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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Rudolf Belling, Kopf in Messing, 1925

Rudolf Belling, Kopf in Messing, 1925

Rudolf Belling in Berlin

Rudolf Belling zählt zu den großen deutschen Bilderhauer der Moderne. Die Nationalgalerie in Berlin, die dem Künstler bereits 1924 seine erste Museumsausstellung widmete, stellt den Pionier der plastischen Abstraktion nun in der großen Retrospektive vor. Ausgangspunkt der Schau im Hamburger Bahnhof sind elf Hauptwerke der 1920er Jahre aus der Sammlung der Nationalgalerie, darunter der berühmte „Kopf in Messing“ von 1925. Die insgesamt rund 80 Exponate decken Bellings Schaffenszeit von den 1910er Jahren bis zu den 1970er Jahren ab und zeigen mit Skulpturen, Zeichnungen, Modellen sowie Filmen, Fotos und Figurinen, dass Belling nicht nur in der Bildhauerei aktiv war.



„Ob gegenständlich oder gegenstandslos, ich erlaube mir alles, was mir nötig erscheint“, so der Künstler selbst zu seinem Schaffen, das sich nicht nur stilistisch betrachtet breit fächert, sondern auch im Hinblick auf Gattungen die gängigen Grenzen übertrat. So war Belling nicht nur als Bühnen- und Kostümbildner tätig, sondern unter anderem auch als Bau- und Werbeplastiker, Porträtbildner sowie Designer aktiv. Trotz seiner vielen Facetten stellt Rudolf Belling für das Medium der Skulptur eine bedeutende Rolle dar und gilt durch Werke wie seinen berühmten „Dreiklang“ als Pionier der plastischen Abstraktion.

Die Ausstellung „Rudolf Belling. Skulpturen und Architekturen“ ist bis zum 17. September zu sehen. Der Hamburger Bahnhof hat dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog für 35 Euro.

Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50/51
D-10557 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 39 78 34 39
Telefax: +49 (0)30 – 39 78 34 13


11.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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Erik Kessels, aus der Serie „Album Beauty“

Erik Kessels, aus der Serie „Album Beauty“

NRW-Forum zeigt Erik Kessels

Das NRW-Forum Düsseldorf widmet dem niederländischen Künstler, Fotografen und Werbegestalter Erik Kessels ab dem Wochenende eine Retrospektive, in der seine wichtigsten Arbeiten der vergangenen 20 Jahre mit einer Vorliebe für das Unperfekte und Unvollendete präsentiert werden. Darüber hinaus hat Kessels die befreundeten Künstler Paul Kooiker, Joan Fontcuberta, Peter Piller, Joachim Schmid und Ruth van Beek eingeladen, in der Schau mit eigenen Arbeiten zu intervenieren. Auch die künstlerische Marketing-Kampagne der Ausstellung hat Erik Kessels selbst entworfen und bringt so einen Teil seines Schaffens in den öffentlichen Raum.



Erik Kessels sind perfekte Bilder verhasst. Vielmehr interessieren ihn die fehlerhaften, zufälligen und unstimmigen Fotografien, weil sie mit ihren missglückten Posen oder schwachen Momenten die Menschlichkeit verdeutlichen. So erstellt er Alben, indem er massenweise digitale Bilder sammelt, diese in unveränderter Form sortiert und in einen neuen Kontext stellt, um damit humorvolle Geschichten zu erzählen. So sind in seiner Serie „Album Beauty“, die das klassische Fotoalbum feiert, zahlreiche verwackelte Bilder zu sehen, die teilweise sogar einen Finger vor dem Objektiv aufweisen. Für seine Arbeit „24hrs In Photos“ ließ der 1966 geborene Kessels die Bilder eines gesamten Tages ausdrucken und in einem Ausstellungsraum aufrichten. Die Besucher sollen über eine Zeit nachdenken, in denen Fotos noch selten und wertvoll waren, anstatt in einem Meer aus Bildern zu verschwinden.

Die Ausstellung „Erik Kessels & Friends“ läuft vom 12. August bis zum 5. November zu sehen. Das NRW-Forum hat dienstags bis donnerstags von 11 bis 18 Uhr, am Freitag von 11 bis 21 Uhr, am Samstag von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt dienstags bis donnerstags 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, freitags bis sonntags 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre liegt er immer bei 1 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der während der Ausstellung 20 Euro kostet.

NRW-Forum Düsseldorf
Ehrenhof 2
D-40479 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 892 66 90
Telefax: +49 (0)211 – 892 66 82


11.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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in der Ausstellung „Magali Reus – Night Plants“

in der Ausstellung „Magali Reus – Night Plants“

Magali Reus im Kunstmuseum St. Gallen

Das Kunstmuseum St. Gallen präsentiert in Kooperation mit dem Stedelijk Museum Amsterdam die erste Einzelausstellung von Magali Reus in der Schweiz. Die 1981 geborene niederländische Künstlerin ist bekannt für ihre komplex entwickelten skulpturalen Werke, die aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes als Behältnisse, Klappstühle oder Pferdesättel potentiell funktionsfähig erscheinen und oft einen Fetischcharakter erhalten. Ihre Skulpturen wirken in ihrem raffinierten Design vertraut, zugleich aber höchst eigenwillig. Die in London lebende Reus war bereits an zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen beteiligt, etwa in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin, im Westfälischen Kunstverein in Münster oder im Sculpture Center in New York.



Bei ihren Arbeiten greift Magali Reus auf formale und kunsthistorische Einflüsse von Minimalismus und Postminimal Art bis zu vielschichtigen Formverbindungen aus der industriellen Produktion sowie auf das private Erleben zurück. Neben ihrer eigenwilligen Gestaltung sowie ihrer Vorliebe fürs Detail gilt besonders die differenzierte Materialität als eines ihrer charakteristischen Merkmale. So zählen bei Reus’ Arbeiten wie „Harlequin Darts“ oder „Arbroath Smokie“ – beide von 2016 – Fiberglas, gegossenes Kunstharz, Pigmente sowie Bleischrot, pulverbeschichtete Stahlröhre und lasergeschnittener Stahl unter anderem zu den verwendeten Materialien, mit denen Reus einen Gebrauchsgegenstand vortäuscht. So weist auch „Pecan Sleepers“ etuiartige Behältnisse auf, textile Netztaschen oder an Ohrstöpsel erinnernde Objekte.

Die Ausstellung „Magali Reus – Night Plants“ ist bis zum 22. Oktober zu sehen. Das Kunstmuseum St. Gallen hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Schweizer Franken, ermäßigt 6 Schweizer Franken. Der Katalog kostet 39 Franken.

Kunstmuseum St. Gallen
Museumsstraße 32
CH-9000 St. Gallen

Telefon: +41 (0)71 – 242 06 71
Telefax: +41 (0)71 – 242 06 72


10.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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