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Martin Roth: Widerrede!

Martin Roth: Widerrede!

Martin Roths Vermächtnis erschient

„Widerrede!“ – so heißt der Titel des Buches, mit dem der Verlag der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart nun posthum Martin Roths Vermächtnis vorlegt. „Ich bin überzeugter Europäer“, sagt Roth darin über sich selbst und will mit der kleinen Publikation „Familien aufrütteln über die Generationen hinweg“. Das „Politische, die Wertedebatten und der ehrliche Gedankenaustausch über die gesellschaftspolitischen Weichen, die richtig oder falsch gestellt werden können“, sollen wieder viel mehr unseren Alltag durchdringen. In die Debatte um Europa hat Roth seine drei Kinder integriert und sich mit ihnen die Fragen über Politik und die Zukunft der EU gestellt.



Der Museumsmann Roth, der am 6. August nach schwerer Krankheit mit 62 Jahren in Berlin gestorben ist, hat nach dem Brexit-Votum der Briten im September 2016 überraschend seinen Direktorenposten im Londoner Victoria and Albert Museum aufgegeben. „Schon viele Monate vor der finalen Brexit-Entscheidung war mir klar, dass die von Propaganda durchdrungene und verdorbene Diskussion um den Brexit nicht zu vereinbaren ist mit meiner europäischen Identität. Die Art und Weise des Austritts, wie da mit welchen Lügen und welcher Polemik agiert wurde, gerade von Wendehälsen wie Boris Johnson – das alles war übel und tragisch zugleich.“ In dem Buch setzen sich Roth und seine Kinder mit dem erstarkenden Nationalismus und Populismus in Europa auseinander, wenden sich gegen Hetze und Häme und rufen zu Toleranz, Solidarität und Nächstenliebe auf.

Martin Roth: Widerrede! Eine Familie diskutiert über Populismus, Werte und politisches Engagement
Verlag der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart
Erscheinungsdatum: 28. August 2017
96 Seiten, Preis 9,95 Euro


17.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Martha Rosler, Invasion, 2008

Martha Rosler, Invasion, 2008

Lichtwark-Preis für Martha Rosler

Der Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg geht in diesem Jahr an Martha Rosler. Die sozial und gesellschaftlich engagierte US-amerikanische Künstlerin wird für „ihr großartiges und vielschichtiges Lebenswerk“ geehrt. Das teilte Carsten Brosda mit. Weiter sagte der neue Hamburger Kultursenator: „Ihre Arbeiten sind in höchstem Maße politisch und reagieren seismographisch auf tief im Sozialen verwurzelte Konflikte. In Hamburg hat sie wichtige künstlerische Akzente gesetzt und mit ihren Interventionen kritische Fragen auch zum Umgang mit dem jüdischen Erbe öffentlich gemacht.“



Auch Martha Rosler zeigte sich erfreut über die Auszeichnung: „Ich empfinde es als große Ehre und bin stolz darauf, Empfängerin des diesjährigen Lichtwark-Preises zu sein. Über die Wertschätzung für meine Beiträge zur Kunst und die daraus entstehenden Interventionen in öffentliche Debatten, einschließlich des Alltags von Frauen und anderen Bewohnerinnen und Bewohnern, freue ich mich sehr. Der Freien und Hansestadt Hamburg mit ihrer besonderen Geschichte als widerständige, in die Zukunft gerichtete und internationale Stadt fühle ich mich sehr eng verbunden. Ich danke dem Senat und den Bürgerinnen und Bürgern Hamburgs von Herzen für diese Anerkennung.“

Martha Rosler, geboren 1943 in Brooklyn, hat sich in den vergangenen 40 Jahren in Fotomontagen und -serien, Videokunst, Performances und Installationen stets mit aktuellen politischen, sozialen und gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt. Bekannt wurde sie durch ihre mittlerweile legendäre Collagenserie „House Beautiful: Bringing The War Home“ von 1967 bis 1972, in der sie Hochglanzansichten amerikanischer Wohnrauminterieurs aus der Zeitschrift „House Beautiful“ mit dokumentarischen Vietnam-Kriegsfotografien kontrastierte. Seit den 1960er Jahren bezieht sie explizit feministische Positionen in Videos und Performances mit ein, wie zum Beispiel bei „Semiotics of the Kitchen“ von 1975. Geschätzt wird Martha Rosler zudem als Autorin theoretischer Schriften, unter anderem zur Rolle des Politischen in der Fotografie.

Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit liegt in der kritischen Reflexion urbaner Verhältnisse und Strukturen. Schon 1993 hat sie auch in Hamburg mit öffentlichen Interventionen Akzente gesetzt und im Rahmen des Projekts „Stadtfahrt“ eine kollektive Performance an Stätten jüdischer Kultur organisiert. Ihr Projekt mit dem Titel „An Empty Space in Ottensen: Contaminated by History, Capital, and Asbestos“ thematisierte das Verschwinden von jüdischer Kultur und Stadtgeschichte. 2015 entwickelte Rosler gemeinsam mit dem Urbanisten Miguel Robles-Durán eine Posterkampagne in der Hamburger Innenstadt, die die Versprechen aktueller Stadtentwicklung in Hamburg und anderen europäischen Städten kritisch in den Blick nahm.

Der mit 10.000 Euro dotierte Lichtwark-Preis wird alle vier Jahre vom Senat und der Bürgerschaft der Stadt Hamburg verliehen. Er wurde 1951 zum 100. Geburtstag Alfred Lichtwarks, des Gründungsdirektors der Hamburger Kunsthalle, gestiftet und ging in jenem Jahr an Oskar Kokoschka. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern zählen außerdem Joseph Beuys, Otto Dix, Max Ernst, Hanne Darboven, Olaf Metzel, Thomas Schütte, Reiner Ruthenbeck und zuletzt Andreas Slominski.

Den mit 5.000 Euro dotierten Lichtwark-Förderpreis 2017 erhalten Carola Wagenplast und Peter Steckroth für ihre neuen Arbeiten, die sie unter dem Namen „Jochen Schmith“ veröffentlicht haben. Darin behandeln sie ökonomische Fragen und Ideen der politischen Dimension von Räumen. Wertzuschreibungen, auch den Kunstbetrieb betreffend, spielen als werkformende Aspekte eine große Rolle. Zuletzt waren ihr Schaffen in einer Gruppenausstellung im Hamburger Kunstverein zum autofiktionalen Roman „Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq zu sehen.


17.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Adam Friedrich Oeser, Landschaftsstudie mit Kindern und Ochsengespann, um 1770

Adam Friedrich Oeser, Landschaftsstudie mit Kindern und Ochsengespann, um 1770

Leipzig erinnert an Adam Friedrich Oeser

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig widmet sich im Schillerhaus derzeit Adam Friedrich Oeser. Anlass ist der 300. Geburtstag des für die Stadt bedeutenden frühen Klassizisten. Für die Schau hat Kurator Dietmar Schulze vor allem originale Skizzen, Illustrationen und Entwürfe aus dem hauseigenen Bestand zusammengestellt, die einen Einblick in Oesers vielseitiges Schaffen als Maler, Bildhauer und Buchillustrator geben. Zudem richtet sich Schulzes Fokus auf Oesers Leben und seinen Freundeskreis in Leipzig, zu dem neben Prominenten wie dem Mediziner und Philosophen Ernst Platner oder dem Leipziger Bürgermeister Carl Wilhelm Müller auch Johann Joachim Winckelmann und der Weimarer Hof zählte.



Adam Friedrich Oeser kam im Februar 1717 im damaligen ungarischen Pressburg zur Welt. Nach seiner Ausbildung in der Heimat und in Wien zog es ihn 1739 in die Barockstadt Dresden, wo er als Miniatur- und Deckenmaler etwa für das Boxbergische Palais, als Maler für Opern- und Theaterdekorationen und an der Interimsausstattung für die katholische Hofkirche arbeitete. 1759 ließ sich Oeser in Leipzig nieder. Als Mitbegründer und erster Direktor der 1764 errichteten Leipziger „Zeichnungs-, Mahlerey- und Architectur-Academie“, die noch heute als „Hochschule für Grafik und Buchkunst“ bekannt ist, prägte der kurfürstlich-sächsische Hofmaler 40 Jahre lang die damalige Kunstszene. So schuf Oeser etwa die Ausmalung des Festsaales im Gohliser Schlösschen und die Altargemälde für die klassizistische Ausstattung der Nikolaikirche. 1799 starb er hochbetagt mit 82 Jahren in Leipzig.

Nicht allein als Zeichenlehrer Johann Wolfgang Goethes, den er von 1765 bis 1768 unterrichtete und mit dem er weiterhin freundschaftlich verbunden war, sondern auch als Lehrer und Kollege vieler später berühmter Zeitgenossen wie Johann Heinrich Wilhelm Tischbein oder Christian Gottlieb Geyser ging Adam Friedrich Oeser mit seinem zarten Stil der Empfindsamkeit in die Kunstgeschichte ein. Zeugnisse seines bildhauerischen Schaffens sind das Denkmal des Dichters Christian Fürchtegott Gellert in der Leipziger Lenné-Anlage an der Schillerstraße oder das Königsdenkmal im Garten des Gohliser Schlösschens, gewidmet dem Kurfürsten von Sachsen und späteren sächsischen König Friedrich August I.

Die Ausstellung „Adam Friedrich Oeser (1717-1799). Zum 300. Geburtstag“ ist bis zum 10. September zu sehen. Das Schillerhaus hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig – Schillerhaus
Menckestraße 42
D-04155 Leipzig

Telefon: +49 (0)341 – 566 21 70
Telefax: +49 (0)341 – 566 21 70


17.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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