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ohne Titel / Günther Uecker

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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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Nautiluspokal / Franz von  Stuck

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Holzvogel 1990 / Doris Ziegler

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Ohne Titel, 2015 / Heinz Mack

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Marlies Pöschl, Simple Whistles, 2020

Marlies Pöschl, Simple Whistles, 2020

Marlies Pöschl in Salzburg

Der Salzburger Kunstverein widmet Marlies Pöschl, Trägerin des Förderpreises des Kunstvereins 2019, derzeit eine Kabinettausstellung und präsentiert dazu die drei seit 2019 entstandenen Videos „Simple Whistles“, „Schatzalp“ und „Aurore“. Das Werk der 1982 geborenen Salzburgerin bewegt sich zwischen Film, Forschung, Experiment und philosophischen Reflexionen über Menschlichkeit, Ethik und der Zukunft der Technologie. Kollaboration ist zentral in ihrer künstlerischen Praxis. So sind zwei der drei Filme der Schau das Ergebnis eines pädagogischen Projekts, das sich mit Kindern, Jugendlichen und Senioren an eine heterogene Gruppe von Teilnehmer richtete. Es beschäftigt sich mit der Automatisierung von Emotionen. Pöschls Film „Aurore“ ist ein kollektiv verfasster Science-Fiction-Film, in dem „Les Maintenants“, eine fiktive Firma, die Pflegeroboter entwickelt, eine zentrale Rolle spielt. Zugleich ist „Les Maintenants“ eine sprachliche Neuschöpfung; sie meint wörtlich übersetzt den Plural des französischen Worts „Jetzt“. „Les Maintenants“ deutet somit auf eine sich ständig wiederholte ewige Gegenwart hin.



Die Frage nach der Zeit ist zentral in Pöschls Arbeiten: Einerseits im Spekulieren über eine Zeit, die kommt, andererseits als Zukunft, die die Vergangenheit in sich trägt. Pöschls doppelbödige Filme beziehen sich auf Science-Fiction und feministische Theorien und knüpfen an eine alltägliche Realität an. Da die Künstlerin mit Kindern und Laiendarstellern arbeitet, erhalten ihre Werke einen direkten Zugang und aufwühlenden Charakter. In ihren Arbeiten klingen immer wieder virulente Zukunftsfragen an, darunter auch jene, wie sich beispielsweise Empathie und die Pflege von Menschen durch den technologischen Fortschritt verändern könnten. Der Besucher begegnet auch unheimlichen, wundersamen Landschaften, die auf existierenden Realitäten beruhen, wenngleich sie auch durch den Blick der Künstlerin gefärbt sind. Marlies Pöschl versucht eine Welt darzustellen, die sich rasant verändert.

In ihren Recherchen bewegt sie sich an Orte, die an den Rändern der Gesellschaft liegen und nach einer eigenen Logik funktionieren. So steht das Leben von älteren Menschen in verschiedenen Senioreneinrichtungen im Zentrum dieser drei Arbeiten. Wie verändert sich etwa die Beziehung zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren? Zentral ist hierbei, dass Marlies Pöschl die Geschichte gemeinsam mit den Nutzern erzählt. In „Simple Whistles“ verbindet sie die Erzählung des mythologischen Helden Parzival mit utopischen Vorstellungen. In einem Altenheim wachen Fenster, Decke und der Boden über die Schutzbefohlenen. Diese Zukunftsvision wurde in Kooperation mit den Senioren entwickelt. Ausgehend von einem gemeinsam geschriebenen Gedicht experimentiert diese Chor-Performance mit konkreter Poesie, aber auch mit den Geräuschen der Maschinen, die Senioren in ihrem Alltag umgeben.

Die Ausstellung „Marlies Pöschl. Les Maintenants“ läuft bis zum 25. April. Der Salzburger Kunstverein hat täglich außer montags von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Salzburger Kunstverein
Hellbrunner Straße 3
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 (0)662 – 84 22 94 0
Telefax: +43 (0)662 – 84 22 94 22


26.02.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear in Cáceres

Das Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear in Cáceres ist eröffnet

Helga de Alvear-Museum in Cáceres eröffnet

Gestern haben König Felipe VI. von Spanien und seine Frau Letizia den Neubau des Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear in Cáceres eröffneten. Damit verfügt die Hauptstadt der Region Extremadura nun über ein bedeutendes Museum für Kunst seit den 1950er Jahren und spielt in einer internationalen Liga mit. Das Museum baut auf der Privatsammlung der deutschstämmigen Galeristin Helga de Alvear auf, die dafür mehr als 3.000 Werke, darunter Arbeiten von Tacita Dean, Louise Bourgeois, Olafur Eliasson, Damien Hirst, Doris Salcedo und Wassily Kandinsky, der spanischen Stadt an der Grenze zu Portugal überließ. In der Eröffnungsschau gibt Kurator José María Viñuela mit 150 Exponaten einen Überblick über die profilierte Sammlung, unter anderem mit Werken von David Claerbout, Ana Prada, Carlos Bunga, Nan Goldin, Günther Förg, Candida Höfer oder Pablo Picasso. Eine seltene Ausgabe von Francisco de Goyas „Los Caprichos“ von 1799 ergänzt die Schau und zeigt mit Werken von Marcel Dzama, Slater Bradley oder Arnulf Rainer, welchen Einfluss die berühmte Grafikfolge auf nachfolgende Künstlergenerationen ausübte. Hinzu kommen Arbeiten von Joseph Beuys, Cy Twombly, Katharina Grosses raumgreifende Farbbälle und -eier „Faux Rocks“ von 2006 oder Ai Weiweis rot glühender großdimensionierter Kronleuchter „Descending Light“ von 2007.



Die 1936 in Kirn an der Nahe geborene Helga de Alvear, Erbin der Rheinischen Kunststoffwerke, lebt seit 1957 in Madrid und heiratete zwei Jahre später den spanischen Architekten Jaime de Alvear. Seit 1980 arbeitete sie in der Galerie Juana Mordó, die sie nach dem Tod der Kunsthändlerin ab 1984 weiterführte. Zehn Jahre später eröffnete Helga de Alvear unter eigenem Namen neue Räume in Madrid und baute sie mit Video- und Konzeptkunst, Fotografie, Skulptur und Installationen, aber auch Malerei und Zeichnung zu einer der renommiertesten Galerien des Spaniens aus. Im Museum ist etwa auch Steve McQueens Videoarbeit „Giardini“ von 2009 zu sehen, die thematisiert, was nach der Biennale von Venedig auf dem Giardini-Gelände übrigbleibt. Zudem war Helga de Alvear 1982 eine der Mitbegründerinnen der Arco in Madrid, die sich zur wichtigsten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst in Spanien entwickelt hat.

2006 rief die Galeristin für ihre seit 1967 aufgebaute Privatsammlung dann die Fundación Helga de Alvear ins Leben. In einem ersten Schritt öffnete 2010 das Visual Arts Centre in der Casa Grande, einem Gebäude von 1910, in der historischen Altstadt von Cáceres. Der jetzt eröffnete Anbau mit 8.000 Quadratmetern wurde von dem spanischen Büro Tuñón Arquitectos entworfen. Das neue, kubisch streng gegliederte Museum kostete rund 10 Millionen Euro, die Hälfte dieser Summe spendete Helga de Alvaer selbst, den Rest trugen Institutionen der Region.

Centro de Artes Visuales Fundación Helga de Alvear
Pizarro, 8
ES-10003 Cáceres

Telefon: +34 (0)927 – 626 414
Telefax: +34 (0)927 – 226 853


26.02.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Werke von Gerard Hemsworth

Werke von Gerard Hemsworth

Gerard Hemsworth gestorben

Der Brite Gerard Hemsworth ist tot. Wie erste jetzt bekannt wurde, starb der konzeptuell arbeitende Künstler am 15. Februar an seiner chronischen Lungenerkrankung in East Sussex, so die britische Zeitung The Guardian. Der am 27. Dezember 1945 in London geborene Hemsworth, eine Schlüsselfigur in der Entwicklung einer britischen Konzeptkunst, beschäftigte sich damit, wie das Auge Gesehenes organisiert und interpretiert. Sein Studium absolvierte er von 1963 bis 1968 an der St. Martin’s School of Art und wandte sich danach vor allem textbasierter Kunst zu. Neben seinen Skulpturen schuf er Wandarbeiten mit Schrift und Künstlerbücher und nahm damit auch 1971 an der berühmten „Wall Show“ in der Londoner Lisson Gallery teil. Dabei waren seine Arbeiten oft enigmatisch geprägt, etwa die Schriftarbeit „Characteristically a Work of Art in Particular a Work of Art“.



Ab den 1980er Jahren trat die Malerei in seinem Œuvre in Vordergrund. Aber selbst wenn Hemsworth figurative Elemente wählte, waren seine Gemälde doch mehr eine Analyse der Zeichen und des Zeichenhaften, etwa wenn er in „Mother and Child“ aus dem Jahr 2013 zweimal zwei ovale Formen übereinanderstapelt, sie mit Pfeilen bestückt und sie mit Geraden sowie kantigen Kreisformen umgibt. Spielt Hemsworth hier auf eine Mutter-Kind-Beziehung an, oder ist es doch nur eine abstrahierte Landschaft mit zwei Kakteen? Seine flächigen, vordergründig klaren Werke in einer reduzierten Farbpalette oszillieren zwischen vereinfachten Mustern und ruhigen Linienkompositionen, wie im 2014 geschaffenen „Nothing to declare“, und erinnern an die cartoonartigen Zeichnungen in Kindermalbüchern.

Neben seiner eignen künstlerischen Tätigkeit unterrichtete Gerard Hemsworth an verschiedenen Kunsthochschulen, etwa am Goldsmiths College oder an der Rijksakademie in Amsterdam, und prägte damit eine jüngere Künstlergeneration. Zu seinen Studenten zählten etwa Fiona Banner, Glenn Brown oder Turner Prize-Träger Mark Wallinger. Im Jahr 2000 ehrte ihn die Royal Academy of Arts mit dem Charles Wollaston Award. Hemsworth hatte Ausstellungen vor allem in Großbritannien, aber auch im Chen Chi Art Museum in China, im Museum of Fine Art in Santiago de Chile oder in der Weserburg in Bremen. In Deutschland machte vor allem die Thomas Rehbein Galerie in Köln auf den Künstler aufmerksam.


26.02.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 26.02.2021

Marlies Pöschl in Salzburg

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Helga de Alvear-Museum in Cáceres eröffnet

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Gerard Hemsworth gestorben

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Carl Moll-Rekord in den USA

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