Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.06.2017 Auktion A181: Design, Schweizer Kunst, Klassische Moderne, PostWar & Contemporary, Grafik, Fotografie, Schmuck & Uhren

© Koller Auktionen AG

Anzeige

Tänzerin / Franz von  Stuck

Tänzerin / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Felix Dreesen, Patches of Protest, 2017

Felix Dreesen, Patches of Protest, 2017

Felix Dreesen erhält Karin Hollweg Preis

Der mit 15.000 Euro dotierte Karin Hollweg Preis geht in diesem Jahr an Felix Dreesen. Der 1987 in Bremen geborene Künstler, der von 2008 bis 2016 sein Studium der Bildhauerei an der dortigen Hochschule für Künste bei Yuji Takeoka und Natascha Sadr Haghighian absolvierte, überzeugte die Jury mit „Patches of Protest“. Die Basis von Dreesens Arbeit bildet eine Protestaktion, die kurz vor dem Abbruch des historischen Stammsitzes des Logistikunternehmens Kühne + Nagel an der Weser stattfand. In Bezug zur Rolle der Firma zur Zeit des Nationalsozialismus’ wurden die Fenster des Gebäudes beschriftet, so dass sich der Text ergab: „500 Schiffe 735 Züge 1942-1944 mehr als nur Dienstleister … Gegen das Vergessen!“. Bauarbeiter entfernten rasch die Fenster. Felix Dreesen, der sich mit aktivistischen Formen der Stadtaneignung befasst, barg neun intakte Fenster nach dem Abriss des Gebäudes und verteilte sie in korrekter Lesefolge im Ausstellungsraum. Er fügte einen Zeitungsartikel hinzu, der den inhaltlichen Kontext erklärt.



Die zehnköpfige Jury begründet die Wahl des Kunstwerkes mit „der vielschichtigen und mehrdeutigen Lesbarkeit von Felix Dreesens Intervention. Zum einen lotet sie die Möglichkeiten von Kunst in ihrem Verhaftetsein zwischen Haltung und Form aus, zum anderen nimmt sie den Protestvorgang auf und transformiert dessen Direktheit in minimalistisch-kryptische Zeichen mit malerischen Qualitäten.… Patches of Protest stellt damit die Wirkmächtigkeit von Kunst innerhalb gesellschaftlicher Diskurse ins Zentrum. Darüber hinaus gelingt es Felix Dreesen, eine regional geführte Debatte so aufzunehmen, dass ihre allgemeingültigen Fragestellungen in den Vordergrund treten und Geschichte und Gegenwart verschmelzen.“

Der Karin Hollweg Preis gilt als der höchstdotierte Kunstförderpreis aller Kunsthochschulen in Deutschland. Ermöglicht wird er dank der großzügigen Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg Stiftung. Die eine Hälfte der Dotierung geht als Preisgeld direkt an den Preisträger, die zweite Hälfte soll von Felix Dreesen für die Realisierung eines Ausstellungsprojektes genutzt werden. Seine Arbeit, wie auch die Beiträge von Ana Baumgart und Ina Schoof, Andreas Bernhardt, Jasmin Bojahr, Amina Brotz, Stephan Fritsch, Tanja Hehn, Elise Müller, Myong-Hee Ki, Norman Neumann, Nora Olearius, Daniel Rossi, André Sassenroth, Malte Stiehl, Yue Sun und Jónína Mjöll Thormodsdottir sind seit heute Teil einer Schau in der Weserburg. Bisherige Preisträger waren unter anderem Janis E. Müller, Franziska Keller, Z. Schmidt, Tobias Heine und Claudia Piepenbrock.

Die Ausstellung „Oh Wow. Meisterschülerausstellung der Hochschule für Künste Bremen“ läuft vom 24. Juni bis zum 22. Oktober. Die Weserburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro bzw. 3 Euro.

Weserburg – Museum für Moderne Kunst
Teerhof 20
D-28199 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 59 83 90
Telefax: +49 (0)421 – 50 52 4


23.06.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Sylvie Fleury, Evian Bottle, 1998

Sylvie Fleury, Evian Bottle, 1998

Spiegelnde Oberflächen in Frankfurt

Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt richtet seit heute sein Augenmerk auf spiegelnde Oberflächen. Die mehr als 100 Exponate in der Schau „Sur/Face. Spiegel“ spannen den Bogen von der Kunst über das Design bis zur Architektur der Gegenwart mit Werken von Monir Shahroudy Farmanfarmaian, Olafur Eliasson, Isa Genzken, Ron Arad, Naoto Fukasawa, Ettore Sottsass oder Neven Allgeier und Benedikt Fischer. Die Ausstellung geht den Fragen nach, wie sich die Vorliebe für spiegelnde Materialien erklären lässt, wie sie im Design eingesetzt und in der Kunst reflektiert werden sowie dem Einfluss dieser Spiegelerfahrungen auf die Menschen.



Damit hochpolierte Oberflächen wirken können, benötigen sie einen umgebenden Raum und den Blick eines Schauenden. Diesen können sie zum Beispiel lenken oder irritieren, eine scheinbare Endlosigkeit bieten, neue Perspektiven offenbaren, illusionistische Räume eröffnen oder den Blick zurück auf den Betrachter werfen. Hieran orientiert sich auch der Aufbau der Ausstellung, in der der Museumsbesucher im Zentrum steht und mit den Objekten in einen Dialog treten kann. So vereinen zwei Wohnraumsituationen unterschiedliche Interieurs mit reflektierenden Designobjekten. Von einer verspiegelten Lobby führt ein Weg zu privaten Wohn- und Esszimmern bis zum Schlaf- oder Badezimmern. Die hier angeordneten Kunstwerke spiegeln in ihren reflektierenden Oberflächen die Umgebung, etwa Sylvie Fleurys silbern schimmernde „Evian Bottle“ von 1998.

Der Spiegel selbst war eine Kostbarkeit, bevor seine industrielle Herstellung im 19. Jahrhundert einen breiten Einsatz in Architektur und Design ermöglichte. Der Spiegel erlaubt nicht nur die Selbstwahrnehmung und -inszenierung, sondern auch die tägliche Körperpflege und die Gelegenheit, das eigene Aussehen zu überprüfen. Im übertragenen Sinn dient der Spiegel in psychologischen und philosophischen Studien als Mittel der Selbsterkenntnis. So leitete Sigmund Freud die Theorie der Melancholie vom Mythos des Narziss ab, und der Existentialist Jean-Paul Sartre sah die Entwicklung des Selbstbewusstseins im „Blick des Anderen“ begründet. Diese Rolle könne hier der Spiegel einnehmen, so die Kuratoren Juliane Duft, Mahret Kupka, Christine Nippe und Matthias Wagner K.

In der Gegenwart wechselt die Rolle des Spiegels zwischen kontemplativer Selbstwahrnehmung und Sinnesreiz. Die reine Oberfläche verrät weder das eingesetzte Material, noch sind handwerkliche Bearbeitungsspuren zu erkennen. So ist zum Beispiel fraglich, ob das Designbüro Ronan & Erwan Bouroullec 2015 für ihren schwebenden „Palanco Double Sided Mirror“ dieselben Stoffe einsetzte wie Sylvie Fleury für ihre „Evian Bottle“. Dennoch sind es das silberne Schimmern und die unterschiedliche Wiedergabe des Raumes, die beide Arbeiten charakterisiert. Laut den Kuratoren ordne sich der Spiegel unsichtbar in die zurückgeworfene Umwelt ein und deute zugleich in der Verdoppelung der Wirklichkeit auf das Virtuelle und damit „auf Tendenzen der Entmaterialisierung im zeitgenössischen Design“ hin.

Die Ausstellung „Sur/Face. Spiegel“ läuft vom 24. Juni bis zum 1. Oktober. Das Museum für Angewandte Kunst hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein begleitendes Lesebuch.

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
D-60594 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 34 037
Telefax: +49 (0)69 – 212 30 703


23.06.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Verwirrung um Leitung des Bündner Kunstmuseums

Eigentlich sollte sich die Leitung des Bündner Kunstmuseums in Chur ändern. Dies teilte in der vergangenen Woche die Bündner Regierung mit und berief die 36jährige Nicole Seeberger zur neuen Direktorin – vorerst interimistisch für ein Jahr. Seeberger, die seit 2009 im Bündner Kunstmuseum Chur arbeitet, sollte Stephan Kunz ersetzten. Der bisherige Chef, der das Haus seit Oktober 2011 leitete, wurde dabei zum „Hauptkurator“ degradiert. Genaue Gründe für diesen Führungswechsel gab der zuständige Regierungsrat Martin Jäger nicht an. Die Umbesetzung sei jedoch im Zuge einer schon länger geplanten Restrukturierung erfolgt, und er habe in Abstimmung mit dem Amt für Kultur des Kantons Graubünden entschieden. Dagegen regte sich Widerstand. Es kam zu mehreren Protesten und Leserbriefen in lokalen Tageszeitungen, die die Entscheidung der Regierung nicht nachvollziehen konnten, und zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen für Stephan Kunz.



Nun nahm Jäger seinen Entschluss zurück. Wie er mitteilte, werde die Reorganisation der Leitung des Bündner Kunstmuseums ausgesetzt. Die bestehenden Mängel in der Organisation würden einer erneuten vertieften Analyse unterzogen. Das Ergebnis werde so rasch wie möglich kommuniziert. Vorher hatte sich Martin Jäger nur vage zu Hintergründen geäußert. Seit längerem sei im Kunstmuseum vieles nicht optimal und seit Ende 2016 „einiges aus dem Ruder gelaufen“. Seeberger und Kunz seien mit der Rochade einverstanden gewesen. Nun kocht in Chur die Gerüchteküche zu den Gründen des überraschenden Stabwechsels und nimmt Barbara Gabrielli, die Leiterin des Bündner Amts für Kultur, in den Blick. Die Tageszeitung „Südostschweiz“ schrieb, ihre Personalpolitik hinterlasse „eine Spur der Verwüstung“, und der „Tages-Anzeiger“ aus Zürich zitiert eine ehemalige Architektin der Denkmalpflege: Gabrielli teile ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „in Freund und Feind“ und schaffe so eine „Angstkultur“.


23.06.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an








News vom 23.06.2017

Felix Dreesen erhält Karin Hollweg Preis

Felix Dreesen erhält Karin Hollweg Preis

Spiegelnde Oberflächen in Frankfurt

Spiegelnde Oberflächen in Frankfurt

Verwirrung um Leitung des Bündner Kunstmuseums

Arabische Künstlerinnen in Herford

Arabische Künstlerinnen in Herford

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Van Ham Kunstauktionen - Plinio Nomellini, Primavera Fiorentina

Die einmalige Gelegenheit
Van Ham Kunstauktionen

Van Ham Kunstauktionen - Drei Teile aus dem Schwanenservice für König Albert von Sachsen, Meissen, um 1897/98

Van Ham verzeichnet beste Frühjahrsauktionen seit vier Jahren
Van Ham Kunstauktionen

Van Ham Kunstauktionen - The Final Sales

The Final Sales
Van Ham Kunstauktionen





Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce