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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ida Kerkovius, Figur und Aktfiguren in Landschaft

Ida Kerkovius, Figur und Aktfiguren in Landschaft

Doppelbilder in Regensburg

Im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg ist seit Sonntag die Ausstellung „Verborgene Doppelbilder“ mit Leinwänden zu sehen, die beidseitig bemalt sind. Diese gängige Praxis unter Künstlern bleibt den Museumsbesuchern meistens verborgen. Nun erhalten sie die seltene Gelegenheit, beide Seiten in Augenschein zu nehmen. In der Schausammlung der Ostdeutschen Galerie sind bereits vier Gemälde von Ludwig Meidner, Adolf Hölzel, Otto Mueller und Conrad Felixmüller so installiert, dass beide Seiten sichtbar sind. Die aktuelle Ausstellung ermöglicht den Besuchern einen Blick auf weitere Gemälde aus den eigenen Beständen, deren Rückseiten größtenteils noch nie öffentlich gezeigt wurden. Die Werke aus der Zeitspanne des frühen 20. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre stammen von Moriz Melzer, August Brömse, Hans Hartig, Richard Seewald, Jakob Steinhardt, Arthur Degner, Gory von Stryk, Max Radler oder Hans Fronius.



Die Entscheidung, eine Leinwand beidseitig zu verwenden, hatte unterschiedliche Gründe. Neben ökonomischen Erwägungen diente die Rückseite eines Gemäldes häufig als eine Art Notizblock für den Künstler, um eine neue Idee oder ein verwandtes Motiv zu fixieren. Oft entstanden so aber auch gänzlich neue Kompositionen, ein Querformat wurde zum Hochformat, die Rückseite zur Vorderseite. Die unvollendete Figurenszene auf der Rückseite von Ida Kerkovius’ „Madonna mit Engeln“ war vermutlich eine schnell fixierte Idee der Künstlerin. Sie überklebte die Komposition zum Teil mit einer handschriftlichen Notiz mit Anweisungen, wie mit dem Gemälde auf der Vorderseite nach ihrem Tod zu verfahren sei. Generell liefern die auf den Rückseiten der Werke angebrachten Notizen, Stempel und Klebezettel häufig wichtige Informationen zur Entstehungsgeschichte und Provenienz.

Die Ausstellung „Verborgene Doppelbilder“ läuft bis zum 8. September. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33


22.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Christian Jankowski, Neue Malerei – Fantin-Latour, Detail, 2019

Christian Jankowski, Neue Malerei – Fantin-Latour, Detail, 2019

„Comeback“ der Alten Meister in Tübingen

„Comeback. Kunsthistorische Renaissancen“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung der Kunsthalle Tübingen. In über 100 Arbeiten beschäftigen sich rund 30 junge Künstlerinnen und Künstler mit Motiven, Werken und Techniken alter Meister von der Antike bis ins 19. Jahrhundert und deren Transformation in die Gegenwart durch traditionelle und neue Medien. Künstler wie Slawomir Elsner, Philip Akkerman, Glenn Brown, Wim Delvoye, Hans-Peter Feldmann, Christian Jankowski, Chantal Michel, Yasumasa Morimura, Ciprian Muresan, Antoine Roegiers, Cindy Sherman und Hiroshi Sugimoto setzen sich unter anderem in Fotografien, Ölgemälden, Zeichnungen, Digitaldrucken und Plastiken damit auseinander, bekannten Kunstwerken der Vergangenheit „einen Bypass für die Gegenwart zu geben", wie sich der ebenfalls dort vertretene Markus Schinwald ausdrückt.



Nicht selten geschieht dies mit einem deutlichen Augenzwinkern. Jean-Luc Moerman greift für seine Arbeit „Ohne Titel“ auf eine Reproduktion des Gemäldes „Lucretia“ von Lucas Cranach d.Ä. zurück und überarbeitet den Halbakt mit Tusche dergestalt, dass Lucretias gesamter Oberkörper flächendeckend mit einem Tattoo überzogen ist. Der amerikanische Maler Kehinde Wiley nimmt sich in einem Ölgemälde des Renaissance-Motivs der drei Grazien an. Statt üblicherweise drei unbekleidete Frauen zu zeigen, sind seine Hauptakteure drei afroamerikanische Männer in zeitgenössischer Kleidung vor einer bunt gemusterten Tapete. Als „Hipster in Stone XII“ mit Pilotenbrille, das Smartphone zum Selfie gezückt, zeigt Léo Caillard den Apoll von Belvedere, und José Manuel Ballester beraubt Sandro Botticellis „Primavera“ digital des gesamten Bildpersonals, so dass dem Betrachter nur noch der Blick in einen leeren Orangenhain bleibt.

Die Wiener Künstlerin Irene Andessner stellte mithilfe von Tübinger Bürgern in einem „lebenden Bild“ ein Genreinterieur des niederländischen Malers Jan Adam Kruseman nach. Die Projektion dieses „tableau vivants“, für das sich auch der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat verpflichten lassen, ist am Beginn der Ausstellung zu sehen. Abwechslungsreich reanimiert die Schau die Vergangenheit und transformiert sie in die Gegenwart. Der Betrachter kann die Werke genießen, auch ohne die jeweiligen Vorbilder zu kennen. Laut Kuratorin Nicole Fritz werden diese auf Wunsch der Künstler bewusst nicht gezeigt. Die Künstler betrachten die Ausgangswerke als „Impuls aus der Vergangenheit, den sie aufnehmen, um das eigene zu kreieren“.

Die Ausstellung „Comeback. Kunsthistorische Renaissancen“ ist bis zum 10. November zu sehen. Die Kunsthalle Tübingen hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Der Katalog mit Textbeiträgen von Nicole Fritz, Zita Hartel, Johannes Meinhardt und Klaus Speidel kostet 30 Euro.

Kunsthalle Tübingen
Philosophenweg 76
D-72076 Tübingen

Telefon: +49 (0)7071 – 96 910
Telefax: +49 (0)7071 – 96 91 33


22.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Bartolomeo Passarotti, Sebastiano Serlio, um 1570

Bartolomeo Passarotti, Sebastiano Serlio, um 1570

Neues Renaissance-Portrait für Würzburg

Das Martin von Wagner Museum in Würzburg kann sich über den Neuzugang eines um 1570 gemalten Portraits von Bartolomeo Passarotti (1529-1592) freuen. Das posthum angefertigte Bildnis zeigt den Renaissance-Baumeister und Architekturtheoretiker Sebastiano Serlio (1475-1554) aus Bologna. Der Neuerwerb ergänzt nicht nur die bestehende Sammlung italienischer Gemälde der Renaissance und des Barock, sondern klärt auch die Frage nach einem der Dargestellten des „Doppelporträts zweier Künstlerfreunde im Spiegel“ des venezianischen Malers Bernardino Licinio (1489-1565) aus dem Bestand des Museums.



Bisher konnte nicht identifiziert werden, um wen es sich hierbei handelt. Das neuerworbene Gemälde weist sowohl in den Gesichtszügen, als auch in der Kleidung frappierende Ähnlichkeiten zu Licinios Darstellung auf. Zudem hat Passarotti in einer Kartusche den Namen „Sebastiano Serlio“ explizit genannt. Es kann also davon ausgegangen werden, dass Licinios Gemälde ihm als Vorbild diente. Das Doppelportrait befindet sich seit 1836 im Martin von Wagner Museum und stammt aus dem Besitz Balthasar Neumanns. Neumann wurde in seinem Schaffen von Serlio beeinflusst und besaß nachweislich dessen Schriften. Das Portrait hängt nun im Südflügel der Würzburger Residenz, einem Gebäude Neumanns, in dem sich das zur Würzburger Universität gehörende Museum befindet, was ebenso für den Ankauf sprach.

Das Gemälde Bartolomeo Passarottis wurde für 130.000 Euro von der Galerie Canesso in Paris übernommen. Der Kauf wurde ermöglicht durch Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Unterfränkischen Kulturstiftung, der Freunde der Würzburger Residenz, des Fürstbischöflichen Musik-Kollegiums zu Würzburg, des Rotary-Clubs Würzburg-Residenz und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.


22.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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News vom 22.07.2019

Doppelbilder in Regensburg

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Architekt César Pelli gestorben

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