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Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

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Ohne Titel, 1993 / Fred Thieler

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Sogenannte „Umbo-Schüssel“, Nürnberg, Zweite Hälfte 15. Jahrhundert

Sogenannte „Umbo-Schüssel“, Nürnberg, Zweite Hälfte 15. Jahrhundert

Nürnberger Exportschlager: Die Beckenschlägerschüssel

Die Beckenschlägerschüssel war im 15. und 16. Jahrhundert ein begehrtes Handelsgut aus Nürnberg. Zu Hundertausenden verließen die Schüsseln und Teller aus poliertem, golden leuchtendem Messing die Reichsstadt nach ganz Europa. Diesem alten Handwerk widmet sich ab heute das Stadtmuseum im Nürnberger Fembohaus. In der Ausstellungsreihe „Fremde Schätze“ präsentiert es dazu rund 100 Stücke aus der Sammlung von Klaus Tiedemann, die mit ihrem Variantenreichtum an unterschiedlichen Dekoren, Formen und Größen überzeugen. Der emeritierte Anatomieprofessor hat vor 30 Jahren die Beckenschlägerschüsseln eher zufällig als Sammlungsgebiet für sich entdeckt. Wichtig ist ihm dabei die Vielfalt der Motive, darunter Madonnen, Heilige, Ritter, Dirnen und edle Damen, die häufig auch auf Vorlagen Nürnberger Künstler zurückzuführen sind. Holzschnitte aus der Schedelschen Weltchronik standen Pate, aber auch Werke von Albrecht Dürer, Erhard Schön, Hans Sebald Beham, Albrecht Altdorfer, Hans Schäufelein oder Georg Pencz.



Die Nürnberger Beckenschläger bestanden aus einem Verbund kleinerer Werkstätten, die wegen ihres lärmenden Gewerbes in der damaligen Vorstadt vor dem Laufer Tor angesiedelt waren. Nominell waren die Beckenschläger keine Zunft, sondern ab 1493 ein sogenanntes „Geschworenes Handwerk“. Sorgfältig darauf bedacht, Betriebsgeheimnisse zu bewahren und nicht etwa durch Lehrlinge aus der Stadt tragen zu lassen, waren ihnen strenge Reisebeschränkungen auferlegt. Der Herstellungszeitraum der Beckenschlägerschüsseln, die auch als Tauf-, Blut-, Aderlass- oder Almosenschüsseln bezeichnet werden, muss kurz vor 1450 begonnen und gegen 1620 geendet haben. Welche Formen oder Dekore wann produziert wurden, ist aufgrund der dürftigen Quellenlage schwer auszumachen. Die letzten Ziermuster entstanden um 1535, danach kam nichts Neues mehr hinzu.

Die Verzierung der Rohlinge erfolgte in Nürnberg stets mittels einer Matrize aus Stahl, die etwa wie ein überdimensionaler Münzstempel aussah. In sie war das Motiv im Negativ eingeschnitten. Die Herstellung solcher Matrizen war extrem aufwändig und erforderte wochenlange Arbeit von Spezialisten. Das machte die Matrizen so kostbar, dass sogar solche mit beschädigter Schrift lange weiterverwendet wurden. Zwar gab es schon im 14. Jahrhundert Beckenschläger auch in anderen Städten, die allerdings nicht mit Matrizen arbeiteten. Daher ist die Verwendung mit einer Matrize ein Alleinstellungsmerkmal für alle Nürnberger Beckenschlägerschüsseln. In der Ausstellung werden daher auch Fälschungen und die oft mit Nürnberger Stücken verwechselten niederländischen „doopschotels“, die Taufschüsseln, gezeigt.

Die Ausstellung „Leuchtendes Messing – Die Kunst der Nürnberger Beckenschläger“ läuft vom 22. März bis zum 18. August. Das Stadtmuseum im Fembohaus hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Der Katalog aus dem J.H. Röll Verlag kostet 69 Euro.

Stadtmuseum Fembohaus
Burgstraße 15
D-90403 Nürnberg

Telefon: +49 (0)911 – 231 25 95
Telefax: +49 (0)911 – 231 25 96


22.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Anna Oppermann, Künstler sein (Zeichnen nach der Natur, zum Beispiel Lindenblütenblätter), 1969-1985

Anna Oppermann, Künstler sein (Zeichnen nach der Natur, zum Beispiel Lindenblütenblätter), 1969-1985

Anna Oppermann in Bielefeld

Ab diesem Wochenende zeigt die Kunsthalle Bielefeld Werke von Anna Oppermann. Im Zentrum der Ausstellung präsentieren die Kuratoren Friedrich Meschede und Meta Marina Beeck das umfangreiche Ensemble „Künstler sein (Zeichnen nach der Natur, zum Beispiel Lindenblütenblätter)“. Die raumfüllende, aber kleinteilige Installation steht programmatisch für das Selbstverständnis einer neuen Künstlergeneration in den 1960er und 1970er Jahren, die inhaltliche und formale Grenzen aufzubrechen suchte. Anna Oppermanns Kunst reflektiert gängige Künstlerbilder und die Erwartungen des Kunstbetriebs. Dabei artikuliert sie den Anspruch, gleichberechtigt als Künstlerin neben ihren männlichen Kollegen wahrgenommen zu werden. Ihre „Ensembles“, wie Anna Oppermann ihre Installationen nannte, stellen den Betrachter vor eine Herausforderung: Über 1000 Einzelteile – Gegenstände, Fotos, Zeichnungen, Zeitungsausschnitte, Selbstgeschriebenes, Abgeschriebenes, Zettel, Fotos von den Zeichnungen und immer wieder Fotos von vorherigen Zuständen des Ensembles – wuchern in den Raum und lassen sich mit dem Auge kaum fassen.



Als zweiten Teil der Schau stellt die Kunsthalle Bielefeld erstmals das malerische Frühwerk Anna Oppermanns in einem musealen Kontext vor. Diese meist noch zweidimensionalen Werke bestehen neben zahlreichen Zeichnungen auf Papier und Karton aus Blei- und Buntstiftzeichnungen mit Collageelementen auf Hartfaserplatten, die in ihrer Motivik und Farbigkeit Einflüsse von Dada, Surrealismus und Pop Art aufweisen. So entstehen knallbunte aber zugleich mit düsteren Stimmungen aufgeladene Bilder. Die Formen sind von kindlicher Einfachheit geprägt, die tiefgehenden Botschaften jedoch voll von anspruchsvoller und verwirrender Komplexität. Thematisch orientiert sich Anna Oppermann auch hier schon an gesellschaftspolitischen Fragen, vornehmlich der Gleichberechtigung von Mann und Frau, individuellen Ängsten und sozialen Erwartungen. Der eigene Status als Frau, Mutter und Künstlerin ist dabei der Ausgangspunkt für ihre Betrachtung allgemeiner gesellschaftlicher Strukturen.

Anna Oppermann wurde im Jahr 1940 als Regina Heine in Eutin geboren. Von 1962 bis 1968 studierte sie an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg Malerei, Grafik und Kunsterziehung und parallel dazu an der Universität Hamburg Philosophie. Ab Mitte der 1970er Jahre wurde sie, die sich als freischaffende Künstlerin den Namen Anna Oppermann zugelegt hatte, selbst Kunstprofessorin, unter anderem in Hamburg, Wuppertal und Berlin. Ihre Werke waren international zu sehen, beispielsweise 1977 und 1987 an der Documenta oder 1984 auf der Biennale in Sydney. Ihre Arbeit brachte ihr zahlreiche Preise und Stipendien ein: 1977 erhielt Oppermann den Villa Romana-Preis und den Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg, 1982 einen Förderpreis beim Berliner Kunstpreis, drei Jahre später wurde sie von der Heitland Foundation geehrt, und auch eines der renommierten Barkenhoff-Stipendien wurde ihr 1987 zugesprochen. Anna Oppermann starb 1993 in Celle in Niedersachsen. Seit 2011 vergibt die Universität der Künste Berlin den Anna-Oppermann-Preis an angehende Kunstlehrer.

Die Ausstellung „Anna Oppermann. Künstler sein“ läuft vom 23. März bis zum 28. Juli. Die Kunsthalle Bielefeld hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr und samstags schon ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Ein Katalog erscheint im Laufe der Ausstellung.

Kunsthalle Bielefeld
Artur-Ladebeck-Straße 5
D-33602 Bielefeld
Telefon: +49 (0)521 – 329 99 500
Telefax: +49 (0)521 – 329 99 50 50


22.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Schloss Wiepersdorf

Zukunft von Schloss Wiepersdorf gesichert

Neue Stiftung zum Erhalt von Schloss Wiepersdorf

Das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf südlich von Berlin soll in eine Stiftung des Landes Brandenburg überführt werden. Das Kabinett in Potsdam hat nun dem von Kulturministerin Martina Münch vorgelegten Gesetzentwurf zur Gründung der „Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf“ zugestimmt. Planmäßig soll die neue Landesstiftung zum 1. Juli gegründet und der ehemalige Wohnsitz des Dichterpaares Achim und Bettina von Arnim damit aus der Trägerschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übernommen werden. Schloss Wiepersdorf beherbergt das älteste von insgesamt 13 Künstlerhäusern in Deutschland. Derzeit wird das Schloss mit dem Arnim-Museum und den Künstlerateliers noch bis Ende des Jahres renoviert.



Das Schloss Wiepersdorf hat aufgrund seiner berühmten Vorbesitzer und seiner umfangreichen und erlesenen Bibliothek eine lange Tradition als Ort des geistigen Austausches. Im Umkreis der Familie von Arnim fanden und finden sich zahlreiche weitere Kunstschaffende: Bettinas Bruder Clemens Brentano gilt neben seinem Schwager als Hauptvertreter der Heidelberger Romantik. Die Urenkelin Bettina Encke von Arnim wurde Malerin, ebenso wie der Enkel Achim von Arnim-Bärwalde, dessen Werke noch heute im Schloss präsentiert werden. Nachdem Krieg und Besatzung dem Haus stark zugesetzt hatten, wurde Schloss Wiepersdorf 1946 bereits in der DDR als Arbeits- und Erholungsstätte für Künstler genutzt. Namhafte Schriftsteller waren hier zu Gast, unter ihnen Anna Seghers, Christa Wolf, Arnold Zweig und die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch.

Finanzielle Schwierigkeiten erzwangen 2004 die plötzliche Schließung der renommierten Institution. 2006 konnte sie dank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wiederbelebt werden. Ab dem kommenden Jahr soll das Künstlerhaus als „Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf“ weiter als Stipendiatenhaus für mehrmonatige Arbeitsaufenthalte von Künstlerinnen und Künstlern aller Disziplinen aus dem In- und Ausland geöffnet sein. Die Gründungsbeauftragte Annette Rupp erstellt dafür im Auftrag des Landes ein Konzept. Für den Betrieb des Künstlerhauses will das Land ab 2020 jährlich rund 720.000 Euro bereitstellen. Die Gesetzesvorlage wird jetzt zur weiteren Befassung an den Landtag weitergeleitet.


22.03.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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News vom 22.03.2019

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