan ein Neubau realisiert werden. Die Stadt Genf lobte einen Wettbewerb aus, den das Zürcher Büro Graber Pulver Architekten gewann. Die ebenso simple wie städtebaulich geniale Idee von Marco Graber und Thomas Pulver: Die gesamte Ausstellungsfläche von 2.020 Quadratmetern liegt jetzt unter der Erde. ...mehr

Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt ist nach sieben Jahren Renovierung wieder für Besucher geöffnet. Das Universalmuseum überzeugt durch eine zeitgemäße Gestaltung, sinnvoll eingesetzte technische Informationsmedien und eine ansprechende Präsentation der vielfältigen Sammlungen

Gesammeltes Wissen


Säulenumgang im sanierten Hessischen Landesmuseum mit Bad Vilbeler Mosaik

Schon von Außen sind nach dem Verschwinden der jahrelang verhüllenden Baugerüste die grundlegenden Sanierungsarbeiten deutlich. Die Dächer des Hessischen Landesmuseums erscheinen nun wieder in den ursprünglich vorhandenen Bronzetönen. Im Empfangssaal, vorbei an den beiden die Treppe säumenden Löwen, tritt dem Besucher die ursprüngliche Pracht des Baus entgegen. Unter der Stuckdecke mit den wiederhergestellten Rosetten erstrahlt die vollkommen leere Halle nun wieder hell und einladend. Die Grundsanierung des Museumsbaus in Darmstadt war dringend nötig. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schäden mit schlechten Materialen nur unzulänglich behoben. Der Modernisierungswahn der 1970er Jahre verstellte durch Einbauten oder abgehängte Decken die anfängliche Idee und Schönheit des Gebäudes. Der Brandschutz war in Jahre gekommen, und schließlich regnete es noch durch die Dächer. Nun wird das Hessische Landesmuseum seinem Anspruch auf Darstellung des gesamten Wissens wieder auf beste museale Weise gerecht und präsentiert die mannigfaltigen Sammlungen des Hauses in seiner neuen Dauerausstellung. ...mehr

Heute eröffnet das LWL-Museum für Kunst und Kultur seinen Museumsneubau im Zentrum von Münster

Von Hof zu Hof


Spitze des LWL-Museums für Kunst und Kultur Münster

Das Zentrum der Westfalenmetropole Münster ist immer belebt. Rund um den Dom sind universitäre, politische und administrative Körperschaften konzentriert, die viele Menschen anziehen. Auch die Kunst gibt sich zu erkennen. 1908, im Jahr der Gründung, konnte das Westfälische Landesmuseum einen Neubau im Stil der Neorenaissance beziehen, dem das alte Ständehaus weichen musste. Seit den 1960er Jahren stand ihm ein minimalistischer Klotz zur Seite, der in die Jahre gekommen war und längst nicht mehr heutigen Museumsstandards genügte. Nach rund einem Dutzend von Jahren an Planungs- und Bauphasen ist er nun einem Neubau des LWL-Museum für Kunst und Kultur nach Plänen des Berliner Architekten Volker Staab gewichen. Der Altbau von 1908 wurde erhalten. Die Fläche des nach Herne verlegten, vormals südlich angrenzenden Archäologiemuseums wurde dem Neubau zugeschlagen. ...mehr

Fünf Jahre Warten haben sich gelohnt: Der gelungene Neubau des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster ist fertig. Mit 7.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist das Haus jetzt sogar größer als das Essener Folkwang Museum

Aufstieg in die erste Liga


Pipilotti Rist, *Münsteranerin, 2014

„Das ist kein Bau, der uns einfach nur fertig übergeben wurde“, sagt Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster. „Wir haben in der Planungsphase sehr intensiv mit den Architekten zusammengearbeitet.“ Rund 11.000 Quadratmeter Bauvolumen umfasst der elegante Neubau des LWL-Museums direkt am Domplatz. Die Ausstellungsfläche wird damit um 1.800 Quadratmeter auf 7.500 Quadratmeter erweitert. Der Berliner Architekt Volker Staab spricht von einer „Architektur der Höfe“. Er ersann für den Neubau eine Abfolge von vier unterschiedlich gewidmeten Raumkonzepten: Vorhof am Domplatz, zentraler Foyerraum, Patio und Vorplatz an der Rückseite. Durch die Foyersituation im Erdgeschoss entsteht ein offenes, vom Tageslicht durchströmtes Haus mit Bibliothek, Buchhandlung, Vortragssaal und Restaurant. „Wir wollen bewusst die Barrieren herunternehmen und den hermetischen, etwas abgeschlossenen Ort hier durchbrechen“, so Hermann Arnhold. ...mehr

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus in München punktet mit einer eigenen Abteilung zur Neuen Sachlichkeit und zeigt auf Dauer unter dem Motto „Menschliches, Allzumenschliches“ einiges, was lange im Depot schlummerte

Von der Melancholie sachlicher Bilder


Mit seiner exzellenten Sammlung zum Blauen Reiter, mit Gemälden Wassily Kandinskys, Franz Marcs und Gabriele Münters ist das Münchner Lenbachhaus weltberühmt geworden. Dass diese städtische Galerie eine respektable Kollektion von Werken der Neuen Sachlichkeit besitzt, ist etwas aus dem Blickfeld geraten. Dabei kann man ein Bild wie Christian Schads „Operation“ von 1929 weder übersehen, noch jemals wieder vergessen. Hier gibt es keine Emotionen, die Beteiligten funktionieren wie ein Uhrwerk. Die Sterilität des Operationssaals bestimmt die Atmosphäre auf dem Gemälde. Jedes Detail ist in einem peniblen Realismus erfasst. Technisch orientiert sich Schad an den Meistern des 15. und 16. Jahrhunderts. Die Gesichter und das Inkarnat sind fein ausgearbeitet, die Gewänder und Tücher mit ihren Falten, nahezu plastisch dargestellt. „Ein Weltklasse-Bild“, sagt Matthias Mühling, Direktor des Münchner Lenbachhauses zur Eröffnung der neukonzipierten Abteilung der Neuen Sachlichkeit. ...mehr

Nach zweijähriger Schließung und Erweiterung öffnet das restaurierte Mauritshuis in Den Haag wieder seine Tore

Vom Grund auf höchsten Level


Mauritshuis in Den Haag

Weit steht nun das mächtige Zweiflügeltor des gusseisernen Lanzengitterzauns offen. Den Vorplatz rahmend, hielt er früher die Passanten vor dem Mauritshuis in Den Haag stets auf Distanz. Statt des alten seitlichen Dienstboteneingangs kann der Besucher das noble Stadtpalais wieder wie ursprünglich konzipiert von vorne betreten. Doch anstelle einer Pyramide wie im Pariser Louvre verweist transparent ein beiseite platzierter Zylinder auf den neuen Zugang. Durch eine dezent eingeschnittene und die Silhouette nicht störende Aussparung im Boden führen eine offene Treppe und ein im gläsernen Zylinderschacht angeordneter Lift in die Tiefe. Die frühere Enge des alten Souterrains ist nun einem großzügigen Raumgefüge gewichen. Der komplette Vorplatz samt nebenan verlaufendem Straßenzug wurde neu unterkellert und zu einem ausgedehnten Foyer umfunktioniert. Ebenerdig in den Boden eingelassene Glasflächen sorgen für taghelle Belichtung. Für insgesamt 30 Millionen Euro hat eine der renommierten Gemäldekollektionen der Welt endlich ein würdiges Entree erhalten. ...mehr

Das Museum der Deutschen Bahn AG in Nürnberg setzt die Dauerausstellung bis in die Zukunft fort

Weichen kultureller Vernetzungen


in der neuen Dauerausstellung des DB Museums in Nürnberg

Im Mai 1833 gründete sich eine Gesellschaft zur Anlage einer Eisenbahnverbindung zwischen Nürnberg und Fürth. Im Folgejahr wurde die Konzession erteilt, und schon am 7. Dezember 1835 fuhr der erste Zug. So rasch ging das vor 180 Jahren. Grafiker bemühten sich schnell, Ansichten der neuen Bahn als Mitbringsel aufzulegen. Selbst Drucke von technischer Relevanz erfreuten sich wegen ihrer ästhetischen Qualitäten rasch großer Beliebtheit bei Sammlern. Doch auch ganz praktisch beeinflusste die Bahn bald das künstlerische Schaffen. Die Schule von Barbizon fußte auf den Errungenschaften der neuen Eisenbahn, mit der Mitte des 19. Jahrhunderts Künstler geschwind von Paris aus in den Wald von Fontainebleau gelangen konnten, um realistische Naturmotive zu malen. Als Motor des Fortschritts beförderte das neue Verkehrsmittel nebenbei die auch Revolution der Kunst. ...mehr

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