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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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in der Ausstellung „Edi Hila. Der Klang der Tuba“

in der Ausstellung „Edi Hila. Der Klang der Tuba“

Edi Hila in Wien

In der Schau „Der Klang der Tuba“ präsentiert die Secession in Wien seit dem Wochenende Werke des albanischen Künstlers Edi Hila. Die rund 20 Gemälde aus unterschiedlichen Serien der letzten Jahre sowie einige Werke aus den späten 1990er Jahren spannen einen zeitlichen und inhaltlichen Bogen, der globale Migrations- und Fluchtbewegungen der Gegenwart, die große Auswanderungswelle nach dem Regimewechsel in Hilas Heimat und politisch motivierte Deportationen in der Frühphase des Kommunismus in Albanien miteinander verknüpft. Kuratorin Bettina Spörr erklärt, dass sich in Hilas Bildern Gegenwart und Vergangenheit gleichwertig gegenüber stehen und zur Reflexion über heutige Verhältnisse einladen.



Edi Hila, 1944 im nordalbanischen Shkodra geboren, erhielt Anfang der 1970er Jahre Berufsverbot. Der Maler, der bis 1967 an der Universität der Künste in Tirana studiert hatte, musste etwa 20 Jahre warten, bis er wieder arbeiten und ausstellen durfte. Der Auslöser war das Bild „Planting of Trees“ von 1972, das eine Gruppe junger Leute beim Pflanzen von Bäumen zeigt. Diese an sich harmlose Darstellung wurde als zu individualistisch und nicht den Idealen des Sozialistischen Realismus entsprechend eingestuft. Zur Umerziehung musste Hila von 1977 bis 1978 in einer Geflügelfabrik arbeiten. Ab 1988 war er externer Professor an der Kunstakademie Tirana. Seine „zweite Laufbahn“ begann 1990 mit dem Zusammenbruch der Sozialistischen Volksrepublik Albanien.

Nach dem Regimewechsel wurde Edi Hila von 1991 bis zur Pensionierung Professor für Malerei an der Kunstakademie Tirana. In seinen Bildern versucht er sich einerseits neu zu erfinden, andererseits, so Spörr, „dokumentieren sie den Transformationsprozess eines ganzen Landes und seiner Menschen“. Hila sei ein feinsinniger Beobachter: Seine Bilder handeln von der Veränderung, von Hoffnung und Frustration, vom Erfindungsreichtum und der Kreativität einfacher Menschen, vom Überlebenskampf, vom Ringen nach Demokratie, gesellschaftlichen Werten und Zielen. Architektur und das urbane Umfeld liefern ihm dafür die Schauplätze. Häufig visualisiert er den gesellschaftlichen Wandel indirekt durch die Spuren im Alltagsleben oder in Gebäuden. Serien ermöglichen ihm, Themen facettenreich wiederzugeben, sowie formale und kompositorische Experimente. Edi Hilas Farbwahl verlagert sich vermehrt auf erdige, harmonisch aufeinander abgestimmte Farbtöne, die ineinander übergehen und die Formen mitunter bis an die Grenze der Abstraktion auflösen.

Die dreiteilige Arbeit „Njerëzit e të ardhmes (Menschen der Zukunft)“ von 1997 mit einem Schiff in unterschiedlichen Ansichten bezieht sich auf die Auswanderungen in den ersten Jahren nach der Wende. Viele Albaner verließen ihre Heimat oft über das Adriatische Meer nach Italien. Die Serie „A Tent on the Roof of a Car“ von 2016 ist von der Flüchtlingskrise des Vorjahres beeinflusst. Mit der Metapher des Zeltes will Edi Hila dazu anregen, über Mobilität, gesellschaftliche Umbrüche und politische Krisen nachzudenken. Das Zelt als mobile, einfache Behausung dient dem Menschen seit Jahrtausenden als Schutz. Gleichzeitig hat es eine ambivalente Funktion: So ist der Schutz begrenzt und eignet sich auch nicht als eine dauerhafte Behausung. Bisher stellte Edi Hila etwa auf der Documenta 14 in Athen, im Musée Georges Pompidou in Paris, im Haus der Kunst in München und im Moderna Museet in Stockholm aus.

Die Ausstellung „Edi Hila. Der Klang der Tuba“ läuft bis zum 8. November. Die Wiener Secession hat dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 9,50 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder unter 10 Jahren ist er frei. Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch für 33 Euro.

Secession
Friedrichstraße 12
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 587 53 07
Telefax: +43 (0)1 – 587 53 07 34


22.09.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Andrea Mayer

Staatssekretärin Andrea Mayer hat über die Träger des Österreichischen Kunstpreises informiert

Österreichischer Kunstpreis vergeben

Andrea Mayer, Staatssekretärin im Wiener Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, hat die Träger des mit je 15.000 Euro dotierten Österreichischen Kunstpreises 2020 bekanntgegeben. In der Sparte Bildende Kunst geht er an die 1970 in St. Petersburg geborene, seit 1989 in Wien lebende Anna Jermolaewa. In ihren Arbeiten, oft Fotografien, setzt sie sich mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander, die prekäre Machtverhältnisse, soziale Ungerechtigkeiten und politische Unterdrückung hervorbringen. Sie absolvierte 1998 zunächst das Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien, bevor sie zur Akademie der bildenden Künste wechselte und ihre Ausbildung 2002 im Bereich Kunst und digitale Medien beendete. Jermolaewa lehrte von 2005 bis 2011 Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und unterrichtet seit 2018 an der Kunstuniversität Linz. Bisher wurde sie etwa 2002 mit dem Pfann-Ohmann-Preis und 2009 mit dem Preis der Stadt Wien geehrt.



Die gebürtige Wienerin Inge Dick, Jahrgang 1941, wird für ihr fotografisches Schaffen ausgezeichnet. Sie studierte ab 1962 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Ab 1971 arbeitete sie mit konzeptioneller Malerei in der Tradition der klassischen Moderne, bis in den 1980er Jahren Polaroid-Bilder zu den zentralen Elementen ihrer Werke avancierten. Ihr entscheidendes Prinzip ist die Untersuchung von Licht, Zeit und Farbe. Inge Dick wurde mit mehreren Preisen geehrt, darunter 1979 mit dem Theodor-Körner-Preis und 2011 dem Alfred-Kubin-Preis.

Für die Medienkunst wurde Hofstetter Kurt geehrt. Er kam 1959 in Linz zur Welt und lebt in Wien. Seine künstlerischen Schwerpunkte liegen in Computer-, Licht- und Internet-Arbeiten, Medienkunstinstallationen im öffentlichen Raum, akusmatische Musik- und Klangarbeiten, Prints, Skulpturen, Kunstvideos gemeinsam mit Barbara Doser und irrationalen Mustern. Der studierte Mathematiker veröffentlicht seit 2002 wissenschaftliche Publikationen im Bereich der Geometrie. Hofstetter wurde 2015 mit dem Outstanding Artist Award in der Kategorie Interdisziplinarität oder 1996 mit dem Kopenhagener Brunel Award Commendation für seine Video-Computerkunst-Installation „Planet der Pendler mit den drei Zeitmonden“ im Wiener Bahnhof Landstraße geehrt.

Das 1980 gegründete Architekturbüro der 1948 in Wien geborenen Elsa Prochazka, die den Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur erhält, befasst sich mit öffentlichen Bauten, Wohn- und Betriebsbau, Städtebau, Ausstellungskonzeptionen und -design und Crossoverprojekten. Ihr Architekturstudium schloss Prochazka nach Anfängen an der Technischen Universität Wien 1973 in der Meisterklasse von Ernst Plischke an der Akademie der bildenden Künste ab. Sie verantwortete unter anderem das Café Kult im Künstlerhaus Salzburg, das Wohn- und Boardinghaus in der Tokiostraße in Wien und die Ausstellungsräume im Wiener Volkskundemuseum. Neben dem Adolf Loos Staatspreis Design wurde Prochazka mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien oder dem Tiroler Museumspreis geehrt.

Weitere Ehrungen gingen in der Sparte Film an Norbert Pfaffenbichler, für Kinder- und Jugendliteratur an Renate Habinger, bei den Kulturinitiativen an „esc – medien kunst labor“ in Graz, in der Literatur an Kathrin Röggla und im Bereich Musik an Susanne Kirchmayr, alias Electric Indigo, und Peter Ablinger. Der Österreichische Kunstpreis, der bis 2009 Würdigungspreis hieß, wird in der Regel jährlich etablierten Künstlern für ihr umfangreiches, international anerkanntes Gesamtwerk zuerkannt. Die Übergabe der Auszeichnung ist für den 24. November während eines Festaktes in der Wiener Hofburg geplant.


22.09.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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in der Ausstellung „Überland – 100 Jahre Kunst in Thüringen“

in der Ausstellung „Überland – 100 Jahre Kunst in Thüringen“

100 Jahre Kunst in Thüringen

Zum 100jährigen Bestehen des Landes Thüringen feiert der Kunstverein Schmalkalden derzeit das künstlerische Leben der Region. Die Exponate der 91 Künstler in der Ausstellung „Überland“ spannen einen Bogen von 1920 bis 2020 und umfassen Skulpturen, Fotografien, Gemälde, Grafiken und Installationen. Mit dabei sind unter anderem Werke von Otto Dix, Alexander von Szpinger, Charles Crodel, Volkmar Kühn, Gerda Lepke, Harald Reiner Gratz, Susann Maria Hempel, Kay Voigtmann, Uta Zaumseil, der Bauhauskünstler Paul Klee, Lyonel Feininger oder aus dem Umfeld von Walter Dexel oder Aenne Biermann. Die Schau ist in vier Teile und vier Orte gegliedert: Das Museum Schloss Wilhelmsburg präsentiert Arbeiten der Zeit von 1920 bis 1949, das Otto Mueller Museum der Moderne widmet sich den Jahren von 1950 bis 1979, die Kunst-Etage Alte Post der Phase von 1980 bis 1999, und die letzten 20 Jahre sind in der Totenhofkirche zu sehen.



Am 1. Mai 1920 entstand durch die „kleinthüringische Lösung“ das neue Land. Im Lauf der Geschichte bildete es weder kulturell noch künstlerisch eine Einheit. 1920 war Weimar die Hauptstadt Thüringens und dank Walter Gropius Entstehungsort des Staatlichen Bauhauses. Die Schule sollte in wenigen Jahren wichtige europäische Künstler und Kunstpädagogen anziehen. Die neue Strömung führte etwa zur Sintrax-Kaffeemaschine, die Gerhard Marcks 1926 entwarf. Aber auch Erfurter Institutionen waren von Bedeutung. Als der Berliner Kunsthistoriker Walter Kaesbach 1920 das Direktorat des Städtischen Museums antrat, lud er etwa Künstler der Brücke nach Erfurt. Erich Heckel konnte dank Kaesbach 1922 und 1924 die Wandmalerei „Lebensstufen“ im heutigen Angermuseum ausführen. Unerwartete Begegnungen im ersten Abschnitt der Schau ermöglichen Erich Drechslers farbleuchtendes futuristisches „Viadukt“ von 1924 oder Franz Markaus expressive Wiederentdeckung „Der heilige Franziskus predigt den Vögeln“ aus dem Jahr 1921.

Nach dem Krieg begann sukzessive die Zeit, in der sich Deutschland in die BRD und die DDR aufteilen sollte. Die progressiven Entwicklungen im Kunstraum Thüringen wurden nach 1945 vor allem durch Persönlichkeiten getragen, die sowohl das klassische, wie auch moderne Erbe der Region und die internationalen Kunstströmungen in ihren Arbeiten einschlossen. So schuf der seit 1945 in Gotha ansässige Kurt W. Streubel konkret-konstruktivistische Werke, während Gerhard Altenbourg sich seine versponnenen kleinteiligen Welten in Altenburg ausdachte. In den 1970er Jahren begann ein kultureller Generations- und Gesinnungswandel. Junge Künstler wie Erich Enge, Horst Sakulowski und Karl-Heinz Appelt zog es nach Thüringen. Sie hofften, einen künstlerischen Ausdruck jenseits des sozialistischen Themenkanons entwickeln und in Thüringen etablieren zu können. Zunächst führte dies zu einem Aufschwung im Kunstschaffen der DDR, das aber mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 einen Dämpfer erhielt. Die Folge war der endgültige Vertrauensverlust zwischen unangepassten Künstlern und dem Staat.

Selbstausdruck in Form von Verweigerung, Protest und Widerstand, aber auch künstlerischen und technischen Experimenten fand ab 1980 in der kurzlebigen Erfurter „Galerie im Flur“ einen Ausdrucksort. Sie war von der Schriftstellerin, Künstlerin und Feministin Gabriele Stötzer gegründet worden, nur um ein Jahr später von der Staatssicherheit geschlossen zu werden. In den 1990er Jahren füllten zahlreiche Neugründungen von Künstlergruppen, Kunstvereinen und Galerien das ausgedünnte Kunstgeschehen in Thüringen. Mit der Fakultät Gestaltung ab 1993 an der Weimarer Hochschule, ab 1996 Bauhaus-Universität, wurden auch wieder Studienmöglichkeiten im Bereich bildende Kunst geschaffen. Mit Jana Gunstheimers Wandobjekt „SBK #1743 (Mantel des Werner Hofbichler)“ aus der fiktiven Serie „Heiligsprechung“ von 2007 und Benedikt Brauns Installation „Jackpot“ von 2010 mit zwei Förderbändern, auf denen 1 Cent-Münzen rauschen, sind in der Totenhofkirche aktuelle Strömungen zu sehen, die über den thüringischen Kunstkreis hinausreichen.

Die Ausstellung „Überland – 100 Jahre Kunst in Thüringen“ läuft bis zum 5. Dezember. Das Otto Mueller Museum der Moderne, die Kunst-Etage Alte Post und die Totenhofkirche haben mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, das Museum Schloss Wilhelmsburg bis zum 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr, ab 1. November täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt für alle vier Orte beträgt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, für zwei Stationen 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist er kostenlos. Ein umfassender Katalog begleitet die Ausstellung.

Otto Mueller Museum der Moderne
Altmarkt 8
D-98574 Schmalkalden
Telefon: +49 (0)3683 – 469 58 52

Museum Schloss Wilhelmsburg
Schlossberg 9
D-98574 Schmalkalden
Telefon: +49 (0)3683 – 403 186

Kunst-Etage Alte Post
Altmarkt 10
D-98574 Schmalkalden

Totenhofkirche
Bahnhofstraße/Sandgasse
D-98574 Schmalkalden


22.09.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 22.09.2020

Edi Hila in Wien

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