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Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

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Ohne Titel, 1965 / Ernst Wilhelm Nay

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Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Halle Vase, 1931

Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Halle Vase, 1931

Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks in Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus im Bremen hat die aktuelle Ausstellung seinem Namensgeber und Marguerite Friedlaender-Wildenhain gewidmet. Die Künstler lernten sich 1919 am Bauhaus in Weimar kennen und gehörten zu führenden Wegbereiterin der Neuen Sachlichkeit in der Keramik. Der Bildhauer Gerhard Marcks war dort Formmeister der Töpferei, die 1896 bei Lyon geborene Friedlaender seine wichtigste Schülerin. Beide traten für eine schöpferische Rolle des Handwerks und individuelle Freiheit im Sinne einer besonnenen Modernität ein. Die vom Bauhausdirektor Walter Gropius verfolgte Doktrin von Kunst und Technik in enger Verknüpfung mit Fortschritt und Industrie lehnten sie ab.



Als das Bauhaus 1925 nach Dessau umzog, wechselten Friedlaender und Marcks an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Bis zu ihrem erzwungenen Ausscheiden 1933 reifte hier ihr Werkschaffen maßgeblich heran. Marguerite Friedlaender-Wildenhain baute in Halle zunächst eine Keramik- und ab 1929 eine Porzellanwerkstatt auf. Letztere konstituierte sich als Arbeitsgemeinschaft mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM), die ein einfaches, aber formal ansprechendes Gebrauchsgeschirr anbieten wollte. In der kurzen Zeitspanne zwischen 1929 und 1931 entwickelte Friedlaender verschiedene Services und Vasen, die heute zu den Inkunabeln des modernen Designs gehören.

Gerhard Marcks standen an der Burg Giebichenstein optimale Arbeitsbedingungen zu Verfügung, die eine große Kreativität in ihm freisetzten. Er erprobte neue Materialien wie das Arbeiten in Stein, wandte sich neuen Themen zu, wie der antiken Mythologie, und öffnete sich in seinem Schaffen wieder stärker dem Naturvorbild. Neben dem freien Arbeiten entwickelte er hier auch Entwürfe für Gebrauchswaren. Die Bremer Schau „Wir machen nach Halle. Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks“ versammelt nun über 100 Exponate, darunter einige verloren geglaubte Stücke. Den Auftakt für Gerhard Marcks bildet die 1930 in Halle entstandene „Thüringer Venus“, ein Schlüsselwerk seines Schaffens. Zu den berühmtesten Werken Friedlaenders gehört die Serie der seit 1931 bis heute von KPM in Berlin produzierten „Halle-Vasen“.

Die Ausstellung „Wir machen nach Halle. Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks“ ist bis zum 11. August zu sehen. Das Gerhard-Marcks-Haus hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt ermäßigt 5 Euro. Wer das Museum unterstützen möchte, kann den vollen Preis von 10 Euro zahlen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos.

Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208
D-28195 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 98 97 52 0
Telefax: +49 (0)421 – 98 97 52 49


20.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Sheela Gowda

Sheela Gowda erhält den Maria Lassnig Preis 2019

Maria Lassnig Preis für Sheela Gowda

Der heuer zum zweiten Mal vergebene Maria Lassnig Preis geht an Sheela Gowda. Die 1957 in Bhadravati geborene Inderin darf sich nun über ein Preisgeld von 50.000 Euro und eine Einzelausstellung in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München freuen. Sheela Gowda „berühre in ihrer Beschäftigung mit erschwerten Arbeitsbedingungen für Frauen in der indischen Gesellschaft Themenbereiche von Maria Lassnig“, so Peter Pakesch, Vorsitzender der Maria Lassnig Stiftung. In ihren Installationen und Skulpturen verwende sie Materialien, die aufgrund ihrer Beschaffenheit, ihrer Farbe und ihres Geruchs eine narrative Atmosphäre erzeugen und zugleich metaphorische Kraft entfalten. Dabei gehe es ihr nicht zuletzt um Kritik an gesellschaftspolitischen Umständen.



Sheela Gowda lebt und arbeitet in Bangalore. Dort und an der Royal Academy in London studierte sie von 1979 bis 1986 Malerei. Für ihre Arbeiten verwendet sie landesspezifische Materialien. Ihr Einsatz von Kuhdung, Kumkum-Pulver, Weihrauch, Kokosfasern, aber auch Haaren, Nadeln oder Fäden verbindet Konnotationen von Alltagsgebrauch mit einer poetischen Aufladung und bezieht sich für die Künstlerin auf das städtische wie ländliche Leben in Indien. Bevor Sheela Gowda sich in den 1990er Jahren Skulptur und Installationen in minimalistischer Formensprache zuwandte, arbeitete sie mit Ölmalerei, in der ihre späteren Themen bereits angelegt waren. Das Alltagsleben der indischen Mittelschicht, Konflikte von Frauen im Arbeits- wie im privaten Leben oder über die Medien vermittelte Bilder politischer und sozialer Spannungen wurden schon früh Gegenstand ihrer gesellschaftskritischen Beschäftigung.

Die Wiener Maria Lassnig Stiftung vergibt ihren Kunstpreis alle zwei Jahre an Künstler, die in der Mitte ihrer Karriere stehen. Maria Lassnig hatte eine derartige Ehrung angedacht, da sie selbst erst spät als Künstlerin Anerkennung fand. Die erste Preisträgerin war 2017 Cathy Wilkes. Sheela Gowda erhält die Auszeichnung am 7. Juni im Münchner Lenbachhaus. Die Laudatio wird Ute Meta Bauer, Gründungsdirektorin des Centre for Contemporary Art in Singapur, übernehmen. Die Ausstellung Gowdas im Lenbachhaus ist für das Frühjahr 2020 geplant.


20.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Ludwig Richter, Frühlingsmorgen im Lauterbrunner Tal (Auszug der Sennen), 1827

Ludwig Richter, Frühlingsmorgen im Lauterbrunner Tal (Auszug der Sennen), 1827

Richter und Schnorr in Regensburg

Um die Künstlerfreundschaft zwischen Adrian Ludwig Richter und Julius Schnorr von Carolsfeld dreht sich die aktuelle Schau im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg. Zentrales Exponat ist Richters erhabene Alpenszene „Frühlingsmorgen im Lauterbrunner Tal (Auszug der Sennen)“. Rund 115 Jahre lang war das 1827 entstandene Gemälde verschollen. Erst 2009 wurde das Vorzeigestücken der deutschen Romantik durch eine glückliche Fügung im ungarischen Kunsthandel wiederentdeckt und hängt nun als Leihgabe aus Privatbesitz im Regensburger Museum. Eine jüngst angefertigte Infrarotreflektografie machte Unterzeichnungen sichtbar, die sonst von Malschichten verdeckt sind. Die Bleistiftlinien verraten, dass Richter die Figurengruppen ursprünglich anders geplant hat. Als Vorlage diente ihm dabei eine Skizze seines Freundes Julius Schnorr von Carolsfeld.



Das von Richter hoch geschätzte Blatt mit Schnorrs Widmung gehört heute zum Bestand der Lübecker Museen und ist ebenfalls in der Regensburger Ausstellung zu sehen. Auf der Federzeichnung legte Julius Schnorr von Carolsfeld 1826 drei Figurenstudien italienischer Landleute an. Schon seit seiner Jugend hatte sich Ludwig Richter auf Landschaftsmotive konzentriert und studierte die Natur am liebsten bei seinen Wanderungen. Schnorr von Carolsfeld war dagegen ein Spezialist für Figurenszenen und bevorzugte religiöse Themen, die damals im Umkreis der Nazarener in Rom beliebt waren. Hier lernten sich 1825 auch die beiden Künstler kennen, und Ludwig Richter erhielt von seinem Freund wichtige Anregungen für die Staffagefiguren in seinen Landschaften. Die Regensburger Kabinettausstellung geht diesem langjährigen Austausch zwischen den beiden Malern nach und präsentiert dazu etwa noch Richters „Tal bei Amalfi mit Ausblick auf den Meerbusen von Salerno“ aus dem Jahr 1826, das Schnorrs Figuren eins zu eins übernommen hat.

Die Schau „Ludwig Richter und Julius Schnorr von Carolsfeld. Eine Künstlerfreundschaft“ läuft bis zum 23. Juni. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33


20.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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News vom 20.03.2019

Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks in Bremen

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Maria Lassnig Preis für Sheela Gowda

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