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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Martha Jungwirth, Wien 2014

Martha Jungwirth erhält den Oskar Kokoschka-Preis 2018

Oskar Kokoschka-Preis für Martha Jungwirth

Der Oskar Kokoschka-Preis 2018 geht an Martha Jungwirth. Das gab heute die Universität für angewandte Kunst in Wien bekannt. Die 1940 in Wien geborene Malerin darf sich nun über ein Preisgeld von 20.000 Euro freuen. In der Begründung führte Gerald Bast, Rektor der Universität, aus: „Die Jury ehrt mit Martha Jungwirth eine österreichische Künstlerin, die mittlerweile zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart zählt, die stets ihren eigenen Stil, ihre Formensprache und die Ausdruckskraft in ihrer Malerei konsequent weiterentwickelte. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich in einem spannenden, oszillierenden Verhältnis zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit spiegelt sich in ihren malerischen Kompositionen einzigartig wider.“



Martha Jungwirth studierte von 1956 bis 1963 an Hochschule für angewandte Kunst Wien, der heutigen Universität, und lehrte an dem Haus von 1967 bis 1977. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie durch die Gruppenschau „Wirklichkeiten“ im Jahr 1968 in der Secession bekannt. Dort stellte sie gemeinsam mit Franz Ringel, Peter Pongratz, Wolfgang Herzig, Robert Zeppel-Sperl und Kurt Kocherscheidt aus. Im Jahr 1977 folgte eine Einladung zur Documenta nach Kassel. Es folgten Ausstellungen im Rupertinum in Salzburg, im Museum Moderner Kunst in Passau oder in der Kunsthalle Krems. 1974 erhielt Jungswirth den Preis der Grafik-Biennale in Florenz, 1986 den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst, 2012 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst oder 2016 den Kunstpreis der Innsbrucker Klockerstiftung.

Jungwirth widmet sich in ihrer Arbeit vor allem Aquarellen und Ölbildern, die an der Grenze zwischen figurativer und ungegenständlicher Ausprägung stehen. War sie in den frühen Werken noch stärker dem Gegenstand verhaftet, löste Jungwirth die Form in den 1980er Jahren immer mehr in Richtung Abstraktion und Emotion auf: Die Gegenstandsfarbe wurde zur Gefühlsfarbe. „Durch ihren Umgang mit der Farbe, pointiert gesetzten Farbtupfern und verschwimmenden Flächen, spürte Martha Jungwirth der Erinnerung von Gegenständlichkeiten nach. Sie setzte mit ihren virtuosen, kraftvollen und doch sensiblen Arbeiten wichtige Beiträge und Impulse in der Malerei. Im internationalen Kunstkontext wurde und wird Martha Jungwirth stärker wahrgenommen, als in Österreich, wo sie arbeitet und lebt“, ergänzte Bast als Jury-Vorsitzender.

Der Oskar Kokoschka-Preis erinnert an den großen österreichischen Expressionisten und wird seit 1980 alle zwei Jahre am 1. März, dem Geburtstag des Malers, vergeben. Die Auszeichnung würdigt hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst und richtet sich an nationale oder internationale Künstlerinnen und Künstler. Bisherige Preisträger waren Hans Hartung, Mario Merz, Gerhard Richter, Siegfried Anzinger, die Künstler aus Gugging, Agnes Martin, Jannis Kounellis, John Baldessari, Maria Lassnig, Valie Export, Ilya Kabakov, Günter Brus, Martha Rosler, William Kentridge, Raymond Pettibon, Yoko Ono, Peter Weibel und zuletzt Andrea Fraser.


17.11.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Victor Hugo, Komposition, um 1856

Victor Hugo, Komposition, um 1856

Der dunkle Victor Hugo in Wien

Das Leopold Museum in Wien wendet seinen Blick aktuell auf die dunkle Seite der Romantik und besonders auf den Schriftstellers Victor Hugo (1802-1885). Die am Wochenende beginnende Ausstellung versammelt etwa 80 Blätter Hugos und stellt ihnen Arbeiten von William Turner und der Schriftstellerin George Sand gegenüber. Victor Hugo, der bereits zu Lebzeiten als eine Gallionsfigur der Romantik galt und ein aktives politisches Leben führte, wandte sich auch dem Zeichnen und Malen zu. Dabei empfand er die Zeichenkunst in erster Linie als Fortsetzung seiner schriftstellerischen Tätigkeit mit anderen Mitteln und nahm nie an Ausstellungen teil. Seine Erzeugnisse bezeichnete er selbst als „Sudeleien“. In seinen Malmittel nutzte er sowohl das traditionelle Sepia, Kohle oder Tinte, aber auch ungewöhnliche Stoffe wie Kaffeesatz oder Staub. Den Zufall integrierte er in sein Schaffen, so etwa im „Marmorierten Klecks“ von etwa 1856 oder der gleichaltrigen „Komposition“, und schuf damit schon früh vollkommen ungegenständliche Werke.



Seine Blätter thematisieren Landschaften, Wetterstimmungen, Naturerscheinungen, aber auch Geister und Randexistenzen, beeinflusst von Francisco de Goya. Im Vorwort zu seinem Theaterstück „Cromwell“ von 1827 plädierte Hugo für das Nebeneinander des Grotesken mit dem Erhabenen. Schließlich sei nicht alles im menschlichen Sinne schön. Inwieweit stehe es dem Menschen zu, Gott zu korrigieren? Einen eher melancholischen Ton formen die Bilder von Kathedralen und Schlössern der Vergangenheit, die Hugo als gefährdete kostbare Relikte ansah, wie im Helldunkel der „Ruinen eines Aquädukts“ um 1850 oder der schemenhaften Erscheinung von „Burg und Schloss von Viandem im Mondschein“ aus dem Jahr 1871.

Eine besondere Rolle nimmt der Rhein bei Victor Hugo ein, den er 1840 erstmals bereiste. Zahlreiche Reisen dorthin sollten folgen. Ihren Niederschlag fanden die Aufenthalte 1842 in Form des Buches „Le Rhin“ oder romantisch-düsteren Dämmerungsszenerien oder nebelverhangene Flusslandschaften. Ganz der Dunkelheit verschrieb sich Hugo in dem dreieckigen Kohle- und Tinteblatt „Die Erschaffung der Welt“ von 1864/69 oder dem abstrakten „Blick auf Türme mit einem Stern im Himmel“. Dunkle Wolken überziehen das Papier effektvoll. In seinem Roman „Die Arbeiter des Meeres“ beschreibt Hugo die Kraft der Finsternis: „Die nächtliche Dunkelheit ist schwindelerregend. Wer sich in sie vertieft, versinkt darin, zappelt darin. Keine Strapaze gleicht dieser Erforschung der Finsternis. Es ist das Studium einer Auslöschung.“

Die Ausstellung „Victor Hugo. Der schwarze Romantiker“ läuft vom 17. November bis zum 15. Januar 2018. Das Leopold Museum hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend geschlossen. Der Eintritt beträgt regulär 13 Euro, es gibt mehrere Ermäßigungsstufen. Der Katalog zur Ausstellung kostet 24,90 Euro im Museumsshop.

Leopold Museum
Museumsplatz 1
A-1070 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 525 70 0
Telefax: +43 (0)1 – 525 70 1500


17.11.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Vonovia-Vorstand Klaus Freiberg überreicht Ina Schoenenburg den Fotoaward

Vonovia-Vorstand Klaus Freiberg überreicht Ina Schoenenburg den Fotoaward

Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

Vonovia hat gestern in der Jahrhunderthalle in Bochum seinen ersten Award für Fotografie zum Thema „Zuhause“ an Ina Schoenenburg verliehen. 380 professionelle und junge Künstler hatten Fotoserien passend zu dieser Aufgabenstellung eingereicht. Der zweite Platz und 12.000 Euro gingen an Yasmin Balai, der dritte Platz und 10.000 Euro an Ksenia Les. Ingmar Björn Nolting und Arne Piepke erhielten den mit 5.000 Euro dotierten Nachwuchspreis zur Förderung junger Talente. „Was Zuhause bedeutet, interpretiert jeder auf seine Weise. Wir haben eine große Auswahl an spannenden Fotostrecken gesehen, die alle einen unterschiedlichen Blick auf das Thema haben“, sagt Martin Brockhoff, Vorsitzender der Jury und selbst Fotograf.



Die Serie der 1979 in Berlin geborenen Gewinnerin des auf 15.000 Euro dotierten Hauptpreises besticht durch ihre persönlichen Einblicke. „Zuhause“ ist für Ina Schoenenburg nicht nur die eigene Wohnung, sondern auch Landschaft, eine Laube im Garten, das Auto oder das in Umzugskartons verpackte Leben einer Person. Im Mittelpunkt ihrer Fotografien stehen immer der Mensch und seine Beziehungen. Familie, Partnerschaft, Freunde und gemeinsame Aktivitäten sind für sie ebenfalls Teil des Themenkomplexes. Dabei reduziert Schoenenburg ihre Arbeit nicht nur auf freudige Ereignisse und Stationen des „Zuhause“-Seins, sondern zeigt auch die tristen Seiten des Alltags, Arbeit und Frust, die mit dem Begriff verbunden sein können.

Vonovia, eines der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands mit rund 350.000 Wohnungen, setzte für die Erstvergabe ihres Awards eine Fachjury ein, die rund 3.500 Einzelbilder zu begutachten hatte, und stellte Preisgelder im Gesamtwert von über 40.000 Euro zur Verfügung. „Mehr als eine Million Menschen leben in unseren Wohnungen. Wir haben als Unternehmen die Verantwortung, uns mit dem Thema ‚Zuhause‘ intensiv zu beschäftigen – vor allem auf gesellschaftlicher und künstlerischer Ebene. Die Bilder berühren und wirken nach. Sie führen zu einer Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen und Werten“, erläutert Klaus Freiberg, Vorstandsmitglied der Vonovia SE und Jury-Mitglied, seine Eindrücke des Wettbewerbs.


17.11.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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