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Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Künstler

Paul Bonatz’ Erstlingswerk, die Sektkellerei Henkell in Wiesbaden, wird 100 Jahre alt

Edle Hallen auf Henkellsfeld


Paul Bonatz, Sektkellerei Henkell in Wiesbaden-Biebrich, 1907-1909

Der Architekt Paul Bonatz gehört in die erste Reihe maßgeblicher deutscher Baumeister des frühen 20sten Jahrhunderts. Lange wurde dies von Rezensenten und Museumsleuten ignoriert. Erst der geplante Abriss von Flügeln des Stuttgarter Hauptbahnhofes, seinem wohl bekanntesten Bauwerk aus den Jahren 1914 bis 1928, führte ihn wieder ins Rampenlicht. In dessen Folge gedachte man in Wiesbaden nun im Rahmen einer Feier der Vollendung seines Erstlingswerkes. Vor 100 Jahren, am 27. November 1909, nahm die Sektkellerei Henkell ihren neuen Firmensitz in Betrieb. Die geniale Architektur entfachte einen furiosen Karrierestart. Neben dem Kurhaus von Friedrich von Thiersch markiert Bonatz’ Sektkellerei in der Gründerzeitstadt bis heute das architektonische Highlight. ...mehr

Michael Conrads

Brodelnde Dekorativität


Michael Conrads, The Big Raushole, 2009

Auf Michael Conrads Gemälden verdichten sich unterschiedliche Elemente zu einem vom Betrachter nur schwer zu durchdringenden geometrischen System aus Rauten, Dreiecken, Treppenstrukturen, vertikal emporragenden, rechteckigen Blöcken, Ebenen und Streifenmustern. Gestische Momente wiederum, etwa in Form vertikal herablaufender Farbschlieren, konterkarieren das sorgfältig Konstruierte. Es sind Blicke ins Innere sich langsam auflösender Ordnungssysteme. Conrads gelingt es, durch illusionistische Malverfahren eine Tiefe des dargestellten Raumes entstehen zu lassen, die seine Bilder fast zu dreidimensionalen Körpern formt. Lässt sich der Betrachter erst einmal aufs Schauen und Hindurchschauen ein, so entdeckt er immer wieder neue Bildebenen, ein Davor und Dahinter, sich auftürmende Quader und tief nach unten stürzende, schluchtartige Zonen. Kaum etwas an diesen labyrinthischen Bildern ist bloße Oberfläche, alles ist offenbar in Bewegung und durchdringt sich bis hinab in dunkle, schlammige und geheimnisvolle Abgründe. ...mehr

Julius Shulman ist gestorben

Fotograf der amerikanischen Moderne


„Shulman, endlich mal ein Foto von einem, der verstanden hat, was ich aussagen will“ – der begeisterte Ausruf Frank Lloyd Wrights galt einem, der in der Architekturfotografie alles erreicht hat. Jetzt starb der legendäre kalifornische Fotograf Julius Shulman, der mit seinen Bildern weltweit die Vorstellung vom amerikanischen Modernismus prägte, im Alter von 98 Jahren. ...mehr

Kunst als Kommentar zur Zeit: Die Hamburger Konzeptkünstlerin und Komponistin Hanne Darboven ist am 9. März 2009 im Alter von 67 Jahren verstorben

Die Dompteurin der Zahlenreihen ist tot


Ihr Werk ist sperrig und faszinierend zugleich. Hanne Darboven, eine der bedeutendsten internationalen Gegenwartskünstlerinnen, ist, wie die Düsseldorfer Galerie Konrad Fischer jetzt bestätigte, am vergangenen Montagabend im Alter von 67 Jahren nach langer schwerer Krankheit in ihrem Haus in Hamburg-Harburg verstorben. 1941 wurde Hanne Darboven als mittlere von drei Töchtern einer bekannten Hamburger Unternehmerfamilie geboren. Aufgewachsen ist sie im südlich der Elbe gelegenen Stadtteil Rönneburg. Zunächst wollte sie Pianistin werden. Sie entschied sich dann aber doch für die Bildende Kunst. ...mehr

Ins rechte Licht getaucht: Der Lichtkünstler Mischa Kuball setzt mit seiner Installation „Pacemaker“ starke Akzente auf dem Gelände der Stadtwerke Düsseldorf

Ein Herzschrittmacher fürs Arbeiterviertel


Mischa Kuball, Ehemaliger Kühlturm, nachempfunden durch acht Scheinwerfer in oktagonaler Anordnung, sowie der Turm der Müllverbrennungsanlage in pulsierendem Rhythmus

Fabriken, Schrottplätze, Autowerkstätten – so richtig schick ist Düsseldorf woanders. Der zentrumsnahe Stadtteil Flingern-Süd galt lange Zeit als benachteiligt. Hier wohnten einfache Leute, Arbeiter und kleine Angestellte. Sie arbeiteten in kleinen Manufakturen und Fabriken oder bei den Stadtwerken. Nach und nach aber entwickelt sich der Stadtteil zum bevorzugten Quartier von Studenten, jungen Familien und Künstlern. Mitten drin steht auch die 2001 vom Architekten Christoph Ingenhoven neu errichtete Zentrale der Düsseldorfer Stadtwerke. Ein moderner und transparenter Glaskasten an einer viel befahrenen Straße. Der Clou des Neubaus: Er ist geschickt mit dem Altbaubestand, insbesondere der imposanten Turbinenhalle, verzahnt. Den Stadtwerken in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt scheint es gut zu gehen. Trotzdem: So abgehoben wie die bundesweit tätigen großen Energiekonzerne geben sich die vergleichsweise kleinen Stadtwerke nicht. Das kommunale Unternehmen fühlt sich seit jeher dem Stadtteil, in dem es ansässig ist, verbunden. ...mehr

Der Maler und Bildhauer Rolf Hans

Poesie der Farbe


Rolf Hans, Blau-Rot, 1962

„Die Welt, ganz allgemein, ist bunt, mit Farbigkeit nähert man sich dem Ideal, Farbloses wäre unangemessen.“ Das war Rolf Hans’ Credo, eines Malers und – wenn man den Begriff der Skulptur eng fassen möchte – Objektkünstlers, der zeitlebens nicht gerade zu jenen zählte, denen man das Attribut „mainstream“ anhängt. Die Ausstellungsliste des Künstlers verzeichnet seit 1964 nur Galerien bei Basel und in Frankfurt, eine geplante Ausstellung in der Kunsthalle Basel platzte durch den überraschenden Tod des damaligen Direktors Carlo Huber. Ist es deswegen, weil sich Hans nie um der Vermarktung seiner Produkte willen der Kunst widmete, sondern seiner eigenen Hingabe und Leidenschaft wegen, dass sie eine so große, unmittelbare Authentizität besitzt? Weil er ausprobierte und unabhängig davon schuf, ob seine Kunst gerade zeitgemäß war oder nicht? Wer seine Bilder gesehen hat, wie im vergangenen Jahr in der Frankfurter Galerie Jörg Schuhmacher oder jetzt auf der Art Karlsruhe ebenfalls bei Schuhmacher, der wird sie jedenfalls nicht einfach achtlos vergessen, eben weil sie so zeitlos sind. ...mehr

Ingold Airlines feiern Geburtstag

50 Jahre Bravo Tango Zulu


Nachwuchspilotin bei Ingold Airlines

Eine Airline feiert Geburtstag. Das ist erst einmal nichts Ungewöhnliches. Die Geburtstagsgala jedoch fand in der Bonner Bundeskunsthalle statt. Spätestens hier stutzt der Leser, denn was könnte einer im vergangenen Jahr schon stark gebeutelten Institution des Bundes mehr schaden als die aufwendige Geburtstagsfeier einer Airline? Dass sich in diesem Fall weder die Presse, noch das Fernsehen, noch das Radio aufregten und die Bundeskunsthalle belagerten, liegt einfach daran, dass es Ingold Airlines zwar schon 50 Jahre gibt oder aber auch nicht. Res Ingold, der auf der Website von Ingold Airlines immer noch als Juniorchef vorgestellt wird, stapfte in die großen Fußstapfen seines Onkels, der als Landwirt auf die Idee kam, eine Fluglinie zu gründen, die die Bauern mit Saatgut oder anderen landwirtschaftlichen Gütern, unter anderem auch Kleinvieh, belieferte. Aus der landwirtschaftlichen Transportflotte entwickelte sich schnell eine Airline, die mit Billigflügen in die Mittelmeerländer Geld schaufelte. ...mehr

Die Entdeckung der Langsamkeit: Jordan Wolfson, der aktuelle Stipendiat des Bremerhavener Vereins „Kunst und Nutzen e.V.“, fährt mit dem Frachter nach New York

Melancholie auf der Nordsee


Jordan Wolfson geht an Bord der OOCL Bremen

Dauer statt Geschwindigkeit. Der Blick auf den Ozean durch ein Bullauge statt hunderter Filme im Bordprogramm. Zwölf lange Tage in einer Schiffskabine statt acht Stunden in der Economy Class. Die Melancholie der Langsamkeit statt der Effizienz des Jetzeitalters. Der New Yorker Jordan Wolfson, 27, zur Zeit Stipendiat des Vereins „Kunst und Nutzen e.V.“ in Bremerhaven, liebt Herausforderungen dieser Art. „Nur was mit Anstrengungen oder manchmal sogar Schmerzen verbunden ist, prägt sich auch dauerhaft dem Gedächtnis ein“, sagt der um Lebensweisheiten nicht gerade verlegene, schlaksige junge Mann mit den schwarzen Locken und der übergroßen Brille, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. Seine Videoarbeiten sind sehr eigen: einerseits streng konzeptuell und zurückgenommen, andererseits aber auch wieder witzig und stets ein wenig melancholisch. Mit Ausstellungen in Moskau, Paris, Zürich oder Tokio gehört Wolfson längst zu den weltweit gefragten jungen Künstlern. Und er reiht sich damit perfekt ein in die prominente „Ahnenreihe“ der Bremerhaven-Stipendiaten. Ob Andreas Slominski, Manfred Pernice, Gregor Schneider oder zuletzt Ceal Floyer, die im Herbst 2007 den mit 50.000 Euro dotierten „Preis der Nationalgalerie“ erhielt: Fast alle früheren Bremerhaven-Stipendiaten gehören heute zu den Stars des internationalen Kunstbetriebs. ...mehr

Runder Geburtstag für den Meister leichtfüßiger Architekturschwünge

Oscar Niemeyer wird morgen 100 Jahre alt


Am 15. Dezember 1907 erblickte Oscar Soares Filho in Leranjeiras, einem Stadtteil von Rio de Janeiro, das Licht der Welt. Später nahm er den Namen Niemeyer an, da sein mit fünf Jahren verwaister Vater von einem Onkel namens Niemeyer adoptiert worden war. Im Brasilien der 1930er Jahre klang ein deutscher Name einfach besser. Oscar Niemeyer ist der letzte lebende große Altmeister der modernen Architektur. Abgesehen von Louis Kahn (geb. 1901) und Eero Saarinen (geb. 1910) ist er der einzige unter den internationalen Starbaumeistern des 20sten Jahrhunderts, der – anders als etwa Frank Lloyd Wright, Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier, Erich Mendelsohn, Alvar Aalto – nicht im 19ten Jahrhundert, sondern im 20sten geboren wurde. Er hat im Gegensatz zu allen anderen nicht nur nahezu das gesamte Jahrhundert durchlebt, sondern ist auch in das nächste vorgestoßen. ...mehr

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