Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.10.2018 Auktion 49

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Werkbundsiedlung „Am Weißenhof“, Stuttgart 1927

Werkbundsiedlung „Am Weißenhof“, Stuttgart 1927

Stuttgart will Europäisches Kulturerbe-Siegel

Deutschland bewirbt sich mit dem Antrag „Werkbundsiedlungen in Europa 1927 – 1932“ bei der Europäischen Kommission in Brüssel um das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS). Den Antrag leitete letzten Freitag die Kultusministerkonferenz für den anstehenden Bewerbungsdurchgang 2019 in die Wege. Ein Expertengremium prüfte dazu den länderübergreifenden Antrag der Stadt Stuttgart und fünf weiterer Städte in Österreich, Polen und der Schweiz sowie der Tschechischen Republik und empfahl uneingeschränkt die Vorlage in Brüssel.



In enger zeitlicher Folge entstanden in Stuttgart, Prag, Brünn, Breslau, Zürich und Wien zwischen 1927 und 1932 sechs „Werkbundsiedlungen“. Den Anfang bildete die Stuttgarter Weißenhofsiedlung, die 1927 im Rahmen einer Bauausstellung des Deutschen Werkbundes entstand. Sie vermittelte auf damals einzigartige Weise die Idee des „Neuen Bauens“. 17 internationale Architekten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien und den Niederlanden beteiligten sich an diesem Projekt. Es stehe es beispielhaft für eine neue international gültige Formensprache in der Architektur, so die Kultusministerkonferenz. Die sechs Stätten kooperieren seit 2013 im „Netzwerk der Werkbundsiedlungen“ und tauschen sich zu Fragen des denkmalpflegerischen Erhalts, der baugeschichtlichen Forschung und der öffentlichen Vermittlung der Bedeutung der Siedlungen aus. Mit der Siegelverleihung sollen die gemeinsamen Wurzeln europäischer Architektur und ihre Verbreitung in Europa einem breiteren Publikum zugänglich gemacht und die internationalen biografischen, kulturellen und architekturtheoretischen Verbindungen der Avantgarde über Ländergrenzen hinweg verdeutlicht werden.

Das EKS ist eine staatliche Auszeichnung für Kulturdenkmale, Kulturlandschaften und Gedenkstätten, die die europäische Einigung, die gemeinsamen Werte sowie die Geschichte und Kultur der EU symbolisieren. Sie entstand 2006 als zwischenstaatliche Initiative und wurde 2011 in eine EU-Initiative mit aktualisierten Kriterien umgewandelt. Mittlerweile besitzen 38 Stätten die Auszeichnung, in Deutschland etwa das „Hambacher Schloss“ und die Rathäuser von Münster und Osnabrück als „Stätten des Westfälischen Friedens“. Die an der Initiative beteiligten Mitgliedstaaten können alle zwei Jahre bis zu zwei Vorschläge einreichen.


15.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Stella Sieber

Hiscox-Preisträgerin 2018: Stella Sieber

Hiscox Kunstpreis geht an Stella Sieber

Stella Sieber hat den Hiscox Kunstpreis 2018 erhalten. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Installation „1 Tact Melody“. Damit setzte sich die Studentin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) gegen ihre Kommilitonen Pascal Brinkmann, Nina Feuerstein, Sarah Hablützel, Clara Langenbach, Wonek Lee, Lena Mai Merle, Jáno Möckel, Tanja Nis-Hansen, Kevin Westphal sowie das Duo Patrick Will und Caspar Wülfing durch. Stella Sieber, die bei Jutta Koether und Andreas Slominski an der HFBK studiert, kann sich nun über ein Preisgeld 7.500 Euro freuen.



Die Installation „1 Tact Melody“ verbinde auf bestechende Art Teile aus Performance, Malerei und Bewegtbild zu einer schlüssigen Einheit, so die Begründung. In bemalte Holztafeln sind Bildschirme eingelassen, die Aufnahmen von Menschen vor Landschaften am türkischen Euphrat zeigen, je einmal aus der Nähe und der Ferne. Damit übertrage Stella Sieber klassische Malereimotive in die Gegenwart. Laut Jury führe ihre Kunst „mehrere Zeitebenen und verschiedene Beobachtungsperspektiven ein“ und bringe sie auf diese Weise in eine zeitgenössische Form. „Ihre Performance ‚Innerhalb dessen…‘ beschreibt eindringlich die Produktionsbedingungen des gegenwärtigen Kunstbetriebs als doppelte Herausforderung: ‚social interaction – material interaction‘. Damit markiert Stella Sieber die Anstrengungen und die Unsicherheit sowohl der sozialen Interaktion als auch die Arbeit am Material. Mit emotionaler Abgründigkeit und Situationskomik gelingt ihr eine kritische Reflektion der Verhältnisse.“

Der Spezialversicherer Hiscox verleiht in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg alljährlich im Herbst den Kunstpreis an Studierende aus den Bereichen Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien. Bis zu zwölf junge Künstler werden von einer externen Jury vorgeschlagen, zu der heuer Nikola Dietrich, Direktorin des Kölnischen Kunstvereins, Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München, und der freie Journalist Kito Nedo aus Berlin zählten. Bisher ging der Preis unter anderem an Stella Rossié, Anna Grath, Aleen Solari, Philindo Ambun-Suri, Lars Hinrichs, Valérie Rallière und im letzten Jahr an Daniel Hopp.


15.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Frances MacDonald MacNair, Spring, 1900/05

Frances MacDonald MacNair, Spring, 1900/05

Das Künstlerkleid in Krefeld

Das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld thematisiert in seiner aktuellen Schau „Auf Freiheit zugeschnitten“ das Künstlerkleid der Moderne. Im August 1900 präsentierte das Haus erstmals in Deutschland eine Ausstellung zum Reformkleid. 118 Jahre später soll der damals neue Stil mit seinen Wechselbeziehungen zwischen Kunst, Mode, Fotografie und Tanz im Kontext der Reformbewegung zwischen 1900 und 1914 vorgestellt werden. Wichtige Begriffe in Verbindung mit diesem Kleidungsstück sind Ornament und Befreiung. Sie definierten nicht nur das damalige Frauenbild, sondern waren auch in neuen künstlerischen Disziplinen und einem veränderten Verständnis von Kunst entscheidend. Der Blick der Kuratorinnen Magdalena Holzhey und Ina Ewers-Schultz geht über Deutschland hinaus nach Belgien, Holland, Wien und Paris ebenso wie nach England und Glasgow. Fotografien, Bilder, Aquarelle und historische Kleidungsstücke geben Einsicht in die Materie. Neben bekannten Protagonisten, etwa Isadora Duncan und Wassily Kandinsky, entdeckt die Schau Künstlerinnen wie Vanessa Bell, Mela Köhler, Else Oppler, Mileva Roller oder Emmy Schoch wieder.



Das Bild der Frau bewegte sich damals zwischen dekorativem Objekt sowie schöpferischer Künstlerin und selbstständiger Unternehmerin. Die Reform der Frauenkleidung und -kultur fand zunächst in den USA und England statt, bevor sie nach Mitteleuropa kam. Ein zentraler Punkt war das Korsett. Anstelle seiner Einengung gewann die bequeme und gesunde Damenmode an Bedeutung. Hinzu kam die Forderung nach einer ästhetisch anspruchsvollen Gestaltung durch Künstler, wie Alfred Mohrbutter und Margarete von Brauchitsch. Ewers-Schultz und Holzhey erläutern: „Das Künstlerkleid in all seinen unterschiedlichen Ausprägungen wird so vor dem Ersten Weltkrieg zu einem Kristallisationspunkt für die umfassenden europäischen Erneuerungsbewegungen. Die Künstler als Entwerfer und das Kleid als Kunstwerk: diese Ideen führen jahrhundertealte Wertesysteme und Rollendefinitionen ad absurdum und bedeuten einen radikalen Akt von Kunst- und Gesellschaftskritik.“

Das Künstlerkleid war nun Teil des Gesamtkunstwerks aus Architektur, Einrichtung und Ausstattung: Das Aussehen des neuen Auftritts orientierte sich sowohl am Raum wie auch an der Individualität seiner Trägerin. Im Jugendstil-Aquarell „Spring“ der Schottin Frances MacDonald MacNair aus den Jahren 1900/05 zeigen sich die zwei spiegelsymmetrischen Frauen in ihren lockeren schlichten Gewändern mit schwingenden Linien und Blattwerk eher ornamental. Sonia Delaunay hat die für ihre Malerei charakteristische geometrische Abstraktion auch auf das fließende Patchwork-Gewand „Simultankleid“ von 1913 mit seinen bunten Polygonen in diversen Stoffen übertragen.

Die Ausstellung „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“ ist bis zum 24. Februar 2019 zu sehen. Das Kaiser Wilhelm Museum hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3 Euro. Der begleitende Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet im Museum 35 Euro.

Kaiser Wilhelm Museum
Joseph Beuys-Platz 1
D-47798 Krefeld

Telefon: +49 (0)2151 – 975 580
Telefax: +49 (0)2151 – 975 582 22


15.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an








News vom 15.10.2018

Stuttgart will Europäisches Kulturerbe-Siegel

Stuttgart will Europäisches Kulturerbe-Siegel

Hiscox Kunstpreis geht an Stella Sieber

Hiscox Kunstpreis geht an Stella Sieber

Das Künstlerkleid in Krefeld

Das Künstlerkleid in Krefeld

Eduardo Arroyo ist tot

Eduardo Arroyo ist tot

 zur Monatsübersicht





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce