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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Künstler

Zum 200ten Todestag des „Englischen Cabinetsmachers“ David Roentgen

Künstler und Globalplayer


Die Zarin Katharina II. von Russland gehörte zu seinen Großabnehmern ganzer Saaleinrichtungen, König Friedrich der Große von Preußen regte sich 1771 über seine „exorbitant lächerlichen Forderungen“ auf, Markgräfin Caroline Louise von Baden beschwerte sich über die hohen Kosten seiner Möbel und dass es ähnliche Stücke in Straßburg viel „wohlfeiler“ gäbe, die Potentaten von Bayern, Hessen, Mecklenburg, Sachsen, Trier und Würzburg, ja sogar der französische König ließen sich von ihm beliefern – in der Internationalität und Hochherrschaftlichkeit seiner Kunden war der wohl bedeutendste deutsche Kunstschreiner, Ebenist oder – wie er sich selber nennt – „Englische Cabinetsmacher“ David Roentgen kaum zu schlagen. Mit der exzeptionellen Verarbeitungsqualität seiner Möbel gehörte er zur Spitze der europäischen Möbelkunst, in jenem halben Jahrhundert, das diese kunsthandwerkliche Sparte in höchster Blüte sah und Ebenisten Künstlern gleichstellte. ...mehr

Stephan Huber erhält in diesem Jahr den Bremer Bildhauerpreis

Ein Mann, der Berge versetzen kann


Wenn einer in den Bergen groß geworden ist, dann schreibt sich diese Erfahrung wohl unauslöschlich in seine Biografie ein. So auch bei dem Münchner Künstler und diesjährigen Preisträger des „Bremer Rolandpreises für Kunst im öffentlichen Raum“. Im Werk des 1952 in Lindenberg im Allgäu geborenen Künstlers Stephan Huber nimmt die seit der Kindheit als prägend empfundene, imposante Kulisse der Bergwelt eine zentrale Stellung ein. „Der Berg an sich ist nicht kritisierbar“, verbeugt sich Huber vor der Schönheit der Natur als Sehnsuchtsort. ...mehr

Die Fotografin Natascha Borowsky

Vom Alltagsmüll zu Kunstjuwelen


„Manchmal will man gar nicht wissen, was es ist. Hauptsache, es ist trocken“, sagt Natascha Borowsky, während sie vom Bürgersteig in der Düsseldorfer Ackerstraße ein undefinierbares, bräunliches Stück offenbar organischen Materials aufhebt und in ein Papiertaschentuch einwickelt. Ein paar Schritte weiter in einem Café wird sie sich dann gründlich die Hände waschen. ...mehr

Bruce Nauman erhält als Erster den Kunstpreis der Stadt Düsseldorf

Kunst mit der Wucht eines Baseballschlägers


Seine Anwesenheit war die größte Sensation. Am Wochenende erhielt der amerikanische Konzeptkünstler Bruce Nauman den mit 55.000 Euro dotierten ersten „Kunstpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf“. Die Preisverleihung, zu der der in der Abgeschiedenheit seiner Ranch in New Mexico lebende Nauman in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt gereist war, bildete zugleich den Auftakt der ersten Düsseldorfer Quadriennale. Diese in Zukunft alle vier Jahre stattfindende und mit einem großzügigen Budget von fünf Millionen Euro finanziell gut unterfütterte Ausstellungsoffensive, die bis Ende des Jahres unter dem Leitmotiv „Körper in der Kunst“ in 16 Düsseldorfer Kunstinstitutionen wichtige Ausstellungen verbindet, soll das Label „ArtCityDüsseldorf“ festigen. ...mehr

Heinz Mack wird 75

Licht, mehr Licht


Das Zero feiert sein Comeback und Heinz Mack heute seinen 75sten Geburtstag. Gleich mehrere Ausstellungen weisen in diesem Jahr auf die Bedeutung der 1957 etablierten Düsseldorfer Künstlergruppe hin, deren Mitbegründer der am 8. März 1931 im hessischen Lollar geborene Mack ist. Auch das Museum Abteiberg in seinem Wohnort Mönchengladbach ehrt den Licht- und Kinetikkünstler von heute an mit einer Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen Schwarzweiß-Fotografien und Fotogramme, ein bisher wenig beachtetes Medium im Schaffen Macks. Aber auch hier arbeitet er mit Licht, das für ihn zum bestimmenden Faktor seiner Kunst geworden ist und ihn berühmt gemacht hat. ...mehr

Tjorg Douglas Beer

Trains and boats and planes


„Why am I always on a plane or a fast train?“ Eine Frage, die sich Popstars à la Rufus Wainwright, Topmanager, aber auch viele Protagonisten des internationalen Kunstbetriebs stellen. Mit melancholischer Sehnsucht, cooler Professionalität oder schierer Neugier brachen und brechen immer wieder Künstler in fremde Weltgegenden auf. Die deutschen Expressionisten zog es bloß an die Ostseestrände der Kurischen Nehrung, Dieter Roth wählte zumindest zeitweilig Island als Rückzugs- und Arbeitsort, und auch die jüngere Künstlergeneration reizen kurze oder längere Arbeitsaufenthalte fern ihrer angestammten Reviere - sei es auf der griechischen Aussteigerinsel Mykonos, in der kanadischen Einsamkeit oder als P.S.1-Stipendiat in New York. ...mehr

Elsbeth Arlt im Neubau der Berliner Volkswagen-Universitätsbibliothek

Kunst im Haus der Bücher


Universitätsbibliotheken sind würdevolle Orte der Forschung, des Rückzugs, der konzentrierten Lektüre und des stillen Studierens. Der Bibliotheksbenutzer sitzt in der Regel abgeschottet an seinem Leseplatz, vermeidet jegliche Ablenkung visueller oder akustischer Art und hebt nur gelegentlich den Blick von seinen Büchern. Auch der Neubau der Universitätsbibliothek im Volkswagen-Haus in Berlin, in den die Berliner Technische Universität und die Universität der Künste eingezogen sind, ist solch ein Ort der gelehrsamen Ruhe. Auf vier lichten Etagen wird hier in entspannter Konzentration gelesen und gearbeitet. Hebt ein in die Lektüre vertiefter Nutzer gelegentlich doch einmal den Blick, bleibt sein Auge vielleicht an einem Satz hängen, den er womöglich nicht in seinen Büchern finden konnte: „Lorna in Liebe gewidmet.“ ...mehr

Milan Kunc und die Gruppe Normal auf der 2. Prager Biennale

Wiedervereinigt, aber nicht zusammen


Die Gruppe Normal, deren Mitglieder Peter Angermann, Jan Knap und Milan Kunc 1979/80 ungefähr ein Jahr lang durch diverse gemeinsame Ausstellungen und Straßenmalaktionen – so bei 11. Pariser Biennale von 1980 oder der „Times Square Show“ in New York im selben Jahr - international Aufsehen erregten, sind ein wenig in Vergessenheit geraten. Damals machten sie mit ihrem als „Punkpop“ überschriebenen, postmodernen, ironisch-trotzigen sozialistischen Realismus die Kunstwelt auf sich aufmerksam und persiflierten die plakative Propaganda der Ostblock-Staaten. Kennen gelernt hatten sie sich zu Beginn der 1970er Jahre als Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys und Gerhard Richter. Getreu ihrem Leitspruch „Das Einfache ist der einzige Weg, die Kunst wieder in Bewegung zu bringen“ wollten sie mit ihrer figurativen, am Comic und der Buchillustration orientierten Malerei die Kunst wieder unters Volk bringen. ...mehr

100 Jahre Künstlergemeinschaft „Brücke“

Gärende, revolutionäre Kräfte


Als Anführer der künstlerischen Rebellion in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden sie gerne bezeichnet. Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff waren aber zunächst nicht primär Maler, sondern Architekturstudenten, als sie sich am 7. Juni 1905 in Dresden in einer Künstlergemeinschaft unter der Bezeichnung „Brücke“ zusammenschlossen. Auf den Namen „Brücke“ kam die Gruppe, als Erich Heckel Partien aus Friedrich Nietzsches „Zarathustra“ vortrug. Im letzten Teil, im Abschnitt „Die Begrüßung“, findet sich die Stelle: „Ihr seid nur Brücke: mögen Höhere auf euch hinüberschreiten! Ihr bedeutet Stufen: so zürnt nicht, der über euch hinweg in seine Höhe stiegt!“ An anderer Stelle schrieb Nietzsche: „Was groß ist am Menschen, das ist, dass er eine Brücke und kein Zweck ist!“ Der Name „Brücke“ sollte für die Hitzköpfe implizieren, alle gärenden, revolutionären Elemente an sich zu ziehen. Damit war eine der bedeutendsten Kunstbewegungen der Moderne geboren. ...mehr

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