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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Alexandra Daisy Ginsberg, Resurrecting the Sublime, 2019

Alexandra Daisy Ginsberg, Resurrecting the Sublime, 2019

Designing the Nature: Alexandra Daisy Ginsberg in Weil am Rhein

Sechs Arbeiten von Alexandra Daisy Ginsberg sind aktuell in der Einzelausstellung „Better Nature“ in der Gallery des Vitra Design Museums in Weil am Rhein zu sehen. Die britische Architektin und Interaktionsdesignerin interessiert sich für die Auswirkungen des Fortschrittes von Design und Technologie auf das Verhältnis von Mensch und Natur. Speziell die Synthetische Biologie, das Gestalten an lebender Materie, rückt ins Zentrum ihrer künstlerischen Fragestellungen. Ziel der jungen Technowissenschaft ist es, neue biologische Systeme zu erzeugen, die in der Natur nicht vorkommen. Der Biologe wird somit zum Designer und „Optimierer“ von Molekülen, Zellen und Organismen.



In den vier Arbeiten „E. chromi“, „Growth Assembly“, „The Synthetic Kingdom“ und „Designing for the Sixth Extinction“ aus den Jahren 2009 bis 2015 hinterfragt Ginsberg, was „besser“ in Bezug auf dieses Designen der Natur bedeutet und wer „Verbesserung“ definiert. Ginsberg arbeitete dabei eng mit Wissenschaftlern und Fachleuten verschiedener Disziplinen zusammen. „E.chromi“ entstand mit Studierenden der Universität Cambridge. Es handelt sich um gentechnisch veränderte Bakterien, die mit der Nahrung aufgenommen werden und vor Krankheiten warnen sollen. Dabei kommt dabei die Frage auf, ob es sich um einen massiven medizinischen Fortschritt oder um eine Art der inneren Überwachung handelt.

Die beiden neuen Arbeiten „Resurrecting the Sublime“ und „The Wilding of Mars“ von 2019 präsentieren einen neuen Abschnitt im künstlerischen Schaffen Ginsbergs. Für „Resurrecting the Sublime“ arbeitete Ginsberg mit Christina Agapakis von dem Biotechnologieunternehmen „Ginkgo Bioworks“ und der Künstlerin und Geruchsforscherin Sissel Tolaas zusammen. Den Besuchern wird hier ermöglicht, den Duft einer bereits ausgestorbenen Pflanze zu riechen. Die Rekonstruktion dieses Geruches wurde durch DNA-Proben aus dem Pflanzenarchiv der Harvard University ermöglicht.

Die Ausstellung „Alexandra Daisy Ginsberg: Better Nature“ läuft bis zum 24. November. Das Vitra Design Museum hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Museum beträgt 11 Euro, ermäßigt 9 Euro.

Vitra Design Museum
Charles-Eames-Straße 1
D-79576 Weil am Rhein

Telefon: +49 (0)7621 - 702 32 00
Telefax: +49 (0)7621 - 702 35 90


23.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Marisa Merz

Marisa Merz 2013 bei der Verleihung des Goldenen Löwen in Venedig mit Kurator Massimiliano Gioni

Marisa Merz gestorben

Marisa Merz ist tot. Die italienische Bildhauerin und Installationskünstlerin, die der Arte Povera zugerechnet wird, starb am vergangenen Wochenende mit 93 Jahren in Turin. In der norditalienischen Stadt kam sie 23. Mai 1926 zur Welt. Wie ihr Ehemann, der 2003 verstorbene Mario Merz, war sie in Sachen Kunst Autodidaktin. Ihre Werke stellte Marisa Merz aus Resten und Fragmenten alltäglicher Objekte her und verwendete dabei Metall, Draht und Holz, aber auch häufig weiche Materialien, wie Wachs, Nylon, Ton oder Hanffaserstoffe. Immer wieder scheinen das Weibliche und die Reflexion einer häuslichen Sphäre Themen ihrer Kunst zu sein. Kleine Schuhe, Küchenutensilien, Büsten von Frauenköpfen oder Ähnliches lassen sich in ihren Arbeiten erkennen.



Ab Mitte der 1960er Jahre trat Marisa Merz mit Ausstellungen in Italien an die Öffentlichkeit. Im Oktober 1968 nahm sie an der dreitägigen Veranstaltung „Arte Povera + Azione Povera“ in Amalfi teil, die von Germano Celant kuratiert wurde und bedeutende Vertreter der Richtung wie Michelangelo Pistoletto, Alighiero Boetti oder Giovanni Anselmo umfasste. Ab den 1970er Jahren wurde ihre Kunst auch international rezipiert. An der Biennale di Venezia nahm sie beispielsweise 1972, 1980 und 1985 teil, an der Documenta in Kassel 1982 und 1992. Ihre Werke waren etwa im Kölner Museum Ludwig, im Centre Pompidou in Paris, im Kunstmuseum Winterthur oder im New Yorker Guggenheim Museum zu sehen. In den Jahren 2017 und 2018 tourte eine Retrospektive durch die USA und Europa, die auch im Museum der Moderne in Salzburg Halt machte.

Auf der 55. Biennale in Venedig erhielt Marisa Merz 2013 den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk. In ihrer Malerei, Bildhauerei und Zeichnung, die sie über die Jahre hinweg in einer bewussten Abgeschiedenheit entwickelt habe, komme Marisa Merz zu archaischen und ursprünglichen Bildwelten, hieß es damals in der Jurybegründung.


23.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Ragnar Kjartansson, Me and My Mother 2010, 2010

Ragnar Kjartansson, Me and My Mother 2010, 2010

Ragnar Kjartansson im Kunstmuseum Stuttgart

Ragnar Kjartansson gewährt in der Ausstellung „Scheize – Liebe – Sehnsucht“ im Kunstmuseum Stuttgart Einblick in sein vielfältiges Schaffen. Titelgebend für den 26 Exponate umfassenden Werküberblick waren die drei deutschen Lieblingsworte des isländischen Performancekünstlers, Malers, Bildhauers und Musikers. Neben Gemälden, Zeichnungen und Plastiken des 1976 geborenen Künstlers nehmen Videoarbeiten einen großen Raum ein. Sein Schaffen kreist dabei um Künstlerstereotype und Klischees der westlichen Erinnerungs- und Wissenskultur. Wesentliche Kennzeichen sind dabei eine oft ins Extreme gedehnte Spieldauer, Wiederholungen, Loops, Persiflage und Verfremdung. Diese Stilmittel erzeugen eine starke emotionale Wirkung, in der sich die menschliche Gefühlswelt in ihrer gesamten Bandbreite darstellt – von Liebe über Melancholie bis hin zu Schmerz. Den romantischen Geist, der seine Arbeiten umgibt, durchbricht Kjartansson immer wieder mit Ironie und Humor.



Im Jahr 2000 begann Kjartansson die Videoserie „Me and My Mother“. Im Abstand von fünf Jahren filmte er sich und seine Mutter, die Schauspielerin Guðrún Ásmundsdóttir, frontal zur Kamera stehend, während diese ihn kontinuierlich anspuckt. Seine neue Videoinstallation „Death is Elsewhere“ wird erstmalig in Europa gezeigt. Für den Künstler typisch verschmelzen hier bildende Kunst, Musik und darstellende Kunst. Vor dem 360-Grad-Panorama einer isländischen Landschaft performen Musiker, darunter Mitglieder der Band „múm“, in Endlosschleife ein Lied und bewegen sich dabei kreisend über die sieben Leinwände der Installation. Die Live-Performance „Tod einer Dame“ konzipierte Kjartansson eigens für die Ausstellung in Stuttgart. Inspiriert durch eine Szene aus Puschkins Roman „Onegin“, liegt eine blutende Frau reglos ausgestreckt auf dem Boden, während Kunstschnee auf sie herabrieselt.

Ragnar Kjartansson wuchs in Reykjavik als Sohn des Schauspielers, Regisseurs und Theaterautors Kjartan Ragnarsson und der Schauspielerin Guðrún Ásmundsdóttir auf. Er wurde nach seinem Großvater, dem Bildhauer und Keramiker Ragnar Kjartansson, benannt. Kjartansson studierte an der Königlichen Kunstakademie in Stockholm und schloss 2001 sein Studium an der Kunstakademie Island ab. 2009 vertrat er Island auf der Biennale in Venedig und wurde 2016 in Reykjavik mit dem City Artist Award ausgezeichnet.

Die Ausstellung „Ragnar Kjartansson. Scheize – Liebe – Sehnsucht“ läuft bis zum 20. Oktober. Das Kunstmuseum Stuttgart hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, freitags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt er 11 Euro, ermäßigt 8 Euro. Der Katalog kostet im Museum 29 Euro, im Buchhandel 39,90 Euro.

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 – 216 196 00
Telefax: +49 (0)711 – 216 196 15


23.07.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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News vom 23.07.2019

Designing the Nature: Alexandra Daisy Ginsberg in Weil am Rhein

Designing the Nature: Alexandra Daisy Ginsberg in Weil am Rhein

Marisa Merz gestorben

Marisa Merz gestorben

Ragnar Kjartansson im Kunstmuseum Stuttgart

Ragnar Kjartansson im Kunstmuseum Stuttgart

Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen verliehen

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