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Marlene Dumas enthüllt ihr Altargemälde in Dresden

Ab kommenden Sonntag ist das neue Altargemälde von Marlene Dumas in der evangelischen Annenkirche in Dresden zu sehen. Nach der Enthüllung und der feierlichen Einweihung bei einem Gottesdienst wird die etwa 3,6 auf 7,5 Meter große Freifläche über dem Altar von einem Lebensbaum mit Regenbogen der südafrikanischen Künstlerin bekrönt werden. Das Altarbild ist die erste derartige Arbeit Dumas’. Hilke Wagner, die Direktorin des Albertinums, wird in das umstrittene Werk einführen. Laut Meldung der Wochenzeitung „Der Sonntag“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens bilde der schwarz gemalte Christus, der als Gekreuzigter verklärt vor einem goldgelben Grund schwebt, einen Konfliktpunkt. Das Projekt in fünfstelliger Höhe wurde vom Bund, Stiftungen, Sponsoren und Spenden unterstützt.



Marlene Dumas, 1953 in Kapstadt geboren, schließt mit ihrem Werk eine seit 70 Jahren leer gebliebene Fläche in der Annenkirche. Die Gemeinde des barocken Baus mit Jugendstilausstattung suchte gezielt nach einem zeitgenössischen Künstler. Es waren die Bilder geschundener Menschen, die die Wahl auf Marlene Dumas, die etwa im Museum of Modern Art in New York, der Documenta in Kassel und im Münchner Haus der Kunst ausstellte, fallen ließ. Die in Amsterdam lebende Künstlerin fertigte das Altargemälde, das aus einzelnen Szenen wie einem Sternehimmel, einem Boot mit Flüchtlingen oder einer Kreuzesfahne besteht, mit Hilfe der Künstler Jan Andriesse und Bert Boogaard an.


24.03.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Lattanzio Gambara, Sitzender Prophet, um 1567/71

Lattanzio Gambara, Sitzender Prophet, um 1567/71

Italienische Zeichnungen der Renaissance in Düsseldorf

Die aktuellen Ausstellung „Idea et Inventio“ des Museums Kunst Palast in Düsseldorf versammelt italienische Zeichnungen des 15. und 16. Jahrhunderts. Anhand von etwa 100 Werken, darunter Arbeiten von Pietro Perugino, Raffael, Paolo Veronese, Giorgio Vasari und Federico Barocci aus der Sammlung Krahe der Düsseldorfer Kunstakademie, präsentiert die Kuratorin Sonja Brink die neusten Forschungsergebnisse. In Kooperation mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen untersuchte sie die italienischen Renaissancezeichnungen der Sammlung, die im 18. Jahrhundert von Lambert Krahe zusammengetragen wurde. Aus dem Konvolut aus etwa 40.000 Arbeiten auf Papier konnten nun 500 unsignierte Werke datiert und einer italienischen Provenienz zugeordnet werden.



Im Italien des 15. und 16. Jahrhunderts lebten viele epochale Künstler in einer Zeit starker Veränderungen. Einen besonderen Einfluss auf ihr Schaffen übten die wiederentdeckte Antike und eine neue Sichtweise auf die Wirklichkeit aus. Neben der Hinwendung zu antiken Philosophen wurden alte Schriftsteller gelesen und die Geschichte der Antike mit ihrer Mythologie rezipiert. Zudem forderte die Gegenreformation mit dem Konzil von Trient ab 1545 als Reaktion auf den noch jungen Protestantismus nach neuen Motiven und einer eingängigen Bildrhethorik in der Kunst. Die technischen Neuerungen der Drucktechnik durch Johannes Gutenberg und ihre Verbreitung in Europa sollte zudem die beginnende Neuzeit stark prägen.

Bartolomeo Passarottis Studie „Zwei männliche Aktfiguren“ aus der Mitte der 1570er Jahre verdeutlicht das intensivierte Naturstudium und Interesse an der Wirklichkeit. Der im Kontrapost stehende Rückenakt präsentiert eine übertrieben betonte und plastisch mit Schattierungen herausgearbeitete Muskulatur. Ein Kennzeichen des Manierismus ist die Vorliebe für extreme Gestaltungsweisen. Die „maniera“ sollte das Kunstvolle betonen. Hierin grenzt sie sich von der Renaissance ab, die das ausgewogene Gleichmaß anstrebte. In der Zeichnung des „Sitzenden Propheten“ von Lattanzio Gambara aus der Zeit um 1567/71 schlängelt sich kunstvoll der Putto mit überlangen eleganten Gliedern in einer S-Kurve empor, um ein aufgeschlagenes Buch zu halten. Neben ihm sitzt der wuchtige und in Kontemplation versunkene Prophet, der in seinem Aussehen an antike Heldenstatuen der Römer oder Griechen erinnert.

Die Ausstellung „Idea et Inventio. Italienische Zeichnungen des 15. und 16. Jahrhunderts“ läuft vom 24. März bis zum 18. Juni. Das Museum Kunst Palast hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Begleitend zur Schau erscheint im Juni ein zweibändiger Bestandskatalog der italienischen Zeichnungen.

Museum Kunst Palast
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 566 42 100
Telefax: +49 (0)211 – 566 42 906


24.03.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Kemang Wa Lehulere, My Apologies to Time, 2017

Kemang Wa Lehulere, My Apologies to Time, 2017

Kemang Wa Lehulere: Der „Künstler des Jahres“ in Berlin

Die Deutsche Bank hat den Südafrikaner Kemang Wa Lehulere zum „Künstler des Jahres“ 2017 gekürt. Ab heute ist die Preisträgerausstellung „Bird Song“ in der Deutschen Bank Kunsthalle in Berlin zu sehen. Der Titel der Schau bezieht sich auf einen Jazzklassiker von Miriam Makeba. Der Jazz ist auch für den 1984 in Kapstadt geborenen Wa Lehulere ein wichtiges Element in seinem Leben und Werk. Sein Œuvre umfasst neben der Malerei, auch das Theater, die Performance und Aktionen sowie Installationen. Meist thematisiert er die verdrängte Geschichte Südafrikas, wie die Gewalt während der Apartheid. Neben Arbeiten auf Papier bilden Installationen, Videoarbeiten, Kreidezeichnungen auf Wandtafeln, Skulpturen und Mixed Media-Werke die Exponate der Schau.



Zu Beginn der Ausstellung präsentiert Kemang Wa Lehulere in einem Video die symbolische Befreiung eines Vogels. Aus einer rot bemalten Wand ist ein rechteckiges Feld herausgeschlagen, hinter dem der Teil einer Wandmalerei mit einem Vogel sichtbar wird. Dieses Werk hatte die Autodidaktin Gladys Mgudlandlu (1917-1979) in ihr Haus in einem Township in Kapstadt gemalt. Die Künstlerin, die eine der ersten schwarzen Frauen war, die in einer Galerie in Südafrika ausstellte, ist auch für Kemang Wa Lehulere von Bedeutung. Die weitgehend in Vergessenheit geratene Malerin wurde durch ihn wiederentdeckt, und seine Recherchen sollen zu einer neuen Rezeption von Gladys Mgudlandlus Schaffen führen. In der Schau begleiten Papierarbeiten der Malerin, meist Landschaften, Vögel und Bäume, die Kunst Kemang Wa Lehuleres. Zu Zeiten der Apartheid war es bereits eine politische Handlung, wenn eine schwarze Frau einen Vogel oder Baum malte. Wa Lehulere vertritt die Ansicht, dass die Vogel- und Landschaftsbilder der Malerin die Vertreibung der Schwarzen thematisieren. Hierauf bezieht sich seine aktuelle Videoarbeit „Homeless Song 5“, die gemeinsam mit der Architektin Ilze Wolff entstand. So wurden in den 1960er Jahren Schwarze zwangsumgesiedelt, um Platz für die Wohngebieten der Weißen zu schaffen.

In Kemang Wa Lehuleres Installation „My Apologies to Time“ von 2017 zeichnet sich der Einfluss seiner Kindheit und Jugend im Kapstadter Township Gugulethu ab. In der aus alten Schulpulten gebauten Konstruktion stehen Vogelhäuser in unterschiedlichen Zuständen, mal mit offenen, mal verschlossen Wänden. Alles ist durch Stahlrohre miteinander verbunden. Wa Lehulere vergleicht die Vogelhäuser, die sowohl domestizierend, als auch schützend sind, mit der Schule, da sie ein ideologisch geprägtes Mittel der Kontrolle und Konditionierung sein kann. So greift er immer wieder das Thema der Wissensvermittlung, Macht und Ohnmacht auf, die er mithilfe von umgebauten Schulmöbeln verdeutlicht.

Die Ausstellung „Kemang Wa Lehulere. Bird Song“ läuft vom 24. März bis zum 18. Juni. Die Deutsche Bank Kunsthalle hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, für Schulklassen und montags für alle ist er kostenlos. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog für 35 Euro.

Deutsche Bank Kunsthalle
Unter den Linden 13/15
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 20 20 930
Telefax: +49 (0)30 – 20 20 93 20


24.03.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 24.03.2017

Marlene Dumas enthüllt ihr Altargemälde in Dresden

Italienische Zeichnungen der Renaissance in Düsseldorf

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Kemang Wa Lehulere: Der „Künstler des Jahres“ in Berlin

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