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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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Magdalena Abakanowicz

Magdalena Abakanowicz ist gestorben

Magdalena Abakanowicz gestorben

Magdalena Abakanowicz ist tot. Die polnische Bildhauerin starb heute im Alter von 86 Jahren in Warschau. Das teilte die dortige Akademie der bildenden Künste mit. Abakanowicz gehörte zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart in Polen. Bekannt wurde sie vor allem für ihre oft überlebensgroßen, kopflosen menschlichen oder tierischen Gestalten, die sie auf zahlreichen öffentlichen Plätzen aufstellte, darunter in Chicago, Jerusalem, New York, Seoul oder Paris. Andrzej Szczerski, Direktor des Nationalmuseums in Krakau sagte: „Abakanowicz hat sich vom Schicksal der Menschen im 20. Jahrhundert bewegen lassen, einer Menschheit, die durch die Katastrophen des Jahrhunderts zerstört wurde, einer Menschheit, die wieder neu geboren werden wollte.“



Magdalena Abakanowicz kam 20. Juni 1930 in Falenty bei Warschau zur Welt und studierte von 1949 bis 1954 an den Kunstakademien in Danzig und Warschau. Zunächst lag ihr Augenmerk auf der Malerei. Dann entwickelte sie eine eigene Webtechnik und gestaltete damit dreidimensionale biomorphe Wandtextilien. Für diese Reliefs mit mythischer Verweiskraft prägte sich in den 1960er Jahren der Begriff „Abakan“ ein. 1965 erhielt Abakanowicz auf der Biennale von São Paulo den Grand Prix für ihre „Abakans“. Mitte der 1970er Jahre traten dann die ersten Figuren, die sie aus Sackleinwand, Jute oder Sisal, Klebstoff und Harz über Modellformen fertigte, in ihrem Werk auf. Die oft kopflosen menschlichen oder tierischen Torsi, teils auch Mischwesen, reihte Abakanowicz seriell in größerer Anzahl; dennoch trug jede ihrer Figuren individuelle Züge und war wie eine verletzliche Außenhaut.

Mit ihnen wolle sie das zeigen, was man nicht anders ausdrücken kann. „Dazu gehören die Schrecken, der Glaube, die Gefühle und alles was in uns ist und was wir mit uns durchs Leben schleppen“, sagte sich Abakanowicz zu ihrem künstlerischen Tun. Später arbeitete sich auch mit Bronze, Stein, Eisen oder Beton, etwa in der monumentalen Installation „Bambini“ mit über 80 Kinderfiguren. Sie verfasste zudem metaphorische Texte über das menschliche Gehirn, über Mythologie und Religion. Von 1965 bis 1990 war sie Profession an der Kunstakademie in Posen.

Für ihr Schaffen wurde sie zahlreich geehrt. So nahm Magdalena Abakanowicz 1979 den Gottfried-von-Herder-Preis in Wien entgegen, 1993 den Skulpturenpreis des Sculpture Center in New York, 1997 den Leonardo da Vinci-Weltkunstpreis, 2005 den Lifetime Achievement Award des International Sculpture Center in New York und das Pendants des polnischen Ministers für Kultur. Schon 1974 ernannte sie das Royal College of Art in London zum Ehrendoktor, seit 1994 war Abakanowicz Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und seit 1996 Mitglied der American Academy of Arts and Letters in New York. 2010 überreichte ihr der deutsche Botschafter in Warschau, Michael H. Gerdts, „für ihren herausragenden und dauerhaften Beitrag zum kulturellen Dialog zwischen Polen und Deutschland“ das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern.


21.04.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Josef Jungwirth, Sommeridylle

Josef Jungwirth, Sommeridylle

Kunstmesse auf Schloss Laxenburg

An diesem Wochenende startet in Schloss Laxenburg bei Wien die 71. Niederösterreichische Kunst- und Antiquitätenmesse. Hier präsentieren sich zwanzig Galeristen, Kunst- und Antiquitätenhändler aus Österreich und Deutschland und breiten ihr Angebot von Skulpturen über Porzellan, Gemälde, Grafiken, Asiatika, Silber, Teppiche und Mobiliar bis zu Schmuckarbeiten und Volkskunst verschiedener Epochen aus. Eine Besonderheit bietet der Kunsthandel Strassner mit einem fürstlichen Kinderschlitten an. Die um 1750 in Salzburg entstandene Arbeit ist als Fisch mit geöffnetem Maul und herausgestreckter roter Zunge sowie als Hund über einem Wappen gestaltet. Die Gotik kann in einem Hochrelief der Auferstehung Christi bei der Antiquitäten & Bildergalerie Figl bewundert werden. Die feine und teils farblich gefasste süddeutsche Arbeit um 1480 stellt den Erlöser als Auferstandenen dar, der aus seinem Sarg tritt und von vier schlafenden Soldaten umgeben ist. Zudem stellt Figl eine um 1760 in Bayern gefertigte Rokoko-Kommode in frischem Lindgrün auf geschwungenen Beinen vor. Die dekorativen Schnitzereien und das Rocaille bestechen in matten Gold.



Sammler der Werke des Malers Balthasar Wigand dürfen sich bei der Galerie Szaal über eine Auswahl einiger Aquarellminiaturen freuen. Aus seiner Werkstatt stammt ein Mahagoni-Paravent mit Pflanzendekor in Metall. Die zwei Registerzonen bieten insgesamt acht Ansichten Wiens aus der Zeit des Empire und Biedermeier. Für Freunde der Porzellankunst steht bei Szaal eine Vedutentasse der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur Wien von 1825 zur Verfügung, die den Blick auf die Jägerzeile zum Prater vor azurblauem Himmel festhält. Mit Silberarbeiten und Schmuck wartet etwa die Wiener Kunst- und Antiquitätenhändlerin Sonja Reisch auf, darunter einer um 1910 datierten geometrischen schlichten Butterdose aus Silber von Franz Arnold. Der schlanke und hochstrebende Griff ermöglicht ein einfaches Übergeben der eleganten Dose. Beim Kunsthandel Widder überzeugt Willy Eisenschitz’ Aquarell einer farbfrohen „Landschaft in der Provence“, bei der Galerie Altstadt Josef Jungwirths heitere „Sommeridylle“ mit drei jungen Badenden an einem Bach und beim Kunsthandel Stock Friedensreich Hundertwassers Farbholzschnitt „Gespräch im Blutregen“ von 1997.

Die 71. Niederösterreichische Kunst- und Antiquitätenmesse läuft vom 22. bis 30. April. Geöffnet ist täglich von 11 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Das Messemagazin ist online unter www.wikam.at abrufbar.

71. Niederösterreichische Kunst- und Antiquitätenmesse
Schloss Laxenburg
Schlossplatz 1
A-2361 Laxenburg


Infos: www.wikam.at


21.04.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Isa Genzken, Schauspieler II, 8, 11, 12, 2014 und Untitled, 2014

Isa Genzken, Schauspieler II, 8, 11, 12, 2014 und Untitled, 2014

Genzken-Installation für das MMK

Das Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt kann den Neuerwerb einer Arbeit von Isa Genzken verbuchen. Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Hessischen Kulturstiftung, der MMK Partner und weiterer privater Förderer hat es die Installation „Schauspieler II, 8, 11, 12“ von 2014 angekauft. Als erstes Haus in Deutschland durfte das MMK das Werk im Frühjahr 2015 im Rahmen der Ausstellung „Isa Genzken. New Works“ präsentieren. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK, äußert sich erfreut: „Die Installation nimmt in ihrer inhaltlichen Radikalität, formalen Qualität und künstlerischen Intensität nicht nur eine Sonderstellung im Werk der Künstlerin ein, sondern ist eine kongeniale Ergänzung zur Werkgruppe ‚Oil XV‘ (2007), die bereits 2011 in die Sammlung des MMK eingegangen ist.“



Die Gruppe der „Schauspieler“ besteht aus unterschiedlich aufgestellten lebensgroßen Schaufensterpuppen. Die 1948 in Schleswig-Holstein geborene Bildhauerin stattete die Figuren unter anderem mit eigenen Kleidungsstücken und Schuhen aus. Hinzu kam die für Genzken übliche Gestaltung, in der die Puppen Arbeits- und Schutzbekleidung erhielten oder in Deko-Materialien gehüllt wurden. Zudem verdrehte Genzken die Gliedmaßen, bedeckte einige Körperstellen mit Spiegelfolien, besprühte Gesicht und Geschlechtsteile mit greller Farbe und versah sie mit buntem Klebeband. Bei „Schauspieler II“ hat sie drei Erwachsene und ein Kind mit einer Bodenarbeit kombiniert. Der Mann liegt auf dem Boden und blickt dem schwarz gehaltenen und in eine Art Tunika gehüllten Mannequin unter den Rock. Links daneben steht eine weitere schwarz bemalte Frau mit metallisch glänzenden Rechteecken vor den Geschlechtsmerkmalen.

Behandelt die Bildhauerin in der Werkserie soziale und gesellschaftliche Beziehungen, die sie mit autobiografischen Elementen verbindet, bildet die Neuerwerbung eine Schlüsselrolle. Genzken lenkt den Blick auf familiäre und sexuelle Rollenverhältnisse. Die Installation bezieht sich auf den umgebenden Raum und bietet „ein bühnenhaftes Tableau, in dem durchaus apokalyptische Endzeitszenarien anklingen“, so die Museumsmitteilung. Dies bezeuge Genzkens konsequente, kritische und selbstkritische Beschäftigung mit unserer gesellschaftlichen Gegenwart. Vor allem die Kinderfigur, ausgestattet mit Football-Schutzhelm und orangefarbener Rettungsweste, an der ein Reisepass haftet, die das doppelbödige Treiben der „Erwachsenen“ beobachtet, spreche aktuelle Themen wie Missbrauch, Flucht und Überlebenskampf an.


21.04.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 21.04.2017

Magdalena Abakanowicz gestorben

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Kunstmesse auf Schloss Laxenburg

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Genzken-Installation für das MMK

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Goldener Löwe für Carolee Schneemann

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