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Hans Leistikow, Plakat zu „3 Tage mechanische Musik unter der Leitung von Paul Hindemith“, 1927

Hans Leistikow, Plakat zu „3 Tage mechanische Musik unter der Leitung von Paul Hindemith“, 1927

Die Moderne in Frankfurt

Heute eröffnet das Museum Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt am Main im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums die Ausstellung „Moderne am Main 1919-1933“. Laut den Kuratoren Grit Weber, Annika Sellmann, Klaus Klemp und Matthias Wagner K sei Frankfurt zu dieser Zeit ein dem Bauhaus gleichwertiges Zentrum der Avantgarde gewesen. Mit der Firmierung „Neues Frankfurt“ habe die Stadt unter ihrem Baudirektor Ernst May ein „beispielloses Programm baulicher und kultureller Erneuerung“ konstituiert und sich während der Weimarer Republik zum „Archetyp der modernen Großstadt“ entwickelt. Das MAK legt den Schwerpunkt auf die Frage, ob und in welcher Weise grundlegende gesellschaftliche Veränderungen auch einen ästhetischen Wandel mit sich brachten und wie das Neue in die Welt kam. Die Exponate der Produkt-, Raum- und Werbegestaltung, Mode, Musik, Film und Fotografie wollen die kreativen Netzwerke der damaligen Zeit vorstellen.



Während Ernst May in Frankfurt sich auf das Wohnbauprogramm konzentrierte, beeinflusste die Großstadtutopie auch ab der zweiten Hälfte der 1920er Jahre Mode-, Interieur-, Industrie-, Produkt- und Kommunikationsdesign. Zu den Protagonisten des Neuen Frankfurt gehörten etwa das städtische Hochbauamt und die Kunstschule Frankfurt, die die moderne Gesellschaft mitformten. Eines der Ziele war die Aussöhnung der sozialen Unterschiede zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft. Die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entwickelte mit der „Frankfurter Küche“ den Urtyp der standardisierten Einbauküche. Der Bauhaus-Schüler Christian Dell, der von 1926 bis 1933 Leiter der Metallwerkstatt der Frankfurter Kunstschule war, arbeitete etwa am Design für industriell hergestellte Leuchten. Zu seinen berühmtesten Entwürfen gehört die Lampe „Idell“, die er 1933/34 für die Firma Gebrüder Kaiser & Co. in Neheim-Hüsten entwickelte.

Neben der Stadt unterstützten auch private Unternehmen die Moderne am Main, darunter der Leuchtenhersteller Bünte & Remmler, die Bauersche Gießerei oder Fuld und Co. Letztere war eine Firma zur Vermietung von Telefonanlagen, die zu einem führenden Konzern der Fernmeldeindustrie in Europa wuchs. Von 1926 bis 1933 erschien die Zeitschrift „Das Neue Frankfurt“, zu deren regelmäßige Autoren Walter Gropius und Marcel Breuer gehörten. Sukzessive wurde die Zeitschrift zu einem Vorbild und erreichte 1932 weltweite Verbreitung. Im März 1933 musste die Zeitschrift aus politischen Gründen eingestellt werden.

Die Ausstellung „Moderne am Main 1919-1933“ läuft vom 19. Januar bis zum 14. April. Das Museum Angewandte Kunst hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er kostenlos. Die Schau ist Teil der gemeinsamen Initiative des MAK, des Deutschen Architekturmuseums, des Historischen Museums Frankfurt und des Forums Neues Frankfurt. Diese Häuser bieten zum selben Thema ab März Ausstellungen mit anderen Schwerpunkten.

Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
D-60594 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 212 340 37
Telefax: +49 (0)69 – 212 307 03


18.01.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Nina Ruthe und David Antonin vom Kölner „Design Studio Niruk“ haben den Passagen Prize 2019 erhalten

Nina Ruthe und David Antonin vom Kölner „Design Studio Niruk“ haben den Passagen Prize 2019 erhalten

Passagen Prize für Nina Ruthe und David Antonin

Der Kölner Passagen Prize 2019 geht an Nina Ruthe und David Antonin. Die Jury, die aus Designern, Kulturschaffenden und Kuratoren besteht, würdigt damit die Arbeit des Kölner Duos „Design Studio Niruk“ für die Entwürfe und Inszenierung in der Ausstellung „diving into processes. materialising ideas“. Sie ist noch bis zum 20. Januar im Designerquartier Ehrenfeld zu sehen.



Die Schau von Nina Ruthe und David Antonin spiegelt die Werkstattsituation der beiden Designer wider. Dabei präsentieren sie sowohl die Entwicklung neuer Materialien und Oberflächen, als auch die davon inspirierten Produkte. Ihre individuelle Arbeitsweise, umfangreiches Knowhow und innovative Ideen haben sie in Form von konzeptionell ausgereiften Prototypen und Produkten inszeniert. Nina Ruthe gründete 2011 das „Design Studio Niruk“, drei Jahre später kam David Antonin hinzu.

Der Passagen Prize wird seit 2018 im Rahmen der Passagen Interior Design Week Köln für junge und aufstrebende Designer verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Passagen und ihre Kuratorin Sabine Voggenreiter loben gemeinsam mit dem Rat für Formgebung den Wettbewerb aus, der von der Stadt Köln gefördert wird. Der Preis geht an den besten Entwurf im Bereich Interior Design, Textilien, Licht und Innenarchitektur und seiner Inszenierung im Rahmen des Designfestivals in Köln. Im letzten Jahr erhielten Hannah Kuhlmann und Jana Manfroid die Auszeichnung.


17.01.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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Ruth Marten, Intimate (Vertraut), 1997

Ruth Marten, Intimate (Vertraut), 1997

Retrospektive zu Ruth Marten in Brühl

Unter dem Titel „Ruth Marten – Dream Lover“ präsentiert das Max Ernst Museum in Brühl rund 200 Arbeiten auf Papier, Gemälde und Objekte der amerikanischen Malerin. Die Schau vermittelt damit einen umfassenden Einblick in das vielfältige Schaffen und versteht sich als erste Retrospektive der 1949 geborenen Künstlerin in Europa.



Seit 2006 greift Marten auf Druckgrafiken vergangener Jahrhunderte zurück, die sie auf sonntäglichen Flohmarktbesuchen entdeckt und zeichnerisch sowie malerisch ergänzt. Sie verfremdet diese oder fügt sie zu Collagen zusammen. Die Amerikanerin kombiniert beispielsweise Motive wie Alligatoren oder modische Accessoires in einer Tuschezeichnung von 2015. Dabei gelingt ihr der Übergang von Original und Überarbeitung so gut, dass der Unterschied nur aus der Nahsicht zu erkennen ist. So entstehen oft surreale Situationen, wie sie auch bei Max Ernst zu finden sind.

Dem Thema Haare widmet sich Ruth Marten seit den 1980er Jahren. Sie reflektiert dabei ihre eigenen Erfahrungen mit gesellschaftlichen Normen und Idealen im „Zeitalter des geglätteten Haares“, wie sie es selbst nennt. Ähnlich skurril wie „Fountains & Alligators“ von 2015 wirken auch die Zeichnungen „Clothilde“ von 1999 und „Richard Kilburne’s headache“ von 2009. Dem Mann mit den Kopfschmerzen, der einem Porträtdruck des 18. Jahrhunderts entnommen ist, setzt sie statt der Perücke einen Haufen Steine auf den Kopf.

Die New Yorkerin Ruth Marten studierte dort von 1965 bis 1967 an der High School of Art and Design. Danach wechselte sie an die School of the Museum of Fine Arts in Boston. Ab 1972 arbeitete sie in New York als eine der ersten Frauen als Tätowiererin. Auf der 10. Biennale 1977 in Paris war Marten mit einer Tattoo-Performance anwesend, bei der sie Künstler und Künstlerinnen tätowierte, während gleichzeitig Bilder von ihr in der Ausstellung zu sehen waren. Ab den 1980er Jahren war sie als Illustratorin für zahlreiche Magazine und Zeitschriften tätig.

Die Ausstellung „Ruth Marten – Dream Lover“ läuft bis zum 24. Februar. Das Max Ernst Museum in Brühl hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos. Der Katalog zur Ausstellung ist für 34,90 Euro im Museumsshop erhältlich.

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstraße 42 / Max-Ernst-Allee 1
D-50321 Brühl

Telefon: +49 (0)2232 – 57 930


17.01.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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News vom 18.01.2019

Die Moderne in Frankfurt

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